Posts Tagged ‘Download

07
Apr
14

Der phonografische Markt in Deutschland, 2003-2013

Im jüngsten Bericht des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) wird für den phonografischen Markt in Deutschland erstmals seit 15 Jahren wieder ein leichter Umsatzzuwachs von 1,2 Prozent vermeldet. Verantwortlich dafür sind die digitalen Musikverkäufe (Download & Streaming), die von 2012 auf 2013 um 11,7 Prozent angestiegen sind. Gleichzeitig ist der Rückgang im physischen Segment mit -1,5 Prozent auf EUR 1,12 Mrd. moderat ausgefallen. Dabei sticht vor allem der Umsatzsprung bei Vinylverkäufen um 47,2 Prozent auf EUR 29,0 Mio. ins Auge, wohingegen der CD-Umsatz um weitere 1,3% auf EUR 1,0 Mrd. im Jahr 2013 zurückgegangen ist. Da die CD in Deutschland mit einem Marktanteil von 69,8 Prozent weiterhin der wichtigste Umsatzträger ist, sollte nicht voreilig von einer Trendwende am Markt gesprochen werden. Da eine Stabilisierung der Umsätze mit physischen Musikprodukten als unrealistisch angesehen werden muss, müssten Steigerungen bei den digitalen Musikverkäufen die Verluste im physischen Segment überkompensieren. Da 2013 die Umsätze bei den Singletrack-Downloads erstmals um 4,4 Prozent auf EUR 104,0 Mio. gesunken sind, erscheint auch dieses Szenario fraglich, obwohl die Einnahmen aus dem Musikstreaming (Aboservices und werbefinanziert) um 91,2 Prozent auf EUR 68,0 Mio. im Jahr 2013 angestiegen sind.

In der nachfolgenden Analyse wird daher versucht aufgrund der vorliegenden Zahlen und der historischen Daten einzuschätzen, wie sich der phonografische Markt in Deutschland entwickeln könnte.

 

Weiterlesen ‚Der phonografische Markt in Deutschland, 2003-2013‘

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24
Mrz
14

Der phonografische Markt in den USA, 2000-2013

Vor kurzem hat die Recording Industry Association of America (RIAA) die Umsatzzahlen (shipment figues) für das Jahr 2013 veröffentlicht. Die Umsätze mit digitalen Musikverkäufen sind zwischen 2012 und 2013 um 7,6 Prozent auf US$ 4,36 Mrd. gestiegen. Dennoch sind die Gesamtumsätze (digital & physisch) leicht um 0,3 Prozent von US$ 7,016 Mrd. auf US$ 6,996 Mrd. im Jahr 2013 gefallen. Das bedeutet, dass der Umsatzrückgang beim physischen Produkt (CD, Vinyl, DVD, SACD) von 12,3 Prozent oder US$ -325,7 Mio. nicht ganz durch den Zuwachs im Digitalsegment kompensiert werden konnte. Insgesamt machen die Umsätze mit digitalen Musikverkäufen 2013 bereits rund 64 Prozent vom Gesamtumsatz aus.

Der Treiber hinter dieser Entwicklung ist das boomende Streaming- und Subskriptionssegment, das im Vergleich zum Vorjahr um 39 Prozent auf US$ 1,4 Mrd. zugelegt hat. Gleichzeitig sind aber die Single-Track-Verkäufe um 3,3 Prozent oder US$ ‑54,6 Mio. zurückgegangen. Bei den digitalen Alben-Downloads konnte ein leichter Zuwachs von 2,4 Prozent oder US$ 28,7 Mio. verzeichnet werden. Insgesamt scheint es aber so zu sein, dass Streaming- und Subskriptionsangebote einen negativen Einfluss auf die Download-Verkäufe haben, auch dann, wenn Preissenkungen der großen Anbieter wie iTunes und Amazon berücksichtigt werden.

Die nachfolgende Detailanalyse zeigt nicht nur, wie sich in den USA der phonographische Markt in den letzten dreizehn Jahren digitalisiert hat, sondern auch wie sich das digitale Marktsegment seit 2005 grundlegend verändert hat.

Weiterlesen ‚Der phonografische Markt in den USA, 2000-2013‘

08
Jul
13

Rezension: „Download!“ von Phil Hardy

Phil Hardy, Download-coverIn „Download! How the Internet Transformed the Record Business“ analysiert der renommierte britische Musikjournalist Phil Hardy mit größter Akribie, wie die Tonträgerkonzerne im Laufe der digitalen Revolution die Kontrolle über das Wertschöpfungsnetzwerk der Musikindustrie verloren haben. Er erzählt wie selbstbewusste wenn nicht gar arrogante Konzernmanager, die vom Boom der CD-Verkäufe in den 1990er Jahren profitierten, durch Industrie-Outsider ausgebremst wurden, die ein vollkommen neues Wertschöpfungsnetzwerk in der Musikindustrie etablierten. Und zwar in jener Industrie, die noch in den 1980er und 1990er Jahren so profitabel war, dass sich völlig branchenfremde Investoren eingekauft haben, um von den hohen Renditen zu profitieren und die nach 2000 mit stark sinkenden Absatz- und Umsatzzahlen konfrontiert, Presswerke und Vertriebsnetzwerke verkaufen und Jobs abbauen mussten, um nicht vor dem wirtschaftlichen Aus zu stehen.

„Download!“ von Phil Hardy ist also ein wichtiger Beitrag, um zu verstehen, wie das Internet und die Neuen Medien in der Musikindustrie eine „kopernikanische Wende“ ausgelöst haben, die der Autor ganz im Sinn von Thomas Kuhn als Paradigmenwechsel bezeichnet.

Weiterlesen ‚Rezension: „Download!“ von Phil Hardy‘

08
Jun
11

Vienna Music Business Research Days 2011

Am Mi., 8. Juni 2011 starten an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien) die zweiten Vienna Music Business Research Days on „New Music Distribution Models“. Im Zentrum steht die Frage, wer von den neuen Distributionsmodellen für digitale Musik profitiert. Internationale Expert/innen werden sich an diese Frage aus unterschiedlicher Perspektive annähern. Das genaue Programm kann auf der Konferenz-Homepage eingesehen werden, wo auch der Konferenz-Folder herunter geladen werden kann.

Die Abendveranstaltung am Mi., 8. Juni sowie der gesamte Konferenztag am 9. Juni können auch über Live-Stream mit verfolgt werden: mms://mms.mdw.ac.at/musikwirtschaftsforschung_live

 

 

31
Mrz
11

REBEAT revisited

Vor exakt einem Jahr habe ich hier im Blog den im niederösterreichischen Tulln angesiedelte digitalen Content-Aggregator REBEAT als neues Geschäftsmodell der Musikindustrie vorgestellt. Ein Jahr später habe ich den Mit-Gründer und Geschäftsführer von REBEAT, Günter Loibl, besucht, um ihn über die wirtschaftliche Entwicklung seines Unternehmens und anstehende Projekte im Musikbereich im Besonderen, aber auch über die Entwicklung des physischen und digitalen Musikmarktes sowie Innovationsmöglichkeiten im Allgemeinen, zu befragen.

Das Interview mit Günter Loibl kann in der Folge hier nachgelesen werden:

Weiterlesen ‚REBEAT revisited‘

22
Okt
10

Musikwirtschaft Australien – Neue Geschäftsmodelle in der Musikindustrie: Guvera

Von den vielen in letzter Zeit entstandenen Gratis-Vertriebsmodellen für Musik im Internet sticht das in Australien 2008 gegründete Service namens „Guvera“ (www.guvera.com) hervor. Auch wenn der rote Stern als Firmenlogo und der Name „Guvera“ eher Assoziationen an linksrevolutionäre Gruppierungen in Südamerika auslösen, handelt es sich um ein sehr kapitalistisch orientiertes Musikangebot, das es sich zum Ziel gesetzt hat, Musikkonsument/innen Gratis-Musikdownloads anzubieten, die von werbetreibenden Firmen finanziert werden. Vom Konzept her hat „Guvera“ also durchaus revolutionäres Potenzial, wenn auch nicht in marxistisch-leninistischer Hinsicht. Wie „Guvera“ genau funktioniert und welche wirtschaftlichen Implikationen es hat, kann in der Folge hier nachgelesen werden. Weiterlesen ‚Musikwirtschaft Australien – Neue Geschäftsmodelle in der Musikindustrie: Guvera‘

13
Okt
10

Musikwirtschafts-Jour-fixe am 20. Oktober: Neue Erlösmodelle für die Musikindustrie im Web 2.0

Am 20. Oktober 2010 findet ab 14.30 am IKM (Karlsplatz 2/2. Stock/Tür 9) der nächste Musikwirtschafts-Jour-fixe zum Thema „Neue Erlösmodelle für die Musikindustrie im Web 2.0“ statt. So lautet der Titel einer Diplomarbeit, die Robert Trömer am Fachhochschul-Diplomstudiengang ‚Medienmanagement‘ in St. Pölten, vor Kurzem fertig gestellt hat. Darin werden vor dem Hintergrund der sich verändernden Konsumgewohnheiten für Musik neue Erlösmodelle für mobile und Internet-basierende Musikdienste vorgestellt und dabei mit Expertenmeinungen abgeglichen, um sich abzeichnende Trends aufzeigen zu können. Weiterlesen ‚Musikwirtschafts-Jour-fixe am 20. Oktober: Neue Erlösmodelle für die Musikindustrie im Web 2.0‘




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