Posts Tagged ‘IJMBR

30
Okt
19

International Journal of Music Business Research – Oktober 2019, Vol. 8, No. 2

In der Oktober-Ausgabe sind dieses Mal drei Artikel versammelt, die die gesamte Breite der Musikwirtschaftsforschung aufzeigen. Im ersten Beitrag „Achievement in the South Korean Music Industry“ von Björn Boman von der Universität Stockholm wird das Produktionssystem von K-Pop und dahinter liegenden Industriestrukturen genauer analysiert.

Im zweiten Artikel „Giving In: Crowdfunding for musical concerts in India“ zeigen die Autoren Anirudh Tagat, Hansika Kapoor & Anurag Tagat auf, welche Rolle Crowdfunding für die Organisation von Musikfestivals in Indien spielen.

Im dritten und letzten Beitrag der Oktober-Ausgabe untersucht Tamara Golicnik von Universität Ljubliana die Anwendbarkeit des Controlling-Instruments der Balanced Scorecard für freischaffende PianistInnen.

Diese Journal-Ausgabe wird durch die Buchbesprechung von Martin Ivan Mikulik zu „Spotify Teardown: Inside the Black Box of Streaming Music“ (Maria Eriksson, Rasmus Fleischer, Anna Johansson, Pelle Snickars & Patrick Vonderau) abgerundet.

 

Volume 8, no 2, Oktober 2019

Editorial by Guy Morrow, pp. 4-5

Björn Boman: Achievement in the South Korean Music Industry, S. 6-26

Anirudh Tagat, Hansika Kapoor & Anurag Tagat: Giving In: Crowdfunding for musical concerts in India, S. 27-52

Tamara Goličnik: Balanced Scorecard as a pianist’s tool for the implementation and control of business strategies, S. 53-79

Book review by Martin Ivan Mikulik: Spotify Teardown: Inside the Black Box of Streaming Music by Maria Eriksson, Rasmus Fleischer, Anna Johansson, Pelle Snickars & Patrick Vonderau, S. 80-82

 

18
Apr
19

International Journal of Music Business Research – April 2019, Vol. 8, No. 1

Die April-Ausgabe des International Journal of Music Business Research (IJMBR) öffnet mit dem Artikel “Digital enabled experience – the listening experience in music streaming”. Bård Tronvoll, Professor für Marketing an der Business School of Inland Norway University of Applied Sciences, analysiert darin die soziale Bedingtheit von Musikhören auf Musikstreamingplattformen wie Spotify.

Der zweite Artikel – “An analysis of ticket pricing in the primary and secondary concert marketplace” – von Terrance Tompkins der Hofstra University in New York City nimmt jene Faktoren genauer unter die Lupe, die zur Preisbestimmung von Konzertkarten im primären und sekundären Ticket-Markt führen.

Silvia Donker, die mit ihrem Beitrag den Young Scholars’ Workshop der 9. Vienna Music Business Research Days 2018 gewonnen hat, analysiert im dritten Beitrag “Networking data. A network analysis of Spotify’s socio-technical related artist network” in einer Netzwerkstudie wie die niederländische Drum & Bass Band Noisia in Spotifys Artist Releated Network eingebettet ist und welche Wechselwirkungen zu anderen Act und Genres bestehen.

Diese Ausgabe wird mit der Besprechung des Buches “The Music Business and Digital Impacts. Innovations and Disruptions in the Music Industries” von Daniel Nordgård, beschlossen, das als Band 1 der Buchreihe Music Business Research bei Springer erschienen ist.

 

Volume 8, no 1, April 2018

Editorial by Peter Tschmuck, S. 4-5

Bård Tronvoll: Digital enabled experience – listening experience in music streaming, S. 6-38

Terrance Tompkins: An analysis of ticket pricing in the primary and secondary concert marketplace, S. 39-66

Silvia Donker: Networking data. A network analysis of Spotify’s sociotechnical related artist network, S. 67-101

Buchbesprechung von Peter Tschmuck: The Music Business and Digital Impacts. Innovations and Disruptions in the Music Industries von Daniel Nordgård, S. 102-105

 

 

20
Mrz
19

10 Jahre Blog zur Musikwirtschaftsforschung

Am 20. März 2009 ging um 11:20 (MEZ) mit dem lapidaren Text „In diesem Blog werden die aktuellen Entwicklungen in der Musikwirtschaft aus einer wissenschaftlichen Perspektive beleuchtet und kommentiert. Alle Interessierten sind dazu eingeladen einen Beitrag zu leisten“ der Blog zur Musikwirtschaftsforschung online. Die Folgen dieses Mausklicks waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar. Der Blog wurde zu einem Kristallisationspunkt der Musikwirtschaftsforschung, die sich als Inter-Disziplin in den Folgejahren formieren sollte. Der unglaubliche Erfolg des Blogs, der sich in steigenden Zugriffszahlen aus aller Welt niederschlug (derzeit rund 393.000), hat mich dazu ermutigt, ein Jahr später auch einen englisch-sprachigen Blog – Music Business Research Blog – zu starten. Damit konnte die Sprachgrenze überschritten und ein internationales Publikum an musikwirtschaftlichen Fragen Interessierten erreicht werden. Im selben Jahr noch wurden mit den Vienna Music Business Research Days an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien eine internationale Konferenz-Plattform für den inter-disziplinären Austausch zur musikwirtschaftlichen Forschung geschaffen, die dieses Jahr zum zehnten Mal vom 11.-13. September 2019 stattfinden wird. Ein Jahr später wurde zwecks Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Young Scholars‘ Workshop im Rahmen des Konferenz ins Leben gerufen, der einen geschützten Diskursraum für wissenschaftliche Arbeiten auf Master- und PhD-Niveau bietet. Ein weiterer Meilenstein war die Etablierung der International Journal of Music Business Research (IJMBR), dessen erste Ausgabe im Oktober 2012 hier im Blog online gegangen ist. Seitdem haben viele ForscherInnen zur Musikwirtschaft ihre Ergebnisse in wissenschaftlichen Artikeln publiziert, die einem Double-Blind-Peer-Review-Prozess durchlaufen haben. Damit war die Grundlage zur Gründung einer internationalen Gesellschaft zur Musikwirtschaftsforschung – der International Music Business Research Association (IMBRA) – im Jahr 2016 gelegt, die mittlerweile zahlreiche individuelle und institutionelle Mitglieder aus aller Welt vernetzt. Trotz des Erreichten gibt es noch viel zu tun: Das Journal muss weiter professionalisiert werden, die IMBRA hat Potenzial weiter zu wachsen und die Vienna Music Business Research Days können noch zusätzliche Publikumsschichten ansprechen.

Der Blog zur Musikwirtschaftsforschung wird weiterhin dazu einen Beitrag leiten und zusätzlich mit Analysen die Entwicklungen in der Musikwirtschaft besser verständlich machen. Darüber hinaus wird der Blog als wichtige Recherche-Plattform mit der Buchbibliografie, der Artikeldatenbank und einer Datenbank für wissenschaftliche Arbeiten fungieren.

Da der Blog durch die 381 Beiträge mit der Zeit unübersichtlich geworden und es trotzdem lohnend ist, auch ältere Blog-Posts zu lesen, habe ich zum 10-jährigen Blog-Jubiläum ein thematisches Verzeichnis über die analytischen Beiträge angelegt, um sie besser auffindbar zu machen. Ein Buch, in dem alle diese Artikel übersichtlich zusammengestellt sind, wird in Kürze folgen.

Eine anregende Lektüre des Blogs auch in den nächsten Jahren wünscht PETER!

31
Dez
18

Die Musikwirtschaftsforschung 2018 – ein Jahresrückblick

Liebe Leserinnen und Leser des Blogs zur Musikwirtschaftsforschung,

Das Highlight aus musikwirtschaftlicher Perspektive war 2018 sicherlich der Börsengang von Spotify am 3. April, der von der Investoren anfänglich euphorisch begrüßt wurde. Spotify übertraf mit einem Börsenkurs von US $166 und einer Marktkapitalisierung von US $26,5 Mrd. alle Erwartungen.[1] In weiterer Folge kletterte der Aktienkurs des schwedischen Musikstreamingdienstes bis Ende Juli auf einen historischen Höchstwert von US $196 pro Aktie, was einer Marktkapitalisierung von US $35,3 Mrd. entsprach. In der Zwischenzeit ist allerdings der Kurs der Spotify-Aktien um mehr als 40 Prozent eingebrochen und derzeit ist das Unternehmen an der Börse „nur“ noch US $20,6 Mrd. wert.[2] Dieser Wertverlust kann allerdings nur teilweise auf das allgemein schlechte Börsenumfeld sinkender Kurse zurückgeführt werden. So hat der Standard & Poors-Aktienindex im selben Zeitraum lediglich 11,7 Prozent an Wert verloren. Es scheint, dass die Investoren Zweifel am Spotifys Geschäftsmodell haben. Trotz eines Anstiegs der Zahl der Premium-Abos auf 83 Mio. und der monatlich aktiven NutzerInnen auf 109 Mio. am Ende des 3. Geschäftsquartals, weist der Streamingdienst einen steigenden Jahresverlust aus.[3] Die Musik-Majors (ausgenommen die Universal Music Group) sowie die Indie-Label-Lizenzagentur MERLIN haben jedenfalls schon knapp nach dem Börsengang ihre Unternehmensanteile an Spotify mit Gewinn verkauft. Es sind also vor allem die Major Companies sowie die großen Indie-Labels, die vom Boom am Musikstreamingmarkt profitieren, der 2017 weltweit um 41,1 Prozent auf US $6,6 Mrd. angewachsen ist.[4] Ausführliche Analysen der wirtschaftlichen Performance der Universal Music Group und der Warner Music Group zeigen jedenfalls steigende Umsätze und Gewinne, die in erster Linie auf das Musikstreaming zurückzuführen sind.

Abseits von Spotify und dem Musikstreamingboom, möchte ich noch an folgende relevanten Musikbusiness-Themen des Jahres 2018 erinnern:

  • Vivendis Pläne, zumindest 50 Prozent der Universal Music Group an Liberty Media (Eigentümerin der Sirius XM Radio Inc.) zu verkaufen, die 2018 einen Kontrollanteil am US-Musikstreamingdienst Pandora erworben hat,
  • die Ankündigung der chinesischen Tencent Holdings, ihr Tochterunternehmen Tencent Music Entertainment Group an die New York Stock Exchange zu bringen,
  • die In-Kraft-Setzung des US Music Modernization Acts
  • und der andauernde Kampf zu Artikel 13 der noch nicht beschlossenen EU Copyright Directive.

Weiterlesen ‚Die Musikwirtschaftsforschung 2018 – ein Jahresrückblick‘

27
Apr
18

International Journal of Music Business Research – April 2018, Vol. 7, No. 1

Der erste Beitrag dieser Ausgabe des International Journals of Music Business Research (IJMBR), “Exploring bounty and spread: key changes in the Danish music streaming economy” von Rasmus Rex Pedersen untersucht die Transformation von einem Besitzmodell zu einem Zugangsmodell für Musik anhand der Musikstreamingökonomie in Dänemark. Der zweite Artikel “Blockchain: A new opportunity for record labels” von Opal Gough zeigt auf, welche Möglichkeiten die Blockchain-Technologie für Unternehmen der phonografischen Industrie bietet und wie dadurch Effizienzsteigerungen erzielt werden können.  Der abschließende Artikel “Compulsory licensing in Ecuador’s music industry: A daring strategy within the new intellectual property law in order to regulate music piracy” von Abner Pérez Marín befasst sich mit einem 2016 in Ecuador in Kraft gesetzten Gesetz zur Bekämpfung der grassierenden Musikpiraterie, dem Código Ingenios. Daniel Nordgårds Buchbesprechung von “Digital Music Distribution: The sociology of online music streams ” von Hendrik Storstein Spilker rundet die April-Ausgabe des IJMBR ab.

 

Volume 7, No. 1, April 2018

Editorial von Dennis Collopy, S. 4-5

Rasmus Rex Pedersen: Exploring bounty and spread: key changes in the Danish music streaming economy, S. 6-25

Opal Gough: Blockchain: A new opportunity for record labels, S. 26-44

Abner Pérez Marín: Compulsory licensing in Ecuador’s music industry: a daring strategy within the new intellectual property law in order to regulate music piracy, S. 45-71

Buchbesprechung von Daniel Nordgård: Digital Music Distribution: The sociology of online music streams von Hendrik Storstein Spilker, S. 72-74

 

 

31
Dez
17

Die Musikwirtschaftsforschung 2017 – ein Jahresrückblick

Liebe Leserinnen und Leser des Blogs zur Musikwirtschaftsforschung,

Das Musikwirtschaftsjahr 2017 stand ganz im Zeichen des Musikstreamings. In vielen Märkten wurden die Einnahmen aus Streaming zur wichtigsten Ertragsquelle für die phonografische Industrie. Eine Marktanalyse für die USA zeigt, dass bereits 2016 die MusikkonsumentInnen das erste Mal mehr für werbe- sowie abo-finanzierte Musikstreamingangebote (US$ 3,9 Mrd.) ausgegeben haben als für CDs, Downloads und Klingeltöne (US$ 3,5 Mrd.). Eine ähnliche Entwicklung zeichnete sich auch in Großbritannien ab. Eine Langfristanalyse des britischen Marktes zeigt, dass nach Jahren der Rückgänge die phonografischen Umsätze 2016 dank Musikstreamingboom erstmals wieder gestiegen sind. So hat der Zugewinn von £103 Mio. im Musikstreamingsegment nicht nur den Verlust von £5,8 Mio. bei den Tonträgerverkäufen kompensiert, sondern auch den Rückgang von £56 Mio. bei den Musikdownload-Umsätzen. Auch wenn für 2017 noch keine Daten vorliegen, kann davon ausgegangen werden, dass sich der Streamingboom ungebremst fortgesetzt hat und nun auch Märkte erreicht hat, die noch stark vom physischen Produkt – z.B. Deutschland und Österreich – geprägt sind.

Das Anwachsen des Musikstreamingkuchens hat aber dazu geführt, dass damit auch die Begehrlichkeiten der Rechteinhaber größer geworden sind. So geht der Verteilungsschlüssel – 55-60 Prozent der Einnahmen an die Labels und 10-15 Prozent an die Musikverlage – noch auf die die Logik der CD-Vermarktung zurück, als den Labels höhere Kosten durch Herstellung, Vertrieb und Marketing entstanden sind. Die Kosten sind aber im digitalen Zeitalter für die Labels stark gesunken, was die Verlage veranlasst hat, einen höheren Anteil am Streamingkuchen einzufordern. Aber auch die Unterscheidung zwischen dem Vervielfältigungsrecht und dem Zurverfügungstellungsrecht (Onlinerecht) bezüglich der Verlagsrechte hat zu einer Verteilungsdiskussion geführt, wie ich in einem Beitrag analysiert habe. So zahlt beispielsweise die britische Verwertungsgesellschaft PRS 50 Prozent der Einnahmen aus der Wahrnehmung des Onlinerechts direkt an die UrheberInnen aus und die anderen 50 Prozent an die Verlage, wohingegen die Einnahmen aus der Auswertung des Vervielfältigungsrechts zu 100 Prozent an die Verlage bezahlt wird, und diese dann vertragskonform die Tantiemen an die UrheberInnen ausschütten, was aber i.d.R. weniger als 50 Prozent der Einnahmen ist. Aus Sicht der KünstlerInnen ist es also vorteilhafter, wenn Musikstreaming nach dem Online- und nicht nach dem Vervielfältigungsrecht abgerechnet wird, was aber noch strittig ist. Jedenfalls zeigt der Streamingboom auch, dass die KünstlerInnen am wenigsten von der Streamingökonomie profitieren.

Weiterlesen ‚Die Musikwirtschaftsforschung 2017 – ein Jahresrückblick‘

26
Okt
17

International Journal of Music Business Research – Oktober 2017, Vol. 6, No. 2

Der erste Artikel der aktuellen Ausgabe des International Journal of Music Business Research (IJMBR), Innovation in the arts – lessons from the creation of Dalhalla” von Per Frankelius von der Linköping Universität/Schweden stellt eine ausführliche Fallstudie des Dalhalla Opernfestivals in Schweden da, das von der Opernsängerin und ehemaligen Radioredakteurin Margareta Dellefors ins Leben gerufen wurde. Der zweite Artikel, “Collaborating to compete: the role of cultural intermediaries in hypercompetition” von George Musgrave der University of Westminster in London bringt den innovativen auto-ethnografischen Forschungsansatz zur Anwendung, um die Rolle kultureller Intermediäre wie z.B. Radio DJs und JournalistInnen für die Karriere ungesignter MusikerInnen im Vereinigten Königreich zu analysieren. Der letzte Artikel dieser Ausgabe, “Status quo and perspectives of licensing synchronisation rights” von Stephan Klingner und Julia Friedrich von der Universität Leipzig untersucht die gegenwärtige Situation der Lizenzierung von Synchronisationsrechten und identifiziert in einer qualitativen Studie die Wünsche von Lizenznutzern wie z.B. Lizenzierungsplattformen für Musik und Musikproduktionsbibliotheken und -datenbanken. Abgeschlossen wird die Oktoberausgabe des IJMBR von der Buchrezension von Dennis Collopy über “The Economics of Music” von Peter Tschmuck.

 

Volume 6, No. 2, Oktober 2017

Editorial von Peter Tschmuck, S. 4-5

Per Frankelius: Innovation in the arts – lessons from the creation of Dalhalla, S. 6-40

George Musgrave: Collaborating to compete: the role of cultural intermediaries in hypercompetition, S. 41-68

Stephan Klingner & Julia Friedrich: Status quo and perspectives of licensing synchronisation rights, S. 69-86

Buchrezension von Dennis Collopy: The Economics of Music von Peter Tschmuck, S. 87-91

 

 




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