Posts Tagged ‘Tauschbörsen

18
Aug
10

Musikwirtschaft Australien – Wie böse ist das Musik-Filesharing Down Under?

Jordi McKenzie von der University of Sydney hat die bisher einzige Studie zum Einfluss des Musik-Filesharings auf physische und digitale Musikverkäufe für den australischen Musikmarkt vorgelegt. Basierend auf einem Working Paper vom August 2009, wurde der Artikel unter dem Titel „Illegal Music Downloading and Its Impact on Legitimate Sales: Australian Empirical Evidence” in den Australian Economic Papers im Dezember 2009 veröffentlicht.

McKenzie bringt dabei eine ähnliche Methodik wie Oberholzer-Gee und Strumpf (2007) zur Anwendung und kommt zum Schluss: „(…) the evidence suggests no discernible impact of dowloading activity on legitimate sales“ (S. 296). Wie der Autor zu dieser Erkenntnis gelangt, kann in der Folge hier nachgelesen werden. Weiterlesen ‚Musikwirtschaft Australien – Wie böse ist das Musik-Filesharing Down Under?‘

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16
Feb
10

Pro und Contra Musik-Flatrate – Zusammenfassung des Musikwirtschaftsdialogs vom 10. Februar 2010

Im ersten Musikwirtschaftsdialog trafen am 10. Februar im vollkommen überfüllten Wiener ORF Kulturcafé der Soziologe und Internetaktivist Volker Grassmuck sowie der Geschäftsführer des Bundesverbands der Musikindustrie in Deutschland (BVMI), Stefan Michalk, aufeinander, um die Pros und Contras zu einer Musik- bzw. Kulturflatrate zu diskutieren. Einig waren sich die beiden Diskutanten eigentlich nur darin, dass es in Zukunft Musik-Flatrate-Modelle geben wird, wobei der Musikindustrie-Vertreter dabei an kommerzielle Angebote wie etwa an „Comes-With-Music“ des Mobiltelefon-Herstellers Nokia dachte, wohingegen Volker Grassmuck an die Umsetzbarkeit eines Abgabenmodells, das von den Verwertungsgesellschaften getragen werden könnte, glaubte. Darüber hinaus offenbarten sich in der Diskussion fundamentale Gegensätze im zugrunde liegenden Menschenbild – Filesharer als Musikdiebe vs. neue Tauschkultur im Netz –, bei der Einschätzung der technischen Umsetzbarkeit, bei der Frage nach der Verteilung der zu erwartenden Einnahmen und bei den Kosten, die eine Musik-Flatrate verursachen würde. 

 Auf dieser Seite der mdw kann der Mitschnitt der Veranstaltung  in voller Länge  nachgehört werden.

 

Weiterlesen ‚Pro und Contra Musik-Flatrate – Zusammenfassung des Musikwirtschaftsdialogs vom 10. Februar 2010‘

02
Dez
09

Die Musiknutzung deutscher Teenager – eine Studie

Bettina Gebhardt hat im Rahmen ihres Studiums an der Hochschule Offenburg eine Studie zum Musik-Downloadverhalten von Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 19 Jahren durchgeführt, die in ihre beim EUL-Verlag publizierte Abschlussarbeit eingeflossen ist. Die Studie versteht sich dabei als Ergänzung jener Online-Befragung zum Musikkonsumverhalten Jugendlicher von Mike Friedrichsen et. al. (2004), die aber die unter 20jährigen ausgeklammert hat. Um eine Vergleichbarkeit sicherzustellen, orientierte sich der Fragebogen der Autorin weitestgehend am genannten Vorbild. Allerdings wurde die Befragung nicht online, sondern direkt mit Hilfe von Lehrpersonal in Schulen der deutschen Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen während des Unterrichts durchgeführt (Erhebungszeitraum 12. Juni bis 31. August 2006). Erfasst wurden dabei 1.562 Fragebögen, von denen 1.529 gültig waren. Was sind nun die wichtigsten Studienergebnisse? Weiterlesen ‚Die Musiknutzung deutscher Teenager – eine Studie‘

07
Aug
09

10 Jahre Napster und was davon blieb

In einem Gespräch mit einem lieben Kollegen äußerte er sein Erstaunen darüber, dass seit dem Beginn des Napster-Hypes und somit des File-Sharings erst zehn Jahre vergangen sind, obwohl er den Eindruck hat, dass all das, was ich in der fünfteiligen Serien beschrieben habe (Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und Teil 5) sich in grauer Vorzeit ereignet hat. Ich teile diese Einschätzung und kann das damit verbundene Gefühl damit erklären, dass sich in der Zwischenzeit so viele Umwälzungen in der Musikindustrie ereignet haben, die man in ihrer raschen Abfolge gar nicht fassen kann. Umso überraschender kam daher eine Meldung in den Medien, wonach John Fanning, Shawns Onkel und 70%-Eigentümer von Napster Inc., sein Interesse bekundet hat, The Pirate Bay zu kaufen. Dieses Déjà-Vu-Erlebnis zeigt, wie relevant File-Sharing immer noch ist, dass ein gebrandtes Kind das Feuer immer noch nicht scheut. Welche Nachwirkungen Napster auch noch heute hat und wie der Napster-Fall aus heutiger Perspektive zu beurteilen ist, möchte ich daher in der Folge beschreiben. Weiterlesen ’10 Jahre Napster und was davon blieb‘

12
Jun
09

Vortrag: „Neue Medien und Urheberrecht“ am 18. Juni 2009

Am Donnerstag 18.06.2009 findet am Institut für Römisches Recht und Antike Rechtsgeschichte der Universität Wien ein Vortrag mit dem Titel „Neue Medien und Urheberrecht“ statt. Markus Schimana referiert über das Thema seiner Diplomarbeit. Präsentiert wird ein kleiner geschichtlicher Abriss, wie es überhaupt zur Entstehung eines Urheberrechts kam – vor allem welche Diskussionen diese Entstehung begleiteten – und welche Debatten und Auseinandersetzungen es in jüngerer Zeit (nicht zuletzt im musikwirtschaftlichen Kontext) rund um das Urheberrecht gab.

Veranstaltungszeit und -ort: Do, 18.06.2009, 19:30. Institut für Römisches Recht und Antike Rechtsgeschichte, Seminarraum, 3. Stock, Schenkenstrasse 8-10, 1010 Wien.

Link zur Veranstaltungsankündigung

10
Jun
09

Neue britische Studie zum File-Sharing

In einem Online-Artikel vom 29. Mai wird unter der Überschrift „U.K. Report Shows Impact Of P2P“ über einen jüngst erschienen Bericht vom Centre for Information Behaviour and the Evaluation of Research (CIBER) am University College London, der im Auftrag des Strategic Advisory Board für Intellectual Property Policy (SABIP) erstellt wurde, folgendes berichtet: „It examines online consumer behaviour in the U.K. and its potential impact on business and government policy, looking at evidence from across the copyright industries and across all age ranges”. Und Billboard zitiert dazu den für Fragen des geistigen Eigentums zuständigen Minister, David Lammy, mit den Worten: „As SABIP’s report shows, illegal downloading robs our economy of millions of pounds every year and seriously damages business and innovation throughout the U.K. (…) It is something that needs tackling, and we are serious about doing so.“

Solche Meldungen machen natürlich hellhörig und es entsteht der Eindruck, dass nunmehr die ultimative Studie zu den (ökonomischen) Wirkungen des File-Sharing vorgelegt wurde. Dass dem nicht so ist und was nur wirklich in diesem Bericht steht kann hier nachgelesen werden. Weiterlesen ‚Neue britische Studie zum File-Sharing‘

04
Mai
09

Wie böse ist das File-Sharing? – Teil 14

Eric S. Boorstin verfasste 2004 eine Masterthesis an der Princeton University mit dem Titel Music Sales in the Age of File Sharing”, in dem er den Zusammenhang zwischen Internetzugang und CD-Verkaufszahlen für 99 Städte in den USA für 1998, 2000 und 2001 erhob. Dabei stellte er fest, dass für die Altersgruppe von 15 bis 24 Jahre der Internetzugang sich signifikant negativ auf den CD-Absatz auswirkt, wohingegen in den Altergruppen über 25 Jahren eine positive Korrelation besteht und er in der Folge zum Schluss kommt, „that file sharing is not the cause of the recent decline in record sales.“ Wie er das begründet, lässt sich in der Folge nachlesen. Weiterlesen ‚Wie böse ist das File-Sharing? – Teil 14‘




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