Posts Tagged ‘Urheberrechtrecht

24
Jun
13

4. Wiener Tage der Musikwirtschaftsforschung im Rückblick

Logo VMBR-DaysDas zentrale Thema der 4. Wiener Tage der Musikwirtschaftsforschung war „Future of Music Licensing“. Der Fokus der Konferenz lag dabei auf kollektivem Rechtemanagement und die Rolle der Verwertungsgesellschaften, aber auch auf der Bedeutung der Rechteregistrierung im digitalen Zeitalter. Es wurde aber auch die zukünftige Entwicklung des Urheberrechts thematisiert.

In der die Konferenz eröffnenden Podiumsdiskussion wurde das Konzept der Creative Commons Lizenzierung und die C3S-Initiative zur Gründung einer Verwertungsgesellschaft für CC-Lizenzierung in Deutschland kontrovers diskutiert.

Der erste Konferenztag war traditionell dem Young Scholars‘ Workshop gewidmet, in dem JungakademikerInnen aus 8 verschiedenen Ländern – Australien, China, Deutschland, Frankreich, Palestina, Portugal, Österreich und Tschechien – ihre Paper zur musikwirtschaftlichen Themen vortrugen und diskutierten.

In der nun folgenden Zusammenfassung werden nicht nur die einzelnen Höhepunkt der Konferenz dargestellt, es können auch alle präsentierten Papers und die Vorträge sowie Podiumdiskussionen als Audiofiles herunter geladen werden.

Weiterlesen ‚4. Wiener Tage der Musikwirtschaftsforschung im Rückblick‘

16
Sep
11

Schutzfristverlängerung für Tonaufnahmen in der EU von 50 auf 70 Jahre – Eine ökonomische Folgenabschätzung

Am 12. September 2011 hat der Ministerrat der Europäischen Union der Verlängerung der Schutzfrist für Leistungsschutzrechte an Tonaufnahmen von 50 auf 70 Jahre zugestimmt, nachdem die Europäische Kommission 2008 einen Richtlinienvorschlag – allerdings mit einer Schutzfristverlängerung auf 95 Jahre – eingebracht hat, der 2009 vom Europäischen Parlament in Form einer Verlängerung der Schutzfrist auf 70 Jahre beschlossen wurde. Nun sind die EU-Mitgliedsstaaten gefordert, innerhalb von zwei Jahren die Richtlinie zur Schutzfristverlängerung in nationales Recht umzusetzen.

Die Verlängerung der Schutzfristen für Tonaufnahmen wurde erwartungsgemäß von den Interessensvertreter/innen der Musikindustrie begrüßt. In einer ersten Stellungnahme sprach der kürzlich zum IFPI-Chairman ernannte Plácido Domingo von einer guten Nachricht für die Musik-Interpret/innen, “(…) which reflects the important role performers play in success of songs by narrowing the gap between the protection offered to recorded performances and that offered to compositions.” IFPI-Geschäftsführerin Frances Moore fügte hinzu, dass “[t]he extension of the term of protection to 70 years (…) improves the conditions for investment in new talent.” Auch der Manager der irischen Pop-Formation U2 und Björn Ulvaeus von ABBA begrüßen in ihren Stellungnahmen die Entscheidung des EU-Rates.[1]

Die neue Schutzfristen-Richtlinie stößt aber nicht nur auf ungeteilte Zustimmung, sondern wird auch heftig von Open-Source-Aktivisten kritisiert. Aber nicht nur von diesen. Ein Großteil der renommiertesten Rechts- und Wirtschaftswissenschafter/innen, die sich mit Fragen des geistigen Eigentums auseinander setzen, spricht sich gegen die Verlängerung der Schutzfrist aus. In einem Statement gegenüber dem EU Parlament im Jahr 2008, spricht sich, angeführt von den renommiertesten IP-Forschungsstätten in der EU, das Who-is-Who der IP-Expert/innen, darunter auch die beiden Nobelpreisträger James Mirrlees und Kenneth Arrow, deutlich gegen eine Schutzfristenverlängerung aus, die lediglich ineffiziente Monopolrechte unnötiger Weise verlängere.[2]

Das wirft natürlich die Frage nach den ökonomischen Wirkungen der Schutzfristverlängerung auf. In diesem Beitrag wird eine wirtschaftliche Folgenabschätzung auf Basis der ökonomischen Theorie unternommen.

  Weiterlesen ‚Schutzfristverlängerung für Tonaufnahmen in der EU von 50 auf 70 Jahre – Eine ökonomische Folgenabschätzung‘




November 2019
M D M D F S S
« Okt    
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
252627282930  

Archive

Twitter

Kategorien

Blog Stats

  • 408.628 hits