Posts Tagged ‘Musikindustrie

11
Jan
17

Musikwirtschafts-Jour-fixe am 18.01.2017: Determining Factors on Digital Change in the Music Industries

Am Mi., 18. Januar 2017 findet im Kleinen SE-Raum des IKM (Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien) ab 18:30 der erste Musikwirtschafts-Jour-fixe des Jahres statt. Daniel Nordgård von der University of Agder/Norwegen wird ausgehend vom norwegischen Musikmarkt, der vom Musikstreaming dominiert wird, die zentralen Thesen seiner soeben fertig gestellten Dissertation „Determining Factors on Digital Change in the Music Industries“ präsentieren. Er hat dazu die seit 2007 von ihm mitorganisierten Kristiansand Roundtable-Gespräche wissenschaftlich ausgewertet, in denen MusikindustrieexpertInnen jährlich die Entwicklungen im Musikbusiness abseits der Öffentlichkeit und somit (selbst-)kritisch diskutieren. Dabei wurden nicht nur die unterschiedlichen Interessenlagen zwischen der Musikindustrie und Telekommunikations- sowie Technologiefirmen im digitalen Zeitalter, sondern auch zwischen den Akteuren des Musikbusiness selbst sichtbar.

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02
Dez
16

Das Schicksal der CD – eine internationale CD-Marktanalyse

Einer meiner ersten Blogbeiträge im März 2009 war mit „Der Tonträger ist tot! Es lebe der Musikdownload?“ betitelt. Diese Einschätzung hat sich nur zum Teil bewahrheitet. Die Vinyl-Schallplatte feiert gegenwärtig fröhliche Urständ und die CD ist in so manchen Märkten immer noch der wichtigste Umsatzträger. Dennoch gibt es Märkte, wie z.B. in Schweden, wo die CD fast bis zur wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit herabgesunken ist. Vinyl-Schallplatte und CD hatten in Schweden 2015 einen Anteil am phonografischen Umsatz von gerade einmal 12,4 Prozent. (IFPI 2016: 92). In Deutschland hingegen ist die CD immer noch wirtschaftlich relevant. Die Umsätze mit physischen Produkten erreichten 2015 einen Anteil von 60,0 Prozent. Es wurden insgesamt noch 83,6 Mio. Stück CD und 7,6 Mio. Stück andere Tonträger (vor allem Vinyl-Schallplatten) verkauft (ibid: 81). Dennoch ist auch in Deutschland der Weg der CD zum nostalgischen Sammelobjekt und in die wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit vorgezeichnet. Es nur eine Frage der Zeit, wie schnell sich dieser Prozess vollziehen wird. Eine internationale Analyse des CD-Marktes kann dabei Aufschluss darüber geben, welche unterschiedlichen Dynamiken in den einzelnen Ländern wirksam sind.

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01
Dez
16

Call-for-Papers: 8. Vienna Music Business Research Days, 12.-14. September 2017

Vom 12.-14. September 2017 finden nun bereits zum achten Mal die Vienna Music Business Research Days an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zum Thema „Unchaining the Digital Music Business“ statt. Die Digitalisierung hat nicht, wie prognostiziert, zu einer Verringerung von Marktmacht und Gatekeeping-Power geführt, sondern scheint, ganz im Gegenteil, das Blockbuster-Business zu befördern. Gleichzeitig fordern aber Innovationen wie Blockchain-Technologie die herrschenden Vermarktungsstrukturen heraus und ermöglichen  die Emanzipation der KünstlerInnen von Intermediären. Ob das der Fall sein wird oder ob sich der Konzentrationsprozess von Marktmacht durch neue Akteure wie Apple, Google und Amazon fortsetzen wird, steht bei den 8. Vienna Music BBusiness Research Days vom 12.-14. September zur Diskussion.

 

Neben diesem Hauptthema, das vor allem am letzten Konferenztag am 14.09.2017 behandelt wird, sind MusikwirtschaftsforscherInnen dazu aufgefordert, Paper Proposals zu verschiedensten Themen der Musikwirtschaftsforschung bis 31. März 2017 einzureichen.

Der Young Scholars‘ Workshop wendet sich dabei vor allem an Master- und PhD-Studierende, die ihre laufenden Forschungsarbeiten vorstellen und unter Anleitung von erfahrenen MentorInnen zur Diskussion stellen möchten: https://musicbusinessresearch.wordpress.com/young-scholars-workshop-2017/ und PDF-Version des Calls

Paper Proposals bitte bis 31.03.2017 an: viennamusicresearch@hmkw.de

 

Für WissenschafterInnen unterschiedlichster Disziplinen in der Post-doc-Phase besteht die Möglichkeit am 13.09.2017 im Rahmen des Conference Track Days ihre Forschungsergebnisse zu präsensieren: https://musicbusinessresearch.wordpress.com/vienna-music-business-research-days-2/ und PDF-Version des Calls

 

Paper Proposals bitte bis 31.03.2017 an: vmbrdays@gmail.com

 

Weitere wichtige Termine:

15. Mai 2017:               Notification of Acceptance

31. July 2017:               Frist für das Senden des Full Papers

12. September 2017:   Young Scholars‘ Workshop

13. September 2017:   Conference Track Day

14. September 2017:   Einladungskonferenztag zu “Unchaining the Digital Music Business?”

 

Konferenzgebühr für Conference Track-TeilnehmerInnen:

Early bird (bis 31.07.2017): EUR 175.-

Reguläre Gebühr: EUR 225.-

Einzahlungsfrist bis 31. August 2017

Die Teilnahme an allen 3 Konferentagen ist für TeilnehmerInnen im Young Scholars‘ Workshop kostenlos.

 

 

 

 

28
Jul
16

Das Musikbusiness in der Blockchain

Als Ende Oktober 2015 im Economist der Artikel „The Trust Machine. The Promise of the Blockchain“ erschienen ist, wurde eine interessierte Öffentlichkeit abseits der Bitcoin-Community auf das disruptive Potenzial der Technologie, die hinter der Kryptowährung steckt, aufmerksam. Folgeartikel erschienen in Mainstream-Medien und auch Anwendungsmöglichkeiten im Musikbusiness wurden offenbar, wie ein Beitrag in der Musikwoche vom 29. April belegt. In der Zwischenzeit ist auch schon ein erstes Buch „Blockchain Revolution“ (2016) von Don & Alex Tapscott erschienen, die im Kapitel 9 sehr ausführlich zum (revolutionären) Potenzial der Blockchain im Musikbusiness eingehen. In einem Musikwirtschafts-Jour-fixe am 5. Juni 2016 hat dann Shermin Voshmgir, die Gründerin des Blockchain-Hubs in Berlin, in einem Vortrag „Wie Blockchain & Smart Contracts die Musikbranche revolutionieren können“ (siehe pdf-Präsentation) Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain-Technologie aufgezeigt. In weiterer Folge versuche ich in diesem Beitrag ganz grundsätzlich zu erklären, was die Blockchain ist und welche Möglichkeiten sie für das Musikbusiness bietet.

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25
Jul
16

Der Boom des internationalen Musikstreaming-Marktes, 2011-2015

Im Vorjahr habe ich eine Analyse des internationalen Musikstreaming-Marktes für das Jahr 2014 auf Basis von IFPI-Daten publiziert. Da der globale Streamingmarkt weiterhin sehr dynamisch ist, habe ich die Analyse auf 2015 aktualisiert und auch noch die Marktdaten rückreichend bis 2011 ergänzt, um die Entwicklung dieses Marktsegments sichtbar zu machen. 2015 wurde mit Musikstreaming ein Gesamtumsatz (Abo- und werbefinanzierte Angebote) von US $2,89 Mrd. erzielt, was einem Wachstum von 42,5 Prozent gegenüber 2014 entspricht (IFPI 2016: 17). Damit ist der Musikstreaming-Markt fast genauso groß wie Musikdownload-Markt (US $2.97 Mrd.) (IFPI 2016: 49). Musikstreaming trägt mittlerweile 42 Prozent zum globalen phonografischen Markt bei. Allerdings macht eine länderspezifische Analyse große Unterschiede zwischen den nationalen Streaming-Märkten sichtbar. Während in Schweden bereits 66,5 Prozent aller phonografischen Umsätze mit Musikstreaming gemacht werden, sind es in Deutschland lediglich 11,4 Prozent. In Japan, dem immerhin zweitgrößten phonografischen Markt der Welt, macht Musikstreaming überhaupt nur 4,6 Prozent des Gesamtumsatzes aus. In weiterer Folge wird daher in der Analyse des internationalen Musikstreaming-Marktes die unterschiedliche Dynamik in den einzelnen nationalen Märkten für den Zeitraum 2011-2015 aufgezeigt.

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05
Jun
16

Wie Blockchain & Smart Contracts die Musikbranche revolutionieren können: Musikwirtschafts-Jour-fixe am 20. Juni 2016

Am 20. Juni 2016 haben wir ab 19:00 im Institut für Kulturmanagement und Gender Studies (Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien) Shermin Voshmgir, die Gründerin vom BlockchainHub in Berlin, zu uns zu Gast im Musikwirtschafts-Jour-fixe. Sie wird in ihrem Vortrag die Frage beantworten, wie Blockchain und Smart Contracts die Musikbranche revolutionieren können.

Wenn das Internet wie wir es heute kennen die Information revolutioniert hat, so hat Blockchain das Potential, den Wertaustausch zu revolutionieren. Dieser Vortrag wird eine Einführung in Blockchain, Smart Contracts und das Web 3.0, geben mit speziellem Augenmerk auf die Musikindustrie.

Blockchain ist eine neue Technologie der Verifizierung von Datentransaktionen. Es ist eine Form der Verteilung und Sicherung von Daten, auf deren Basis viele Funktionen zentral organisierter Informationssysteme in Zukunft dezentralisiert werden können. Auf Blockchain basierte Smart Contracts und dezentralisierte Anwendungen (dApps) ersetzen die herkömmlichen „Trusted 3rd Parties“ und machen Transaktionen unterschiedlichster Natur um ein vielfaches billiger, schneller und sicherer als herkömmliche zentralisierte Informationssysteme. Auch die Musikbranche ist davon betroffen. Dieser Vortrag wird eine Einführung in Blockchain, Smart Contracts und das Web 3.0, geben mit speziellem Augenmerk auf die Musikindustrie konkreten Anwendungsfällen wie Ujo Music, peertracks & bittunes.

 

Kurzbiografie

Shermin Voshmgir ist die Gründerin vom BlockchainHub in Berlin. Sie ist regelmässige Vortragende bei Veranstaltungen wie re:publica, ouishare fest, überall, CIOinside, European Forum Alpbach. Sie hat ihr Doktorat am Institut für Wirtschaftsinformatik der Wirtschaftsuniversität Wien geschrieben, wo sie auch einige Jahre als Universitätsassistentin arbeitete, und derzeit als externe Dozentin ein Blockchain Seminar leitet. Zusätzlich zu ihrem Wirtschaftsinformatik Studium hat sie auch die Filmschule in Madrid besucht. Ihre Filme waren unter anderem in Cannes und bei der dOCUMENTA zu sehen. Ihre Arbeitserfahrung reicht von Consulting, bis Internet Startups und der Kreativindustrie.

 

 

 

15
Apr
16

Kurzlehrgang Musikwirtschaft im WS 2016/17

Nach der erfolgreichen Premiere im WS 2015/16 findet in Kooperation zwischen der FH Kufstein und dem Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (IKM) der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien im WS 2016/17 das zweite Mal der zertifizierte Kurzlehrgang Musikwirtschaft statt. Nach dem Erfolgsrezept aus dem Vorjahr gibt es auch dieses Mal wieder

  • Vorträge von renommierten MusikmanagerInnen über die entscheidenden Institutionen und Wirkungsfelder der Musikbranche (Pop-Rock)
  • 6 mal 2 Wochenenden, abwechselnd in Wien (Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft Wien) und Kufstein, von Oktober bis Dezember 2016
  • eine optionale Exkursion zur Showcase-Konferenz MENT Ljubljana im Februar 2017
  • ein Zertifikat über 6 bzw. 7 ECTS

Hannes Tschürtz (ink music) hat den Lehrgang mit Esprit und Engagement konzipiert. Gelegenheit, den Lehrgang im persönlichen Gespräch besser kennen zu lernen, gibt es am 3.5. 17.00 im mica (Wien).

Der Lehrgang ist nicht wie die Studiengänge der FH Kufstein Tirol öffentlich gefördert, deshalb fällt eine Gebühr an – diese ist kostendeckend und nicht gewinnsüchtig berechnet:

  • Teilnahmegebühr EUR 1.490,00 (zzgl. 20% MwSt. + einmalige Prüfungsgebühr in Höhe von EUR 300,00)
  • Bei Anmeldung bis 17.04.2016 : Early Bird EUR 1.290,00 (zzgl. 20% MwSt. + einmalige Prüfungsgebühr in Höhe von EUR 300,00)

Weitere Details finden Sie hier https://www.fh-kufstein.ac.at/Studieren/Post-Graduate-Weiterbildung/Musikwirtschaft sowie im angehängten Flyer.

 




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