18
Apr
19

International Journal of Music Business Research – April 2019, Vol. 8, No. 1

Die April-Ausgabe des International Journal of Music Business Research (IJMBR) öffnet mit dem Artikel “Digital enabled experience – the listening experience in music streaming”. Bård Tronvoll, Professor für Marketing an der Business School of Inland Norway University of Applied Sciences, analysiert darin die soziale Bedingtheit von Musikhören auf Musikstreamingplattformen wie Spotify.

Der zweite Artikel – “An analysis of ticket pricing in the primary and secondary concert marketplace” – von Terrance Tompkins der Hofstra University in New York City nimmt jene Faktoren genauer unter die Lupe, die zur Preisbestimmung von Konzertkarten im primären und sekundären Ticket-Markt führen.

Silvia Donker, die mit ihrem Beitrag den Young Scholars’ Workshop der 9. Vienna Music Business Research Days 2018 gewonnen hat, analysiert im dritten Beitrag “Networking data. A network analysis of Spotify’s socio-technical related artist network” in einer Netzwerkstudie wie die niederländische Drum & Bass Band Noisia in Spotifys Artist Releated Network eingebettet ist und welche Wechselwirkungen zu anderen Act und Genres bestehen.

Diese Ausgabe wird mit der Besprechung des Buches “The Music Business and Digital Impacts. Innovations and Disruptions in the Music Industries” von Daniel Nordgård, beschlossen, das als Band 1 der Buchreihe Music Business Research bei Springer erschienen ist.

 

Volume 8, no 1, April 2018

Editorial by Peter Tschmuck, S. 4-5

Bård Tronvoll: Digital enabled experience – listening experience in music streaming, S. 6-38

Terrance Tompkins: An analysis of ticket pricing in the primary and secondary concert marketplace, S. 39-66

Silvia Donker: Networking data. A network analysis of Spotify’s sociotechnical related artist network, S. 67-101

Buchbesprechung von Peter Tschmuck: The Music Business and Digital Impacts. Innovations and Disruptions in the Music Industries von Daniel Nordgård, S. 102-105

 

 

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20
Mrz
19

10 Jahre Blog zur Musikwirtschaftsforschung

Am 20. März 2009 ging um 11:20 (MEZ) mit dem lapidaren Text „In diesem Blog werden die aktuellen Entwicklungen in der Musikwirtschaft aus einer wissenschaftlichen Perspektive beleuchtet und kommentiert. Alle Interessierten sind dazu eingeladen einen Beitrag zu leisten“ der Blog zur Musikwirtschaftsforschung online. Die Folgen dieses Mausklicks waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar. Der Blog wurde zu einem Kristallisationspunkt der Musikwirtschaftsforschung, die sich als Inter-Disziplin in den Folgejahren formieren sollte. Der unglaubliche Erfolg des Blogs, der sich in steigenden Zugriffszahlen aus aller Welt niederschlug (derzeit rund 393.000), hat mich dazu ermutigt, ein Jahr später auch einen englisch-sprachigen Blog – Music Business Research Blog – zu starten. Damit konnte die Sprachgrenze überschritten und ein internationales Publikum an musikwirtschaftlichen Fragen Interessierten erreicht werden. Im selben Jahr noch wurden mit den Vienna Music Business Research Days an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien eine internationale Konferenz-Plattform für den inter-disziplinären Austausch zur musikwirtschaftlichen Forschung geschaffen, die dieses Jahr zum zehnten Mal vom 11.-13. September 2019 stattfinden wird. Ein Jahr später wurde zwecks Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Young Scholars‘ Workshop im Rahmen des Konferenz ins Leben gerufen, der einen geschützten Diskursraum für wissenschaftliche Arbeiten auf Master- und PhD-Niveau bietet. Ein weiterer Meilenstein war die Etablierung der International Journal of Music Business Research (IJMBR), dessen erste Ausgabe im Oktober 2012 hier im Blog online gegangen ist. Seitdem haben viele ForscherInnen zur Musikwirtschaft ihre Ergebnisse in wissenschaftlichen Artikeln publiziert, die einem Double-Blind-Peer-Review-Prozess durchlaufen haben. Damit war die Grundlage zur Gründung einer internationalen Gesellschaft zur Musikwirtschaftsforschung – der International Music Business Research Association (IMBRA) – im Jahr 2016 gelegt, die mittlerweile zahlreiche individuelle und institutionelle Mitglieder aus aller Welt vernetzt. Trotz des Erreichten gibt es noch viel zu tun: Das Journal muss weiter professionalisiert werden, die IMBRA hat Potenzial weiter zu wachsen und die Vienna Music Business Research Days können noch zusätzliche Publikumsschichten ansprechen.

Der Blog zur Musikwirtschaftsforschung wird weiterhin dazu einen Beitrag leiten und zusätzlich mit Analysen die Entwicklungen in der Musikwirtschaft besser verständlich machen. Darüber hinaus wird der Blog als wichtige Recherche-Plattform mit der Buchbibliografie, der Artikeldatenbank und einer Datenbank für wissenschaftliche Arbeiten fungieren.

Da der Blog durch die 381 Beiträge mit der Zeit unübersichtlich geworden und es trotzdem lohnend ist, auch ältere Blog-Posts zu lesen, habe ich zum 10-jährigen Blog-Jubiläum ein thematisches Verzeichnis über die analytischen Beiträge angelegt, um sie besser auffindbar zu machen. Ein Buch, in dem alle diese Artikel übersichtlich zusammengestellt sind, wird in Kürze folgen.

Eine anregende Lektüre des Blogs auch in den nächsten Jahren wünscht PETER!

13
Mrz
19

Musikwirtschafts-Jour-fixe am 20. März 2019: 10 Jahre Blog zur Musikwirtschaftsforschung

Am 20. März 2009 habe ich den Blog zur Musikwirtschaftsforschung gestartet, was durchaus als Ausgangspunkt für viele weitere Aktivitäten zur Musikwirtschaftsforschung – Vienna Music Business Research Days inkl. Young Scholars Workshop, International Journal of Music Business Research (IJMBR), International Music Business Research Association (IMBRA) – betrachtet werden kann. Es gibt also Gründe genug, um zu feiern. Die Geburtstagsparty zum 10jährigen Bestehen des Blogs findet daher am 20. März 2019 ab 18:00 im Großen SE-Raum am Institut für Kulturmanagement und Gender Studies (IKM) statt. Nach einer Reminiszen über zehn Jahre des Bloggens und der Präsentation einer Kompilation der Blogbeiträge in Buchform, werden wir dann noch über die Zukunft des Musikbusiness jenseits der Musikstreamingökonomie diskutieren. Ihr Kommen zugesagt haben WegbegleiterInnen der letzten 10 Jahre wie Pinie Wang (Editor in Chief, A1 Xplore Music), Manfred Lappé (Musikconsultant und Geschäftsführer von Preiser Records), Robert Klembas (Chief Operating Officer, Rebeat Digital GmbH) und Lea Spiegl (Lehrgangsleiterin Music Business, SAE Institute Wien).

 

10 Jahre Blog zur Musikwirtschaftsforschung

20. März 2019 ab 18:00

Großer SE-Raum am Institut für Kulturmanagement und Gender Studies (IKM, 3., Anton-von-Webern-Platz 1)

u.A.w.g. unter Tschmuck@mdw.ac.at

 

 

25
Jan
19

Der Weg zur Musikstreamingökonomie – eine internationale Marktanalyse

Das Jahr 2018 stand aus musikwirtschaftlicher Perspektive ganz im Zeichen des Musikstreamings. Anfang April 2018 ging Spotify an die Börse und kurz danach vermeldete die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI), dass 2017 die Einnahmen aus dem Musikstreaming weltweit um 41,1 Prozent auf US $6,6 Mrd. gewachsen sind. Musikstreaming ist mit einem Marktanteil von 38 Prozent zur wichtigsten Einnahmequelle der phonografischen Industrie geworden (im Vergleich dazu: physisch 30 Prozent, Download 16 Prozent, Leistungsschutzrechtsentgelte 14 Prozent und Entgelte für Synchronisationsrechte 2 Prozent).

2011 fielen die globalen Einnahmen aus dem Musikstreaming mit US $600 Mio. und einem Marktanteil von 4,1 Prozent noch vergleichsweise bescheiden aus. Allerdings haben sich nicht alle Märkte, für die die IFPI Zahlen erhebt, seit 2011 gleichförmig entwickelt, wie die nachfolgende Analyse zeigt.

Weiterlesen ‚Der Weg zur Musikstreamingökonomie – eine internationale Marktanalyse‘

17
Jan
19

Call-for-Papers: 10. Vienna Music Business Research Days, 11.-13. September 2019

Vom 11.-13. September 2019 finden nun bereits zum neunte Mal die Vienna Music Business Research Days an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zum Thema „The Future of Music Business“ statt. Anlässlich des 10-jährigen Konferenzjubiläums wollen wir nicht nur in die Vergangenheit zurückblicken, sondern auch in Zukunft schauen, welche neue technologische, rechtliche aber auch soziale und kulturelle Entwicklungen die Musikwirtschaft prägen werden.

Neben diesem Hauptthema, das vor allem am letzten Konferenztag am 13.09.2019 behandelt wird, sind MusikwirtschaftsforscherInnen dazu aufgefordert, Paper Proposals zu verschiedensten Themen der Musikwirtschaftsforschung bis 29. April 2019 einzureichen.

 

Der Young Scholars‘ Workshop wendet sich dabei vor allem an Master- und PhD-Studierende, die ihre laufenden Forschungsarbeiten vorstellen und unter Anleitung von erfahrenen MentorInnen zur Diskussion stellen möchten:  PDF-Version des Calls-for-Papers

Paper Proposals bitte bis 29.04.2019 an: youngscholars@imbra.eu

 

Für WissenschafterInnen unterschiedlichster Disziplinen in der Post-doc-Phase besteht die Möglichkeit am 12.09.2019 im Rahmen des Conference Track Days ihre Forschungsergebnisse zu präsensieren: PDF-Version des Calls-for-Papers

Paper Proposals bitte bis 29.04.2019 an: vmbrdays@gmail.com

 

Weitere wichtige Termine:

20. Mai 2019:               Notification of Acceptance

31. Juli 2019:               Frist für das Senden des Full Papers

11. September 2019:   Young Scholars‘ Workshop

12. September 2019:   Conference Track Day

13. September 2019:   Einladungskonferenztag zu “The Future of Music Business”

 

Konferenzgebühr für Conference Track-TeilnehmerInnen:

Early bird (bis 31.07.2019): EUR 175.-

Reguläre Gebühr: EUR 225.-

Einzahlungsfrist bis 31. August 2019

Die Teilnahme an allen 3 Konferentagen ist für TeilnehmerInnen im Young Scholars‘ Workshop ist kostenlos. Für Studierende und Mitglieder der International Music Business Research Assocation (IMBRA) werden ermässigte Tickets verfügbar sein.

 

 

31
Dez
18

Die Musikwirtschaftsforschung 2018 – ein Jahresrückblick

Liebe Leserinnen und Leser des Blogs zur Musikwirtschaftsforschung,

Das Highlight aus musikwirtschaftlicher Perspektive war 2018 sicherlich der Börsengang von Spotify am 3. April, der von der Investoren anfänglich euphorisch begrüßt wurde. Spotify übertraf mit einem Börsenkurs von US $166 und einer Marktkapitalisierung von US $26,5 Mrd. alle Erwartungen.[1] In weiterer Folge kletterte der Aktienkurs des schwedischen Musikstreamingdienstes bis Ende Juli auf einen historischen Höchstwert von US $196 pro Aktie, was einer Marktkapitalisierung von US $35,3 Mrd. entsprach. In der Zwischenzeit ist allerdings der Kurs der Spotify-Aktien um mehr als 40 Prozent eingebrochen und derzeit ist das Unternehmen an der Börse „nur“ noch US $20,6 Mrd. wert.[2] Dieser Wertverlust kann allerdings nur teilweise auf das allgemein schlechte Börsenumfeld sinkender Kurse zurückgeführt werden. So hat der Standard & Poors-Aktienindex im selben Zeitraum lediglich 11,7 Prozent an Wert verloren. Es scheint, dass die Investoren Zweifel am Spotifys Geschäftsmodell haben. Trotz eines Anstiegs der Zahl der Premium-Abos auf 83 Mio. und der monatlich aktiven NutzerInnen auf 109 Mio. am Ende des 3. Geschäftsquartals, weist der Streamingdienst einen steigenden Jahresverlust aus.[3] Die Musik-Majors (ausgenommen die Universal Music Group) sowie die Indie-Label-Lizenzagentur MERLIN haben jedenfalls schon knapp nach dem Börsengang ihre Unternehmensanteile an Spotify mit Gewinn verkauft. Es sind also vor allem die Major Companies sowie die großen Indie-Labels, die vom Boom am Musikstreamingmarkt profitieren, der 2017 weltweit um 41,1 Prozent auf US $6,6 Mrd. angewachsen ist.[4] Ausführliche Analysen der wirtschaftlichen Performance der Universal Music Group und der Warner Music Group zeigen jedenfalls steigende Umsätze und Gewinne, die in erster Linie auf das Musikstreaming zurückzuführen sind.

Abseits von Spotify und dem Musikstreamingboom, möchte ich noch an folgende relevanten Musikbusiness-Themen des Jahres 2018 erinnern:

  • Vivendis Pläne, zumindest 50 Prozent der Universal Music Group an Liberty Media (Eigentümerin der Sirius XM Radio Inc.) zu verkaufen, die 2018 einen Kontrollanteil am US-Musikstreamingdienst Pandora erworben hat,
  • die Ankündigung der chinesischen Tencent Holdings, ihr Tochterunternehmen Tencent Music Entertainment Group an die New York Stock Exchange zu bringen,
  • die In-Kraft-Setzung des US Music Modernization Acts
  • und der andauernde Kampf zu Artikel 13 der noch nicht beschlossenen EU Copyright Directive.

Weiterlesen ‚Die Musikwirtschaftsforschung 2018 – ein Jahresrückblick‘

30
Okt
18

International Journal of Music Business Research – Oktober 2018, Vol. 7, No. 2

Marie Connolly & Alan B. Krueger eröffnen die Oktober-2018-Ausgabe des International Journal of Music Business Research (IJMBR) mit ihrem Beitrag “The secondary market for concert tickets: theory and evidence”. Darin modellieren sie den sekundären Markt für Konzerttickets auf Basis der Annahme, dass “performers do not want to be perceived as gouging fans, they choose to underprice tickets and provide consumer surplus to customers” (S. 6).

Im zweiten Beitrag von Sarita M. Stewart “The development of the artist-fan engagement model” entwickelt die Autorin ein Modell zum besseren Verständnis der Fan-KünstlerInnen-Beziehung basierend auf der hedonistischen Konsumtheorie und der parasozialen Interaktionstheorie.

Der dritte und abschließende Artikel dieser Ausgabe “Blockchain for Music Business: Preventing the Threat of Disruption” von Wolfgang Senges beschreibt die disruptiven Effekte der Blockchain-Technologie für die Musikindustrie und entwickelt dafür einen Ansatz, mit dem die negativen Effekte der Disruption in der Musikindustrie abgefedert werden können.

 

Volume 7, no 2, October 2018

Editorial von Peter Tschmuck, S. 4-5

Marie Connolly & Alan B. Krueger: The secondary market for concert tickets: theory and evidence, S. 6-51

Sarita M. Stewart: The development of the artist-fan engagement model, S. 52-82

Wolfgang Senges: Blockchain in the music business: preventing the threat of disruption, S. 83-106

 

 




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