Posts Tagged ‘Musik-Abonnement

25
Jul
16

Der Boom des internationalen Musikstreaming-Marktes, 2011-2015

Im Vorjahr habe ich eine Analyse des internationalen Musikstreaming-Marktes für das Jahr 2014 auf Basis von IFPI-Daten publiziert. Da der globale Streamingmarkt weiterhin sehr dynamisch ist, habe ich die Analyse auf 2015 aktualisiert und auch noch die Marktdaten rückreichend bis 2011 ergänzt, um die Entwicklung dieses Marktsegments sichtbar zu machen. 2015 wurde mit Musikstreaming ein Gesamtumsatz (Abo- und werbefinanzierte Angebote) von US $2,89 Mrd. erzielt, was einem Wachstum von 42,5 Prozent gegenüber 2014 entspricht (IFPI 2016: 17). Damit ist der Musikstreaming-Markt fast genauso groß wie Musikdownload-Markt (US $2.97 Mrd.) (IFPI 2016: 49). Musikstreaming trägt mittlerweile 42 Prozent zum globalen phonografischen Markt bei. Allerdings macht eine länderspezifische Analyse große Unterschiede zwischen den nationalen Streaming-Märkten sichtbar. Während in Schweden bereits 66,5 Prozent aller phonografischen Umsätze mit Musikstreaming gemacht werden, sind es in Deutschland lediglich 11,4 Prozent. In Japan, dem immerhin zweitgrößten phonografischen Markt der Welt, macht Musikstreaming überhaupt nur 4,6 Prozent des Gesamtumsatzes aus. In weiterer Folge wird daher in der Analyse des internationalen Musikstreaming-Marktes die unterschiedliche Dynamik in den einzelnen nationalen Märkten für den Zeitraum 2011-2015 aufgezeigt.

Weiterlesen ‚Der Boom des internationalen Musikstreaming-Marktes, 2011-2015‘

30
Jun
15

Musikstreaming 2014 – eine internationale Marktanalyse

Das Geschäft mit dem Musikstreaming boomt – nicht zuletzt durch den internationalen Lauch von Apple Music am heutigen Tag. Aber bereits im aktuellen IFPI-Bericht „Recording Industry in Numbers 2014“ wird die IFPI-Geschäftsführerin Frances Moore mit den Worten zitiert: „Streaming is now a mainstream part of the modern music industry.“ (IFPI 2015: 5) Zur Bestätigung dafür kann die Statistik strapaziert werden. So stiegen die Einnahmen von Streaming-Abo-Angeboten um 39 Prozent und jene von werbefinanzierten Plattformen um 38,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2014 ist der globale Musikstreaming-Markt (Abo- und werbefinanziert) mit einem Volumen von US $2,2 Mrd. erstmals größer als der Markt für Singletrack-Downloads (IFPI 2015: 9). Musikstreaming ist bereits für fast ein Drittel aller weltweit getätigten Umsätze der phonografischen Industrie verantwortlich. Allerdings gibt es merkliche Unterschiede zwischen den Ländern. Während in Schweden der Anteil von Musikstreaming bereits um die 70 Prozent des gesamten phonografischen Marktes ausmacht, sind es in Deutschland lediglich 6,3 Prozent. In Japan, dem immerhin zweitgrößten Musikmarkt der Welt, hat Musikstreaming überhaupt erst einen Anteil von gerade einmal 3,2 Prozent.

In weiterer Folge soll nun die wirtschaftliche Relevanz von Musikstreaming im internationalen Vergleich untersucht werden. Weiterlesen ‚Musikstreaming 2014 – eine internationale Marktanalyse‘

21
Okt
13

Is Streaming the Next Big Thing? – Was die KonsumentInnen wollen

Ob Musikstreaming „The Next Big Thing“ für die Musikindustrie sein wird, entscheiden letztendlich die KonsumentInnen. In den letzten Jahren wurden zahlreichen Studien zum Musikkonsumverhalten – meist von den Musikindustrieverbänden in Auftrag gegeben – durchgeführt, um das Potential von Musikstreaming abschätzen zu können. Für Musikstreaming-Services wie auch für UrheberInnen und Leistungsschutzberechtigte ist es essentiell zu wissen, ob Streaming-Services überhaupt bekannt sind, ob sie regelmäßig genutzt werden und ob die Bereitschaft besteht, von einem werbefinanzierten Freemium-Modell zu einem kostenpflichtigen Abo-Angebot zu wechseln. Die Ergebnisse dieser Studien liefern also wichtige Indikatoren nicht nur über das Musikkonsumverhalten, sondern generell für die zukünftige Entwicklung der Musikindustrie. Obwohl die Studien aufgrund unterschiedlicher methodischer Ansätze unterschiedliche und manchmal sogar widersprüchliche Ergebnisse liefern, bieten sie dennoch einen guten Einblick ins Musiknutzungsverhalten der KonsumentInnen im digitalen Zeitalter. In weiterer Folge möchte ich nun einige Studien besprechen, die in den letzten drei Jahren veröffentlicht wurden, und die sich zum Teil oder vollständig mit dem Musikstreaming beschäftigen.

Weiterlesen ‚Is Streaming the Next Big Thing? – Was die KonsumentInnen wollen‘

30
Aug
13

Is Streaming the Next Big Thing? – Die Label-Perspektive

Der Vorsitzende der britischen Beggars Group, Martin Mills, gab jüngst in einem Interview für den Guardian zu Protokoll, dass 2012 „(…) 22% of the label group’s digital revenues came from streaming – and that the majority of its artists earn more now from track streams than track downloads.“. Obwohl keine Absolutwerte genannt wurden, kann dennoch davon ausgegangen werden, dass die Einnahmen der Labelgruppe aus dem Streaminggeschäft angesichts eines Künstlerrosters mit Adele, Jack White und The xx beachtlich sind.

In einer Mitgliederbefragung der weltweit agierenden Lizenzierungsagentur Merlin, die mehr als 20.000 Indie-Label wie z.B. Beggars Group/XL Recordings, Rough Trade, Naïve, Tommy Boy, Cooking Vinyl und Naxos vertritt, zeigt auf, dass „92% of respondents saw streaming and subscription revenues grow between 2011 and 2012, with a third enjoying increases of more than 100%“, wie die britische Branchenzeitschrift Musicweek kürzlich berichtete. In derselben Studie wird zudem gezeigt, dass 24% der Indies 2012 bereits mehr Einnahmen aus dem Streaming bezogen haben als von Musik-Downloads. Bei den europäischen Indies waren es sogar 30%, die mehr mit Streaming als mit Downloads verdienten.

Diese Zahlen scheinen zu belegen, dass Musikstreaming für die Labels zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden ist. In weiterer Folge soll nun das wirtschaftliche Potential von Musikstreaming und das dahinter liegende Geschäftsmodell aus Sicht der Labels genauer unter der Lupe genommen werden.

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16
Mai
13

Is Streaming the Next Big Thing? – eine internationale Marktanalyse

Is Streaming the ‚Next Big Thing‘? – eine internationale Marktanalyse

Nach Jahren rückläufiger Umsätze in der phonografischen Industrie, ist seit Kurzem wieder Optimismus angesagt. Im jüngsten Jahresbericht der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI 2013) wird für 2012 der erste wenn auch nur leichte globale Umsatzzuwachs von 0,9% seit 1999 vermeldet. Erstmals konnten die sinkenden Umsätze von CDs und anderen physischen Formaten durch Zuwächse im digitalen Geschäft wettgemacht werden. Dafür werden vor allem die Streamingangebote verantwortlich gemacht, die sich seit einiger Zeit wachsender Beliebtheit erfreuen. Spotify, Deezer & Co. verzeichnen jährlich steigende Nutzerzahlen, die Streaming zum derzeit zstärksten wachsenden Segment am phonografischen Markt machen.

Was es mit dem Boom von Musikstreamingangeboten auf sich hat, welche Geschäftsmodelle dahinterstehen, wie die Musikkonsumenten darauf regieren und ob und wie Labels & Verlage sowie MusikerInnen davon profitieren, soll in dieser mehrteiligen Serie mit dem Titel „Is Streaming the ‚Next Big Thing‘?“ nachgegangen werden. Im Teil 1 der Serie wird die Entwicklung des digitalen Musikmarktes in verschiedenen Ländern mit besonderer Rücksicht auf den Streamingmarkt untersucht.

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31
Mrz
10

Neue Geschäftsmodelle in der Musikindustrie: REBEAT

REBEAT ist das Ergebnis einer Verärgerung. Denn Günter Loibl wollte, nachdem iTunes in Österreich online gegangen war, seine Musik dort hineinstellen und fand, dass das Procedere sehr umständlich war. Und bei anderen Portalen wie Musicload oder OD2 war es auch nicht anders. So entschied er, eine Software programmieren zu lassen, die es ermöglicht, ohne großen Aufwand die digitalen Musikfiles bei diversen Musik-Onlineshops hinauf laden zu können. Finanziert durch einen Investitionszuschuss der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) war nach zwei Jahren Entwicklungszeit 2007 der Prototyp der Software fertig gestellt und war so einfach zu bedienen, dass nichts mehr einem kommerziellen Einsatz im Wege stand. Ohne Marketingbudget aber mit viel Überzeugskraft gelang es dem Tullner Jungunternehmer viele Label und Musikschaffende von den Vorzügen der Software zu überzeugen. Bis dato haben 1.736 Label aber auch Verlage, Aufnahmestudios und MusikerInnen die Möglichkeit genutzt über REBEAT bei derzeit rund 300 Online- und Mobilemusikplattformen ihre Produkte zum Kauf anzubieten.

Präsentation von Günter Loibl im Rahmen des Musikwirtschafts-Jour-fixe am 31. März 2010

Wie REBEAT genau funktioniert und welches Geschäftsmodell dahinter steht, kann hier nachgelesen werden. Weiterlesen ‚Neue Geschäftsmodelle in der Musikindustrie: REBEAT‘

26
Mrz
10

Neue Geschäftsmodelle in der Musikindustrie: Magnatune

Magnatune ist ein in Berkeley, Kalifornien beheimatetes Online-Label, das 2003 von John Buckman gegründet wurde, um den damals üblichen Geschäftsmodelle eine Alternative entgegen zu setzen. So haben die MusikkonsumentInnen die Möglichkeit sämtliche Tracks in vollem Umfang und in guter Qualität via Stream Probe zu hören, bevor sie gegen ein Flatrate von US$ 15 pro Monat den gesamten Katalog von derzeit 738 Alben mit 10.048 Einzeltracks per Download erwerben können. Die Musikauswahl reicht dabei von elektronischer Musik über New Age, World, Klassik, Jazz, Blues, Metal & Punk bis hin zu Rock und Pop, wobei es sich in allen Genres um Nischenrepertoire von noch wenig bekannten KünstlerInnen handelt. Die Tracks sind DRM-frei in diversen digitalen Formaten (WAV, MP3, OGG, FLAC und AAC) verfügbar. Das impliziert natürlich auch, dass die Files weitergegeben und getauscht werden können und Magnatune fordert seine KundInnen sogar auf das zu tun. Die MusikerInnen können ihre Musik unter Creative Commons Lizenz verfügbar machen und erhalten im Gegenzug dafür 50% aller Umsätze. Die Vereinbarung bezieht sich dabei immer nur auf den einzelnen Titel und ist nicht-exklusiv. Magnatune bietet also ein kommerzielles Musik-Flatratemodell an, bei dem die KundInnen nicht nur DRM-frei Musik downloaden können, sondern die erworbenen Titel vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen (z.B. über die eigene Website, über Facebook oder Twitter, aber auch über P2P-Tauschbörsen) sowie auch Bearbeitungen des Werks wie auch des Werkinhalts vornehmen dürfen, sofern die Namensnennung der UrheberInnen erfolgt und keine kommerzielle Absichten verfolgt werden. Weiterlesen ‚Neue Geschäftsmodelle in der Musikindustrie: Magnatune‘




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