13
Jan
22

Endbericht: „Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Musikarbeitsmarkt in Österreich“

Corona-Pandemie und MusikarbeitsmarktDie Corona-Pandemie hat die österreichische Musikwirtschaft, wie nie zuvor nach dem 2. Weltkrieg, erschüttert. Insbesondere der Musikveranstaltungsbetrieb ist national und international in den letzten beiden Jahren so gut wie zum Erliegen gekommen. Dadurch ist die wichtigste Einkommensquelle für Musiker_innen – das Konzertieren im In- und Ausland – versiegt.

Die vom Institut für Kulturmanagement und Gender Studies (IKM) vom Februar 2020 bis März 2021 durchgeführte Online-Befragung, an der 1.777 in Österreich tätige Musikschaffende[1] teilgenommen haben, belegt das drastische Ausmaß der finanziellen Verluste der Befragten. Im Zeitraum vom 15.03.2020 bis 14.03.2021 haben 86% Einkommensverluste aus musikbezogenen Tätigkeiten erlitten. 31% jener, die in der Umfrage Auskunft über ihre Verluste gemacht haben, verloren mehr als € 10.000. Als Hauptgrund für die Einkommensverluste wurde von 91% der Befragten die Absage und Verschiebung von Konzerten in Österreich aber auch im Ausland genannt. Es ist vor allem die Kombination von Verlusten aus mehreren Tätigkeiten, die sehr hohe Einkommenseinbußen verursacht hat. Besonders viel haben die freischaffenden Musiker_innen, die die Hälfte der Befragten ausmachen, verloren. 45% der ausschließlich freischaffend Tätigen haben mehr als € 10.000 pro Jahr an Einkommen eingebüßt. Ein zusätzliches Anstellungsverhältnis dämpft zwar die Höhe der Verluste, dies ändert aber nichts daran, dass auch diese Gruppe zu einem hohen Anteil – 93% der Befragten – Einkommenseinbußen hat. Lediglich die ausschließlich im Musiksektor angestellten Musiker_innen sind weniger oft von Einkommenseinbußen betroffen und auch die Höhe der Verluste hält sich in Grenzen.

Hier kann der Bericht im pdf-Format heruntergeladen werden:

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Musikarbeitsmarkt in Österreich

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19
Dez
21

International Journal of Music Business Research – Oktober 2021, vol. 10, no. 2

 

 

Volume 10, No. 1, Oktober 2021

Editorial von Peter Tschmuck, S. 51

Muhammad Murtaza Ali, Jenny Karlsson & Per Skålén: How Has Digitalisation Influenced Value in the Music Market?, S. 53-63

Martina Kalser-Gruber: The Power of Reputation: A Case Study on Artistic Directors of Austria’s Music Festivals, S. 65-77

Subash Giri: Digital Technologies and Music Digitisation: Challenges and Opportunities for the Nepalese Music Industry, S. 79-90

Buchbesprechung von Daniel Nordgård: Everyone Loves Live Music: A Theory of Performance Institutions, S. 91

08
Jul
21

The Economics of Music – 2. Auflage

Im Juli 2021 ist die zweite aktualisierte und vollständig überarbeitete Ausgabe von The Economics of Music erschienen, das im Literary Supplement der TIMES vom Kulturökonomen David Throsby als „comprehensive and well documented … [that] draws on the draws on the author’s prodigious knowledge of the industry“ beschrieben wird.

 

Book cover - Economics of music 2nd editionThe Economics of Music – ZWEITE AUFLAGE

Peter Tschmuck

Hardback  €79,71 | £60,00  |  $90,00   ISBN 9781788214261
Paperback €26,57 | £18,99  |  $30,00   ISBN 9781788214278
e-book      €18,38 | £18.99  |  $30,00   ISBN 9781788214292
 
264 Seiten   |  210 x 148mm   |  8. Juli 2021
 
 
 
 
 

09
Jun
21

Die Einkommenssituation der Musiker_innen in der COVID-19-Pandemie

Eine tiefergehende Auswertung der Daten, die durch die Online-Umfrage zur wirtschaftlichen Lage am österreichischen Musikarbeitsmarkt während der Corona-Krise gewonnen werden konnten, zeigt, dass verschiedene Gruppen von Musiker_innen unterschiedlich stark von Einkommensverlusten betroffen sind. Auffallend ist zum einen, dass Sänger_innen höhere Einbußen hatten als Instrumentalist_innen und zum anderen männliche Befragte massiver verloren haben als Frauen. Der Unterschied zwischen den Musikgenres ist weniger stark ausgeprägt, wenn auch einzelne Genres merklich schlechter abgeschnitten haben als andere.

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31
Mai
21

International Journal of Music Business Research – April 2021, vol. 10, no. 1

Die April-Ausgabe 2021 des IJMBR erscheint erstmals in Kooperation mit Sciendo/DeGruyter und die Open Source-Artikel können kostenlos herunter geladen werden.

 

Volume 10, No. 1, April 2021

Editorial by Guy Morrow, S. 1

Gerardo Chaparro & George Musgrave: Moral Music Management: Ethical Decision-Making After Avicii, S. 3-16

Jessica Edlom & Jenny Karlsson: Hang with Me—Exploring Fandom, Brandom, and the Experiences and Motivations for Value Co-Creation in a Music Fan Community, S. 17-31

Benjamin Toscher: Resource Integration, Value Co-Creation, and Service-dominant Logic in Music Marketing: The Case of the TikTok Platform, S. 33-50

 

14
Mai
21

Der österreichische Musikarbeitsmarkt in der COVID-19-Pandemie

Eine Studie zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den österreichischen Musikarbeitsmarkt zeigt, dass die im heimischen Musikbetrieb Tätigen große Einkommensverluste durch coronabedingte Maßnahmen und Reisebeschränkungen erlitten haben. 86 % der Befragten gaben an, dass sie Einbußen durch behördliche Restriktionen und dadurch bedingte Absagen von Musikveranstaltungen hatten. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass die Verluste noch wesentlich höher ausgefallen sind, weil viele Projekte durch die Lockdowns erst gar nicht realisiert werden konnten und damit keine konkreten Verluste verbunden waren. Das erklärt auch, warum nur 31 % der Befragten angaben, dass sie zwischen dem 15. März 2020 und dem 14. März 2021 mehr als € 10.000 an Einkommenseinbußen hatten.

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19
Feb
21

Die Ökologie des Musikstreamings

Die Corona-Pandemie hat dem Musikstreaming einen zusätzlichen Schub gegeben, was nicht nur an den Umsatzzuwächsen der Streamingdienste, sondern auch an vielen neuen Streaming-Lösungen für Live-Musikevents ablesbar ist. Damit hat sich nicht nur das Streaming-Angebot vergrößert, sondern der Datenkonsum und damit zusammenhängend auch der Energieverbrauch haben sich erhöht. In den Medien sind bereits vor der Corona-Krise Berichte aufgetaucht, in denen Streaming als klimaschädlich und in Anlehnung an die Flug-Scham der Begriff der Streaming-Scham die Runde machte.[1]

Dieser Blogbeitrag geht nun der Frage nach, welchen CO2-Fußabdruck das Musikstreaming hinterlässt und wie ökologisch nachhaltig die Musikstreaming-Ökonomie ist? Weiterlesen ‚Die Ökologie des Musikstreamings‘

18
Feb
21

Umfrage zur Erhebung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie am österreichischen Musikarbeitsmarkt

Das Institut für Kulturmanagement und Gender Studies (IKM) der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien führt bis Mitte März 2021 eine Online-Umfrage zur Erhebung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie am österreichischen Musikarbeitsmarkt durch.

Link zur Umfrage: https://ww3.unipark.de/uc/Fragebogen_Musikarbeitsmarkt/

Aufgrund der aktuellen Situation ist es besonders wichtig, wenn möglichst viele Betroffene, die in Österreich als angehende Musiker*innen und Musikschaffende sowie in musikbezogenen Berufen tätig sind, an dieser Befragung teilnehmen und den Fragebogen vollständig bis zum Ende ausfüllen, damit die Antworten in der statistischen Auswertung berücksichtigt werden können.

Über eine rege Beteiligung freut sich das IKM-Projektteam

20
Jan
21

Die Musikveranstaltungswirtschaft in der COVID-19-Pandemie – Live Nation

Die Musikveranstaltungswirtschaft befindet sich aufgrund der COVID-19-Pandemie in ihrer schwersten Krise seit dem 2. Weltkrieg. Seit März 2020 finden in den meisten Ländern so gut wie keine Livemusik-Veranstaltungen mehr statt. Konzerte und Musikfestivals wurden wegen geltender Lockdowns und Maßnahmen zur sozialen Distanzierung abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben. Bereits Ende März 2020 wurde in einer Erhebung der deutschen Musikwirtschaftsverbände der Einnahmenverlust der deutschen Musikveranstaltungswirtschaft für den Zeitraum von April bis September 2020 auf EUR 4,54 Mrd. geschätzt. Mittlerweile hat sich dieser Wert aufgrund der anhaltenden Schließung von Veranstaltungsstätten und der Absage von Musikfestivals auf mehr als 10 Milliarden Euro  summiert.

Es gilt allerdings zu bedenken, dass der Livemusik-Sektor stark fragmentiert und divers ist. Den internationalen Konzertmarkt dominieren die großen Livemusik-Konglomerate wie Live Nation, Anschutz Entertainment Group (AEG) sowie die deutsche CTS Eventim. Diese Konzerne kontrollieren einen oligopolistischen Musikveranstaltungsmarkt mit einer unüberschaubaren Anzahl von kleinen und mittleren Konzertveranstaltern, Booking- und Management-Agenturen, die meist auf lokaler oder regionaler Ebene tätig sind, und keinerlei Einfluss auf die Marktstrukturen und -prozesse haben. Vor allem diese kleinen und mittleren Player des Livemusik-Business leiden besonders stark unter der faktischen Schließung des gesamten Sektors und sind von staatlichen Unterstützungsmaßnahmen abhängig. Aber wie sieht die Situation für die Livemusik-Konzerne aus? Ist deren Existenz ebenfalls in Gefahr? Dieser Blogbeitrag versucht diese Frage mit Hilfe der Analyse der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den weltgrößten Musikveranstaltungs- und Ticketingkonzern Live Nation zu beantworten. Dafür wurden die Quartalsberichte von Live Nation für den Zeitraum von Januar bis September 2020 in Hinblick auf die Auswirkungen der Pandemie ausgewertet und Live Nations Strategie zur Krisenbewältigung näher beleuchtet.

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30
Okt
20

International Journal of Music Business Research – Oktober 2020, Vol. 9, No. 2

Die Oktoberausgabe 2020 des International Journal of Music Business Research ist ein Sonderheft zum Thema “Festivalisation of Live Music”, herausgegeben von Erik Hitters und Carsten Winter. Nach dem einleitenden Editorial, präsentiert Jeff Apruzzese einen tiefen Einblick ins US-amerikanische Musikfestivalbusiness, indem die sogenannte Radius-Klausel, die quasi einen Exklusivdeal darstellt, genauer untersucht wird. Dem Autor gelingt es in seiner Analyse zu zeigen, wie diese Exklusivvereinbarung sich auf lokale Konzertvenues und andere Livemusik-Veranstalter auswirkt und zu einer massiven Einschränkungen bei der Wahl von Konzert-Acts führt.

Erik Hitters & Marijn Mulder untersuchen in ihrem Beitrag “Live music ecologies and festivalization: the role of urban live music policies”, wie sich das Festvalmusik-Business in den Niederlanden in den letzten Jahrzehnten herausgebildet hat und welche Rolle dabei die Stadt-und Regionalentwicklung gespielt hat, die zu dem beigetragen hat, was in der Literatur auch als „Festivalisierung“ des Livemusik-Marktes bezeichnet wird.

Ein spezieller Beitrag von Martin Cloonan schließt das Sonderheft zum Musikfestivalmarkt ab, der seit Jahrzehnten zu diesem Thema im Vereinigten Königreich forscht und publiziert. In “Trying to have an impact: Some confessions of a live music researcher”Martin Cloonan reflektiert an seiner eigenen Forschungstätigkeit das Paradoxon, „objektiver“ Analyst, der auch interessengelenkte Vorschläge für die Kulturpolitik macht, zu sein.

Die Oktoberausgabe 2020 des International Journal of Music Business Research wird mit der Besprechung des Buches “Can Music Make You Sick? Measuring the price of musical ambition” von Sally A. Gross und George Musgrave durch Daniel Nordgard abgerundet.

 

 

Volume 9, No. 2, Oktober 2020 – Sonderheft zur Festivalisierung der Livemusik

Editorial von Erik Hitters & Carsten Winter: The festivalization of live music, S. 4-12

Jeffrey Apruzzese: Navigating troubled waters; how are music festivals affecting the local concert industry, S. 13-37

Erik Hitters & Martijn Mulder: Live music ecologies and festivalisation: the role of urban live music policies, S. 38-57

Martin Cloonan: Trying to have an impact: Some confessions of a live music researcher, S. 58-82

Buchbesprechung von Daniel Nordgård: Can Music Make You Sick? Measuring the price of musical ambition by Sally A. Gross & George Musgrave, S. 83-86

 

 




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