Posts Tagged ‘Interpret

20
Apr
17

Die Musikstreaming-Ökonomie – ein Einblick

Anfang April 2017 haben das Musikstreamingservice Spotify und die Universal Music Group einen neuen Lizenzvertrag ausgehandelt, von dem bekannt wurde, dass Spotify niedrigere Lizenzentgelte an den Musik-Major zahlen muss, im Gegenzug aber zugestimmt hat, sich an von Universal vorgegebene Wachstumsziele im Subskriptionssegment zu halten.[1] Zwar wurden keine Details zu diesem Deal bekannt gegeben, aber es lässt sich auf Basis der Publikation „Dissecting the Digital Dollar“ des International Music Managers Forum (IMMF) rekonstruieren, wie die neue Musikstreaming-Ökonomie funktioniert und wer dabei die Nutznießer sind, wie in der Folge noch näher ausgeführt wird.

 

Ein Interview von mir zu diesem Thema fürs Deutschlandradio kann übrigens hier nachgehört werden: http://www.deutschlandradiokultur.de/musik-im-internet-das-ende-des-kostenfreien-streamings.2177.de.html?dram:article_id=383839

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16
Sep
11

Schutzfristverlängerung für Tonaufnahmen in der EU von 50 auf 70 Jahre – Eine ökonomische Folgenabschätzung

Am 12. September 2011 hat der Ministerrat der Europäischen Union der Verlängerung der Schutzfrist für Leistungsschutzrechte an Tonaufnahmen von 50 auf 70 Jahre zugestimmt, nachdem die Europäische Kommission 2008 einen Richtlinienvorschlag – allerdings mit einer Schutzfristverlängerung auf 95 Jahre – eingebracht hat, der 2009 vom Europäischen Parlament in Form einer Verlängerung der Schutzfrist auf 70 Jahre beschlossen wurde. Nun sind die EU-Mitgliedsstaaten gefordert, innerhalb von zwei Jahren die Richtlinie zur Schutzfristverlängerung in nationales Recht umzusetzen.

Die Verlängerung der Schutzfristen für Tonaufnahmen wurde erwartungsgemäß von den Interessensvertreter/innen der Musikindustrie begrüßt. In einer ersten Stellungnahme sprach der kürzlich zum IFPI-Chairman ernannte Plácido Domingo von einer guten Nachricht für die Musik-Interpret/innen, “(…) which reflects the important role performers play in success of songs by narrowing the gap between the protection offered to recorded performances and that offered to compositions.” IFPI-Geschäftsführerin Frances Moore fügte hinzu, dass “[t]he extension of the term of protection to 70 years (…) improves the conditions for investment in new talent.” Auch der Manager der irischen Pop-Formation U2 und Björn Ulvaeus von ABBA begrüßen in ihren Stellungnahmen die Entscheidung des EU-Rates.[1]

Die neue Schutzfristen-Richtlinie stößt aber nicht nur auf ungeteilte Zustimmung, sondern wird auch heftig von Open-Source-Aktivisten kritisiert. Aber nicht nur von diesen. Ein Großteil der renommiertesten Rechts- und Wirtschaftswissenschafter/innen, die sich mit Fragen des geistigen Eigentums auseinander setzen, spricht sich gegen die Verlängerung der Schutzfrist aus. In einem Statement gegenüber dem EU Parlament im Jahr 2008, spricht sich, angeführt von den renommiertesten IP-Forschungsstätten in der EU, das Who-is-Who der IP-Expert/innen, darunter auch die beiden Nobelpreisträger James Mirrlees und Kenneth Arrow, deutlich gegen eine Schutzfristenverlängerung aus, die lediglich ineffiziente Monopolrechte unnötiger Weise verlängere.[2]

Das wirft natürlich die Frage nach den ökonomischen Wirkungen der Schutzfristverlängerung auf. In diesem Beitrag wird eine wirtschaftliche Folgenabschätzung auf Basis der ökonomischen Theorie unternommen.

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01
Dez
10

Musikwirtschaft und Urheberrecht – ein Essay

Das Urheberrecht ist eine feine Einrichtung. Seit seiner flächendeckenden Einführung im frühen 20. Jahrhundert bietet es den Urheber/innen einen exklusiven Schutz vor missbräuchlicher Verwendung ihres Werkschaffens und sorgt darüber hinaus auch dafür, dass die Früchte aus der wirtschaftlichen Verwertung der Werke ihnen zufließen. Damit vor allem die vermögensrechtlichen Befugnisse effektiv ausgeübt werden können, haben sich Urheber/innen und die Verleger/innen zu genossenschaftlichen Verbänden, den Verwertungsgesellschaften, zusammengeschlossen, um kollektiv die eingeräumten Rechte wahrnehmen zu lassen. Weiterlesen ‚Musikwirtschaft und Urheberrecht – ein Essay‘




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