Posts Tagged ‘Tonträgermarkt

02
Dez
16

Das Schicksal der CD – eine internationale CD-Marktanalyse

Einer meiner ersten Blogbeiträge im März 2009 war mit „Der Tonträger ist tot! Es lebe der Musikdownload?“ betitelt. Diese Einschätzung hat sich nur zum Teil bewahrheitet. Die Vinyl-Schallplatte feiert gegenwärtig fröhliche Urständ und die CD ist in so manchen Märkten immer noch der wichtigste Umsatzträger. Dennoch gibt es Märkte, wie z.B. in Schweden, wo die CD fast bis zur wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit herabgesunken ist. Vinyl-Schallplatte und CD hatten in Schweden 2015 einen Anteil am phonografischen Umsatz von gerade einmal 12,4 Prozent. (IFPI 2016: 92). In Deutschland hingegen ist die CD immer noch wirtschaftlich relevant. Die Umsätze mit physischen Produkten erreichten 2015 einen Anteil von 60,0 Prozent. Es wurden insgesamt noch 83,6 Mio. Stück CD und 7,6 Mio. Stück andere Tonträger (vor allem Vinyl-Schallplatten) verkauft (ibid: 81). Dennoch ist auch in Deutschland der Weg der CD zum nostalgischen Sammelobjekt und in die wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit vorgezeichnet. Es nur eine Frage der Zeit, wie schnell sich dieser Prozess vollziehen wird. Eine internationale Analyse des CD-Marktes kann dabei Aufschluss darüber geben, welche unterschiedlichen Dynamiken in den einzelnen Ländern wirksam sind.

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25
Jul
16

Der Boom des internationalen Musikstreaming-Marktes, 2011-2015

Im Vorjahr habe ich eine Analyse des internationalen Musikstreaming-Marktes für das Jahr 2014 auf Basis von IFPI-Daten publiziert. Da der globale Streamingmarkt weiterhin sehr dynamisch ist, habe ich die Analyse auf 2015 aktualisiert und auch noch die Marktdaten rückreichend bis 2011 ergänzt, um die Entwicklung dieses Marktsegments sichtbar zu machen. 2015 wurde mit Musikstreaming ein Gesamtumsatz (Abo- und werbefinanzierte Angebote) von US $2,89 Mrd. erzielt, was einem Wachstum von 42,5 Prozent gegenüber 2014 entspricht (IFPI 2016: 17). Damit ist der Musikstreaming-Markt fast genauso groß wie Musikdownload-Markt (US $2.97 Mrd.) (IFPI 2016: 49). Musikstreaming trägt mittlerweile 42 Prozent zum globalen phonografischen Markt bei. Allerdings macht eine länderspezifische Analyse große Unterschiede zwischen den nationalen Streaming-Märkten sichtbar. Während in Schweden bereits 66,5 Prozent aller phonografischen Umsätze mit Musikstreaming gemacht werden, sind es in Deutschland lediglich 11,4 Prozent. In Japan, dem immerhin zweitgrößten phonografischen Markt der Welt, macht Musikstreaming überhaupt nur 4,6 Prozent des Gesamtumsatzes aus. In weiterer Folge wird daher in der Analyse des internationalen Musikstreaming-Marktes die unterschiedliche Dynamik in den einzelnen nationalen Märkten für den Zeitraum 2011-2015 aufgezeigt.

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30
Jun
15

Musikstreaming 2014 – eine internationale Marktanalyse

Das Geschäft mit dem Musikstreaming boomt – nicht zuletzt durch den internationalen Lauch von Apple Music am heutigen Tag. Aber bereits im aktuellen IFPI-Bericht „Recording Industry in Numbers 2014“ wird die IFPI-Geschäftsführerin Frances Moore mit den Worten zitiert: „Streaming is now a mainstream part of the modern music industry.“ (IFPI 2015: 5) Zur Bestätigung dafür kann die Statistik strapaziert werden. So stiegen die Einnahmen von Streaming-Abo-Angeboten um 39 Prozent und jene von werbefinanzierten Plattformen um 38,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2014 ist der globale Musikstreaming-Markt (Abo- und werbefinanziert) mit einem Volumen von US $2,2 Mrd. erstmals größer als der Markt für Singletrack-Downloads (IFPI 2015: 9). Musikstreaming ist bereits für fast ein Drittel aller weltweit getätigten Umsätze der phonografischen Industrie verantwortlich. Allerdings gibt es merkliche Unterschiede zwischen den Ländern. Während in Schweden der Anteil von Musikstreaming bereits um die 70 Prozent des gesamten phonografischen Marktes ausmacht, sind es in Deutschland lediglich 6,3 Prozent. In Japan, dem immerhin zweitgrößten Musikmarkt der Welt, hat Musikstreaming überhaupt erst einen Anteil von gerade einmal 3,2 Prozent.

In weiterer Folge soll nun die wirtschaftliche Relevanz von Musikstreaming im internationalen Vergleich untersucht werden. Weiterlesen ‚Musikstreaming 2014 – eine internationale Marktanalyse‘

21
Mai
14

Der phonografische Markt in Brasilien, 2000-2013

Brasilien ist nach der jüngsten IFPI-Statistik der achtgrößte phonografische Markt der Welt und mit Abstand der größte in Lateinamerika. Zwischen 2000 und 2013 sind die Umsätze um 58 Prozent zurückgegangen, wobei sich der Markt ab 2007 stabilisieren konnte. Das ist vor allem auf das internationalen Vergleich starke Marktsegment der Musikvideos und in den weiteren Jahren vor allem auf die Zuwächse im Digitalmusikmarkt zurückzuführen. Letztere sind seit 2007 um 82,2 Prozent von Real 24,3 Mio. auf Real 136,7 Mio. gestiegen, wobei Musikstreaming seit 2011 eine immer wichtigere Rolle zukommt.

In weiterer Folge wird nun die Entwicklung des brasilianischen Musikmarktes seit 2000 genauer auf Basis der von der Associação Brasileira dos Produtores de Discos (ABPD) publizierten Marktdaten nachgezeichnet und interpretiert.

 

Weiterlesen ‚Der phonografische Markt in Brasilien, 2000-2013‘

18
Mai
14

Der phonografische Markt in Österreich, 2001-2013

Der Marktbericht der IFPI Austria für das Jahr 2013 weist einen Gesamtumsatz von EUR 150 Mio. aus. Verglichen mit 2001 entspricht das einem Umsatzrückgang von EUR 132,8 Mio., womit sich der phonografische Markt seit 2001 nahezu halbiert hat.[1] Die Ursache dafür sind vor allem die rückläufigen CD-Verkäufe. Während 2002 noch CD-Alben im Wert von EUR 245,8 Mio. verkauft wurden, waren es 2013 nur mehr EUR 77,5 Mio. – ein Minus von 68,5 Prozent. Die Talfahrt konnte bislang auch durch den boomenden digitalen Musikmarkt nicht gestoppt werden. Betrug 2004 der Umsatz mit digital distribuierter Musik lediglich EUR 1,6 Mio., so ist dieser 2013 auf EUR 31,0 Mio. gestiegen. Dabei hat sich der Umsatzmix im Digitalsegment stark verändert. Während 2008 die Umsätze mit Master- und Ringtones mit 35 Prozent oder EUR 4,0 Mio. die zweit wichtigste Position hinter den Single-Track-Downloads (38 Prozent) waren, so spielen Klingeltöne gegenwärtig mit 3 Prozent (EUR 1,0 Mio.) nur mehr eine untergeordnete Rolle. Hingegen sind die Umsätze aus Alben-Downloads mit EUR 12,7 Mio. (41 Prozent) und Single-Track-Downloads mit EUR 10,6 Mio. (34 Prozent) dominant. Das Musikstreaming-Geschäft hat aber stark auf EUR 6,7 Mio. (22 Prozent Digitalmarkt-Anteil) zugenommen. Insgesamt konnten aber die Zuwächse im Digitalsegment die Verluste beim physischen Verkauf nicht kompensieren, sodass – auf Basis der GfK-Kassendaten – der Gesamtumsatz am phonografischen Markt in Österreich im Vergleich zu 2012 um rund 2 Prozent zurückgegangen ist.

Eine detaillierte Marktanalyse kann nun in der Folge nachgelesen werden:

Weiterlesen ‚Der phonografische Markt in Österreich, 2001-2013‘

25
Nov
10

Die wirtschaftliche Bedeutung des Schlagers – Zusammenfassung des Musikwirtschafts-Jour-fixe vom 24. November 2010

Prof. Martin Lücke von der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation Campus München war im Rahmen des Musikwirtschafts-Jour-fixe zu Gast, um über die wirtschaftliche Bedeutung des Schlagers zu referieren und mit den erschienen Gästen zu diskutieren. Dabei wurde schnell klar, dass Schlager und volkstümliche Musik im so genannten GSA-Markt (Germany-Switzerland-Austria sowie Südtirol) wirtschaftlich höchst relevant sind. So lag der Anteil von Schlager/volkstümlicher Musik 2009 in Deutschland bei 10,5% des Gesamtmarktes für physische und nicht-physische Musikprodukte (recorded music), was einem Umsatzvolumen von EUR 160 Mio. entspricht. Aber auch im Live-Markt sowie in Hörfunk und Fernsehen spielt dieses Genre in den deutschsprachigen Ländern eine bedeutende wirtschaftliche Rolle, die sich auch in bemerkenswerten Charterfolgen niederschlägt. 

Präsentationvon Prof. Martin Lücke: Die wirtschaftliche Bedeutung des Schlagers

Die Zusammenfassung dieses Jour-fixe-Termins kann nun in der Folge hier nachgelesen werden: Weiterlesen ‚Die wirtschaftliche Bedeutung des Schlagers – Zusammenfassung des Musikwirtschafts-Jour-fixe vom 24. November 2010‘

26
Aug
10

Musikwirtschaft Australien – Eine Analyse des physischen und digitalen Musikmarktes 2000-2009

Nach dem aktuellsten IFPI-Bericht (2010: 16) ist der australische Markt für Kaufmusik (physische wie digitale Formate) der siebent größte der Welt. Er ist wertmäßig somit bedeutender als z.B. der italienische, spanische oder brasilianische Markt, deren Bevölkerungszahlen allerdings jene von Australien (22,0 Mio. Einwohner) bei weitem übersteigen.

Nach Angaben der Australian Recording Industry Association (ARIA), deren Mitglieder rund 95% des Umsatzes des Gesamtmarktes abdecken, wurden 2009 insgesamt AUD 446,1 Mio. (EUR 278,2 Mio.)[1] – bewertet zu Großhandelspreisen – für Tonträger und digitale Musikformate in Australien ausgegeben. Im Vergleich zum historischen Höchstwert im Jahr 2001 (AUD 647,6 Mio.) entspricht das einem inflationsbereinigtem Rückgang von 45,0%. Allerdings konnte der Umsatz zum Vorjahr real um 3,0% gesteigert werden.

Welche Besonderheiten der australische Markt für Kaufmusik aufweist und wie die Zahlen interpretiert werden können, kann in der Folge nachgelesen werden. Weiterlesen ‚Musikwirtschaft Australien – Eine Analyse des physischen und digitalen Musikmarktes 2000-2009‘




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