Posts Tagged ‘abo-basierte Streamingangebote

10
Mai
17

Der phonografische Markt in den USA, 1990-2016

Die Recording Industry Association of America (RIAA) hat vor kurzem die Verkaufsstatistik für den phonografischen Markt in den USA für das Jahr 2016 veröffentlicht. Die Zahlen belegen einen markanten Wandel vom Musikbesitz (in Form von CDs und Downloads) hin zum Zugang zur Musik (durch Streamingdienste). Die US-MusikkonsumentInnen haben das erste Mal mehr für werbe- sowie abo-finanzierte Musikstreamingangebote (US$ 3,9 Mrd.) ausgegeben als für CDs, Downloads und Klingeltöne (US$ 3,5 Mrd.)

 

Abbildung 1: Musikverkauf und Zugang zu Musik

Quelle: RIAA Year-End Industry Shipment and Revenue Statistics, Jahresberichte 1990-2016

 

Damit haben sich die USA im letzten Jahr in eine Musikstreaming-Ökonomie verwandelt. Es war allerdings ein langer Weg vom Tonträger-Musikbusiness der 1990er Jahre zum digitalen Musikmarkt, der vor allem vom Musikstreaming dominiert wird. Dieser Weg wird in der Folge nachgezeichnet und es werden dabei die dahinter liegenden Kräfte des Wandels genauer analysiert.

Weiterlesen ‚Der phonografische Markt in den USA, 1990-2016‘

Advertisements
22
Apr
14

Wie böse ist YouTube?

 

Es gibt mittlerweile zahlreiche Studien, die hier im Blog auch ausführlich besprochen wurden, darüber, wie schädlich oder unschädlich Filesharing für die Musikverkäufe ist. Ein klares Fazit aus wissenschaftlicher Sicht kann aber immer noch nicht gezogen werden. Nun legen R. Scott Hiller von der Fairfield University und Jin-Hyuk Kim von der University of Colorado Boulder eine erste Studie vor, wie sich das weitverbreitet Musikvideo-Streaming über YouTube in den USA auf die dortigen Albenverkäufe ausgewirkt hat. Sie beobachteten dabei, wie sich der vorübergehende Boykott, den die Warner Music Group über YouTube nach gescheiterten Lizenverhandlungen zwischen Anfang Januar und Ende September 2009 verhängt hat, auf die Verkäufe von Alben jener Warner-KünstlerInnen ausgewirkt hat, die in diesem Zeitraum in den Billboard 200 Albencharts vertreten waren. Das Ergebnis scheint eindeutig zu sein: Warner konnte durchschnittlich 10.000 Stück pro Hit-Album mehr pro Woche verkaufen als die Konkurrenten, die ihr Repertoire weiterhin auf YouTube verfügbar gemacht hatten. Zudem hat der Warner-Boykott keinerlei statistisch signifikante Auswirkungen auf das Suchverhalten der Fans auf Google gezeitigt, was die Autoren zu Schluss veranlassen, dass es keine positiven Sampling- bzw. Promotionseffekt von YouTube gibt.

Wie diese Ergebnisse zustande kommen und was von ihnen zu halten ist, möchte in weiterer Folge genauer untersuchen.

Weiterlesen ‚Wie böse ist YouTube?‘

30
Aug
13

Is Streaming the Next Big Thing? – Die Label-Perspektive

Der Vorsitzende der britischen Beggars Group, Martin Mills, gab jüngst in einem Interview für den Guardian zu Protokoll, dass 2012 „(…) 22% of the label group’s digital revenues came from streaming – and that the majority of its artists earn more now from track streams than track downloads.“. Obwohl keine Absolutwerte genannt wurden, kann dennoch davon ausgegangen werden, dass die Einnahmen der Labelgruppe aus dem Streaminggeschäft angesichts eines Künstlerrosters mit Adele, Jack White und The xx beachtlich sind.

In einer Mitgliederbefragung der weltweit agierenden Lizenzierungsagentur Merlin, die mehr als 20.000 Indie-Label wie z.B. Beggars Group/XL Recordings, Rough Trade, Naïve, Tommy Boy, Cooking Vinyl und Naxos vertritt, zeigt auf, dass „92% of respondents saw streaming and subscription revenues grow between 2011 and 2012, with a third enjoying increases of more than 100%“, wie die britische Branchenzeitschrift Musicweek kürzlich berichtete. In derselben Studie wird zudem gezeigt, dass 24% der Indies 2012 bereits mehr Einnahmen aus dem Streaming bezogen haben als von Musik-Downloads. Bei den europäischen Indies waren es sogar 30%, die mehr mit Streaming als mit Downloads verdienten.

Diese Zahlen scheinen zu belegen, dass Musikstreaming für die Labels zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden ist. In weiterer Folge soll nun das wirtschaftliche Potential von Musikstreaming und das dahinter liegende Geschäftsmodell aus Sicht der Labels genauer unter der Lupe genommen werden.

Weiterlesen ‚Is Streaming the Next Big Thing? – Die Label-Perspektive‘

16
Mai
13

Is Streaming the Next Big Thing? – eine internationale Marktanalyse

Is Streaming the ‚Next Big Thing‘? – eine internationale Marktanalyse

Nach Jahren rückläufiger Umsätze in der phonografischen Industrie, ist seit Kurzem wieder Optimismus angesagt. Im jüngsten Jahresbericht der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI 2013) wird für 2012 der erste wenn auch nur leichte globale Umsatzzuwachs von 0,9% seit 1999 vermeldet. Erstmals konnten die sinkenden Umsätze von CDs und anderen physischen Formaten durch Zuwächse im digitalen Geschäft wettgemacht werden. Dafür werden vor allem die Streamingangebote verantwortlich gemacht, die sich seit einiger Zeit wachsender Beliebtheit erfreuen. Spotify, Deezer & Co. verzeichnen jährlich steigende Nutzerzahlen, die Streaming zum derzeit zstärksten wachsenden Segment am phonografischen Markt machen.

Was es mit dem Boom von Musikstreamingangeboten auf sich hat, welche Geschäftsmodelle dahinterstehen, wie die Musikkonsumenten darauf regieren und ob und wie Labels & Verlage sowie MusikerInnen davon profitieren, soll in dieser mehrteiligen Serie mit dem Titel „Is Streaming the ‚Next Big Thing‘?“ nachgegangen werden. Im Teil 1 der Serie wird die Entwicklung des digitalen Musikmarktes in verschiedenen Ländern mit besonderer Rücksicht auf den Streamingmarkt untersucht.

Weiterlesen ‚Is Streaming the Next Big Thing? – eine internationale Marktanalyse‘




Dezember 2017
M D M D F S S
« Nov    
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Archive

Twitter

Kategorien

Blog Stats

  • 348,878 hits