31
Dez
19

Die Musikwirtschaftsforschung 2019 – ein Jahresrückblick

Liebe Alle,

Im März 2019 ist der Blog zur Musikwirtschaftsforschung 10 Jahre alt geworden, was auch gebührend gefeiert wurde. In diesen vielen Jahren habe ich sehr viele musikwirtschaftliche Themen – von Audiologos bis Woodstock – analysiert, wobei ich der Musikstreamingökonomie besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt habe, wie auch aus dem neu angelegten Verzeichnis der Blogbeiträge hervorgeht.

Musikstreaming war auch 2019 weiter auf dem Vormarsch, wie eine internationale Analyse der phonografischen Märkte belegt. Bei genauerer Analyse zeigen die Daten – speziell im Fall der skandinavischen Länder (Teil 1, Teil 2, Teil 3) -, dass manche Märkte sich im Übergang zur Phase der Marktsättigung befinden. Für 2020 ist also eine Marktkonsolidierung zu erwarten, der vor allem unabhängige Streamingdienste zum Opfer fallen werden. Auch wenn Spotify “to big to fail” erscheint, wird das schwedische Unternehmen doch starke wirtschaftliche Partner benötigen, um sich am Markt behaupten zu können.

Ein solchen hat die Universal Music Group (UMG) am letzten Tag des Jahres bekommen, nachdemverlautbart wurde, dass ein Konsortium, geführt vom chinesischen Tencent-Konzern 10 Prozent an der UMG von der französischen Konzernmutter Vivendi erwerben wird. Wenn demnach der weltweit größte Konzern der phonografischen Industrie zumindest zum Teil von einem chinesischen Unternehmen kontrolliert wird, hat das auch eine Aufwertung des chinesischen Musikmarkts zur Folge. Im Blog wird diese Entwicklung 2020 weiter beobachtet und analysiert werden.

Die boomenden asiatischen Musikmärkte werden auch im Fokus der 11. Vienna Music Business Research Days zu “Emerging Music Markets” stehen, die vom 21.-23. September 2020 an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien stattfinden werden. Dazu werden Keynote-Speaker aus China, Indien und Südkorea erwartet, die die Funktionsweise der jeweiligen Märkte analysieren werden. Es wird aber mit zahlreichen Kurzpräsentationen auch ein Blick auf verschiedene osteuropäische Märkte geworfen, die ebenfalls starkes Wachstumspotenzial aufweisen. Die Call-for-Papers für den Young Scholars’ Workshop am 21. Sep. und den Conference Track Day am 22. Sep. sind bereits verfügbar und es können bereits Abstracts eingereicht werden.

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10
Dez
19

Call-for-Papers: 11. Vienna Music Business Research Days, 21.-23. September 2020

Vom 21.-23. September 2020 finden nun bereits zum elften Mal die Vienna Music Business Research Days an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zum Thema „Emerging Music Markets“ statt.

Neben diesem Hauptthema, das vor allem am letzten Konferenztag am 23.09.2020 behandelt wird, sind MusikwirtschaftsforscherInnen dazu aufgefordert, Paper Proposals zu verschiedensten Themen der Musikwirtschaftsforschung bis 30. April 2019 einzureichen.

 

Der Young Scholars‘ Workshop wendet sich dabei vor allem an Master- und PhD-Studierende, die ihre laufenden Forschungsarbeiten vorstellen und unter Anleitung von erfahrenen MentorInnen zur Diskussion stellen möchten:  PDF-Version des Calls-for-Papers

Paper Proposals bitte bis 30.04.2020 an: youngscholars@imbra.eu

 

Für WissenschafterInnen unterschiedlichster Disziplinen in der Post-doc-Phase besteht die Möglichkeit am 22.09.2020 im Rahmen des Conference Track Days ihre Forschungsergebnisse zu präsensieren: PDF-Version des Calls-for-Papers

Paper Proposals bitte bis 30.04.2020 an: vmbrd@mdw.ac.at

 

Weitere wichtige Termine:

1. Juni 2020:                Notification of Acceptance

31. Juli 2020:               Frist für das Senden des Full Papers

21. September 2020:   Young Scholars‘ Workshop

22. September 2020:   Conference Track Day

23. September 2020:   Einladungskonferenztag zu “Emerging Music Markets”

 

Konferenzgebühr für Conference Track-TeilnehmerInnen:

Early bird (bis 31.07.2020): EUR 175.-

Reguläre Gebühr: EUR 225.-

Einzahlungsfrist bis 6. September 2020

Die Teilnahme an allen 3 Konferentagen ist für TeilnehmerInnen im Young Scholars‘ Workshop ist kostenlos.

 

 

15
Nov
19

Lecture Show am 15.11.: „Vom Imperiengeschäft“ von Berthold Seliger

Berthold Seliger is in town (in Wien) und präsentiert sein nunmehr dritten Buch „Vom Imperiengeschäft. Wie Grosskonzerne die kulturelle Vielfalt zerstören. Konzerte – Festivals – Clubs & Soziokulturelle Zentren – Soziales“. Wie schon in seinen früheren Büchern – „Das Geschäft mit der Musik“ (2013) und „Klassikkampf“ (2017) – betätigt sich Seliger als Auklärer, um die Missstände im internationalen Konzert- und Festivalbusiness genauso schonungslos aufzuzeigen, wie die schwierige finanzielle Situation von kleinen Veranstaltern die Clubs und soziokulturellen Zentren und die sich daraus ergebenden prekarisierten Arbeitsbedingungen für die MusikerInnen.

Am 15. November 2019 ist Berthold Seliger im Rahmen des KlezMORE-Festivals zu Gast im Wiener Spitzer/Odeon (Taborstraße 10, 1020 Wien), wo er ab 20:00 aus seinem neuen Buch lesen bzw. performen wird. In Österreich für ihn seine Lesereise noch am 19.11. nach Kufstein (Fachhochschule) und am 20.11. nach Linz (Stadtwerkstatt). Alle weiteren Termine in Deutschland und in der Schweiz sowie vertiefende Informationen zum Buch finden sich hier: https://www.bseliger.de/kuenstler/berthold-seliger-vom-imperiengeschaeft

 

30
Okt
19

International Journal of Music Business Research – Oktober 2019, Vol. 8, No. 2

In der Oktober-Ausgabe sind dieses Mal drei Artikel versammelt, die die gesamte Breite der Musikwirtschaftsforschung aufzeigen. Im ersten Beitrag „Achievement in the South Korean Music Industry“ von Björn Boman von der Universität Stockholm wird das Produktionssystem von K-Pop und dahinter liegenden Industriestrukturen genauer analysiert.

Im zweiten Artikel „Giving In: Crowdfunding for musical concerts in India“ zeigen die Autoren Anirudh Tagat, Hansika Kapoor & Anurag Tagat auf, welche Rolle Crowdfunding für die Organisation von Musikfestivals in Indien spielen.

Im dritten und letzten Beitrag der Oktober-Ausgabe untersucht Tamara Golicnik von Universität Ljubliana die Anwendbarkeit des Controlling-Instruments der Balanced Scorecard für freischaffende PianistInnen.

Diese Journal-Ausgabe wird durch die Buchbesprechung von Martin Ivan Mikulik zu „Spotify Teardown: Inside the Black Box of Streaming Music“ (Maria Eriksson, Rasmus Fleischer, Anna Johansson, Pelle Snickars & Patrick Vonderau) abgerundet.

 

Volume 8, no 2, Oktober 2019

Editorial by Guy Morrow, pp. 4-5

Björn Boman: Achievement in the South Korean Music Industry, S. 6-26

Anirudh Tagat, Hansika Kapoor & Anurag Tagat: Giving In: Crowdfunding for musical concerts in India, S. 27-52

Tamara Goličnik: Balanced Scorecard as a pianist’s tool for the implementation and control of business strategies, S. 53-79

Book review by Martin Ivan Mikulik: Spotify Teardown: Inside the Black Box of Streaming Music by Maria Eriksson, Rasmus Fleischer, Anna Johansson, Pelle Snickars & Patrick Vonderau, S. 80-82

 

25
Sep
19

Die 10. Vienna Music Business Research Days im Rückblick

Vom 11.-13. September 2019 blickten die 10. Vienna Music Business Research Days in ihrem Jubiläumsjahr mit dem Thema „Future of the Music Business“ in die Kristallkugel. MusikwirtschaftsforscherInnen und Musikindustrie-RepräsentantInnen aus aller Welt wagten den  Blick in die Zukunft des Musikbusiness und diskutierten an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien die neuen Herausforderungen, die die Musikurheberrechtsgesetzgebung zu bewältigen hat und was nach dem Musikstreaming der nächste Trend sein wird.

Den Auftakt am 11. September machte traditionell der Young Scholars Workshop, in dem Master- und PhD-Studierende, die Möglichkeit haben, ihre Forschungsprojekte im Kreis renommierter MusikwirtschaftsforscherInnen vorzustellen und zu diskutieren. Gleich zwei wissenschaftliche Paper wurden von einer internationale Jury mit dem ersten Preis ausgezeichnet: „THE NEW MAGIC PEOPLE: An Ethnographic Study of East London’s Cultural Workers at Shoreditch House“ von Sam Edrisi von der Westminster University in London und „Creativity, Constraints, and Copyright – Hired Music Guns and the Case of Soundalikes“ von Konstantin Hondros von der Universität Duisburg-Essen. Beide Paper werden im International Journal of Music Business Research (IJMBR) publiziert werden.

Am folgenden Konferenztag präsentierten WissenschafterInnen aus Australien, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Rumänien, Spanien, Südafrika, den USA und dem Vereinigten Königreich ihre aktuellen Forschungsergebnisse der interessierten Öffentlichkeit. Thematisiert wurden Genderaspekte im Klassikmusikbetrieb, das Live-Musikbusiness in den Niederlanden, Selbstmanagement und Entrepreneurship von MusikerInnen, die Nachfrage nach Musik im Zeitalter des Musikstreamings, Musik-Branding, Musikarbeitsmärkte und Fragen der Musikausbildung, was die inhaltliche und methodische Vielfalt der Musikwirtschaftsforschung widerspiegelt (siehe Programm).

Der dritte Konferenztag am 13. September stand ganz im Zeichen des Hauptthemas „Future of the Music Business“. Die einleitende Keynote „The Music Business & Technology – How Their Past and Present will Dictate Their Future“ hielt Cliff Fluet von der Londoner Rechtsanwaltskanzlei Lewis Silkin LLP. In weiterer Folge diskutierte er unter der Leitung von Sally Gross (University of Westminster, London) mit Ros Lynch (Intellectual Property Office, London), und dem Blockchain-Start-up-Unternehmer Steve Stewart (vezt, Los Angeles) wie sich das Urheberrecht angesichts neuer technologischer Entwicklungen wie die Blockchain und künstliche Intelligenz weiterentwickeln muss.

Den Vormittag beschloss die Keynote des früheren operativen Geschäftsführers der Sony/BMG, Michael Smellie, der selbstkritisch die sieben Todsünden der Musikindustrie im Zuge der Digitalisierung des Musikbusiness aufarbeitete.

Nach der Mittagspause diskutierte Paul O’Hagan von der University of Ulster mit dem Musikmanager Peter Jenner das Konzept von Label-Serviceverträgen, dessen Erfinder Peter Jenner ist als er für Billy Bragg mit dem Indie-Label Cooking Vinyl einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen hat. Mittlerweile nutzen immer mehr Stars wie z.B. Taylor Swift dieses neuartige Vertragskonstrukt, das ihnen wesentlich mehr Rechte gegenüber dem Label einräumt, und somit ein Zukunftsmodell für das digitale Musikbusiness darstellen könnte. Peter Jenner stand auch im Mittelpunkt der Präsentation des Projekts „Music 2025“ durch Dennis Collopy (University of Hertfordshire, UK), das der Musikmanager mitkonzipiert hat.

In der folgenden Keynote „What Are the Key Drivers of Growth in Music Streaming? – Past, Present and Future“ versuchte der Musikindustrie-Analytiker Chris Carey einen Blick in die Zukunft nach Musikstreaming zu werfen, in dem er die bisherige Entwicklung in die Musikstreamingökonomie nachzeichnete und Zukunftsszenarios entwickelte. Damit war auch schon das Thema für die Podiumsdiskussion zu „Future of the Music Business – What’s Next after Music Streaming?“ aufbereitet. Unter der Leitung von Dennis Collopy (University of Hertfordshire) diskutieren Rebecca Brook (Musikindustrie-Beraterin, London), Chris Carey (Media Insight Consulting, London), Phil Graham (University of the Sunshine Coast, Australien) und Michael Smellie (Start-up-Investor, Australien) wie sich das Musikbusiness in Zukunft weiterentwickeln wird.

Die Konferenz wurde am Abend des 11. September noch durch zwei Buchpräsentationen abgerundet. Daniel Nordgård von Universität Agder in Kristiansand/Norwegen stellte dabei den ersten Band der Springer-Buchreihe „Music Business Research“ mit dem Titel The Music Business and Digital Impacts. Innovations and Disruptions in the Music Industries vor. Ihm folgte Phil Graham von der University of the Sunshine Coast/Australien, der den zweiten Reihenband Music, Management, Marketing, and Law. Interviews Across the Music Business Value Chain der Öffentlichkeit präsentierte. Im Anschluss daran diskutierten die beiden Autoren mit der Wiener Start-up-Unternehmerin Nermina Mumic und dem Musikmanager Peter Jenner, die Herausforderungen von „Big Data in the Music Business“.

 

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22
Aug
19

Buchpräsentation & Podiumsdiskussion „Big Data and Digital Music Business“

Am 11. September 2019 findet von 19:30-21:30 im Fanny Hensel-Saal der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien die Präsentation der beiden ersten Bände der Buchreihe „Music Business Research“ des Spinger Verlages statt.

Daniel Nordgård von Universität Agder in Kristiansand/Norwegen stellt sein Buch „The Music Business and Digital Impacts. Innovations and Disruptions in the Music Industries“ vor. Das Buch bietet einen der seltenen Einblicke in die kontroversiellen und komplexen Diskurse der verschiedenen Akteure in der Musikindustrie während der digitalen Transformation. Das vom Autor ausgewertete empirische Material stammt von Mitschnitten der informellen Kristiansand Roundtable Talks, in deren Rahmen Musikindustrie-VertreterInnen abseits der Öffentlichkeit offen über die Herausforderungen der Digitalisierung diskutieren und sich mitunter auch in die Haare geraten. Daniel Nordgård hat diese Gespräche über viele Jahre hinweg begleitet und die Aufnahmen davon wissenschaftlich ausgewertet. Die Ergebnisse können in diesem Buch nachgelesen werden und erlauben eine differenzierte und nuancierte Bewertung der Entscheidungen, die im Laufe der digitalen Revolution in der Musikindustrie getroffen wurden.

 

Phil Graham von der University of the Sunshine Coast/Australien wird dann den von ihm verfassten zweiten Band mit dem Titel „Music, Management, Marketing, and Law. Interviews Across the Music Business Value Chain“ präsentieren. Der Band versammelt zahlreiche Interviews des Autors mit lang gedienten Musikindustrie-InsiderInnen, die den Wandel der Musikwirtschaft im digitalen Zeitalter hautnah erlebt haben. Phil Graham fasst darin die Erfahrungen und Einsichten von Personen zusammen, die die Entwicklung der Musikindustrie in den entscheidenden Jahren nach dem Millenium mit ihren Entscheidungen maßgeblich beeinflusst haben. Das Buch ist somit ein Oral History-Projekt, in dem ästhetische, künstlerische, technologische, ökonomische, legistische und strategische Aspekte der digitalen Transformation dargestellt werden und für eine zukünftige Generation von MusikwirtschaftsforscherInnen eine wertvolle empirische Datenbasis darstellt.

Nach den Kurzpräsentationen der beiden Bände diskutieren die Autoren mit dem Musikmanager Peter Jenner (Sincere Music, London) und der Gründerin und Geschäftsführerin der in Wien ansässigen Datenanalyse-Firma Legitary, Nermina Mumic, zum Thema

„Big Data and the Digital Music Business“

Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten unter: vmbrd@mdw.ac.at

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation im Rahmen der 10. Vienna Music Business Reseach Days mit der Wirtschaftskammer Österreich

 

 

 

 

 

 

 

 

20
Aug
19

10. Vienna Music Business Research Days zu „Future of the Music Business“

Die Vienna Music Business Research Days feiern 2019 ihr zehnjähriges Bestehen mit einem Blick in die Vergangenheit, um daraus mehr über die Zukunft des Musikbusiness zu lernen. In den vergangenen zehn Jahren wurden auf der Konferenz viele zukunftsweisenden Themen aufgegriffen und teilweise auch kontroversiell diskutiert. Bereits 2011 wurde in einer Keynote von Dagfinn Bach auf den großen CO2-Abdruck, den Musikstreaming verursacht, aufmerksam gemacht – ein Thema das in Zeiten des Klimawandels hoch aktuell ist. Im selben Jahr diskutierten der Gründer des mittlerweile eingestellten deutschen Musikstreamingdienstes Simfy, Steffen Wicker und der damalige Chefökonom der PRS for Music, Will Page, der später dann zu Spotify wechseln sollte, ob Musikstreaming die Zukunft der Musikindustrie ist. 2013 war Mike Michalke zu Gast, der das Projekt einer Verwertungsgesellschaft für Creative Commons Lizenzierung vorgestellt hat, die mittlerweile als Cultural Commons Collecting Society (C3S) Realität geworden ist. Ebenfalls 2012 wurde unter den eingeladenen ExpertInnen diskutiert, wie sich die Urheberrechtssetzung an die neuen technologischen und sozialen Herausforderungen anpassen muss. Vorschläge von damals finden sich in der soeben beschlossenen EU-Urheberrechtsrichtlinie wieder. 2015 wurden alternative Finanzierungsmodelle im Musikbusiness wie das Crowdfunding besprochen, das heutzutage wie selbstverständlich von vielen Musikschaffende eingesetzt wird, um Projekte umzusetzen. 2017 stand die Technologie der Blockchain im Mittelpunkt der Betrachtung, die in den nächsten Jahren auch die Musikindustrie grundlegend verändert wird. Und viele weitere Themen wie neue Formen der Musikkonsums, die Entwicklung der Livemusik-Business, das Selbstmanagement von Musikschaffenden und das Musik-Filesharing wurden in den letzten 10 Jahren in der Konferenz verhandelt.

2019 schließt sich der Themenkreis, indem viele Fragen der Vorjahre wieder aufgegriffen werden. So diskutieren unter der Leitung von Sally Gross (University of Westminster, London, UK) der YouTube-Repräsentant Karl Ryan (Government Affairs and Public Policy, Google UK), die Rechtsexpertin des britischen Intellectual Property Office Ros Lynch, der Gründer der in Los Angeles beheimateten Musikrechteplattform vezt Steve Stewart und der Urheberrechtsexperte Cliff Fluet von der Anwaltskanzlei Lewis Silkin LLP „The Future of Music Copyright“. Einführend dazu wird Cliff Fluet einen Vortrag halten.

Einen Blick zurück in der Vergangenheit der Musikindustrie wird dann der frühere COO der Sony/BMG und jetzige australische Start-up-Unternehmer Michael Smellie werfen, indem er die sieben Todsünden, die die Musikindustrie in der Vergangenheit begannen hat, thematisieren wird. Am Nachmittag werden dann Dennis Collopy (University of Hertfordshire, UK) und der Musikmanager Peter Jenner (Pink Floyd, The Clash, Billy Bragg) die Ergebnisse des vom britischen Intellectual Property Office (IPO) in Auftrag gegebenen Projekts „Music 2025“ vorstellen, das 2014 von den beiden der Öffentlichkeit erstmals präsentiert wurde. Danach wirft der Gründer des britischen Musikstreamingdienstes 7digital Pete Downton einen Blick in die Zukunft, um zu ergründen, was das „Next Big Thing“ nach dem Musikstreaming sein könnte; eine Frage, die Pete Downton in einer anschließenden Podiumsdiskussion mit der Musikerin Lucie Caswell (Featured Artist Coalition, London, UK), dem Kommunikationswissenschaftler Phil Graham (University of the Sunshine Coast, Australien) und dem Start-up-Investor Michael Smellie (Brisbane, Australien) vertiefen wird.

Ergänzt werden die Vienna Musik Business Research Days wie schon in den Vorjahren durch den Young Scholars‘ Workshop am 11. September, in dem Studierende auf Master- und PhD-Niveau die Ergebnisse ihre wissenschaftlichen Projekte präsentieren und zur Diskussion stellen sowie durch den Conference Track Day am 12. September mit 16 von einer Jury ausgewählten Konferenzbeiträgen zu unterschiedlichsten Themen der Musikwirtschaftsforschung (siehe Programm).

WANN: 11.-13. September 2019

WO: Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien

TICKETS: https://ntry.at/vmbrd2019

Weiterlesen ’10. Vienna Music Business Research Days zu „Future of the Music Business“‘




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