04
Mär
15

Die US-Musikindustrie vs. die FilesharerInnen – Teil 2: Der Fall Jammie Thomas-Rasset

Die Musikindustrie geht in ihrem Kampf gegen das Filesharing nicht nur gegen kommerziell orientierte Anbieter von Filesharing- und Filehosting-Software vor, sondern auch gegen individuelle FilesharerInnen, die sich privat und nur zum Spaß Musik aus Tauschbörsen beschafft und im Netz weiter gegeben haben. Allein in den USA hat der hiesige Musikindustrieverband – Recording Industry Association of America (RIAA) – mehr als 35.000 InternetnutzerInnen, die Filesharing betrieben haben, ausforschen lassen, um sie mit Schadenersatzklagen in Millionenhöhe zu bedrohen. Der Großteil dieser Fälle wurde auf außergerichtlichem Weg mit Abschlagszahlungen um die US $3.000 aus der Welt geschafft. Aber zwei Fälle, jene der alleinerziehenden Mutter von vier Kindern, Jammie Thomas-Rasset und jener des Physikstudenten Joel Tenenbaum, landeten vor Gericht und endeten mit Schuldsprüchen, die Schadenersatzzahlungen in der Höhe von US$ 222.000 für 24 geteilte Musikfiles (Thomas-Rasset) und US $675.000 für 30 Musik-MP3s (Tenenbaum) nach sich zogen.

In der Fortsetzung Serie “Die US-Musikindustrie vs. die FilesharerInnen” wird die Klagswelle der RIAA gegen einzelne FilesharerInnen im Allgemeinen sowie die beiden gerichtsanhängigen Verfahren gegen Thomas-Rasset und Tenenbaum im Besonderen analysiert und die Strategie vor allem der Musikkonzerne, die Kontrolle über die Musikdistribution zurück zu erlangen, aufgezeigt.

Der zweite Teil der Serie befasst sich mit den Verfahren gegen Jammie Thomas-Rasset, die 24 Musikdateien auf KaZaA geteilt haben soll und letztendlich zu einem Schadenersatz an die Major-Labels von US$ 222.000 verurteilt worden ist.

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26
Feb
15

YouTube – 10 Jahre Verlustgeschäft

Das Wall Street Journal zitierte in einem vor Kurzem erschienen Bericht einen Unternehmensinsider, dass YouTube 2014 zwar US $4 Mrd. an Umsatz für die Konzernmutter Google Inc. generierte, aber keinen Beitrag zum Konzerngewinn leisten konnte. Mit anderen Worten: YouTube schreibt 10 Jahre nach seiner Gründung im Februar 2005 immer noch keine Gewinne. Für Google hat sich also der Kauf von YouTube im Jahr 2006 um US $1,65 Mrd. alles andere als gerechnet. Warum das so ist, soll in weiterer Folge kurz analysiert werden.

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24
Feb
15

Wer profitiert von Spotify & Co.?

Eine vom französischen Musikindustrieverband (SNEP) bei Ernst & Young in Auftrag gegebene und Anfang Februar publizierte Studie über die Verteilung der Einnahmen aus einem monatlichen Premium-Abo von  EUR 9,99 bestätigt die bereits in der Blogserie “Is Streaming the Next Big Thing?” durchgeführte Analyse, dass neben den MusikkonsumentInnen vor allem die Major-Labels & Verlage die Hauptprofiteure vom derzeitigen Trend zum Musikstreaming sind, wohingegen die Streamingservices selbst wirtschaftlich noch nicht nachhaltig arbeiten und die KünstlerInnen nur wenig vom Streamingkuchen erhalten. Die bekannt gewordenen Details der nicht öffentlich zugänglichen Studie, können hier nachgelesen werden.

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18
Feb
15

Die US-Musikindustrie vs. die FilesharerInnen – Teil 1: Die RIAA vs. John Doe

Die Musikindustrie geht in ihrem Kampf gegen das Filesharing nicht nur gegen kommerziell orientierte Anbieter von Filesharing- und Filehosting-Software vor, sondern auch gegen individuelle FilesharerInnen, die sich privat und nur zum Spaß Musik aus Tauschbörsen beschafft und im Netz weiter gegeben haben. Allein in den USA hat der hiesige Musikindustrieverband – Recording Industry Association of America (RIAA) – mehr als 35.000 InternetnutzerInnen, die Filesharing betrieben haben, ausforschen lassen, um sie mit Schadenersatzklagen in Millionenhöhe zu bedrohen. Der Großteil dieser Fälle wurde auf außergerichtlichem Weg mit Abschlagszahlungen um die US $3.000 aus der Welt geschafft. Aber zwei Fälle, jene der alleinerziehenden Mutter von vier Kindern, Jammie Thomas-Rasset und jener des Physikstudenten Joel Tenenbaum, landeten vor Gericht und endeten mit Schuldsprüchen, die Schadenersatzzahlungen in der Höhe von US$ 222.000 für 24 geteilte Musikfiles (Thomas-Rasset) und US $675.000 für 30 Musik-MP3s (Tenenbaum) nach sich zogen.

In der Fortsetzung Serie “Die US-Musikindustrie vs. die FilesharerInnen” wird die Klagswelle der RIAA gegen einzelne FilesharerInnen im Allgemeinen sowie die beiden gerichtsanhängigen Verfahren gegen Thomas-Rasset und Tenenbaum im Besonderen analysiert und die Strategie vor allem der Musikkonzerne, die Kontrolle über die Musikdistribution zurück zu erlangen, aufgezeigt.

Im Teil 1 der Serie – “Die RIAA vs. John Doe” – wird zunächst die vom 8. September 2003 bis 19. Dezember 2008 mehr als fünf Jahre andauernde Klagswelle gegen mehr als 35.000 InternetnutzerInnen genau unter die Lupe genommen.

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23
Jan
15

Rezension: Management in der Musikwirtschaft

Seit Ende 2013 gibt es endlich ein Lehrbuch zur Musikwirtschaft in deutscher Sprache, das einen sehr guten Überblick über die Geschichte, Strukturen und Funktionsweisen der Musikwirtschaft bietet und sich nicht nur auf das übliche How-to-Do-It im Musikmanagement beschränkt. Es mag ein Qualitätskriterium sein, dass der Autor dieser Zeilen es verabsäumt hat, bei der richtigen Bahnstation auszusteigen, weil er so in die Lektüre von “Management in der Musikwirtschaft” vertieft war. Es ist also höchst an der Zeit dieses rund 250 Seite umfassende Lehrbuch zu würdigen.

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04
Jan
15

Die Musikwirtschaftsforschung 2014 – ein Jahresrückblick

Liebe Leserinnen und Leser des Blogs zur Musikwirtschaftsforschung,

aus österreichischer Sicht stand das Musikwirtschaftsjahr 2014 im Zeichen von Conchita Wurst, die für Österreich den Eurovision Song Contest das zweite Mal gewonnen. Welche wirtschaftliche Relevanz dieser Sieg hat, wurde in einem Blogbeitrag bereits aufgearbeitet. 2015 werden zum Song Contest, der ja in Wien ausgetragen wird, wohl noch weitere musikwirtschaftliche Reflexionen am Blog angestellt werden.

Ansonsten hat aber das Thema Musikstreaming die musikwirtschaftliche Diskussion bestimmt. Taylor Swift hat weltweit mit ihrer Entscheidung, ihren gesamten Katalog vom Musikstreamingservice Spotify abzuziehen, weil sie mit den Tantiemenzahlungen der schwedischen Firma unzufrieden war, die öffentliche mediale Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Sie stimmte damit in die Klage anderer MusikerInnen wie z.B. Thom Yorke von Radiohead, ein, die zuvor schon die geringen Auszahlungen der Musikstreamingservices angeprangert hatten – einer Frage, der ich auch im Blogpost “Is Streaming the Next Big Thing? – Die KünstlerInnen-Perspektive” nachgegangen bin.

Nichtsdestotrotz hat sich der Siegeszug von Musikstreaming auch 2014 fortgesetzt. Die Einnahmen aus dem Streamingbusiness haben in fast allen Märkten z.B. in den USA, Japan, Deutschland, Brasilien und auch in Österreich deutlich zugenommen. Auch neue Plattformen wurden 2014 eröffnet. Man denke nur an Amazons Prime Music oder YouTubes Music Key. Das Streamingservice Beats war zudem Teil der größten Firmenübernahmen des Jahres in der Musikindustrie, als Apple, vor allem wegen der angesagten Kopfhörersparte, Beats Electronics aufgekauft hat. Der Computerhersteller kam erneut in die Schlagzeilen, als er ankündigte, dass das neue U2-Album “Songs of Innocence” gratis an alle Apple-NutzerInnen über den iTunes-Store abgegeben werden sollte – eine US $100-Millionen schwere Marketingkampagne, mit zweifelhaftem Ergebnis.

Musikstreaming war auch eines der zentralen Themen der 5. Vienna Music Business Research Days zur Frage “How to Monetize Music in the Digital Age” (1.-3. Oktober 2014), die zum ersten Mal in Kooperation mit dem Waves Vienna Festival & Conference an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien stattfanden. Die Konferenz wurde erstmals durch einen Conference-Track-Tag ergänzt, an dem MusikwirtschaftsforscherInnen aus Australien, Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Kroatien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Schweden, Spanien und Ungarn ihre aktuellen Forschungsergebnisse präsentierten. Der Young Scholars’ Workshop war ebenfalls international besetzt und der Best Paper Award ging dieses Mal an Jordana Viotto da Cruz von der Université 13 in Paris und an Esther Bishop von der Zeppelin Universität Friedrichshafen. Beide Paper sind für die Publikation im International Journal of Music Business Research (IJMBR) vorgesehen.

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09
Dez
14

Digital Distribution with Online Marketing Tools, Real Time Sales & Streaming Analytics, Social Media Monitor & YouTube Monetization – Zusammenfassung des Musikwirtschafts-Jour-fixe vom 1.12.2014

Am 1. Dezember 2014 fand am Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (IKM) ein Musikwirtschafts-Jour-fixe statt, in dem Oliver Sittl, Senior A & R/Region Manager vom deutschen Digitalmusikvertrieb Believe Digital, über “Digital Distribution with Online Marketing Tools, Real Time Sales & Streaming Analytics, Social Media Monitor & YouTube Monetization” sprach.

Die umfangreiche Präsentation kann nunmehr hier runtergeladen und nachgelesen werden: Believe Digital Germany: Online Marketing etc.

 




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