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9. Vienna Music Business Research Days 2018 „Music Life Is Live“

Während die phonografische Industrie in den letzten beiden Jahrzehnten mit starken Umsatzrückgängen zu kämpfen hatte, erfreute sich das Live-Musikbusiness zur gleichen Zeit eines Booms, der sich in steigenden BesucherInnen-Zahlen und immer mehr Veranstaltungen auch messen lässt. Konzerte wurden zur wichtigsten Einnahmequelle für die KünstlerInnen, wodurch das Musikbusiness heutzutage in erster Linie live ist. Unter diesem Titel widmen sich die 9. Vienna Music Business Research Days vom 12.-14. September 2018 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien dem Live-Musiksektor.
 
 
 

9. Vienna Music Business Research Days zu „Music Life Is Live“


 
12.-14. September 2018

Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw), Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien

Tickets für die passive Teilnahme um EUR 50.- gibt es auf unserem Ticketingportal bei ntry.

Das detaillierte Programm der 9. Vienna Music Business Research Days kann hier nachgelesen werden: https://musicbusinessresearch.wordpress.com/vienna-music-business-research-days-2/

 


 

9. Vienna Music Business Research Days zu „Music Life Is Live“

 
Nach dem Measuring-Music-Report von UK Music trug die Live-Musikindustrie 2016 im Vereinigten Königreich mit rund 1 Milliarde £ wesentlich mehr zur Wirtschaftsleistung des Landes bei als jeder andere musikwirtschaftliche Sektor. Das UK-Konzertbusiness beschäftigte 28.538 Personen und somit mehr als das Dreifache als die phonografische Industrie. 2016 haben 30,9 Millionen Personen ein Konzert oder ein Musikfestival in Großbritannien besucht, was einer Steigerung von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Allein die Musikfestivals wurden 2016 von 3,8 Millionen BesucherInnen frequentiert.

Auch hierzulande boomt seit Jahren das Geschäft mit Konzerten und Festivals. Das Nova Rock- und das Frequency-Festival waren dieses Jahr schon vor Veranstaltungsbeginn ausverkauft und es schießen ständig neue Live-Musikevents aus dem Boden. Insgesamt hat sich der Wettbewerb am österreichischen Live-Musikmarkt in den letzten Jahren intensiviert. Die angestammten heimischen Großveranstalter werden nun durch die international agierende Konzerne wie Live Nation oder die deutsche CTS Eventim herausgefordert. Für die KünstlerInnen kann diese Konkurrenzsituation nur von Vorteil sein, wenn es um das Verhandeln höherer Gagen geht. Allerdings profitieren von den sich international oligopolisierenden Marktstrukturen meist nur die Superstars und großen Veranstalter, wohingegen kleine lokale Promotoren und weniger bekannte KünstlerInnen unter einem immer mehr gesättigten Markt leiden.

Diese Themen werden in Vorträgen und Diskussionen im Rahmen der 9. Vienna Music Business Research Days mit internationalen ExpertInnen am 14. September 2018 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien vertieft. Professorin Beate Flath wird in ihrem Einführungsvortrag die wirtschaftliche aber auch politische Relevanz von Musikfestivals analysieren und im Anschluss daran eine Podiumsdiskussion zum Thema „The Political Economics of Music Festivals“ leiten. Es diskutieren Axel Ballreich (LiveKomm, Hamburg), Peter Smidt (Eurosonic Noorderslag Festival, Niederlande), Martin Cloonan (Universität Turku, Finnland) und Detlef Schwarte (Reeperbahn Festival Hamburg). Den Vormittag beschließt Professor Erik Hitters von der Erasmus Universität Rotterdam mit der Präsentation von Zwischenergebnissen eines laufenden Forschungsprojekts, in dem die Wertgenerierung für MusikerInnen und Kommunen durch das niederländische Live-Musikbusiness untersucht wird.

Der Nachmittag des 14. Septembers ist dann ganz der Analyse des internationalen Konzert- und Touringbusiness gewidmet. Konzertagent und Buchautor Berthold Seliger („Das Geschäft mit der Musik“, 2013 und „Klassikkampf“, 2017) wird sich in seiner Keynote „Empire Business or Cultural Diversity“ kritisch mit den aktuellen Entwicklungen im internationalen Konzertbetrieb auseinandersetzen. Princeton-Professor Alan Krueger, der auch Chefökonom in der Obama-Administration war, steuert dann über Videokonferenz eine Analyse über die Wechselwirkung zwischen dem Live-Musikmarkt und der phonografischen Industrie bei. In der anschließenden Podiumsdiskussion analysieren unter der Moderation von Berthold Seliger dann Jake Beaumont-Nesbitt (International Music Managers Forum, London), Ernst L. Hartz (E. L. Hartz Promotion Bonn), Harry Jenner (Frequency Festival) und Peter Jenner (Veranstalter der ersten Gratiskonzerte im Londoner Hyde Park, z.B. 1969 mit den Rolling Stones), wie sich das internationale Konzertbusiness in den letzten Jahrzehnten verändert hat und was die Zukunft für das Live-Geschäft bringen wird.

Der Konferenztag am 13. September bietet zudem Vorträge zu aktuellen Forschungsergebnissen von Musikwirtschaftsforscherinnen und -forschern aus den USA, Spanien, Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Die Bandbreite der Vorträge reicht von der KünstlerInnen-Markenbildung über YouTubes „Value Gap“ bis hin zu neuen Datenanalyse-Tools für Ticketingunternehmen.

Abgerundet werden die Vienna Music Business Research Days wie jedes Jahr durch den Young Scholars‘ Workshop am 12. September im Großen SE-Raum am IKM, in dem Master- und PhD-Studierende aus aller Welt ihre Forschungsprojekte vorstellen und mit ausgewiesenen Musikwirtschaftsforscherinnen und -forschern diskutieren. In diesem Jahr wurden Studierende aus Deutschland, den Niederlanden, Norwegen, Spanien und Tschechien für den Workshop ausgewählt.

 

Kurz zusammengefasst:

9. Vienna Music Business Research Days zu „Music Life Is Live“, 12.-14. September 2018

Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw), Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien

Tickets für die passive Teilnahme um EUR 50.- gibt es auf unserem Ticketingportal bei ntry.

Rückfragen unter: Tschmuck@mdw.ac.at

 

Das detaillierte Programm der 9. Vienna Music Business Research Days kann hier nachgelesen werden: https://musicbusinessresearch.wordpress.com/vienna-music-business-research-days-2/

 

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