Archive for the 'Allgemeines' Category

20
Mrz
19

10 Jahre Blog zur Musikwirtschaftsforschung

Am 20. März 2009 ging um 11:20 (MEZ) mit dem lapidaren Text „In diesem Blog werden die aktuellen Entwicklungen in der Musikwirtschaft aus einer wissenschaftlichen Perspektive beleuchtet und kommentiert. Alle Interessierten sind dazu eingeladen einen Beitrag zu leisten“ der Blog zur Musikwirtschaftsforschung online. Die Folgen dieses Mausklicks waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar. Der Blog wurde zu einem Kristallisationspunkt der Musikwirtschaftsforschung, die sich als Inter-Disziplin in den Folgejahren formieren sollte. Der unglaubliche Erfolg des Blogs, der sich in steigenden Zugriffszahlen aus aller Welt niederschlug (derzeit rund 393.000), hat mich dazu ermutigt, ein Jahr später auch einen englisch-sprachigen Blog – Music Business Research Blog – zu starten. Damit konnte die Sprachgrenze überschritten und ein internationales Publikum an musikwirtschaftlichen Fragen Interessierten erreicht werden. Im selben Jahr noch wurden mit den Vienna Music Business Research Days an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien eine internationale Konferenz-Plattform für den inter-disziplinären Austausch zur musikwirtschaftlichen Forschung geschaffen, die dieses Jahr zum zehnten Mal vom 11.-13. September 2019 stattfinden wird. Ein Jahr später wurde zwecks Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Young Scholars‘ Workshop im Rahmen des Konferenz ins Leben gerufen, der einen geschützten Diskursraum für wissenschaftliche Arbeiten auf Master- und PhD-Niveau bietet. Ein weiterer Meilenstein war die Etablierung der International Journal of Music Business Research (IJMBR), dessen erste Ausgabe im Oktober 2012 hier im Blog online gegangen ist. Seitdem haben viele ForscherInnen zur Musikwirtschaft ihre Ergebnisse in wissenschaftlichen Artikeln publiziert, die einem Double-Blind-Peer-Review-Prozess durchlaufen haben. Damit war die Grundlage zur Gründung einer internationalen Gesellschaft zur Musikwirtschaftsforschung – der International Music Business Research Association (IMBRA) – im Jahr 2016 gelegt, die mittlerweile zahlreiche individuelle und institutionelle Mitglieder aus aller Welt vernetzt. Trotz des Erreichten gibt es noch viel zu tun: Das Journal muss weiter professionalisiert werden, die IMBRA hat Potenzial weiter zu wachsen und die Vienna Music Business Research Days können noch zusätzliche Publikumsschichten ansprechen.

Der Blog zur Musikwirtschaftsforschung wird weiterhin dazu einen Beitrag leiten und zusätzlich mit Analysen die Entwicklungen in der Musikwirtschaft besser verständlich machen. Darüber hinaus wird der Blog als wichtige Recherche-Plattform mit der Buchbibliografie, der Artikeldatenbank und einer Datenbank für wissenschaftliche Arbeiten fungieren.

Da der Blog durch die 381 Beiträge mit der Zeit unübersichtlich geworden und es trotzdem lohnend ist, auch ältere Blog-Posts zu lesen, habe ich zum 10-jährigen Blog-Jubiläum ein thematisches Verzeichnis über die analytischen Beiträge angelegt, um sie besser auffindbar zu machen. Ein Buch, in dem alle diese Artikel übersichtlich zusammengestellt sind, wird in Kürze folgen.

Eine anregende Lektüre des Blogs auch in den nächsten Jahren wünscht PETER!

Werbeanzeigen
13
Mrz
19

Musikwirtschafts-Jour-fixe am 20. März 2019: 10 Jahre Blog zur Musikwirtschaftsforschung

Am 20. März 2009 habe ich den Blog zur Musikwirtschaftsforschung gestartet, was durchaus als Ausgangspunkt für viele weitere Aktivitäten zur Musikwirtschaftsforschung – Vienna Music Business Research Days inkl. Young Scholars Workshop, International Journal of Music Business Research (IJMBR), International Music Business Research Association (IMBRA) – betrachtet werden kann. Es gibt also Gründe genug, um zu feiern. Die Geburtstagsparty zum 10jährigen Bestehen des Blogs findet daher am 20. März 2019 ab 18:00 im Großen SE-Raum am Institut für Kulturmanagement und Gender Studies (IKM) statt. Nach einer Reminiszen über zehn Jahre des Bloggens und der Präsentation einer Kompilation der Blogbeiträge in Buchform, werden wir dann noch über die Zukunft des Musikbusiness jenseits der Musikstreamingökonomie diskutieren. Ihr Kommen zugesagt haben WegbegleiterInnen der letzten 10 Jahre wie Pinie Wang (Editor in Chief, A1 Xplore Music), Manfred Lappé (Musikconsultant und Geschäftsführer von Preiser Records), Robert Klembas (Chief Operating Officer, Rebeat Digital GmbH) und Lea Spiegl (Lehrgangsleiterin Music Business, SAE Institute Wien).

 

10 Jahre Blog zur Musikwirtschaftsforschung

20. März 2019 ab 18:00

Großer SE-Raum am Institut für Kulturmanagement und Gender Studies (IKM, 3., Anton-von-Webern-Platz 1)

u.A.w.g. unter Tschmuck@mdw.ac.at

 

 

28
Sep
18

Nachbetrachtung der 9. Vienna Music Business Research Days, 12.-14. September 2018

Die 9. Vienna Music Business Research Days zum Thema „Music Life Is Live“ konnten wieder zahlreiche MusikwirtschaftsforscherInnen und -praktikerInnen an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien versammeln, um sich dieses Mal über die politische Ökonomie von Musikfestivals und dem internationalen Konzert- und Touringbusiness auszutauschen.

Zur Eröffnung des dritten Konferenztages begrüßte Frau Rektorin Ulrike Sych die internationalen Konferenzgäste und das Publikum.

Weiterlesen ‚Nachbetrachtung der 9. Vienna Music Business Research Days, 12.-14. September 2018‘

27
Apr
17

Quick Take: IFPI Revenue Numbers

Wie die vor Kurzem publizierten Zahlen der IFPI belegen, hat Streaming weltweit das Umsatzwachstum der phonografischen Industrie im Jahr 2016 trotz sinkender CD-Verkäufe ermöglicht. Willkommen in der Musikstreaming-Ökonomie.

Music Industry Blog

Today the IFPI published their annual assessment of the global recorded music business. The key theme is the first serious year of growth since Napster kicked off a decade and a half of decline, with streaming doing all the revenue heavy lifting.

The findings won’t come as much of a surprise to regular readers of this blog, as at MIDiA we had already conducted our own market sizing earlier in the year. The IFPI reported just under a billion dollars of revenue growth in 2016 (we peg growth at $1.1 billion) with streaming driving all the growth (60% growth, we estimate 57%). IFPI also reported 112 million paying subscribers (our number is 106.3 million, but the IFPI numbers probably include the Tencent 10 million number as reported, while the actual number is closer to 5 million).

IFPI report physical sales declining by 8% (we have 7%) and downloads down…

Ursprünglichen Post anzeigen 584 weitere Wörter

01
Jan
17

Die Musikwirtschaftsforschung 2016 – ein Jahresrückblick

Liebe Leserinnen und Leser des Blogs zur Musikwirtschaftsforschung,

Das Jahr 2016 scheint die Trendwende in der phonografischen Industrie gebracht zu haben. Es liegen zwar noch keine Jahresdaten für das zu Ende gegangene Jahr vor, aber der positive Trend aus dem Jahr 2015 scheint sich fortzusetzen. Der globale phonografische Markt ist 2015 um 3,4% gewachsen. Der US-Markt hat leicht um 0,9% zugelegt und der Umsatzanstieg am deutschen Markt war mit 4,4% überdurchschnittlich hoch. Und für den österreichischen Markt kann zumindest konstatiert werden, dass sich der Umsatzrückgang 2015 verlangsamt hat, wie im Beitrag „Der Musikstreamingmarkt in Österreich“ gezeigt wird.

Weiterlesen ‚Die Musikwirtschaftsforschung 2016 – ein Jahresrückblick‘

03
Feb
16

Der globale Musikverlagsmarkt – eine Analyse

In einem Artikel in Music Business World Wide[1] berechnete der Musikindustrie-Analyst Will Page den Wert des globalen Musikverlagsmarktes mit US $11,34 Mrd. Diese Zahl beinhaltet US $7,55 Mrd. Lizenzzahlungen für Aufführungsrechte, US $1,32 Mrd. für das mechanische Recht, US $0,35 Mrd. für die Vergütung von Privatkopien (Leermedienabgaben) an die Mitglieder des Verwertungsgesellschaften Dachverbandes CISAC[2] und US $0,42 Mrd. für die Abgeltung des mechanischen Rechts an Nicht-CISAC-Mitglieder (z.B. die U.S. Harry Fox Agency). Weitere US $1,70 Mrd. müssen noch für direkte Zahlungen zur Lizenzierung von Synchronisationsrechten und Rechte an musikdramatischen Werken (das „Große Recht“) an die Musikverlage hinzugezählt werden.

 

Abbildung 1: Der globale Musikverlagsmarkt 2014

Figure 1 - The global value of the music publishing market in 2014

Quelle: Eigene Darstellung nach Music Business World Wide, „$25 billion: The best number to happen to the global music business in a very long time“, 10. Dezember 2015 (letzter Zugriff am 3. Februar 2016).

 

Die Analyse belegt, dass der Musikverlagsmarkt mittlerweile schon wirtschaftlich bald genauso relevant ist wie der phonografische Markt, der 2014 weltweit ein Volumen von ca. US$ 15 Mrd. hatte. Die folgende Analyse untersucht daher die langfristige Marktentwicklung und die Rolle, die dabei die großen Industrieverlage der Majors sowie einige wichtige Newcomer spielen. Weiterlesen ‚Der globale Musikverlagsmarkt – eine Analyse‘

11
Mai
15

Musikwirtschafts-Jour-Fixe am 12. Mai 2015: Moderne Musik-PR mit Social Media

Am kommenden Di., 12. Mai 2015 findet ab 18:00 findet im Kleinen SE-Raum am Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (IKM, Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien) der nächste Musikwirtschafts-Jour-fixe statt. Amanda Szvetitz wird dabei die Kernaussagen ihrer Masterarbeit, die im Rahmen des Musikmanagement-Lehrgangs an der Donau-Universität Krems entstanden ist, präsentieren und zur Diskussion stellen. Der Titel der Arbeit lautet: „Public Relations remastered. Wie moderne PR im Bereich der Musik aussehen muss, damit sie den Möglichkeiten von Social Media gerecht wird“.

Die rasant fortschreitenden Entwicklungen des Internets veränderten den Musikkonsum grundlegend und damit den gesamten Vermarktungsprozess um das Produkt Musik. Durch diese gravierenden Veränderungen kann auch die Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der Musik nicht mehr genauso funktionieren, wie es in den letzten Jahren der Fall war. Vor allem auch das Aufkommen des Web 2.0 und die damit verbundenen Social Media Kanäle haben die Kommunikation in den letzten Jahren entscheidend gewandelt. Der Konsument ist nicht nur mehr Empfänger von Nachrichten, sondern kann erstmals in einer sehr einfachen Form auch mit dem Versender in Kontakt treten. Die vorliegende Arbeit stellt sich der Frage, wie man PR-Maßnahmen im Rahmen der Musikpromotion ändern oder anpassen muss, damit sie den neuen Anforderungen von sozialen Netzwerken gerecht werden. Die Verfasserin der vorliegenden Masterthese erarbeitet im Theorieteil den Status quo der PR im Allgemeinen und der speziellen Maßnahmen im Bereich der Musikpromotion sowie den PR-Praktiken in sozialen Netzwerken. Im praktischen Teil werden diese Beobachtungen mittels sechs Expertengesprächen untermauert bzw. widerlegt. Die Experteninterviews dienen dazu einen ganzheitlichen Blick auf die Thematik innerhalb der gesamten Musikindustrie zu werfen und festzustellen ob und wenn ja, wie, Social Media die klassischen PR-Maßnahmen im Bereich der Musik beeinflusst. Dabei wird deutlich, dass Social Media bereits einen beachtlichen Teil der PR-Arbeit einnimmt und diese Methoden viele Vorteile mit sich bringen können. Durch die große Genrevielfalt teilt sich der Endkonsument in viele unterschiedliche Zielgruppen auf und daher lassen sich nicht alle neuen PR-Maßnahmen pauschal auf die ganze Musikindustrie umwälzen.




Juni 2019
M D M D F S S
« Mai    
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930

Archive

Kategorien

Blog Stats

  • 400.137 hits
Werbeanzeigen