Posts Tagged ‘USA

08
Aug
17

Die Renaissance von Vinyl

Vor Kurzem erschien ein Gastbeitrag von mir in „Die ZEIT ONLINE“ mit dem Titel „Warum Sony wieder Vinyl presst“. Ich setze mich darin mit den ökonomischen Hintergründen des gegenwärtigen Vinyl-Booms auseinander, weise aber auch auf die Kapazitätsengpässe in der Produktion hin und erläutere die Strategien, wie diese überwunden werden können. Dieser Essay, der in leicht veränderter Form zuerst bei ZEIT ONLINE, erschienen ist, kann auch hier im Blog nachgelesen werden.

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15
Apr
15

Der phonografische Markt in den USA, 2000-2014

2014 scheint ein Wendejahr in der US-amerikanischen Musikindustrie zu sein. Gemäß der aktuellen Statistik der Recording Industry Association of America (RIAA) erreichten die Einnahmen aus dem Musikstreaming (darin inkludiert sind die Einnahmen aus den werbefinanzierten und Abo-Streamingangeboten sowie die SoundExchange-Ausschüttungen) US $1,87 Mrd., was einem Anteil von 41,4 Prozent am gesamten digitalen Musikmarkt in den USA entspricht. Während die Einnahmen aus dem Musikstreaming um 30,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen sind, schrumpften erstmals die Umsätze aus Alben-Downloads und zwar um 6,7 Prozent auf US $1,16 Mrd. Zudem sind die Singletrack-Download-Umsätze ein weiteres Mal um 10,2 Prozent auf US $1,41 Mrd. gesunken. Im Vergleich zu den digitalen Musikumsätzen ist die CD mit einem Marktanteil von gerade einmal 27,4 Prozent (US $1,86 Mrd.) fast schon ein Nebenprodukt. 2014 gingen die CD-Verkäufe ein weiteres Mal um 12,7 Prozent im Vergleich zu 2013 zurück. Damit hat der digitale Musikmarkt in den USA bereits einen Marktanteil von 66,5 Prozent (ohne Einnahmen aus der Lizenzierung von Synchronisationsrechten). Alles in allem ist der phonografische Markt in den USA 2014 leicht um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr geschrumpft.

 

In der folgenden Langfristanalyse des phonografischen Marktes in den USA, wird die Auswirkung der Digitalisierung in den letzten vierzehn Jahren nachgezeichnet und vor allem die Dynamik am digitalen Musikmarkt genauer beleuchtet.

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18
Feb
15

Die US-Musikindustrie vs. die FilesharerInnen – Teil 1: Die RIAA vs. John Doe

Die Musikindustrie geht in ihrem Kampf gegen das Filesharing nicht nur gegen kommerziell orientierte Anbieter von Filesharing- und Filehosting-Software vor, sondern auch gegen individuelle FilesharerInnen, die sich privat und nur zum Spaß Musik aus Tauschbörsen beschafft und im Netz weiter gegeben haben. Allein in den USA hat der hiesige Musikindustrieverband – Recording Industry Association of America (RIAA) – mehr als 35.000 InternetnutzerInnen, die Filesharing betrieben haben, ausforschen lassen, um sie mit Schadenersatzklagen in Millionenhöhe zu bedrohen. Der Großteil dieser Fälle wurde auf außergerichtlichem Weg mit Abschlagszahlungen um die US $3.000 aus der Welt geschafft. Aber zwei Fälle, jene der alleinerziehenden Mutter von vier Kindern, Jammie Thomas-Rasset und jener des Physikstudenten Joel Tenenbaum, landeten vor Gericht und endeten mit Schuldsprüchen, die Schadenersatzzahlungen in der Höhe von US$ 222.000 für 24 geteilte Musikfiles (Thomas-Rasset) und US $675.000 für 30 Musik-MP3s (Tenenbaum) nach sich zogen.

In der Serie „Die US-Musikindustrie vs. die FilesharerInnen“ wird die Klagswelle der RIAA gegen einzelne FilesharerInnen im Allgemeinen sowie die beiden gerichtsanhängigen Verfahren gegen Thomas-Rasset und Tenenbaum im Besonderen analysiert und die Strategie vor allem der Musikkonzerne, die Kontrolle über die Musikdistribution zurück zu erlangen, aufgezeigt.

Im Teil 1 der Serie – „Die RIAA vs. John Doe“ – wird zunächst die vom 8. September 2003 bis 19. Dezember 2008 mehr als fünf Jahre andauernde Klagswelle gegen mehr als 35.000 InternetnutzerInnen genau unter die Lupe genommen.

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22
Apr
14

Wie böse ist YouTube?

 

Es gibt mittlerweile zahlreiche Studien, die hier im Blog auch ausführlich besprochen wurden, darüber, wie schädlich oder unschädlich Filesharing für die Musikverkäufe ist. Ein klares Fazit aus wissenschaftlicher Sicht kann aber immer noch nicht gezogen werden. Nun legen R. Scott Hiller von der Fairfield University und Jin-Hyuk Kim von der University of Colorado Boulder eine erste Studie vor, wie sich das weitverbreitet Musikvideo-Streaming über YouTube in den USA auf die dortigen Albenverkäufe ausgewirkt hat. Sie beobachteten dabei, wie sich der vorübergehende Boykott, den die Warner Music Group über YouTube nach gescheiterten Lizenverhandlungen zwischen Anfang Januar und Ende September 2009 verhängt hat, auf die Verkäufe von Alben jener Warner-KünstlerInnen ausgewirkt hat, die in diesem Zeitraum in den Billboard 200 Albencharts vertreten waren. Das Ergebnis scheint eindeutig zu sein: Warner konnte durchschnittlich 10.000 Stück pro Hit-Album mehr pro Woche verkaufen als die Konkurrenten, die ihr Repertoire weiterhin auf YouTube verfügbar gemacht hatten. Zudem hat der Warner-Boykott keinerlei statistisch signifikante Auswirkungen auf das Suchverhalten der Fans auf Google gezeitigt, was die Autoren zu Schluss veranlassen, dass es keine positiven Sampling- bzw. Promotionseffekt von YouTube gibt.

Wie diese Ergebnisse zustande kommen und was von ihnen zu halten ist, möchte in weiterer Folge genauer untersuchen.

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16
Mai
13

Is Streaming the Next Big Thing? – eine internationale Marktanalyse

Is Streaming the ‚Next Big Thing‘? – eine internationale Marktanalyse

Nach Jahren rückläufiger Umsätze in der phonografischen Industrie, ist seit Kurzem wieder Optimismus angesagt. Im jüngsten Jahresbericht der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI 2013) wird für 2012 der erste wenn auch nur leichte globale Umsatzzuwachs von 0,9% seit 1999 vermeldet. Erstmals konnten die sinkenden Umsätze von CDs und anderen physischen Formaten durch Zuwächse im digitalen Geschäft wettgemacht werden. Dafür werden vor allem die Streamingangebote verantwortlich gemacht, die sich seit einiger Zeit wachsender Beliebtheit erfreuen. Spotify, Deezer & Co. verzeichnen jährlich steigende Nutzerzahlen, die Streaming zum derzeit zstärksten wachsenden Segment am phonografischen Markt machen.

Was es mit dem Boom von Musikstreamingangeboten auf sich hat, welche Geschäftsmodelle dahinterstehen, wie die Musikkonsumenten darauf regieren und ob und wie Labels & Verlage sowie MusikerInnen davon profitieren, soll in dieser mehrteiligen Serie mit dem Titel „Is Streaming the ‚Next Big Thing‘?“ nachgegangen werden. Im Teil 1 der Serie wird die Entwicklung des digitalen Musikmarktes in verschiedenen Ländern mit besonderer Rücksicht auf den Streamingmarkt untersucht.

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