08
Sept
22

Musik als Investment – Teil 1: Ein Überblick

Das Musikverlagswesen galt bis vor wenigen Jahren als ein eher verschnarchtes Geschäftsfeld, in dem Musikrechte akquiriert und für unterschiedliche Nutzungen direkt z.B. in Form von Synchronisationsrechten oder indirekt über Verwertungsgesellschaften lizenziert werden. An diesem Geschäftsmodell hat sich zwar grundsätzlich nichts geändert, aber die letzten Jahre haben Musikrechte im Allgemeinen und Verlags- sowie Urheberrechte im Besonderen zu einem spekulativen Anlagegut gemacht, nachdem neue Player wie Hipgnosis, Primary Wave oder Round Hill sowie große Investmentfonds in den Musikrechtemarkt mit spektakulären Katalogaufkäufen in mehrstelliger Millionenhöhe eingestiegen sind.

Dieser Beitrag zeichnet die Entwicklung des Musikrechtemarkts und der wichtigsten Akteure der letzten Jahre nach und ist der Auftakt für eine mehrteilige Blog-Serie zum Thema „Musik als Investment“.


 
 

Musik als Investment – Teil 1: Ein Überblick

 

Der Kampf der Giganten

In den letzten Monaten haben spektakuläre Käufe von Musikkatalogen namhafter MusikerInnen Schlagzeilen gemacht. Anfang Dezember 2020 wurde bekannt, dass die Universal Music Publishing Group sowohl die Verlagsrechte als auch den Autorenanteil an dem rund 600 Songs umfassenden Verlagskatalog von Bob Dylan um geschätzte US $300 bis 400 Mio. gekauft hat. Das ist umso bemerkenswerter, da der Dylan-Verlagskatalog für die Verwertung außerhalb der USA von der Sony Music Publishing (vormals Sony/ATV Publishing) administriert wird. Für die Verwertung innerhalb der USA sorgte der Künstler bislang selbst mit seinem eigenen Musikverlag.[1]

Die Retourkutsche von Sony ließ nicht allzu lange auf sich warten. Im März 2021 wurde bekannt, dass die Sony Music Publishing den Verlagskatalog von Paul Simon mit allen seinen Songs aus seiner Zusammenarbeit mit Art Garfunkel und als Solokünstler gerüchtehalber um US $200 bis 250 Mio. gekauft hat, der bislang von der Universal Music Publishing verwaltet wurde.[2]

Als Kampfansage an die Universal kann auch der Kauf von Bob Dylans Musikaufnahmen um geschätzte US $150 Mio. im Juli 2021 durch die Sony Music Group gewertet werden, wofür sich der Künstler auch artig bedankte: „Columbia Records and Rob Stringer have been nothing but good to me for many, many years and a whole lot of records.“ Und fügt bedeutungsvoll hinzu: „I’m glad that all my recordings can stay where they belong.“[3] Damit deutet Bob Dylan an, dass er seit 1962 für die CBS Columbia, die 1988 von der Sony Corporation aufgekauft wurde, Aufnahmen macht und offensichtlich klug genug war, sich die Masterrechte an seinen Aufnahmen zu sichern. Jedenfalls wird die Zusammenarbeit mit der Sony Music von Dylan fortgesetzt, indem weitere Aufnahmeprojekte, wie die Fortsetzung der „Bootleg Series“, vereinbart wurden.[4]

Damit Sony nicht noch einmal einen wertvollen Superstar-Musikkatalog an die Konkurrenz verliert, gab das Unternehmen Mitte Dezember 2021 bekannt, sowohl die Verlagsrechte als auch die Masterrechte an den Songs von Bruce Springsteen erworben zu haben.[5] Es war nämlich Gefahr in Verzug. Springsteen, der seit 1972 beim Sony-Label Columbia unter Vertrag steht und bislang selbst die Kontrolle über seine Rechte ausübte, hatte Ende Juli 2017 mit der Universal Music Publishing einen Administrationsvertrag über seinen gesamten Verlagsvertrag geschlossen.[6] Es wird gemunkelt, dass sich Universal und Sony eine Bieterschlacht um die Springsteen-Kataloge geliefert hätten, in der schließlich die Sony Music Group mit einem Kaufpreis von US $550 Mio. für beide Kataloge die Oberhand behielt. Sony finanzierte den Kauf des Masterkatalogs aus dem operativen Cash Flow, aber die Sony Music Publishing musste sich beim Erwerb des Verlagskatalogs finanziell vom US-Investmentunternehmen Eldridge Industries unter die Arme greifen lassen.[7]

Nach Auskunft des Vizepräsidenten und CFO der Sony Corporation, Hiroki Totoki, gegenüber Investoren im März 2022, hat die Sony Music Group innerhalb von zehn Monaten insgesamt US $911 Mio. für den Erwerb von Musikkatalogen ausgegeben.[8] Dem stehen Katalog-Investitionen der Universal Music Group im Jahr 2021 in der Gesamthöhe von US $459 Mio. gegenüber. Allerdings hat die Universal Music Group (UMG) schon 2020 insgesamt US $1,06 Mrd. für Katalog-Investments aufgewendet.[9] Dabei sind der US $300 Mio.-Deal für den Kauf des Verlagskatalogs des britischen Singer/Songwriters Sting[10] als auch der Erwerb sämtlicher Verlagsrechte und Masterrechte an allen Aufnahmen des US-Popstars Neil Diamond[11] noch gar nicht berücksichtigt, weil diese Akquisitionen erst Anfang 2022 durchgeführt wurden.

Aber auch der dritte im Bunde der Musikkonzerne, die Warner Music Group (WMG), hat sich bei Musikrechtekäufen nicht lumpen lassen. Anfang 2022 kaufte dessen Musikverlag Warner/Chappell die globalen Verlagsrechte an allen Songs von David Bowie von dessen Erben um geschätzte US $250 Mio.[12] Zuvor hatte die WMG bereits US $400 Mio. für das erfolgreiche US-Indie-Label 300 Entertainment bezahlt, das 2012 vom Ex-Warner CEO Lyor Cohen und dessen Vize Kevin Liles gegründet worden war.[13]

Damit Warner auch weiterhin liquide genug ist, um Musikkataloge kaufen zu können, wurde im Februar 2022 eine Kooperation mit Influence Media Partners geschlossen, um einen Investmentfonds in der Höhe von US $750 Mio. für den Rechteerwerb zu etablieren. Das Finanzkapital dafür stammt von der weltweit größten US-Investmentgesellschaft BlackRock, die sage und schreibe US $10 Billionen an Anlegerkapital verwaltet.[14] US $300 Mio. sind von Influence Media für den Erwerb von 20 Musikkatalogen bereits ausgegeben worden, darunter die Song-Kataloge des puertoricanischen Rappers Bad Bunny, des Songwriting- und Produzententeams Stereotypes (darunter Bruno Mars), des Songwriters Jessie Reyez, der Hits für Dua Lipa und Calvin Harris geschrieben hat sowie jene Hits von Ariana Grande und Justin Bieber, die Skyler Stonestreen verfasst hat.[15]

Alle drei Musik-Majors haben also in den letzten Jahren Milliarden-Investments in den Kauf von Musikrechten getätigt. Das Musikbranchen-Portal Music Business Worldwide schätzt, dass allein 2021 rund US$ 5 Mrd. in den Katalogerwerb geflossen sind und dass es 2022 noch mehr werden könnte.[16]

 

Neueinsteiger ins Musikrechtebusiness

BMG Rights Management[17]

Was aber wie ein Kampf der Giganten um die lukrativsten Musikrechtekataloge von Superstars anmutet, wurde bereits vor Jahren von Neu- bzw. Wiedereinsteigern in die Musikindustrie angestoßen. 2009 gründeten das US-Beteiligungsunternehmen Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) und die deutsche Bertelsmann AG das Joint Venture BMG Rights Management. KKR stellte EUR 250 Mio. für den Erwerb von Musikrechten zur Verfügung, die die BMG wirtschaftlich verwerten sollte. Die Ironie der Geschichte ist, dass die BMG Music Publishing ihren umfassenden Musikverlagskatalog an die Universal Music Group in einem um US $2,2 Mrd.-Deal verkauft hatte, der im Mai 2007 von der EU-Wettbewerbsbehörde genehmigt wurde.[18] Bertelsmann zog sich ein Jahr später auch aus dem immer noch kriselnden phonografischen Markt zurück, indem es seinen Anteil aus dem Joint Venture Sony-BMG an die Sony Music Entertainment übertrug. Lediglich ein kleiner Musikkatalog von rund 300 KünstlerInnen verblieb bei der BMG, die sich am 1. Oktober 2008 als BMG Rights Management neu gründete und an der sich ein Jahr später KKR mit 51 Prozent beteiligte.[19]

Das neu entstandene Musikrechteunternehmen ging sogleich auf Einkaufstour und erwarb bis 2010 zahlreiche kleinere Musikverlage um hunderte Millionen Euro, darunter auch den 100.000 Titel umfassenden Verlagskatalog von Chrysalis Music Ltd. Im selben Jahr gaben die beiden Eigentümer der BMG Rights Management bekannt, in den nächsten drei Jahren insgesamt EUR 400 Mio. für Katalogkäufe zu investieren.[20] 2011 wurde mit diesem frischen Kapital um US $300 Mio. der US-Musikverlag Bug Music[21] und ein Jahr später in einer Bieterschlacht gegen Warner/Chappell der „Rosetta“-Katalog um US $90 Mio. gekauft, den Sony/ATV wegen Wettbewerbsauflagen der EU-Kommission im Zuge des EMI Music Publishing-Deals hatte verkaufen müssen. [22]

Zwar verkaufte KKR im März 2013 seinen Anteil an der BMG um US $390 Mio. an die Bertelsmann AG,[23] was aber dem Expansionskurs keinen Abbruch tat. Bis 2019 investierte die BMG rund EUR 1,0 Mrd. in die Akquisition von Musikkatalogen.[24] Dabei wurden weltweit nicht nur Musikverlage gekauft, sondern auch Label wie unter anderem Mute Records[25] und Sanctuary Records[26] sowie Label- und Verlagskonglomerate wie die australische Alberts Music[27] und die in Nashville ansässige BBR Music Group.[28] Die BMG erweiterte ihr Portfolio auch durch Unternehmen, die sich auf Produktionsmusik,[29] d.h. Musik, die speziell für Radio, TV, Kinofilm, Games, Werbung etc. hergestellt wird und über Musikbibliotheken abgerufen werden kann, spezialisiert haben. In den letzten Jahren wurden zunehmend auch Musikkataloge direkt von namhaften KünstlerInnen, wie z.B. die Masterkataloge von Mötley Crüe[30] und Simple Minds[31] oder sämtliche Songrechte von Tina Turner[32] gekauft.

Das hat damit zu tun, dass neue Player mit starken Investoren im Rücken in den Musikrechtemarkt eingestiegen sind, und Kataloge direkt von Superstars des Musikbusiness aufgekauft haben. Das hat wohl auch KKR zum Wiedereinstieg veranlasst. Im März 2021 gaben BMG und KKR bekannt, dass jede Seite jeweils US $500 Mio. für Akquisitionen von Musikkatalogen bereitstellt und sich beide Partner jeweils zur Hälfte an den erworbenen Rechten beteiligen.[33] Erste Akquisitionen wurden auch schon getätigt – Kauf des Verlags- und Masterkatalogs der US-Rockband ZZ Top um geschätzte US $50 Mio. sowie der Erwerb des Verlagskatalogs von John Legend[34] – und weitere werden sicherlich folgen.

Damit mischen die BMG Rights Management und ihr Finanzpartner KKR kräftig im aktuellen Boom um den Erwerb von Musikrechtekatalogen mit, den sie selbst 2009 eingeleitet haben. Dabei ist die BMG nach dem Ausstieg aus dem Musikbusiness in dieses wieder eingestiegen, um zum weltweit viertgrößten Musikunternehmen aufzusteigen.[35] Dieses versteht sich aber nicht mehr als phonografisches Unternehmen mit angeschlossenem Musikverlag, wie es die „alte“ BMG noch war, sondern als integriertes Musikrechteunternehmen, das die unterschiedlichen Musikkataloge wirtschaftlich verwertet.[36]

 

Musik als Anlage- und Spekulationsobjekt

Primary Wave[37]

Im September 2013 kaufte die BMG in einem US $150 Mio.-Deal den Katalog des US-Musikverlags Primary Wave und stieg mit dem Joint Venture BMG/Primary Wave Artist Services auch ins Künstleragenturbusiness ein.[38] Primary Wave ist aber aus einem anderen Grund an dieser Stelle zu erwähnen. Der Musikverlag war eines der ersten Unternehmen, das nicht die klassischen Verlagsrechte an Songs erwarb, sondern sich den Autorenanteil an den Verlagsrechten sicherte, um vor allem deren Nutzung in TV, Film und Werbung (Synchronisationsrechte an den Musikwerken) zu monetarisieren. Mit dem Kauf eines 50-Prozentanteils von US $50 Mio. an den künstlerbezogenen Verlagsrechten des Gründers und Frontmans der Grunge-Band Nirvana, Kurt Cobain, war Primary Wave ins Musikrechtebusiness 2006 eingestiegen.[39]

In den nächsten Jahren wurden weitere Kataloge namhafter KünstlerInnen wie vom Ex-Beatles John Lennon[40], Motown-Musikproduzent Lamont Dozier[41], „Earth, Wind & Fire“-Gründer, Maurice White,[42] und vom Pop-Duo Hall & Oates erworben.[43] Finanziert wurden diese Deals von der Credit Suisse und dem Hedgefonds Plainfield Asset Management, der sich auch als Anteilseigner an Primary Wave beteiligte.[44] Als Plainfield aber aufgrund der Finanzkrise 2008 wirtschaftlich ins Trudeln kam und schließlich Insolvenz anmelden musste, kaufte Primary Wave seinen Unternehmensanteil wieder zurück[45] und holte mit der SunTrust Bank einen neuen Finanzpartner an Bord, der 2013 gemeinsam mit der Credit Suisse US $125 Mio. für Akquisitionen zur Verfügung stellte.[46]

Allerdings wandte sich Primary Wave vom Musikverlagsgeschäft ab und stieg, nachdem es seinen Musikrechtekatalog an die BMG um US $ 150 Mio. verkauft hatte, in das Filmproduktions- und Künstlermanagement ein[47], das mit der bereits bestehenden Talent Management-Sparte fusioniert und erweitert wurde[48] Primary Wave besteht seitdem aus den beiden Unternehmenssparten „Primary Wave Music Publishing“ und „Primary Wave Entertainment“.

2016 rückte aber für Primary Wave wieder das Musikverlagsgeschäft in den Fokus. Mit dem Kauf des Verlagsvertrags von Steve Cropper, der Hits für Otis Redding, Eddie Floyd und Wilson Pickett sowie für die Studioband „Booker T and the MGs“ geschrieben hat,[49] begann eine jahrelange und bis heute anhaltende Akquisition von Musikkatalogen, die anfangs von BlackRock Alternative Investors, einer Sparte des gleichnamigen, weltweit größten Investmentfonds, finanziert wurde, indem US $300 Mio. zur Verfügung gestellt wurden.[50]

2019 waren die Mittel des Primary Wave IP Fund 1 aufgebraucht, es konnten aber weitere US $500 Mio. für einen zweiten Investmentfonds zum Erwerb von Musikrechten eingesammelt werden, mit dem z.B. ein 50-Prozentanteils an den Verlagsrechten der Songs von Whitney Houston erworben wurde[51] oder ein Anteil an den Einnahmen aus der Verwertung von Verlags- und Masterrechten der britischen Band „Culture Club“[52]

2020 kaufte der Primary Wave IP Fund 2 unter anderem einen Mehrheitsanteil am Verlagskatalog von Songs, die Ray Charles vor 1964 verfasst hat[53] sowie einen 80-Prozentanteil an den Verlagsrechten des „Fleetwood Mac“-Bandmitglieds, Stevie Nicks, der nach Medienberichten in etwa US $100 Mio. gekostet haben soll.[54] Im Januar 2021 stieg Primary Wave auch ins Labelbusiness ein, als um US $30 Mio. Sun Records gekauft wurde, das vor allem als Karrieresprungbrett für Elvis Presley Bekanntheit erlangt hat, aber auch Musiklegenden wie Johnny Cash, Jerry Lee Lewis, Carl Perkins und Roy Orbison unter Vertrag hatte. Primary Wave kaufte nicht nur den historisch bedeutsamen Masterkatalog, sondern auch die Verlagsrechte sowie das bekannte Sun Records-Logo.[55]

Im Juni 2021 waren aber auch die finanziellen Mittel des zweiten Fonds erschöpft und Primary Wave benötigte frisches Kapital für weitere Musikrechteakquisitionen, welches es in der Höhe von US $375 Mio. von Oaktree Capital Management erhielt. Im Gegenzug beteiligte sich die US-Investmentgesellschaft als Minderheitsanteilseigner an Primary Wave.[56] Mit dieser Finanzspritze im Rücken intensivierte Primary Wave im zweiten Halbjahr seine Katalog-Käufe und erwarb unter anderem einen Anteil an den Tantiemenströmen von Pop-Superstar Prince aus Verlags- und Masterrechten[57] sowie ein ähnlich gelagertes Rechtepaket von James Brown um US $90 Mio.[58]

Ein Ende der Akquisitionstätigkeit von Primary Wave ist vorerst nicht absehbar, nachdem dessen CEO, Larry Mestel, Ende Dezember 2021 verkündet hat, noch US $1,0 Mrd. für Musikrechte-Käufe zu haben.[59] Damit konnten beispielweise US $20 Mio. für den Musikverlagskatalog sowie die künstlerbezogenen Masterrechten des „Queen“-Mitglied, Paul Rodgers, und US $40 Mio. für die Songkataloge der beiden Mitglieder der US-Band „America“, Gerry Beckley und Dewey Bunnell, erworben werden.[60] Primary Wave konnte sich aber auch den Bob Dylan-Anteil an den Masterrechten der beiden Alben der Supergroup „The Traveling Wilburys“, die Dylan gemeinsam mit George Harrison, Jeff Lynne, Roy Orbison und Tom Petty aufgenommen hat, sichern.[61]

Alles in allem hat Primary Wave seit 2016 US$ 1,4 Mrd. von unterschiedlichen Investmentfonds eingesammelt, um zahlreiche Musikkataloge von MusikerInnen, vor allem deren Anteile an Verlags- und Masterrechten zu kaufen. Damit hat Primary Wave erfolgreich eine Marktlücke im Rechtebusiness erkannt und als eines der ersten Unternehmen monetarisiert. In der Folge haben dann Neueinsteiger in den Markt dieses Konzept aufgegriffen und Musikrechte zu einem Anlage- und auch Spekulationsobjekt gemacht.

 
Hipgnosis Songs Fund[62]

Ein solches Unternehmen ist der börsennotierte Hipgnosis Songs Fund. Während sich Primary Wave als Musikverlag definiert, ist Hipgnosis einen Schritt weitergegangen und bezeichnet sich als „Song Manager, (…) who can protect the meaning and secure the financial future of the creator’s songs“.[63]

Hipgnosis wurde 2018 vom ehemaligen CEO der Sanctuary Group und Musikmanager Merck Mercuriadis gegründet und ging bereits im Juli desselben Jahres an die Londoner Börse, um Anlegerkapital für die Akquisition von Musikrechtekatalogen einzusammeln. Die Auswahl, welche Kataloge erworben werden sollen, trifft die Hipgnosis Song Management Ltd., für die ein aus namhaften MusikerInnen, ProduzentInnen und RechtsberaterInnen bestehendes Investment Adviser Board tätig ist.[64]

Bereits am 11. Juli 2018 wurden mit dem Kauf eines 75-Prozentanteils am 302 Titel umfassenden Songkatalog von Terius Y. Nash, besser bekannt als The-Dream, der auch im Investment Adviser Board sitzt, die erste Akquisition über US $23,25 Mio. getätigt.[65] Nash zeichnet für zahlreiche Charterfolge wie Rihannas „Umbrella“, Beyoncés „Single Ladies (Put a Ring on It)“ oder Mariah Careys „Touch My Body“ verantwortlich.[66] In der Folge wurden 2018 noch weitere 11 Musikkataloge mit mehr als 3.000 Songs von namhaften MusikerInnen und SongwriterInnen gekauft.[67]

Im Geschäftsjahr 2019/20, das mit 31. März 2020 endete, wurde die aggressive Akquisitionstätigkeit mit dem Erwerb von weiteren 42 Kataloge bzw. 10.180 Songs fortgesetzt, darunter der Verlagskatalog der Chainsmokers (42 Songs, darunter „Closer“)[68], Timbaland (108 Songs, Alben und Songs von Justin Timberlake, Nelly Furtado, Jay Z, Rihanna und Drake)[69] und ein 70‑Prozentanteil am Katalog von Mark Ronson (315 Songs, darunter „Upton Funk!“ und „Shallow“).[70] Finanziert wurden die Akquisitionen durch die Ausgabe von Vorzugsaktien, sogenannte Class C Shares, die zum Substanzwert später in Stammaktien umgewandelt werden, nachdem die Emissionserlöse gemäß der Anlagerichtlinien, im konkreten Fall zum Kauf von Musikrechten, investiert wurden.[71]

Diese Finanzierungsmethode wurde auch im Geschäftsjahr 2020/21 angewandt, um weitere 84 Kataloge mit 50.807 Songs um umgerechnet US $1,1 Mrd.[72] zu kaufen. Besonderes mediales Aufsehen erregte der Kauf eines 50-Prozentanteils an den Verlags- und Autorenrechten des 590 Songs umfassenden Katalogs von Neil Young um geschätzte US $150 Mio.[73] sowie 100 Prozent an den Verlagsrechten von 145 Shakira-Songs.[74] Um dieses Milliardeninvestment zu stemmen, der den Nettogesamtwert des Katalogs am 31. März 2021 auf US $1,88 Mrd. erhöhte,[75] benötigte der Hipgnosis Songs Fund allerdings noch eine zusätzliche Kreditlinien in der Höhe von US $600 Mio., die durch ein Kreditkonsortium unter der Führung der Bank JP Morgan Chase zur Verfügung gestellt wurde.[76]

Die steigenden Finanzierungskosten sind wohl ein Grund, warum im darauffolgenden Geschäftsjahr 2021/22 die Akquisitionstätigkeit massiv zurückgefahren wurde.[77] So wurde der Gesamtkatalog bis August 2021 um lediglich 1.315 Songs erweitert und danach wurden gar keine Zukäufe mehr getätigt.[78] Ein weiterer Grund könnte aber sein, dass sich im Oktober 2021 die US-Investmentgesellschaft Blackstone Group an der Hipgnosis Song Management Ltd. (HSM) beteiligt und rund US $1,0 Mrd. für den Erwerb weiterer Kataloge zur Verfügung gestellt hat. Die neuen Akquisitionen werden aber nicht über den börsennotierten Hipgnosis Songs Fund abgewickelt, sondern über die den privaten Hipgnosis Songs Capital Fund.[79] Allerdings kann sich der Hipgnosis Songs Fund mit 20 Prozent an allen Akquisitionen des von Blackstone finanzierten Fonds beteiligen.[80]

Der Einstieg eines der weltweit größten Investmentgesellschaften bei Hipgnosis ist ein weiteres Indiz dafür, das Musikrechte zu einem Anlage- und Spekulationsobjekt geworden sind. Hipgnosis ist auch das erste Unternehmen, dass sich als ein Musikrechtefonds positioniert, der seinen AnlegerInnen entsprechende Renditen verspricht. Ob diese Entwicklung für das Kulturgut Musik abträglich ist oder auch Vorteile bietet, soll an anderer Stelle noch ausführlich erörtert werden, hier kann abschließend gesagt werden, dass sich das Musikverlagsbusiness in den letzten Jahren nachhaltig verändert hat und neue Akteure wir Primary Wave, Hipgnosis, Round Hill oder Reservoir sowie Investmentgesellschaften in den Musikrechtemarkt eingestiegen sind, weil sie sich Gewinne versprechen.

In den folgenden Teilen dieser Serie „Musik als Investment“ werden in ausführlichen Fallstudien die Aktivitäten der BMG Rights Management, von Primary Wave, dem Hipgnosis Songs Fund und noch weiteren neuen Akteuren im Geschäft mit Musikrechten dargestellt und analysiert. In einem abschließenden Beitrag wird dann die aktuelle Entwicklung am Musikrechtemarkt kritisch reflektiert und ein Erklärungsansatz geliefert, warum gerade jetzt Musik zu einem Anlage- und Spekulationsobjekt geworden ist.

 
 

Endnoten

[1] Music Business Worldwide, „Universal buys Bob Dylan publishing rights, acquiring catalog worth hundreds of millions of dollars„, 7. Dezember 2020, Zugriff am 26.08.2022.

[2] Music Business Worldwide, „Paul Simon sells song catalog to Sony Music Publishing„, 31. März 2021, Zugriff am 26.08.2022 und Music Business Worldwide, „The important detail of Bruce Springsteen’s $500m-plus catalog sale to Sony Music Group„, 17. Dezember 2021, Zugriff am 26.08.2022.

[3] Music Business Worldwider, „Sony Music acquires Bob Dylan’s recorded music catalog„, 24. Januar 2022, Zugriff am 26.08.2022.

[4] Ibid.

[5] Sony Music Group-Presseaussendung, „Sony Music Group Announces Acquisition of Bruce Springsteen’s Music Catalogs„, 16. Dezember 2021, Zugriff am 26.08.2022.

[6] UMPG-Presseaussendung, „Bruce Springsteen signs with UMPG to globally administer iconic catalog„, 31. Juli 2017, Zugriff am 26.08.2022.

[7] Music Business Worldwide, „The important detail of Bruce Springsteen’s $500m-plus catalog sale to Sony Music Group„, 17. Dezember 2021, Zugriff am 26.08.2022.

[8] Music Business Worldwide, „Sony spent an average of $91m on music catalog acquisitions every month over the past 10 months„, 14. März 2022, Zugriff am 26.08.2022.

[9] Music Business Worldwide, „Universal Music Group spent $459m on catalog acquisitions last year… less than half what it spent in 2020„, 3. März 2022, Zugriff am 26.08.2022.

[10] Music Business Worldwide, „Sting sells song catalog to Universal for $300m+„, 10. Februar 2022, Zugriff am 26.08.2022.

[11] UMG-Presseaussendung, „Universal Music group acquires Neil Diamond’s complete song catalogue and all master recordings„, 28. Februar 2022, Zugriff am 26.08.2022.

[12] Music Business Worldwide, „Warner buys David Bowie song catalog for $250m+„, 3. Januar 2022, Zugriff am 26.08.2022.

[13] Music Business Worldwide, „Confirmed: Warner paid $400m in cash to acquire 300 Entertainment„, 18. Dezember 2021, Zugriff am 26.08.2022.

[14] Music Business Worldwide, „BlackRock teams with Warner to launch new $750m music-buying fund via Influence Media„, 24. Februar 2022, Zugriff am 26.08.2022.

[15] Wall Street Journal, „BlackRock, Warner Music Invest $750 Million in Female and Diverse Artists„, 24. Februar 2022, Zugriff am 26.08.2022.

[16] Music Business Worldwide, „At least $5 billion was spent on music rights acquisitions in 2021. Could 2022 be even bigger?„, 10. Januar 2022, Zugriff am 28.06.2022.

[17] Eine ausführliche Fallstudie zur BMG Rights Management folgt im zweiten Teil der Serie „Musik als Investment“.

[18] Reuters, „Universal Music closes on BMG, asset sales expected„, 25. Mai 2007, Zugriff am 28.08.2022.

[19] Financial Times, „Bertelsmann forms music duo with KKR„, 7. Juli 2009, Zugriff am 28.08.2022.

[20] Billboard, „BMG Has $500 Million To Spend„, 31. August 2010, Zugriff am 17.08.2022.

[21] Billboard, „BMG Rights Management to Purchase Bug Music„, 12. September 2011, Zugriff am 17.08.2022.

[22] Billboard, „BMG Beats Warner/Chappell to ‚New Wave‘-Heavy EMI Publishing Divestitures for $90 Million„, 20. Dezember 2012, Zugriff am 17.08.2022.

[23] Billboard, „Bertelsmann Buys Out BMG for $390M„, 1. März 2013, Zugriff am 18.08.2022.

[24] Siehe dazu: Jahresberichte der Bertelsmann AG, 2013-2019.

[25] Musicweek, „BMG buys Mute catalogue from Universal„, 21. Dezember 2012, Zugriff am 18.08.2022.

[26] Billboard, „Universal Sells Sanctuary Label to BMG„, 14. Februar 2013, Zugriff am 18.08.2022.

[27] Music Business Worldwide, „BMG acquires Australian indie publisher and label Alberts„, 5. Juli 2016, Zugriff am 28.08.2022.

[28] Music Business Worldwide, „It’s official: BMG paid $103m for Broken Bow Records and its parent„, 18. Mai 2017, Zugriff am 28.08.2022.

[29] BMG Presseaussendung, „BMG launches full-service international sound agency BMG Production Music„, 6. Februar 2017, Zugriff am 23.08.2022.

[30] Music Business Worldwide, „BMG buys bundle of Tina Turner rights in music’s latest big-money deal„, 6. Oktober 2021, Zugriff am 22.08.2022.

[31] Music Business Worldwide, „BMG acquires music interests of Scottish rock band Simple Minds„, 19. Juli 2022, Zugriff am 22.08.2022.

[32] Music Business Worldwide, „BMG buys bundle of Tina Turner rights in music’s latest big-money deal„, 6. Oktober 2021, Zugriff am 22.08.2022.

[33] Music Business Worldwide, „BMG and KKR are ready to spend $1bn on music copyrights – and that’s just for starters …„, 6. April 2021, Zugriff am 22.08.2022.

[34] Music Business Worldwide, „Now John Legend sells: BMG and KKR buy catalog from All Of Me hitmaker„, 7. Januar 2022, Zugriff am 22.08.2022.

[35] Bertelsmann AG Presseaussendung, „BMG als viertgrößtes Musikunternehmen der Welt bestätigt„, 7. Juni 2022, Zugriff am 28.08.2022.

[36] Siehe dazu ein Interview mit BMG Rights Management CEO Hartwig Masuch am 1. März 2013 im Billboard Magazine: „BMG CEO Hartwig Masuch On Buying Out KKR: ‚We No Longer Need The Old Label System'“, 1. März 2013, 18.08.2022.

[37] Eine ausführliche Fallstudie zum Primary Wave folgt im Teil 3 der Serie „Musik als Investment“.

[38] Music Business Worldwide, „Primary Wave agrees $150m deal with BMG„, 3. September 2013, Zugriff am 29.08.2022.

[39] Forbes, „Smells Like New Revenue„, 24. Oktober 2006, Zugriff am 29.08.2022.

[40] Billboard, „Primary Wave Lands Lennon Share„, 13. April 2007, Zugriff am 29.08.2022.

[41] Reuters, „Dozier catches Primary Wave„, 30. Juli 2007, 29.08.2022.

[42] Primary Wave-Presseaussendung, „Primary Wave acquires an interest in the song catalog of Maurice White„, 23. Mai 2007, Zugriff am 29.08.2022.

[43] Billboard, „Primary Wave Increases Stake In Hall & Oates Songs„, 18. Mai 2007, Zugriff am 29.08.2022.

[44] Musikwoche, „Primary Wave will Nirvana-Katalog versilbern„, 29. Oktober 2007, Zugriff am 29.08.2022.

[45] Primary Wave-Presseaussendung, „Primary Wave: The Turning Point„, 5. September 2013, Zugriff am 29.08.2022.

[46] Billboard, „Primary Wave Nabs $125 Million Financial Partnership„, 9. Mai 2013, Zugriff am 29.08.2022.

[47] Variety, „Evolution Management Merging into Primary Wave„, 10.November 2014, Zugriff am 29.08.2022.

[48] The Hollywood Reporter, „Primary Wave Merges Talent Management Division With Intellectual Artists Management„, 21. Januar 2015, Zugriff am 29.08.2022.

[49] Primary Wave Presseaussendung, „Primary Wave partners with Steve Cropper in the ownership of his music publishing catalogue„, 4. April 2016, Zugriff am 29.08.2022.

[50] Billboard, „Primary Wave’s CEO Explains a New $300 Million BlackRock Partnership, Getting Smokey Robinson a Sneaker Deal„, 28. September 2016, Zugriff am 29.08.2022.

[51] Music Business Worldwide, „Primary Wave Music Publishing acquires 50% stake in Whitney Houston Estate„, 20. Mai 2019, Zugriff am 30.08.2022.

[52] Music Business Worldwide, „Primary Wave buys Culture Club catalog stake in ‚multi-million dollar deal‘„, 29. Juni 2019, Zugriff am 30.08.2022.

[53] Music Business Worldwide, „Primary Wave agrees ‚multi-million deal‘ to acquire majority stake in Ray Charles‘ pre-1964 publishing catalog„, 20. Mai 2020, Zugriff 30.08.2022.

[54] Wall Street Journal, „Stevie Nicks Sells Stake in Songwriting Catalog„, 4. Dezember 2020, Zugriff am 30.08.2022.

[55] Music Business Worldwide, „Primary Wave buys legendary Sun Records in $30m deal, including masters for Johnny Cash, Jerry Lee Lewis„, 28. Januar 2021, Zugriff am 30.09.2022.

[56] Music Business Worldwide, „Primary Wave raises $375m investment from Oaktree Capital, sells minority stake„, 11. Juni 2021, Zugriff am 30.08.2022.

[57] Wall Street Journal, „Publisher Buys Stakes From Prince’s Heirs in Bid to Steer Singer’s Legacy„, 30. Juli 2021, Zugriff am 30.08.2022.

[58] Music Business Worldwide, „Primary Wave acquires stake in bundle of James Brown rights in $90m deal„, 13. Dezember 2021, Zugriff am 30.08.2022.

[59] Music Business Worldwide, „Primary Wave has over $1 billion to spend on music rights… and it’s not wasting any time„, 20. Dezember 2021, Zugriff am 30.08.2022.

[60] Music Business Worldwide, „Primary Wave spends $60m on stakes in Paul Rodgers and America catalogs„, 12. Januar 2022, Zugriff am 30.08.2022.

[61] Music Business Worldwide, „Primary Wave buys Bob Dylan’s share of The Traveling Wilburys„, 11. Mai 2022, Zugriff am 30.08.2022.

[62] Eine ausführliche Fallstudie zum Primary Wave folgt in den Teilen 4 und 5 der Serie „Musik als Investment“.

[63] Jahresbericht Hipgnosis Songs Fund Ltd. 2021, S. 23.

[64] Jahresbericht Hipgnosis Songs Fund Ltd. 2022, S. 36-37.

[65] Music Business Worldwide, „Merck Mercuriadis fund pays $23m to buy 75% stake in The-Dream catalog„, 11. Juli 2018, Zugriff am 07.07.2022.

[66] Wikipedia, „The-Dream„, o.D., Zugriff am 07.07.2022.

[67] Jahresbericht Hipgnosis Songs Fund Ltd. für die Periode vom 8. Juni 2018 bis 31. März 2019, S. 5.

[68] Wikipedia, „The Chainsmokers„, o.D., Zugriff am 08.07.2022.

[69] Music Business Worldwide, „Timbaland catalog acquired by Hipgnosis Songs Fund„, 16. Oktober 2019, Zugriff am 08.07.2022.

[70] Music Business Worldwide, „Hipgnosis acquires majority stake in Mark Ronson catalog, including Uptown Funk and Shallow„, 23. April 2020, Zugriff am 08.07.2022.

[71] Jahresbericht Hipgnosis Songs Fund Ltd. 2020, S. 10.

[72] Aufgrund neuer gesetzlicher Auflagen wurde die Berichtswährung im Geschäftsjahr 2020/21 von britischen Pfund (GBP) in US-Dollar (US$) geändert (Jahresbericht Hipgnosis Songs Fund Ltd. 2021, S. 10).

[73] Music Business Worldwide, „Hipgnosis acquires 50% of Neil Young’s song catalog for around $150m„, 6. Januar 2021, Zugriff am 11.07.2022.

[74] Music Business Worldwide, „Hipgnosis buys 100% of Shakira’s publishing catalog, spanning 145 songs„, 13. Januar 2021, Zugriff am 11.07.2022.

[75] Jahresbericht Hipgnosis Songs Fund Ltd. 2021, S. 141.

[76] Jahresbericht Hipgnosis Songs Fund Ltd. 2021, S. 144-147.

[77] Jahresbericht Hipgnosis Songs Fund Ltd. 2022, S. 11.

[78] Jahresbericht Hipgnosis Songs Fund Ltd. 2022, S. 9.

[79] Blackstone press release, „Blackstone and Hipgnosis Song Management launch $1 billion partnership to invest in songs, recorded music, music IP and royalties„, 12. Oktober 2022, Zugriff am 09.08.2022.

[80] Jahresbericht Hipgnosis Songs Fund Ltd. 2022, S. 11.
 
 


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