Posts Tagged ‘Filesharing



21
Aug
14

Der Kampf der Musikindustrie gegen Filesharing & Co. – Teil 4: TorrentSpy und isoHunt

Ziemlich genau vor 15 Jahren hat die erste Musiktauschbörse, Napster, zu ihrem Höhenflug angesetzt und die VertreterInnen der phonografischen Industrie in Angst und Schrecken versetzt (Geschichte von Napster Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und Teil 5). In dieser sommerlichen Blog-Serie möchte ich allerdings die Geschichte des Kampfes der Musik- und Filmindustrie gegen Filesharing, Filehosting und das Usenet in der Nachfolge von Napster in ausführlichen Beiträgen nachzeichnen. Dabei wird sichtbar, welche Strategie die Industrieverbände dabei eingeschlagen und welchen Erfolg sie dabei hatten. Es wird aber auch gezeigt, wie sich die Rechtsprechung in den USA und in Europa über die Zeit hinweg geändert hat und welche zusätzlichen legistischen Maßnahmen dagegen getroffen wurden. Insgesamt entsteht ein Bild eines “Wettrüstens” zwischen Unterhaltungsindustrien und Softwareanbietern, die die Verbreitung urheberrechtlich geschützter Mediendateien ermöglichen.

Der vierte Teil befasst sich mit dem Kampf der Motion Picture Association of America (MPAA) gegen nordamerikanische BitTorrent-Indexierungsseiten wie TorrentSpy und isoHunt.

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04
Aug
14

Der Kampf der Musikindustrie gegen Filesharing & Co. – Teil 3: Suprnova und EliteTorrent

Ziemlich genau vor 15 Jahren hat die erste Musiktauschbörse, Napster, zu ihrem Höhenflug angesetzt und die VertreterInnen der phonografischen Industrie in Angst und Schrecken versetzt (Geschichte von Napster Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und Teil 5). In dieser sommerlichen Blog-Serie möchte ich allerdings die Geschichte des Kampfes der Musik- und Filmindustrie gegen Filesharing, Filehosting und das Usenet in der Nachfolge von Napster in ausführlichen Beiträgen nachzeichnen. Dabei wird sichtbar, welche Strategie die Industrieverbände dabei eingeschlagen und welchen Erfolg sie dabei hatten. Es wird aber auch gezeigt, wie sich die Rechtsprechung in den USA und in Europa über die Zeit hinweg geändert hat und welche zusätzlichen legistischen Maßnahmen dagegen getroffen wurden. Insgesamt entsteht ein Bild eines “Wettrüstens” zwischen Unterhaltungsindustrien und Softwareanbietern, die die Verbreitung urheberrechtlich geschützter Mediendateien ermöglichen.

Im dritten Teil der Serie wird der Kampf der Musik- und Filmindustrie gegen einig der BitTorrent-Seiten, die die Nachfolge von KaZaA angetreten hatten, dargestellt.

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29
Jul
14

Der Kampf der Musikindustrie gegen Filesharing & Co. – Teil 2: LimeWire

Ziemlich genau vor 15 Jahren hat die erste Musiktauschbörse, Napster, zu ihrem Höhenflug angesetzt und die VertreterInnen der phonografischen Industrie in Angst und Schrecken versetzt (Geschichte von Napster Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und Teil 5). In dieser sommerlichen Blog-Serie möchte ich allerdings die Geschichte des Kampfes der Musik- und Filmindustrie gegen Filesharing, Filehosting und das Usenet in der Nachfolge von Napster in ausführlichen Beiträgen nachzeichnen. Dabei wird sichtbar, welche Strategie die Industrieverbände dabei eingeschlagen und welchen Erfolg sie dabei hatten. Es wird aber auch gezeigt, wie sich die Rechtsprechung in den USA und in Europa über die Zeit hinweg geändert hat und welche zusätzlichen legistischen Maßnahmen dagegen getroffen wurden. Insgesamt entsteht ein Bild eines “Wettrüstens” zwischen Unterhaltungsindustrien und Softwareanbietern, die die Verbreitung urheberrechtlich geschützter Mediendateien ermöglichen.

Teil 2 widmet sich dem LimeWire-Fall, der in den USA hohe Wellen schlug, nicht zuletzt wegen der Schadenersatzforderungen der Musikindustrie in Billionenhöhe.

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22
Apr
14

Wie böse ist YouTube?

 

Es gibt mittlerweile zahlreiche Studien, die hier im Blog auch ausführlich besprochen wurden, darüber, wie schädlich oder unschädlich Filesharing für die Musikverkäufe ist. Ein klares Fazit aus wissenschaftlicher Sicht kann aber immer noch nicht gezogen werden. Nun legen R. Scott Hiller von der Fairfield University und Jin-Hyuk Kim von der University of Colorado Boulder eine erste Studie vor, wie sich das weitverbreitet Musikvideo-Streaming über YouTube in den USA auf die dortigen Albenverkäufe ausgewirkt hat. Sie beobachteten dabei, wie sich der vorübergehende Boykott, den die Warner Music Group über YouTube nach gescheiterten Lizenverhandlungen zwischen Anfang Januar und Ende September 2009 verhängt hat, auf die Verkäufe von Alben jener Warner-KünstlerInnen ausgewirkt hat, die in diesem Zeitraum in den Billboard 200 Albencharts vertreten waren. Das Ergebnis scheint eindeutig zu sein: Warner konnte durchschnittlich 10.000 Stück pro Hit-Album mehr pro Woche verkaufen als die Konkurrenten, die ihr Repertoire weiterhin auf YouTube verfügbar gemacht hatten. Zudem hat der Warner-Boykott keinerlei statistisch signifikante Auswirkungen auf das Suchverhalten der Fans auf Google gezeitigt, was die Autoren zu Schluss veranlassen, dass es keine positiven Sampling- bzw. Promotionseffekt von YouTube gibt.

Wie diese Ergebnisse zustande kommen und was von ihnen zu halten ist, möchte in weiterer Folge genauer untersuchen.

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25
Okt
13

Rezension: The Death & Life of the Music Industry in the Digital Age von Jim Rogers

Rogers, 2013, Cover

Vor Kurzem hat Jim Rogers seine Doktorarbeit mit dem Titel „The Death & Life of the Music Industry in the Digital Age“ bei Bloomsbury/London publiziert, die an der Dublin City University entstanden ist. Er hat im Rahmen seiner Dissertation zwischen 2007 und 2010 insgesamt 30 Interviews mit Musikindustrie-Insidern aus Großbritannien und Irland geführt, um die Frage zu beantworten, ob das Internet eine Krise der Musikindustrie ausgelöst hat, die in ihrem Kollaps enden wird oder aber die Unternehmen lediglich gezwungen hat, sich umzustrukturieren und neu zu organisieren.

Er kommt bei der Beantwortung dieser Frage zum Schluss, dass sich die Musikindustrie keineswegs radikal und somit revolutionär verändert hat, sondern lediglich graduell. Die Musikindustrie weist seiner Ansicht nach wesentlich mehr Kontinuitäten denn Diskontinuitäten auf und deren Akteure machen immer noch die gleichen Dinge, nur etwas anders. Wie Rogers zu diesem Ergebnis kommt und was davon zu halten ist, möchte ich in dieser Buchrezension beleuchten.

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08
Jul
13

Rezension: „Download!“ von Phil Hardy

Phil Hardy, Download-coverIn „Download! How the Internet Transformed the Record Business“ analysiert der renommierte britische Musikjournalist Phil Hardy mit größter Akribie, wie die Tonträgerkonzerne im Laufe der digitalen Revolution die Kontrolle über das Wertschöpfungsnetzwerk der Musikindustrie verloren haben. Er erzählt wie selbstbewusste wenn nicht gar arrogante Konzernmanager, die vom Boom der CD-Verkäufe in den 1990er Jahren profitierten, durch Industrie-Outsider ausgebremst wurden, die ein vollkommen neues Wertschöpfungsnetzwerk in der Musikindustrie etablierten. Und zwar in jener Industrie, die noch in den 1980er und 1990er Jahren so profitabel war, dass sich völlig branchenfremde Investoren eingekauft haben, um von den hohen Renditen zu profitieren und die nach 2000 mit stark sinkenden Absatz- und Umsatzzahlen konfrontiert, Presswerke und Vertriebsnetzwerke verkaufen und Jobs abbauen mussten, um nicht vor dem wirtschaftlichen Aus zu stehen.

„Download!“ von Phil Hardy ist also ein wichtiger Beitrag, um zu verstehen, wie das Internet und die Neuen Medien in der Musikindustrie eine „kopernikanische Wende“ ausgelöst haben, die der Autor ganz im Sinn von Thomas Kuhn als Paradigmenwechsel bezeichnet.

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06
Mai
13

Rezension: Music Business and the Experience Economy. The Australasian Case

Cover Music Business and the Experience EconomyErstmals gibt es mit dem Sammelband „Music Business and the Experience Economy. The Australasian Case“ ein wissenschaftlich fundiertes Werk zur australischen Musikwirtschaft. AutorInnen, die an unterschiedlichen australischen Universitäten zur Musikwirtschaft forschen, haben sich versammelt, um die aktuellen Entwicklungen und Trends der Musikwirtschaft in Australien und im benachbarten pazifischen Raum aus der Perspektive verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen zu beleuchten. Als gemeinsamer thematischer Rahmen wurde dabei das Konzept der Erlebnisgesellschaft bzw. der „experience economy“ gewählt, worunter die Produktion, Distribution und Rezeption von Musik Down Under abgehandelt wurde.

Peter Tschmuck, Philip L. Pearce und Steven Campbell (Hrsg.), 2013, Music Business and the Experience Economy. The Australasian Case. Heidelberg & New York: Springer, ISBN: 978-3-642-27897-6.

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12
Apr
13

Die Machbarkeit einer Kulturflatrate in Deutschland

Professor Gerald Spindler von der Universität Göttingen hat im Auftrag der Bundestagsfraktion „Bündnis 90/DIE GRÜNEN“ eine Studie zur rechtlichen und ökonomischen Machbarkeit einer Kulturflatrate in Deutschland durchgeführt, die Anfang März 2013 veröffentlich wurde. Diese Studie bietet erstmals eine systematisch und detailliert ausgearbeitete Grundlage zur Kulturflatrate, die mit so manchen Vorurteilen aufräumt. So zeigt der Studienautor, dass die Kulturflatrate in wirtschaftlicher Hinsicht höchst relevant wäre und technisch umsetzbar ist. Dennoch scheitert die Einführung einer neuen Schranke für die private Verfügbarmachung am derzeit gültigen europäischen Urheberrecht, das entsprechend angepasst werden müsste. Das bedeutet, dass eine Kulturflatrate nicht im nationalen Alleingang eines EU-Staates eingeführt werden kann, sondern ein mehrheitsfähiges Projekt innerhalb der EU-Institutionen sein muss. Darüber hinaus ergeben sich bei der Kulturflatrate auch noch Probleme auf Ebene des internationalen Urheberrechts, die aber technisch durchaus lösbar sind.

In der Folge unternehme ich den Versuch, die sehr gut fundierte Studie von Professor Spindler in den wesentlichsten Punkten zusammenzufassen und zu analysieren.

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22
Mrz
13

Wie böse ist das Musik-Filesharing – und das Musikstreaming?

Das Joint Research Centre (JRC) der EU-Kommission hat vor kurzem eine Studie mit dem Titel „Digital Music Consumption on the Internet: Evidence from Clickstream Data“ veröffentlicht, deren Ergebnisse aufhorchen lassen. Die Studienautoren Luis Aguiar und Bertin Martens kommen darin zu Schluss, dass sowohl Musik-Filesharing als auch Musik-Streaming einen signifikant positiven Einfluss auf das Bezahl-Downloads hat. Die Studie basiert dabei auf Clickstream-Daten, die die Marktforschungsgesellschaft Nielsen mit ihrem NetView-Modul regelmäßig erhebt. Dazu wurde das Klick-Verhalten von 25.000 Internet-UserInnen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, und Spanien im Zeitraum von 1. Januar bis 31. Dezember 2011 erhoben, wodurch sich eine repräsentative Erhebung für die Internetpopulation in diesen Ländern ergibt. Wie die Autoren zur zentralen Aussage kommen, dass „our findings indicate that digital music piracy does not displace legal music purchases in digital format“, wird in der Folge genauer untersucht.

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15
Mrz
13

Die Musiknutzung britischer Jugendlicher – aktuelle Studie

Dennis Collopy und David Bahanovich von der University of Hertfordshire/UK haben bereits zum dritten Mal eine Studie über das Musiknutzungsverhalten britischer Jugendlicher gemacht. Die Ergebnisse basieren auf einer repräsentativen Internetbefragung von 1.888 Personen im Alter von 14-24 Jahren in allen Regionen des Vereinigten Königreichs im Jahr 2011. Nachdem erste vorläufige Ergebnisse bereits in den 3. Vienna Music Business Research Days von den beiden Studienautoren präsentiert wurden, liegt nunmehr die Endversion der Studie vor, die – und das ist eine Weltpremiere – erstmals in diesem Blog präsentiert wird.

Die zentralen Erkenntnisse der aktuellen Studie sind:

  • Der Computer ist nicht mehr die zentrale Unterhaltungshardware und wurde vom MP3-Player verdrängt.
  • Die digitale Musiksammlung ist weiterhin sehr groß und liegt im Durchschnitt bei über 4.000 Musiktracks.
  • Die Hälfte der Musiksammlungen besteht dabei aus gratis erworbenen Musiktiteln (z.B. über Filesharing)
  • Der Besitz von digitaler Musik bleibt weiterhin ein wichtiger Wunsch der Befragten.
  • Es besteht weiterhin eine große Lücke zwischen dem hohen Wert, der Musik von den Jugendlichen immer noch beigemessen wird und der Zahlungsbereitschaft dafür.
  • Der Anteil der Filesharer unter den Jugendlichen ist von 61% im Jahr 2009 auf 40% im Jahr 2011 gesunken.
  • Es gibt eine Zahlungsbereitschaft für ein unlimitiertes All-you-can-eat-MP3-Subskriptionsmodell, das aber von der Musikindustrie noch nicht in dieser Form angeboten wird.
  • Hingegen ist die Zahlungsbereitschaft für Musik-Streamingdienste noch schwach ausgeprägt.
  • Der digitale Musikkonsum ist sehr vielschichtig und kontextabhängig.
  • Das Unrechtsbewusstsein bei Filesharing ist stark ausgeprägt, aber hält nur eine Minderheit davon ab, Musiktauschbörsen zu nutzen.

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