Archive for the 'Musiknutzung' Category

13
Apr
16

Neue Geschäftsmodelle in der Musikbranche – Zugang versus Besitz. Zusammenfassung des Musikwirtschafts-Jour-fixe am 8. März 2016

Am 8. März 2016 hat Nils Wlömert, Assistant Professor am Institut für Interaktives Marketing & Social Media der Wirtschaftsuniversität Wien, am Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (IKM) eine Studie über den Einfluss von Musikstreaming auf das Musikkaufverhalten präsentiert. Das zentrale Ergebnis der Studie ist, dass es zwar einen negativen Effekt der Gratis-Musikstreamingangebote auf die Musikverkäufe gibt, der allerdings durch einen positiven Effekt der kostenpflichtigen Streamingangebote mehr als ausgeglichen wird.

Mehr dazu kann in der folgenden Zusammenfassung von Nils Wlömert bzw. in einem Working-Paper zur Studie nachgelesen werden.

Weiterlesen ‚Neue Geschäftsmodelle in der Musikbranche – Zugang versus Besitz. Zusammenfassung des Musikwirtschafts-Jour-fixe am 8. März 2016‘

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07
Mrz
16

Musikwirtschafts-Jour-fixe am 8. März 2016: Neue Geschäftsmodelle in der Musikbranche – Zugang versus Besitz

Die Digitalisierung lässt insbesondere zugangsbasierte Angebote zunehmend an Bedeutung gewinnen. Während die KonsumentInnen die Inhalte beim Kauf einer CD besitzen, haben sie bei zugangsbasierten Angeboten nur ein zeitlich begrenztes Zugriffsrecht auf ein umfangreiches Gesamtangebot an Inhalten (z.B. bei Streaming-Services wie Spotify oder Netflix). Solche Services finanzieren sich entweder über Werbung und sind kostenlos für KonsumentInnen, oder über eine Pauschalgebühr (z.B. 10 EUR pro Monat) und sind dafür werbefrei.

Im Zentrum des Vortrags steht eine Studie, die den Einfluss von kostenpflichtigen und kostenlosen Musik Streaming-Services (z.B. Spotify) auf das Kaufverhalten von Musikkonsumenten und den Gesamtumsatz der Musikindustrie untersucht. Die Ergebnisse einer Befragung von über 2.000 KonsumentInnen über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr zeigen, dass sie ihre Ausgaben für Musikprodukte nach der Übernahme eines kostenlosen (kostenpflichtigen) Streaming-Services um etwa 11% (24%) reduzieren. Medienunternehmen müssen daher damit rechnen, dass die Bedeutung existierender Kanäle abnehmen wird, was zu Konflikten beim Management der verschiedenen Vertriebskanäle führen kann. Wenn jedoch die Einnahmen aus Streaming-Kanälen berücksichtigt werden, so zeigt sich ein deutlich positiver Effekt für kostenpflichtige Streaming-Services auf den Gesamtumsatz, wohingegen kostenlose Services nur für KonsumentInnen profitabel sind, die vor der Übernahme wenig oder gar kein Geld für Musikprodukte ausgegeben haben. Auf Industrieebene zeigen die Ergebnisse, dass der negative Effekt von kostenlosen Streaming-Services auf den Gesamtumsatz durch den positiven Effekt von kostenpflichtigen Streaming-Services mehr als ausgeglichen wird. Das heißt, unter den getroffenen Annahmen ist der Gesamteffekt von Streaming auf den Umsatz der Musikindustrie positiv.

Nils Wlömert ist Assistenzprofessor für Marketing am Institut für Interactive Marketing & Social Media an der WU Wien. In seiner Forschung untersucht er die Chancen und Risiken, die sich für Medienunternehmen durch die Möglichkeit der Online-Distribution digitaler Inhalte (z.B. Musik oder Filme) ergeben.

 

Die Studie:

Wlömert, N. und Papies, D. (2016): On-Demand Streaming Services and Music Industry Revenues – Insights from Spotify’s Market Entry. International Journal of Research in Marketing, im Erscheinen. doi:10.1016/j.ijresmar.2015.11.002:
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0167811615001226

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse findet sich hier:

http://www.bento.de/musik/spotify-studie-geld-gut-f%C3%BCr-die-kuenstler-209917/

 

Der Vortragende:

Dr. Nils Wlömert

Assistenzprofessor

Wirtschaftsuniversität Wien, Institut für Interactive Marketing & Social Media

Welthandelsplatz 1, 1020 Wien

nils.wloemert@wu.ac.at

https://www.wu.ac.at/imsm/about-us/team/nils-wloemert/

 

15
Mrz
13

Die Musiknutzung britischer Jugendlicher – aktuelle Studie

Dennis Collopy und David Bahanovich von der University of Hertfordshire/UK haben bereits zum dritten Mal eine Studie über das Musiknutzungsverhalten britischer Jugendlicher gemacht. Die Ergebnisse basieren auf einer repräsentativen Internetbefragung von 1.888 Personen im Alter von 14-24 Jahren in allen Regionen des Vereinigten Königreichs im Jahr 2011. Nachdem erste vorläufige Ergebnisse bereits in den 3. Vienna Music Business Research Days von den beiden Studienautoren präsentiert wurden, liegt nunmehr die Endversion der Studie vor, die – und das ist eine Weltpremiere – erstmals in diesem Blog präsentiert wird.

Die zentralen Erkenntnisse der aktuellen Studie sind:

  • Der Computer ist nicht mehr die zentrale Unterhaltungshardware und wurde vom MP3-Player verdrängt.
  • Die digitale Musiksammlung ist weiterhin sehr groß und liegt im Durchschnitt bei über 4.000 Musiktracks.
  • Die Hälfte der Musiksammlungen besteht dabei aus gratis erworbenen Musiktiteln (z.B. über Filesharing)
  • Der Besitz von digitaler Musik bleibt weiterhin ein wichtiger Wunsch der Befragten.
  • Es besteht weiterhin eine große Lücke zwischen dem hohen Wert, der Musik von den Jugendlichen immer noch beigemessen wird und der Zahlungsbereitschaft dafür.
  • Der Anteil der Filesharer unter den Jugendlichen ist von 61% im Jahr 2009 auf 40% im Jahr 2011 gesunken.
  • Es gibt eine Zahlungsbereitschaft für ein unlimitiertes All-you-can-eat-MP3-Subskriptionsmodell, das aber von der Musikindustrie noch nicht in dieser Form angeboten wird.
  • Hingegen ist die Zahlungsbereitschaft für Musik-Streamingdienste noch schwach ausgeprägt.
  • Der digitale Musikkonsum ist sehr vielschichtig und kontextabhängig.
  • Das Unrechtsbewusstsein bei Filesharing ist stark ausgeprägt, aber hält nur eine Minderheit davon ab, Musiktauschbörsen zu nutzen.

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