27
Mär
15

Der phonografische Markt in Deutschland, 2003-2014

Die aktuellen Zahlen für den phonografischen Markt in Deutschland liegen bereits vor und vermitteln ein Bild der Stabilität. Im Vergleich zum Vorjahr sind die phonografischen Umsätze um 1,8 Prozent auf EUR 1,48 Mrd. gewachsen, wie der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) im jüngsten Jahrbuch zur Musikindustrie in Deutschland berichtete. Hauptverantwortlich für diesen leichten Anstieg sind die weiterhin stark wachsenden Umsätze aus dem Streaminggeschäft. Im Vergleich zu 2013 sind die Erlöse aus den abo-basierten Streamingmodellen um 77,0 Prozent auf EUR 108,0 Mio. gestiegen. Gleichzeitig sind aber die Download-Albumumsätze erstmals gesunken und zwar um 1,4 Prozent auf EUR 145 Mio. Die Erlöse aus dem Singletrack-Download sind abermals – nach einem Rückgang von 4,6 Prozent im Vorjahr – spürbar um 7,4 Prozent auf EUR 100,0 Mio. gesunken. Das physische Marktsegment ist zwar weiterhin rückläufig – minus 1,7 Prozent im Vergleich zu 2013 – ist aber mit einem Marktanteil von 74,9 Prozent (ohne Erlöse aus GVL-Leistungsschutz- und Synchronisationsrechten) – in Deutschland immer noch dominant. Die CD ist mit EUR 985 Mio. Umsatz und einem Marktanteil von 66,7 Prozent weiterhin das wichtigste Audioformat am deutschen phonografischen Markt.

Eine detaillierte Analyse des phonografischen Marktes in Deutschland kann nun in weiterer Folge nachgelesen werden.

weiterlesen ‘Der phonografische Markt in Deutschland, 2003-2014′

25
Mär
15

Die US-Musikindustrie vs. die FilesharerInnen – Teil 4: Cui bono?

Die Musikindustrie geht in ihrem Kampf gegen das Filesharing nicht nur gegen kommerziell orientierte Anbieter von Filesharing- und Filehosting-Software vor, sondern auch gegen individuelle FilesharerInnen, die sich privat und nur zum Spaß Musik aus Tauschbörsen beschafft und im Netz weiter gegeben haben. Allein in den USA hat der hiesige Musikindustrieverband – Recording Industry Association of America (RIAA) – mehr als 35.000 InternetnutzerInnen, die Filesharing betrieben haben, ausforschen lassen, um sie mit Schadenersatzklagen in Millionenhöhe zu bedrohen. Der Großteil dieser Fälle wurde auf außergerichtlichem Weg mit Abschlagszahlungen um die US $3.000 aus der Welt geschafft. Aber zwei Fälle, jene der alleinerziehenden Mutter von vier Kindern, Jammie Thomas-Rasset und jener des Physikstudenten Joel Tenenbaum, landeten vor Gericht und endeten mit Schuldsprüchen, die Schadenersatzzahlungen in der Höhe von US$ 222.000 für 24 geteilte Musikfiles (Thomas-Rasset) und US $675.000 für 30 Musik-MP3s (Tenenbaum) nach sich zogen.

In der Serie “Die US-Musikindustrie vs. die FilesharerInnen” wird die Klagswelle der RIAA gegen einzelne FilesharerInnen im Allgemeinen sowie die beiden gerichtsanhängigen Verfahren gegen Thomas-Rasset und Tenenbaum im Besonderen analysiert und die Strategie vor allem der Musikkonzerne, die Kontrolle über die Musikdistribution zurück zu erlangen, aufgezeigt.

Im vierten und letzten Teil der Serie wird der Frage nachgegangen, was die RIAA-Klagekampagne gebracht hat? Konnten die von der RIAA selbst gesteckten Ziele der Abschreckung und Aufklärung tatsächlich erreicht werden und wie viel hat die Kampagne gekostest? Anworten finden sich in weiterer Folge.

weiterlesen ‘Die US-Musikindustrie vs. die FilesharerInnen – Teil 4: Cui bono?’

17
Mär
15

Musikwirtschafts-Jour-fixe am 25. März 2015: Diversität und Individualisierung in digitalen Musikkulturen

Am Mi., 25. März 2015 findet ab 18:00 der nächste Musikwirtschafts-Jour-fixe am Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (IKM, Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien) statt. Beate Flath, die seit Kurzem am IKM tätig ist, wird unter dem Titel “Diversität und Individualisierung in digitalen Musikkulturen” von ihrer aktuellen Forschungstätigkeit berichten und zur Diskussion stellen. Die Thematik lässt sich wie folgt eingrenzen: Digitale Medien, ihre Konvergenz und ihre Mobilität bieten Möglichkeiten der individuellen Gestaltung von  Medieninhalten – nach Parametern der Präferenz ebenso wie nach situativen Parametern. In Hinblick auf Musik kann diese Gestaltung unterschiedlich beschaffen sein und reicht von der Erstellung individueller Playlists bis hin zur (auch kollektiven) Gestaltung von Musik/Sounds. Nutzer_innen werden somit in unterschiedlicher Intensität mitein­bezogen und werden im Rahmen von Konzepten wie “prosume” und “produse” Teil der Wertschöpfungskette. Ausgehend vom Ansatzpunkt, dass diese Integration der Nutzer_innen als eine Form von “Diversity-Management” interpretiert werden kann, nimmt dieser Vortrag eine Kontextualisierung dieser Entwicklung(en) hinsichtlich der beiden Konzepte “Diversity” und “Individualisierung” vor, wobei unterschiedliche Bezugspunkte sowie Relationen dieser Begrifflichkeiten dazu dienen, dieses Feld zu konturieren.

 

11
Mär
15

Die US-Musikindustrie vs. die FilesharerInnen – Teil 3: Der Fall Joel Tenenbaum

Die Musikindustrie geht in ihrem Kampf gegen das Filesharing nicht nur gegen kommerziell orientierte Anbieter von Filesharing- und Filehosting-Software vor, sondern auch gegen individuelle FilesharerInnen, die sich privat und nur zum Spaß Musik aus Tauschbörsen beschafft und im Netz weiter gegeben haben. Allein in den USA hat der hiesige Musikindustrieverband – Recording Industry Association of America (RIAA) – mehr als 35.000 InternetnutzerInnen, die Filesharing betrieben haben, ausforschen lassen, um sie mit Schadenersatzklagen in Millionenhöhe zu bedrohen. Der Großteil dieser Fälle wurde auf außergerichtlichem Weg mit Abschlagszahlungen um die US $3.000 aus der Welt geschafft. Aber zwei Fälle, jene der alleinerziehenden Mutter von vier Kindern, Jammie Thomas-Rasset und jener des Physikstudenten Joel Tenenbaum, landeten vor Gericht und endeten mit Schuldsprüchen, die Schadenersatzzahlungen in der Höhe von US$ 222.000 für 24 geteilte Musikfiles (Thomas-Rasset) und US $675.000 für 30 Musik-MP3s (Tenenbaum) nach sich zogen.

In der Serie “Die US-Musikindustrie vs. die FilesharerInnen” wird die Klagswelle der RIAA gegen einzelne FilesharerInnen im Allgemeinen sowie die beiden gerichtsanhängigen Verfahren gegen Thomas-Rasset und Tenenbaum im Besonderen analysiert und die Strategie vor allem der Musikkonzerne, die Kontrolle über die Musikdistribution zurück zu erlangen, aufgezeigt.

Der Teil 3 der Serie wird der Fall des Physik-Studenten Joel Tenenbaum aufgearbeitet, der 2012 bei den dritten Vienna Music Business Research Days zu Gast war, und seine Sicht der Dinge darlegen konnte. Die gesamte Diskussion “Are File Sharers Pirates?” mit ihm kann nachgehört (Podiumsdiskussion – PublikumsdiskussionSchlussrunde) und auch nachbetrachtet (Videostream) werden. Zu diesem Zeitpunkt war der Fall noch nicht abgeschlossen, aber ein Jahr später war klar, dass Joel Tenenbaum die US$ 675.000 an statutarischem Schadenersatz wird zahlen müssen.

weiterlesen ‘Die US-Musikindustrie vs. die FilesharerInnen – Teil 3: Der Fall Joel Tenenbaum’

04
Mär
15

Die US-Musikindustrie vs. die FilesharerInnen – Teil 2: Der Fall Jammie Thomas-Rasset

Die Musikindustrie geht in ihrem Kampf gegen das Filesharing nicht nur gegen kommerziell orientierte Anbieter von Filesharing- und Filehosting-Software vor, sondern auch gegen individuelle FilesharerInnen, die sich privat und nur zum Spaß Musik aus Tauschbörsen beschafft und im Netz weiter gegeben haben. Allein in den USA hat der hiesige Musikindustrieverband – Recording Industry Association of America (RIAA) – mehr als 35.000 InternetnutzerInnen, die Filesharing betrieben haben, ausforschen lassen, um sie mit Schadenersatzklagen in Millionenhöhe zu bedrohen. Der Großteil dieser Fälle wurde auf außergerichtlichem Weg mit Abschlagszahlungen um die US $3.000 aus der Welt geschafft. Aber zwei Fälle, jene der alleinerziehenden Mutter von vier Kindern, Jammie Thomas-Rasset und jener des Physikstudenten Joel Tenenbaum, landeten vor Gericht und endeten mit Schuldsprüchen, die Schadenersatzzahlungen in der Höhe von US$ 222.000 für 24 geteilte Musikfiles (Thomas-Rasset) und US $675.000 für 30 Musik-MP3s (Tenenbaum) nach sich zogen.

In der Serie “Die US-Musikindustrie vs. die FilesharerInnen” wird die Klagswelle der RIAA gegen einzelne FilesharerInnen im Allgemeinen sowie die beiden gerichtsanhängigen Verfahren gegen Thomas-Rasset und Tenenbaum im Besonderen analysiert und die Strategie vor allem der Musikkonzerne, die Kontrolle über die Musikdistribution zurück zu erlangen, aufgezeigt.

Der zweite Teil der Serie befasst sich mit den Verfahren gegen Jammie Thomas-Rasset, die 24 Musikdateien auf KaZaA geteilt haben soll und letztendlich zu einem Schadenersatz an die Major-Labels von US$ 222.000 verurteilt worden ist.

weiterlesen ‘Die US-Musikindustrie vs. die FilesharerInnen – Teil 2: Der Fall Jammie Thomas-Rasset’

26
Feb
15

YouTube – 10 Jahre Verlustgeschäft

Das Wall Street Journal zitierte in einem vor Kurzem erschienen Bericht einen Unternehmensinsider, dass YouTube 2014 zwar US $4 Mrd. an Umsatz für die Konzernmutter Google Inc. generierte, aber keinen Beitrag zum Konzerngewinn leisten konnte. Mit anderen Worten: YouTube schreibt 10 Jahre nach seiner Gründung im Februar 2005 immer noch keine Gewinne. Für Google hat sich also der Kauf von YouTube im Jahr 2006 um US $1,65 Mrd. alles andere als gerechnet. Warum das so ist, soll in weiterer Folge kurz analysiert werden.

weiterlesen ‘YouTube – 10 Jahre Verlustgeschäft’

24
Feb
15

Wer profitiert von Spotify & Co.?

Eine vom französischen Musikindustrieverband (SNEP) bei Ernst & Young in Auftrag gegebene und Anfang Februar publizierte Studie über die Verteilung der Einnahmen aus einem monatlichen Premium-Abo von  EUR 9,99 bestätigt die bereits in der Blogserie “Is Streaming the Next Big Thing?” durchgeführte Analyse, dass neben den MusikkonsumentInnen vor allem die Major-Labels & Verlage die Hauptprofiteure vom derzeitigen Trend zum Musikstreaming sind, wohingegen die Streamingservices selbst wirtschaftlich noch nicht nachhaltig arbeiten und die KünstlerInnen nur wenig vom Streamingkuchen erhalten. Die bekannt gewordenen Details der nicht öffentlich zugänglichen Studie, können hier nachgelesen werden.

weiterlesen ‘Wer profitiert von Spotify & Co.?’




April 2015
M D M D F S S
« Mär    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  

Archive

Twitter

Kategorien

Blog Stats

  • 236,438 hits

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 307 Followern an