Author Archive for Peter Tschmuck



18
Mai
14

Der phonografische Markt in Österreich, 2001-2013

Der Marktbericht der IFPI Austria für das Jahr 2013 weist einen Gesamtumsatz von EUR 150 Mio. aus. Verglichen mit 2001 entspricht das einem Umsatzrückgang von EUR 132,8 Mio., womit sich der phonografische Markt seit 2001 nahezu halbiert hat.[1] Die Ursache dafür sind vor allem die rückläufigen CD-Verkäufe. Während 2002 noch CD-Alben im Wert von EUR 245,8 Mio. verkauft wurden, waren es 2013 nur mehr EUR 77,5 Mio. – ein Minus von 68,5 Prozent. Die Talfahrt konnte bislang auch durch den boomenden digitalen Musikmarkt nicht gestoppt werden. Betrug 2004 der Umsatz mit digital distribuierter Musik lediglich EUR 1,6 Mio., so ist dieser 2013 auf EUR 31,0 Mio. gestiegen. Dabei hat sich der Umsatzmix im Digitalsegment stark verändert. Während 2008 die Umsätze mit Master- und Ringtones mit 35 Prozent oder EUR 4,0 Mio. die zweit wichtigste Position hinter den Single-Track-Downloads (38 Prozent) waren, so spielen Klingeltöne gegenwärtig mit 3 Prozent (EUR 1,0 Mio.) nur mehr eine untergeordnete Rolle. Hingegen sind die Umsätze aus Alben-Downloads mit EUR 12,7 Mio. (41 Prozent) und Single-Track-Downloads mit EUR 10,6 Mio. (34 Prozent) dominant. Das Musikstreaming-Geschäft hat aber stark auf EUR 6,7 Mio. (22 Prozent Digitalmarkt-Anteil) zugenommen. Insgesamt konnten aber die Zuwächse im Digitalsegment die Verluste beim physischen Verkauf nicht kompensieren, sodass – auf Basis der GfK-Kassendaten – der Gesamtumsatz am phonografischen Markt in Österreich im Vergleich zu 2012 um rund 2 Prozent zurückgegangen ist.

Eine detaillierte Marktanalyse kann nun in der Folge nachgelesen werden:

weiterlesen ‘Der phonografische Markt in Österreich, 2001-2013′

12
Mai
14

Der Wurst-Faktor – die wirtschaftliche Relevanz des Eurovision Song Contest-Siegs

Nachdem Thomas Neuwirths Altra Ega Conchita Wurst  den Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne (wie er noch 1966 hieß) nach 48 Jahren wieder für und nach Österreich gebracht hat, kommt man wohl nicht umhin, sich mit der wirtschaftlichen Seite des Wettsingens auseinander zu setzen. Dabei gilt es verschiedene Ebenen der wirtschaftlichen Relevanz des Eurovision Song Contests (ESC) zu unterscheiden:

(1)   Welche wirtschaftlichen Folgewirkungen gibt es für die SiegerIn?

(2)   Was bedeutet es aus wirtschaftlicher Sicht, einen ESC abzuhalten?

(3)   Welche Wertschöpfungspotenziale sind mit dem ESC verbunden?

Ich werde in der Folge versuchen, diese drei Fragen zu beantworten, sofern Daten dafür verfügbar sind.

weiterlesen ‘Der Wurst-Faktor – die wirtschaftliche Relevanz des Eurovision Song Contest-Siegs’

11
Mai
14

Zwei Opern-Titanen betreten die digitale Arena – Zusammenfassung des Musikwirtschafts-Jour-fixe vom 7. Mai 2014

Am 7. Mai 2014 fand am IKM ein Musikwirtschafts-Jour-fixe statt, in dem Serge Poisson-Haro von der HEC Montréal und Dagmar Abfalter vom Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (IKM) Digitalstrategien der Metropolitan Opera in New York City und der Wiener Staatsoper auf Basis einer noch laufenden wissenschaftlichen Studie verglichen haben. Dabei wurde der unterschiedliche strategische Zugang – die MET überträgt live in Kinos, während die Staatsoper sich auf Videostreams im Internet beschränkt – herausgearbeitet, was wiederum beträchtliche Unterschiede in den Produktionskosten zur Folge hat. Eine Zusammenfassung des Vortrags, der in eine sehr engagierte Diskussion mündete, wurde von Dagmar Abfalter freundlicher Weise zur Verfügung gestellt und kann in der Folge hier nachgelesen werden:

 

weiterlesen ‘Zwei Opern-Titanen betreten die digitale Arena – Zusammenfassung des Musikwirtschafts-Jour-fixe vom 7. Mai 2014′

08
Mai
14

Guest Lecture vom NAXOS-Gründer Klaus Heymann

Am Di., 13. Mai 2014 findet im Großen SE-Raum am Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (IKM, Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien) von 14:00-16:00 eine Gastvorlesung (in Englisch) von Klaus Heymann, dem Gründer und Geschäftsführer des wohl weltweit erfolgreichsten Klassik-Labels NAXOS statt. Er wird dabei NAXOS und dessen strategische Ausrichtung im digitalen Zeitalter vorstellen. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter Tschmuck@mdw.ac.at.

Weitere Informationen zum Vortragenden, zu NAXOS und zur Gastvorlesung finden sich hier:  Guest Lecture Mr. Heymann

 

 

 

 

04
Mai
14

Musikwirtschafts-Jour-fixe am 7. Mai 2014: Die Digitalstrategie der Wiener Staatsoper und der MET im Vergleich

Unter dem Titel “Two (Opera) Titans Entering the Digital Arena” präsentieren am 7. Mai 2014 ab 18:30 im Kleinen SE-Raum am Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (IKM) Dagmar Abfalter von der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Serge Poisson-de Haro von der École des Hautes Études commerciales (HEC) der Universität Montréal die Digitalstrategien der Wiener Staatsoper zur MET im Vergleich.

Weitere Informationen zu diesem Musikwirtschafts-Jour-fixe finden sich hier:

 

weiterlesen ‘Musikwirtschafts-Jour-fixe am 7. Mai 2014: Die Digitalstrategie der Wiener Staatsoper und der MET im Vergleich’

30
Apr
14

International Journal of Music Business Research – April 2014, Vol. 3, No. 1

In der jüngsten Ausgabe des International  Journal of Music Business Research geht Professor Adolf Dietz, ehemaliger Leiter und nunmehr Senior Researcher des Max-Planck-Instituts für Innovation und Wettbewerb in München mit der vor kurzem von den EU-Gremien veabschiedeten Verwertungsgesellschaften-Richtlinie hart in Gericht und attestiert eine verpasste Gelegenheit, die kulturelle Vielfalt in der EU zu schützen.  David Allan, Associate Professor für Marketing an der  Saint Joseph’s University in Philadelphia (USA) setzt sich in “Turn it up: That’s my song in that ad” mit der Relevanz von Popularmusik für das Bewusstsein von Marken und KünstlerInnen auseinander. Schließlich analysiert Steven C. Brown, Doktorratsstudent an der Glasgow Caledonian University (Schottand) die Rolle der “Peer production and the changing face of the live album”.

International Journal of Music Business Research – April 2014, Vol. 3, No. 1

22
Apr
14

Wie böse ist YouTube?

 

Es gibt mittlerweile zahlreiche Studien, die hier im Blog auch ausführlich besprochen wurden, darüber, wie schädlich oder unschädlich Filesharing für die Musikverkäufe ist. Ein klares Fazit aus wissenschaftlicher Sicht kann aber immer noch nicht gezogen werden. Nun legen R. Scott Hiller von der Fairfield University und Jin-Hyuk Kim von der University of Colorado Boulder eine erste Studie vor, wie sich das weitverbreitet Musikvideo-Streaming über YouTube in den USA auf die dortigen Albenverkäufe ausgewirkt hat. Sie beobachteten dabei, wie sich der vorübergehende Boykott, den die Warner Music Group über YouTube nach gescheiterten Lizenverhandlungen zwischen Anfang Januar und Ende September 2009 verhängt hat, auf die Verkäufe von Alben jener Warner-KünstlerInnen ausgewirkt hat, die in diesem Zeitraum in den Billboard 200 Albencharts vertreten waren. Das Ergebnis scheint eindeutig zu sein: Warner konnte durchschnittlich 10.000 Stück pro Hit-Album mehr pro Woche verkaufen als die Konkurrenten, die ihr Repertoire weiterhin auf YouTube verfügbar gemacht hatten. Zudem hat der Warner-Boykott keinerlei statistisch signifikante Auswirkungen auf das Suchverhalten der Fans auf Google gezeitigt, was die Autoren zu Schluss veranlassen, dass es keine positiven Sampling- bzw. Promotionseffekt von YouTube gibt.

Wie diese Ergebnisse zustande kommen und was von ihnen zu halten ist, möchte in weiterer Folge genauer untersuchen.

weiterlesen ‘Wie böse ist YouTube?’




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