Archive for the 'Veranstaltungen' Category

15
Nov
19

Lecture Show am 15.11.: „Vom Imperiengeschäft“ von Berthold Seliger

Berthold Seliger is in town (in Wien) und präsentiert sein nunmehr dritten Buch „Vom Imperiengeschäft. Wie Grosskonzerne die kulturelle Vielfalt zerstören. Konzerte – Festivals – Clubs & Soziokulturelle Zentren – Soziales“. Wie schon in seinen früheren Büchern – „Das Geschäft mit der Musik“ (2013) und „Klassikkampf“ (2017) – betätigt sich Seliger als Auklärer, um die Missstände im internationalen Konzert- und Festivalbusiness genauso schonungslos aufzuzeigen, wie die schwierige finanzielle Situation von kleinen Veranstaltern die Clubs und soziokulturellen Zentren und die sich daraus ergebenden prekarisierten Arbeitsbedingungen für die MusikerInnen.

Am 15. November 2019 ist Berthold Seliger im Rahmen des KlezMORE-Festivals zu Gast im Wiener Spitzer/Odeon (Taborstraße 10, 1020 Wien), wo er ab 20:00 aus seinem neuen Buch lesen bzw. performen wird. In Österreich für ihn seine Lesereise noch am 19.11. nach Kufstein (Fachhochschule) und am 20.11. nach Linz (Stadtwerkstatt). Alle weiteren Termine in Deutschland und in der Schweiz sowie vertiefende Informationen zum Buch finden sich hier: https://www.bseliger.de/kuenstler/berthold-seliger-vom-imperiengeschaeft

 

25
Sep
19

Die 10. Vienna Music Business Research Days im Rückblick

Vom 11.-13. September 2019 blickten die 10. Vienna Music Business Research Days in ihrem Jubiläumsjahr mit dem Thema „Future of the Music Business“ in die Kristallkugel. MusikwirtschaftsforscherInnen und Musikindustrie-RepräsentantInnen aus aller Welt wagten den  Blick in die Zukunft des Musikbusiness und diskutierten an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien die neuen Herausforderungen, die die Musikurheberrechtsgesetzgebung zu bewältigen hat und was nach dem Musikstreaming der nächste Trend sein wird.

Den Auftakt am 11. September machte traditionell der Young Scholars Workshop, in dem Master- und PhD-Studierende, die Möglichkeit haben, ihre Forschungsprojekte im Kreis renommierter MusikwirtschaftsforscherInnen vorzustellen und zu diskutieren. Gleich zwei wissenschaftliche Paper wurden von einer internationale Jury mit dem ersten Preis ausgezeichnet: „THE NEW MAGIC PEOPLE: An Ethnographic Study of East London’s Cultural Workers at Shoreditch House“ von Sam Edrisi von der Westminster University in London und „Creativity, Constraints, and Copyright – Hired Music Guns and the Case of Soundalikes“ von Konstantin Hondros von der Universität Duisburg-Essen. Beide Paper werden im International Journal of Music Business Research (IJMBR) publiziert werden.

Am folgenden Konferenztag präsentierten WissenschafterInnen aus Australien, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Rumänien, Spanien, Südafrika, den USA und dem Vereinigten Königreich ihre aktuellen Forschungsergebnisse der interessierten Öffentlichkeit. Thematisiert wurden Genderaspekte im Klassikmusikbetrieb, das Live-Musikbusiness in den Niederlanden, Selbstmanagement und Entrepreneurship von MusikerInnen, die Nachfrage nach Musik im Zeitalter des Musikstreamings, Musik-Branding, Musikarbeitsmärkte und Fragen der Musikausbildung, was die inhaltliche und methodische Vielfalt der Musikwirtschaftsforschung widerspiegelt (siehe Programm).

Der dritte Konferenztag am 13. September stand ganz im Zeichen des Hauptthemas „Future of the Music Business“. Die einleitende Keynote „The Music Business & Technology – How Their Past and Present will Dictate Their Future“ hielt Cliff Fluet von der Londoner Rechtsanwaltskanzlei Lewis Silkin LLP. In weiterer Folge diskutierte er unter der Leitung von Sally Gross (University of Westminster, London) mit Ros Lynch (Intellectual Property Office, London), und dem Blockchain-Start-up-Unternehmer Steve Stewart (vezt, Los Angeles) wie sich das Urheberrecht angesichts neuer technologischer Entwicklungen wie die Blockchain und künstliche Intelligenz weiterentwickeln muss.

Den Vormittag beschloss die Keynote des früheren operativen Geschäftsführers der Sony/BMG, Michael Smellie, der selbstkritisch die sieben Todsünden der Musikindustrie im Zuge der Digitalisierung des Musikbusiness aufarbeitete.

Nach der Mittagspause diskutierte Paul O’Hagan von der University of Ulster mit dem Musikmanager Peter Jenner das Konzept von Label-Serviceverträgen, dessen Erfinder Peter Jenner ist als er für Billy Bragg mit dem Indie-Label Cooking Vinyl einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen hat. Mittlerweile nutzen immer mehr Stars wie z.B. Taylor Swift dieses neuartige Vertragskonstrukt, das ihnen wesentlich mehr Rechte gegenüber dem Label einräumt, und somit ein Zukunftsmodell für das digitale Musikbusiness darstellen könnte. Peter Jenner stand auch im Mittelpunkt der Präsentation des Projekts „Music 2025“ durch Dennis Collopy (University of Hertfordshire, UK), das der Musikmanager mitkonzipiert hat.

In der folgenden Keynote „What Are the Key Drivers of Growth in Music Streaming? – Past, Present and Future“ versuchte der Musikindustrie-Analytiker Chris Carey einen Blick in die Zukunft nach Musikstreaming zu werfen, in dem er die bisherige Entwicklung in die Musikstreamingökonomie nachzeichnete und Zukunftsszenarios entwickelte. Damit war auch schon das Thema für die Podiumsdiskussion zu „Future of the Music Business – What’s Next after Music Streaming?“ aufbereitet. Unter der Leitung von Dennis Collopy (University of Hertfordshire) diskutieren Rebecca Brook (Musikindustrie-Beraterin, London), Chris Carey (Media Insight Consulting, London), Phil Graham (University of the Sunshine Coast, Australien) und Michael Smellie (Start-up-Investor, Australien) wie sich das Musikbusiness in Zukunft weiterentwickeln wird.

Die Konferenz wurde am Abend des 11. September noch durch zwei Buchpräsentationen abgerundet. Daniel Nordgård von Universität Agder in Kristiansand/Norwegen stellte dabei den ersten Band der Springer-Buchreihe „Music Business Research“ mit dem Titel The Music Business and Digital Impacts. Innovations and Disruptions in the Music Industries vor. Ihm folgte Phil Graham von der University of the Sunshine Coast/Australien, der den zweiten Reihenband Music, Management, Marketing, and Law. Interviews Across the Music Business Value Chain der Öffentlichkeit präsentierte. Im Anschluss daran diskutierten die beiden Autoren mit der Wiener Start-up-Unternehmerin Nermina Mumic und dem Musikmanager Peter Jenner, die Herausforderungen von „Big Data in the Music Business“.

 

Weiterlesen ‚Die 10. Vienna Music Business Research Days im Rückblick‘

22
Aug
19

Buchpräsentation & Podiumsdiskussion „Big Data and Digital Music Business“

Am 11. September 2019 findet von 19:30-21:30 im Fanny Hensel-Saal der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien die Präsentation der beiden ersten Bände der Buchreihe „Music Business Research“ des Spinger Verlages statt.

Daniel Nordgård von Universität Agder in Kristiansand/Norwegen stellt sein Buch „The Music Business and Digital Impacts. Innovations and Disruptions in the Music Industries“ vor. Das Buch bietet einen der seltenen Einblicke in die kontroversiellen und komplexen Diskurse der verschiedenen Akteure in der Musikindustrie während der digitalen Transformation. Das vom Autor ausgewertete empirische Material stammt von Mitschnitten der informellen Kristiansand Roundtable Talks, in deren Rahmen Musikindustrie-VertreterInnen abseits der Öffentlichkeit offen über die Herausforderungen der Digitalisierung diskutieren und sich mitunter auch in die Haare geraten. Daniel Nordgård hat diese Gespräche über viele Jahre hinweg begleitet und die Aufnahmen davon wissenschaftlich ausgewertet. Die Ergebnisse können in diesem Buch nachgelesen werden und erlauben eine differenzierte und nuancierte Bewertung der Entscheidungen, die im Laufe der digitalen Revolution in der Musikindustrie getroffen wurden.

 

Phil Graham von der University of the Sunshine Coast/Australien wird dann den von ihm verfassten zweiten Band mit dem Titel „Music, Management, Marketing, and Law. Interviews Across the Music Business Value Chain“ präsentieren. Der Band versammelt zahlreiche Interviews des Autors mit lang gedienten Musikindustrie-InsiderInnen, die den Wandel der Musikwirtschaft im digitalen Zeitalter hautnah erlebt haben. Phil Graham fasst darin die Erfahrungen und Einsichten von Personen zusammen, die die Entwicklung der Musikindustrie in den entscheidenden Jahren nach dem Millenium mit ihren Entscheidungen maßgeblich beeinflusst haben. Das Buch ist somit ein Oral History-Projekt, in dem ästhetische, künstlerische, technologische, ökonomische, legistische und strategische Aspekte der digitalen Transformation dargestellt werden und für eine zukünftige Generation von MusikwirtschaftsforscherInnen eine wertvolle empirische Datenbasis darstellt.

Nach den Kurzpräsentationen der beiden Bände diskutieren die Autoren mit dem Musikmanager Peter Jenner (Sincere Music, London) und der Gründerin und Geschäftsführerin der in Wien ansässigen Datenanalyse-Firma Legitary, Nermina Mumic, zum Thema

„Big Data and the Digital Music Business“

Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten unter: vmbrd@mdw.ac.at

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation im Rahmen der 10. Vienna Music Business Reseach Days mit der Wirtschaftskammer Österreich

 

 

 

 

 

 

 

 

20
Aug
19

10. Vienna Music Business Research Days zu „Future of the Music Business“

Die Vienna Music Business Research Days feiern 2019 ihr zehnjähriges Bestehen mit einem Blick in die Vergangenheit, um daraus mehr über die Zukunft des Musikbusiness zu lernen. In den vergangenen zehn Jahren wurden auf der Konferenz viele zukunftsweisenden Themen aufgegriffen und teilweise auch kontroversiell diskutiert. Bereits 2011 wurde in einer Keynote von Dagfinn Bach auf den großen CO2-Abdruck, den Musikstreaming verursacht, aufmerksam gemacht – ein Thema das in Zeiten des Klimawandels hoch aktuell ist. Im selben Jahr diskutierten der Gründer des mittlerweile eingestellten deutschen Musikstreamingdienstes Simfy, Steffen Wicker und der damalige Chefökonom der PRS for Music, Will Page, der später dann zu Spotify wechseln sollte, ob Musikstreaming die Zukunft der Musikindustrie ist. 2013 war Mike Michalke zu Gast, der das Projekt einer Verwertungsgesellschaft für Creative Commons Lizenzierung vorgestellt hat, die mittlerweile als Cultural Commons Collecting Society (C3S) Realität geworden ist. Ebenfalls 2012 wurde unter den eingeladenen ExpertInnen diskutiert, wie sich die Urheberrechtssetzung an die neuen technologischen und sozialen Herausforderungen anpassen muss. Vorschläge von damals finden sich in der soeben beschlossenen EU-Urheberrechtsrichtlinie wieder. 2015 wurden alternative Finanzierungsmodelle im Musikbusiness wie das Crowdfunding besprochen, das heutzutage wie selbstverständlich von vielen Musikschaffende eingesetzt wird, um Projekte umzusetzen. 2017 stand die Technologie der Blockchain im Mittelpunkt der Betrachtung, die in den nächsten Jahren auch die Musikindustrie grundlegend verändert wird. Und viele weitere Themen wie neue Formen der Musikkonsums, die Entwicklung der Livemusik-Business, das Selbstmanagement von Musikschaffenden und das Musik-Filesharing wurden in den letzten 10 Jahren in der Konferenz verhandelt.

2019 schließt sich der Themenkreis, indem viele Fragen der Vorjahre wieder aufgegriffen werden. So diskutieren unter der Leitung von Sally Gross (University of Westminster, London, UK) der YouTube-Repräsentant Karl Ryan (Government Affairs and Public Policy, Google UK), die Rechtsexpertin des britischen Intellectual Property Office Ros Lynch, der Gründer der in Los Angeles beheimateten Musikrechteplattform vezt Steve Stewart und der Urheberrechtsexperte Cliff Fluet von der Anwaltskanzlei Lewis Silkin LLP „The Future of Music Copyright“. Einführend dazu wird Cliff Fluet einen Vortrag halten.

Einen Blick zurück in der Vergangenheit der Musikindustrie wird dann der frühere COO der Sony/BMG und jetzige australische Start-up-Unternehmer Michael Smellie werfen, indem er die sieben Todsünden, die die Musikindustrie in der Vergangenheit begannen hat, thematisieren wird. Am Nachmittag werden dann Dennis Collopy (University of Hertfordshire, UK) und der Musikmanager Peter Jenner (Pink Floyd, The Clash, Billy Bragg) die Ergebnisse des vom britischen Intellectual Property Office (IPO) in Auftrag gegebenen Projekts „Music 2025“ vorstellen, das 2014 von den beiden der Öffentlichkeit erstmals präsentiert wurde. Danach wirft der Gründer des britischen Musikstreamingdienstes 7digital Pete Downton einen Blick in die Zukunft, um zu ergründen, was das „Next Big Thing“ nach dem Musikstreaming sein könnte; eine Frage, die Pete Downton in einer anschließenden Podiumsdiskussion mit der Musikerin Lucie Caswell (Featured Artist Coalition, London, UK), dem Kommunikationswissenschaftler Phil Graham (University of the Sunshine Coast, Australien) und dem Start-up-Investor Michael Smellie (Brisbane, Australien) vertiefen wird.

Ergänzt werden die Vienna Musik Business Research Days wie schon in den Vorjahren durch den Young Scholars‘ Workshop am 11. September, in dem Studierende auf Master- und PhD-Niveau die Ergebnisse ihre wissenschaftlichen Projekte präsentieren und zur Diskussion stellen sowie durch den Conference Track Day am 12. September mit 16 von einer Jury ausgewählten Konferenzbeiträgen zu unterschiedlichsten Themen der Musikwirtschaftsforschung (siehe Programm).

WANN: 11.-13. September 2019

WO: Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien

TICKETS: https://ntry.at/vmbrd2019

Weiterlesen ’10. Vienna Music Business Research Days zu „Future of the Music Business“‘

17
Jan
19

Call-for-Papers: 10. Vienna Music Business Research Days, 11.-13. September 2019

Vom 11.-13. September 2019 finden nun bereits zum neunte Mal die Vienna Music Business Research Days an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zum Thema „The Future of Music Business“ statt. Anlässlich des 10-jährigen Konferenzjubiläums wollen wir nicht nur in die Vergangenheit zurückblicken, sondern auch in Zukunft schauen, welche neue technologische, rechtliche aber auch soziale und kulturelle Entwicklungen die Musikwirtschaft prägen werden.

Neben diesem Hauptthema, das vor allem am letzten Konferenztag am 13.09.2019 behandelt wird, sind MusikwirtschaftsforscherInnen dazu aufgefordert, Paper Proposals zu verschiedensten Themen der Musikwirtschaftsforschung bis 29. April 2019 einzureichen.

 

Der Young Scholars‘ Workshop wendet sich dabei vor allem an Master- und PhD-Studierende, die ihre laufenden Forschungsarbeiten vorstellen und unter Anleitung von erfahrenen MentorInnen zur Diskussion stellen möchten:  PDF-Version des Calls-for-Papers

Paper Proposals bitte bis 29.04.2019 an: youngscholars@imbra.eu

 

Für WissenschafterInnen unterschiedlichster Disziplinen in der Post-doc-Phase besteht die Möglichkeit am 12.09.2019 im Rahmen des Conference Track Days ihre Forschungsergebnisse zu präsensieren: PDF-Version des Calls-for-Papers

Paper Proposals bitte bis 29.04.2019 an: vmbrdays@gmail.com

 

Weitere wichtige Termine:

20. Mai 2019:               Notification of Acceptance

31. Juli 2019:               Frist für das Senden des Full Papers

11. September 2019:   Young Scholars‘ Workshop

12. September 2019:   Conference Track Day

13. September 2019:   Einladungskonferenztag zu “The Future of Music Business”

 

Konferenzgebühr für Conference Track-TeilnehmerInnen:

Early bird (bis 31.07.2019): EUR 175.-

Reguläre Gebühr: EUR 225.-

Einzahlungsfrist bis 31. August 2019

Die Teilnahme an allen 3 Konferentagen ist für TeilnehmerInnen im Young Scholars‘ Workshop ist kostenlos. Für Studierende und Mitglieder der International Music Business Research Assocation (IMBRA) werden ermässigte Tickets verfügbar sein.

 

 

12
Okt
18

Musikwirtschafts-Jour-fixe am 16.10.2018: KünstlerInnen-Entwicklung in der Streamingökonomie

Am 16. Oktober 2018 wird der Gründer und Geschäftsführer der in Portland/USA und Wien ansässigen Musikagentur Rola Music, Dominik Schmidt, am Institut für Kulturmanagement und Gender Studies (IKM; Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien) im Kleinen SE-Raum ab 19:00 über die KünstlerInnen-Entwicklung im Zeitalter von Musikstreaming sprechen und diskutieren.

Der KünstlerInnen-Aufbau, im englischen Artist Development, hatte schon immer große Bedeutung in der Geschichte der Musikindustrie aber gerade in unserem schnelllebigen Zeitalter an Bedeutung gewonnen . Mit der digitalen Revolution und deren fortschreitenden Entwicklung, die unter anderem die Etablierung des MP3 Formats und eine Vielzahl von Streamingdiensten hervorbrachte, kamen Teilbereiche der Musikindustrie schwer in die Krise. Am stärksten betroffen sind seither Musiklabels egal ob Major oder Indie, die mit Rückgängen der physischen Verkäufe von Alben, EPs und Single zu kämpfen haben. Das parallele Comeback von Vinyl kann als interessanter Gegentrend zum digitalen Geschäft gesehen werden, ist aber sicher in die Kategorie Nischenprodukt einzuordnen und fängt die Verluste nicht auf. Auch die zusätzlichen digitalen Verkaufspotentiale der letzten zwei Dekaden können Umsatzrückgänge nicht aufhalten.

Durch diesen Fortschritt setzten Management-Agenturen und Labels mehr denn je auf die Einnahmen aus dem Livegeschäft, Licensing und Sync-Deals sowie dem Verkauf von Merchandisingprodukten. Zahlreiche neue Festivalformate kamen auf den Markt und es werden mehr Tourneen als je zuvor gebucht. Gleichzeitig bezeichnen Veranstalter und Clubbesitzer die gestiegene Anzahl an Konzerten, die täglich besucht werden können, als Mitgrund für den Rückgang bei den Besucherzahlen. Die großen Festivals erfreuen sich jedoch großer Beliebtheit und sind ein lukratives Geschäft für etablierte Künstler und dienen für Upcoming-Artists als ideale Plattform, sich einem großen Publikum vorzustellen – wenn man es schafft, aus der Dichte an Bands gewählt zu werden. Die gute Vernetzung von Managements und Booking-agentInnen mit den großen Festivalbetreibern spielt dabei die ausschlaggebende Rolle.

2018 ist der KünstlerInnen-Aufbau und das KünstlerInnen-Management der wahrscheinlich entscheidende Faktor einer langfristig erfolgreichen Musikkarriere geworden. Durch die Vielzahl an potentiellen Einnahmequellen für MusikerInnen und das Überangebot an KünstlerInnen ist der gezielte Aufbau einer eigenständigen künstlerischen Identität und ein gut vernetztes Management unverzichtbar. Der KünstlerInnen-Aufbau und die Vermarktung kann heutzutage auf so vielen Kanälen gleichzeitig passieren und gefördert werden: online und sozialen Medien, das Livegeschäft, Sync–Licensing, Verlagen, Labels, Radio, Printmedien, TV, Merchandising bis hin zu Partnerschaften mit Firmen/Brands. Hatte die KünstlInner- BookerIn in den letzten zwei Jahrzehnten eine bedeutende Rolle am Erfolg der Band so ist es nun die ManagerIn, oder manchmal sogar die KünstlerIn selbst, die/der all diese Bereiche zusammenfügt und koordiniert. Ich behaupte, dass erfolge KünstlerInnen-Karrieren in Zukunft nur mehr durch diese Vielzahl von Einnahmequellen möglich sind. Dieser Umstand macht das Musikgeschäft zum Teil etwas komplexer aber gleichzeitig auch spannender und schwächt die Machtstellung von Teilbereichen der Musikwirtschaftswertschöpfungskette zum Vorteil der aufzubauenden KünstlerIn.

 

 

 

18
Sep
18

Buchpräsentation „Musikwirtschaftsforschung“ am 27.09. von 15:15-16:45 im Café Weimar

Vor Kurzem ist bei Springer VS in der Reihe „Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung“ der Sammelband Musikwirtschaftsforschung. Die Grundlagen einer neuen Disziplin (Hg. Peter Tschmuck, Beate Flath und Martin Lücke) erschienen. Darin unternehmen die AutorInnen den Versuch, die Musikwirtschaftsforschung als wissenschaftliches Fach zu definieren und die methodischen Grundlagen dafür auszuarbeiten. Dieses Buch wird nun im Rahmen von WAVES Vienna – Music Festival & Conference am 27. September 2018 von 15:15-16:45 im Café Weimar (Währinger Straße 68, 1090 Wien; gegenüber vom WUK) unter Beisein einiger der AutorInnen präsentiert.

Im Anschluss daran findet dann eine Podiumsdiskussion zu „Theorie & Praxis der Musikwirtschaftsforschung“ unter der Leitung von Martin Lücke (Professor für Musikmanagement an der Hochschule Macromedia; Berlin) statt, an der Cornelius Ballin (General Manager von Universal Music Austria), Beate Flath (Professorin für Eventmanagement Populäre Musik, Medien und Sport an der Universität Paderborn), Sabine Reiter (Geschäftsführerin des MICA) und Hannes Tschürtz (Geschäftsführer von ink music) teilnehmen werden. Um 17:00 wird dann im WUK WAVES Vienna – Music Festival & Conference feierlich eröffnet.

Peter Tschmuck, Beate Flath & Martin Lücke (Hrsg.), 2018, Musikwirtschaftsforschung. Die Grundlagen einer neuen Disziplin, Wiesbaden: Springer VS, 175 Seiten, Preis: 27,21 € für Softcover (ISBN 978-3-658-19398-0) und 19,99 € für eBook (ISBN 978-3-658-19399-7).

 

Buchpräsentation und Podiumsdiskussion „Theorie & Praxis der Musikwirtschaftsforschung“

27. September 2018 von 15:15-16:45

Café Weimar (Währinger Straße 68, 1090 Wien; gegenüber vom WUK)

 

 

 




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