Archive for the 'Musikereinkommen' Category

02
Feb
18

Die MusikerInnen in der Musikstreaming-Ökonomie – eine Fallstudie

Am 24. Januar 2018 hat der Latin-Superstar Enrique Iglesias Klage gegen Universal International Music wegen zu niedriger Tantiemenzahlungen aus Streamingerlösen eingebracht (Klageschrift Enrique Iglesias vs. Universal International Music, 24. Januar 2018). Die Rechtsanwälte des Künstlers argumentieren, dass Universal ihrem Mandanten 50 Prozent der Netto-Einnahmen aus dem Streaminggeschäft hätten zahlen müssen. Stattdessen hat die Plattenfirma nur einen Bruchteil davon ausbezahlt und zwar in der Höhe der Vergütung für physische und digitale Albumverkäufe. Dieser Fall ist bemerkenswert, weil dabei die vertraglichen Usancen in der phonografischen Industrie sichtbar werden und einen Erklärungsbeitrag dafür liefert, warum vertraglich an Label gebundene KünstlerInnen nicht wirklich von der boomenden Streaming-Ökonomie profitieren.

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19
Jul
15

Musikstreaming 2014 – das Problem der Einnahmenverteilung

Die Rethink Music Initiative hat vor Kurzem den Bericht „Fair Music: Transparency and Money Flows in the Music Industry“ publiziert, in dem die verschiedenen Barrieren im Geldfluss zu den KünstlerInnen im Musikbusiness aufgezeigt werden: „[O]nly a small proportion of the money beyond the initial recording advances ultimately makes its way to artists as ongoing revenue.“ (Rethink Music, 2015: 3). Das digitale Musikgeschäft erweist sich dabei als besonders intransparent. Und was das Musikstreaming betrifft, so sind die KünstlerInnen besonders skeptisch bezüglich der Verteilung der Einnahmen unter den verschiedenen Anspruchsberechtigten. Auf Basis der Erkenntnisse des Rethink Music-Berichts, wird nun in weiterer Folge die Struktur der Einnahmenverteilung und das dahinter stehende Geschäftsmodell genauer beleuchtet.

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14
Jul
15

Musikstreaming 2014 – das Musikstreamingeinkommen der Superstars

In regelmäßigen Abständen treten MusikerInnen an die Öffentlichkeit, um auf ihre meist sehr niedrigen Einkünfte aus dem Musikstreaming zu verweisen (beispielsweise die Cellistin Zoe Keating im Februar 2014). Diese vereinzelten Meldungen lassen allerdings keine Rückschlüsse darauf zu, ob nicht zumindest die Superstars vom aufkommenden Musikstreaming profitieren. In der nun folgenden Analyse wird versucht, das Einkommen, das Superstars aus dem Musikstreaming im Vergleich zum Verkauf von Tonträgern und Downloads, der Lizenzierung von Verlagsrechten und aus dem Live-Business erzielen, darzustellen. Die Statistiken beruhen dabei auf der Billboard Money Makers List 2015, in der die 40 Topverdiener des US-amerikanischen Musikbusiness aufgelistet sind. Zur Methodik der Berechnung des Nettoeinkommen der KünstlerInnen siehe hier[1]: http://www.billboard.com/articles/news/billboard-lists/6553545/billboard-top-40-money-makers-rich-list-2015#methodology

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24
Jan
13

Geldverdienen mit Musik – eine neue US-amerikanische Studie

Prof. Peter DiCola von der Northwestern University School of Law und Mitarbeiter im „Artists Revenue Streams“-Projekt der „Future of Music Coalition“, hat vor Kurzem ein Working-Paper mit dem Titel „Money from Music: Survey Evidence on Musicians‘ Revenue and Lessons About Copyright Incentives“ fertig gestellt, das im Arizona Law Review erscheinen wird. In Bezugnahme auf die im genannten Projekt erhobenen Daten zeigt der Autor, dass die Einkommen von MusikerInnen unterschiedliche Quelle haben und es sehr von der Art der musikalischen Tätigkeit abhängt, welche Einkommensquellen besonders wichtig sind und welche nicht. Das zentrale Ergebnis der Studie ist, dass das Durchschnittseinkommen einer MusikerIn in den USA zu 28% aus Live-Musikvorführungen stammt, gefolgt vom Musikunterricht (22%) und Gehältern, die von Orchestern, Bands oder Kammermusikensembles bezogen werden (19%). Im Gegensatz dazu machen Einnahmen, die aus physischen und digitalen Musikverkäufen und der Verwertung von Musikkompositionen herrühren, jeweils lediglich 6% aus.

Eine ausführliche Darstellung der Ergebnisse kann nun in der Folge nachgelesen werden:

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