Posts Tagged ‘Streaming

20
Apr
17

Die Musikstreaming-Ökonomie – ein Einblick

Anfang April 2017 haben das Musikstreamingservice Spotify und die Universal Music Group einen neuen Lizenzvertrag ausgehandelt, von dem bekannt wurde, dass Spotify niedrigere Lizenzentgelte an den Musik-Major zahlen muss, im Gegenzug aber zugestimmt hat, sich an von Universal vorgegebene Wachstumsziele im Subskriptionssegment zu halten.[1] Zwar wurden keine Details zu diesem Deal bekannt gegeben, aber es lässt sich auf Basis der Publikation „Dissecting the Digital Dollar“ des International Music Managers Forum (IMMF) rekonstruieren, wie die neue Musikstreaming-Ökonomie funktioniert und wer dabei die Nutznießer sind, wie in der Folge noch näher ausgeführt wird.

 

Ein Interview von mir zu diesem Thema fürs Deutschlandradio kann übrigens hier nachgehört werden: http://www.deutschlandradiokultur.de/musik-im-internet-das-ende-des-kostenfreien-streamings.2177.de.html?dram:article_id=383839

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24
Feb
15

Wer profitiert von Spotify & Co.?

Eine vom französischen Musikindustrieverband (SNEP) bei Ernst & Young in Auftrag gegebene und Anfang Februar publizierte Studie über die Verteilung der Einnahmen aus einem monatlichen Premium-Abo von  EUR 9,99 bestätigt die bereits in der Blogserie „Is Streaming the Next Big Thing?“ durchgeführte Analyse, dass neben den MusikkonsumentInnen vor allem die Major-Labels & Verlage die Hauptprofiteure vom derzeitigen Trend zum Musikstreaming sind, wohingegen die Streamingservices selbst wirtschaftlich noch nicht nachhaltig arbeiten und die KünstlerInnen nur wenig vom Streamingkuchen erhalten. Die bekannt gewordenen Details der nicht öffentlich zugänglichen Studie, können hier nachgelesen werden.

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28
Jul
14

Die Auswirkungen des Musikstreamings auf die Musikindustrie – Zusammenfassung des Musikwirtschafts-Jour-fixe vom 23. Juni 2014

Am 23. Juni 2014 hat Roland Punzengruber seine an der FH Steyr/Johannes Kepler Universität Linz entstandenden Masterarbeit im Musikwirtschafts-Jour-fixe unter dem Titel „Die Auswirkungen des Musikstreamings auf die Musikindustrie“ präsentiert. Es kann nun eine Zusammenfassung der Arbeit bzw. die Arbeit in ihrer voller Länge nachgelesen werden.

Zusammenfassung des Jour-fixe-Termins am 23. Juni 2014

Masterarbeit „Auswirkungen von On-demand-Musistreaming auf die Wertschöpfungsprozesse der Musikindustrie“

 

 

07
Apr
14

Der phonografische Markt in Deutschland, 2003-2013

Im jüngsten Bericht des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) wird für den phonografischen Markt in Deutschland erstmals seit 15 Jahren wieder ein leichter Umsatzzuwachs von 1,2 Prozent vermeldet. Verantwortlich dafür sind die digitalen Musikverkäufe (Download & Streaming), die von 2012 auf 2013 um 11,7 Prozent angestiegen sind. Gleichzeitig ist der Rückgang im physischen Segment mit -1,5 Prozent auf EUR 1,12 Mrd. moderat ausgefallen. Dabei sticht vor allem der Umsatzsprung bei Vinylverkäufen um 47,2 Prozent auf EUR 29,0 Mio. ins Auge, wohingegen der CD-Umsatz um weitere 1,3% auf EUR 1,0 Mrd. im Jahr 2013 zurückgegangen ist. Da die CD in Deutschland mit einem Marktanteil von 69,8 Prozent weiterhin der wichtigste Umsatzträger ist, sollte nicht voreilig von einer Trendwende am Markt gesprochen werden. Da eine Stabilisierung der Umsätze mit physischen Musikprodukten als unrealistisch angesehen werden muss, müssten Steigerungen bei den digitalen Musikverkäufen die Verluste im physischen Segment überkompensieren. Da 2013 die Umsätze bei den Singletrack-Downloads erstmals um 4,4 Prozent auf EUR 104,0 Mio. gesunken sind, erscheint auch dieses Szenario fraglich, obwohl die Einnahmen aus dem Musikstreaming (Aboservices und werbefinanziert) um 91,2 Prozent auf EUR 68,0 Mio. im Jahr 2013 angestiegen sind.

In der nachfolgenden Analyse wird daher versucht aufgrund der vorliegenden Zahlen und der historischen Daten einzuschätzen, wie sich der phonografische Markt in Deutschland entwickeln könnte.

 

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24
Mrz
14

Der phonografische Markt in den USA, 2000-2013

Vor kurzem hat die Recording Industry Association of America (RIAA) die Umsatzzahlen (shipment figues) für das Jahr 2013 veröffentlicht. Die Umsätze mit digitalen Musikverkäufen sind zwischen 2012 und 2013 um 7,6 Prozent auf US$ 4,36 Mrd. gestiegen. Dennoch sind die Gesamtumsätze (digital & physisch) leicht um 0,3 Prozent von US$ 7,016 Mrd. auf US$ 6,996 Mrd. im Jahr 2013 gefallen. Das bedeutet, dass der Umsatzrückgang beim physischen Produkt (CD, Vinyl, DVD, SACD) von 12,3 Prozent oder US$ -325,7 Mio. nicht ganz durch den Zuwachs im Digitalsegment kompensiert werden konnte. Insgesamt machen die Umsätze mit digitalen Musikverkäufen 2013 bereits rund 64 Prozent vom Gesamtumsatz aus.

Der Treiber hinter dieser Entwicklung ist das boomende Streaming- und Subskriptionssegment, das im Vergleich zum Vorjahr um 39 Prozent auf US$ 1,4 Mrd. zugelegt hat. Gleichzeitig sind aber die Single-Track-Verkäufe um 3,3 Prozent oder US$ ‑54,6 Mio. zurückgegangen. Bei den digitalen Alben-Downloads konnte ein leichter Zuwachs von 2,4 Prozent oder US$ 28,7 Mio. verzeichnet werden. Insgesamt scheint es aber so zu sein, dass Streaming- und Subskriptionsangebote einen negativen Einfluss auf die Download-Verkäufe haben, auch dann, wenn Preissenkungen der großen Anbieter wie iTunes und Amazon berücksichtigt werden.

Die nachfolgende Detailanalyse zeigt nicht nur, wie sich in den USA der phonographische Markt in den letzten dreizehn Jahren digitalisiert hat, sondern auch wie sich das digitale Marktsegment seit 2005 grundlegend verändert hat.

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21
Okt
13

Is Streaming the Next Big Thing? – Was die KonsumentInnen wollen

Ob Musikstreaming „The Next Big Thing“ für die Musikindustrie sein wird, entscheiden letztendlich die KonsumentInnen. In den letzten Jahren wurden zahlreichen Studien zum Musikkonsumverhalten – meist von den Musikindustrieverbänden in Auftrag gegeben – durchgeführt, um das Potential von Musikstreaming abschätzen zu können. Für Musikstreaming-Services wie auch für UrheberInnen und Leistungsschutzberechtigte ist es essentiell zu wissen, ob Streaming-Services überhaupt bekannt sind, ob sie regelmäßig genutzt werden und ob die Bereitschaft besteht, von einem werbefinanzierten Freemium-Modell zu einem kostenpflichtigen Abo-Angebot zu wechseln. Die Ergebnisse dieser Studien liefern also wichtige Indikatoren nicht nur über das Musikkonsumverhalten, sondern generell für die zukünftige Entwicklung der Musikindustrie. Obwohl die Studien aufgrund unterschiedlicher methodischer Ansätze unterschiedliche und manchmal sogar widersprüchliche Ergebnisse liefern, bieten sie dennoch einen guten Einblick ins Musiknutzungsverhalten der KonsumentInnen im digitalen Zeitalter. In weiterer Folge möchte ich nun einige Studien besprechen, die in den letzten drei Jahren veröffentlicht wurden, und die sich zum Teil oder vollständig mit dem Musikstreaming beschäftigen.

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02
Okt
13

Is Streaming the Next Big Thing? – Die KünstlerInnen-Perspektive

Mitte Juli 2013 hat Radiohead-Frontmann Tom Yorke mit der Ankündigung, seinen Song-Katalog und jenen seiner Band Atoms For Peace vom Musikstreaming-Service Spotify abziehen zu wollen, für gehörigen Wirbel gesorgt. In einem Interview für die britische Tageszeitung The Guardian hat er dies sehr direkt mit „new artists get paid fuck all with this model“ begründet. Aber auch andere KünstlerInnen bliesen in gleich Horn wie Yorke. Die Mitautorin des Belinda Carlisle Hits „Heaven is a Place on Earth“, Ellen Shipley, beklagte sich laut Business Insider, dass ihr Pandora für 3 Mio. Plays ihres Songs US$ 40 ausbezahlt hat. Sie beschuldigt Pandora, Spotify and Google für „(…) the meager, insulting, outrageous amount of money songwriters are being paid“. Und in der Tat sind einige ganz große Namen nicht über Spotify verfügbar: The Beatles, AC/DC, The Eagles, Garth Brooks, George Harrison.

Es stellt sich somit die Frage, ob und wie Musikstreaming-Services für KünstlerInnen von Wert sein können? In weiterer Folge werde ich auf das Für und Wider der Streaming-Plattformen aus Sicht der Musikschaffenden eingehen.

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