Posts Tagged ‘Label

30
Aug
13

Is Streaming the Next Big Thing? – Die Label-Perspektive

Der Vorsitzende der britischen Beggars Group, Martin Mills, gab jüngst in einem Interview für den Guardian zu Protokoll, dass 2012 „(…) 22% of the label group’s digital revenues came from streaming – and that the majority of its artists earn more now from track streams than track downloads.“. Obwohl keine Absolutwerte genannt wurden, kann dennoch davon ausgegangen werden, dass die Einnahmen der Labelgruppe aus dem Streaminggeschäft angesichts eines Künstlerrosters mit Adele, Jack White und The xx beachtlich sind.

In einer Mitgliederbefragung der weltweit agierenden Lizenzierungsagentur Merlin, die mehr als 20.000 Indie-Label wie z.B. Beggars Group/XL Recordings, Rough Trade, Naïve, Tommy Boy, Cooking Vinyl und Naxos vertritt, zeigt auf, dass „92% of respondents saw streaming and subscription revenues grow between 2011 and 2012, with a third enjoying increases of more than 100%“, wie die britische Branchenzeitschrift Musicweek kürzlich berichtete. In derselben Studie wird zudem gezeigt, dass 24% der Indies 2012 bereits mehr Einnahmen aus dem Streaming bezogen haben als von Musik-Downloads. Bei den europäischen Indies waren es sogar 30%, die mehr mit Streaming als mit Downloads verdienten.

Diese Zahlen scheinen zu belegen, dass Musikstreaming für die Labels zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden ist. In weiterer Folge soll nun das wirtschaftliche Potential von Musikstreaming und das dahinter liegende Geschäftsmodell aus Sicht der Labels genauer unter der Lupe genommen werden.

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15
Mai
13

On the Performance of Record Labels – Zusammenfassung des Musikwirtschafts-Jour-fixe vom 14. Mai 2013

Am 14. Mai 2013 fand am Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (IKM) der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien der Musikwirtschafts-Jour-fixe zum Thema „The Performance of Record Labels“ statt. Prof. Montoro-Pons von der Universität Valencia präsentierte dabei erste und noch sehr vorläufige Ergebnisse einer Studie, in der die Determinanten des Gewinns von Plattenlabels identifiziert werden sollen.

Die Präsentationsfolien können hier heruntergeladen werden: The Performance of Record Labels

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02
Mrz
13

MICA-Workshop-Reihe „Überleben im Musikbusiness“

Am 5. März 2013 startet im Music Information Center Austria (MICA, Stiftgasse 29, 1070 Wien) eine Workshop-Reihe unter dem Titel „Überleben im Musikbusiness“. Am 5.3./6.3. dreht sich der Workshop um die Frage des Urheberrechts und der Musikerverträge. Am 12.3. steht das Thema Selbstvermarktung/Promotion vor allem über Social Media Netzwerke am Programm. Der 19.3. ist dem Thema Live-Business gewidmet und am 26.3. wird das Veröffentlichen von Musik in Eigenregie bzw. über ein Label genauer beleuchtet. Unter der Anleitung der MICA-MitarbeiterInnen werden namhafte PraktikerInnen aus dem Musikbusiness die Vortragenden in den Workshops sein.

Die Workshops finden stets von 17.00-19.30 im MICA (Stiftgasse 29, 1070 Wien) statt. Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos, aber um Anmeldung wird gebeten: 01-521 04 0 oder office@musicaustria.at

Alle weiterführenden Informationen können auf der MICA-Homepage nachgelesen werden.

23
Okt
12

A&R-Management im digitalen Paradigmenwechsel – Zusammenfassung des Musikwirtschafts-Jour-fixe vom 16. Oktober 2012

Am 16. Oktober 2012 fand am Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (IKM) der Musikwirtschafts-Jour-fixe zum Thema „A&R-Management im digitalen Paradigmenwechsel“ statt. Mag. Robert Klembas fasste dabei die Kernergebnisse seiner gerade fertig gestellten Dissertation zu diesem Thema zusammen. Die zentralen Erkenntnisse der Arbeit sind, dass das A&R-Management zwar weiter eine wichtige Kernfunktion eines Labels ist, dass aber neue Praktiken wie z.B. das Crowdsourcing und Casting-Shows Einzug in die digitale Musikwelt gehalten haben.

Die Präsentation kann hier herunter geladen werden.

Ein Zusammenfassung, erstellt von Robert Klembas, ist hier verfügbar.

16
Sep
11

Schutzfristverlängerung für Tonaufnahmen in der EU von 50 auf 70 Jahre – Eine ökonomische Folgenabschätzung

Am 12. September 2011 hat der Ministerrat der Europäischen Union der Verlängerung der Schutzfrist für Leistungsschutzrechte an Tonaufnahmen von 50 auf 70 Jahre zugestimmt, nachdem die Europäische Kommission 2008 einen Richtlinienvorschlag – allerdings mit einer Schutzfristverlängerung auf 95 Jahre – eingebracht hat, der 2009 vom Europäischen Parlament in Form einer Verlängerung der Schutzfrist auf 70 Jahre beschlossen wurde. Nun sind die EU-Mitgliedsstaaten gefordert, innerhalb von zwei Jahren die Richtlinie zur Schutzfristverlängerung in nationales Recht umzusetzen.

Die Verlängerung der Schutzfristen für Tonaufnahmen wurde erwartungsgemäß von den Interessensvertreter/innen der Musikindustrie begrüßt. In einer ersten Stellungnahme sprach der kürzlich zum IFPI-Chairman ernannte Plácido Domingo von einer guten Nachricht für die Musik-Interpret/innen, “(…) which reflects the important role performers play in success of songs by narrowing the gap between the protection offered to recorded performances and that offered to compositions.” IFPI-Geschäftsführerin Frances Moore fügte hinzu, dass “[t]he extension of the term of protection to 70 years (…) improves the conditions for investment in new talent.” Auch der Manager der irischen Pop-Formation U2 und Björn Ulvaeus von ABBA begrüßen in ihren Stellungnahmen die Entscheidung des EU-Rates.[1]

Die neue Schutzfristen-Richtlinie stößt aber nicht nur auf ungeteilte Zustimmung, sondern wird auch heftig von Open-Source-Aktivisten kritisiert. Aber nicht nur von diesen. Ein Großteil der renommiertesten Rechts- und Wirtschaftswissenschafter/innen, die sich mit Fragen des geistigen Eigentums auseinander setzen, spricht sich gegen die Verlängerung der Schutzfrist aus. In einem Statement gegenüber dem EU Parlament im Jahr 2008, spricht sich, angeführt von den renommiertesten IP-Forschungsstätten in der EU, das Who-is-Who der IP-Expert/innen, darunter auch die beiden Nobelpreisträger James Mirrlees und Kenneth Arrow, deutlich gegen eine Schutzfristenverlängerung aus, die lediglich ineffiziente Monopolrechte unnötiger Weise verlängere.[2]

Das wirft natürlich die Frage nach den ökonomischen Wirkungen der Schutzfristverlängerung auf. In diesem Beitrag wird eine wirtschaftliche Folgenabschätzung auf Basis der ökonomischen Theorie unternommen.

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