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Determining Factors on Digital Change in the Music Industries – Zusammenfassung des Musikwirtschafts-Jour-fixe am 18.01.2017

Am 18. Januar 2017 hat Daniel Nordgård von der University of Agder in Kristiansand/Norwegen die Kernaussagen seiner Dissertation „Determining Factors on Digital Change in the Music Industries“ im Musikwirtschafts-Jour-fixe zusammen gefasst. Er zeigte dabei auf, dass der phonografische Markt in Norwegen – so wie andere skandinavische Märkte auch – in den letzten Jahren Dank des Streamingbooms zwar gewachsen ist, aber der Anteil des heimischen nationalen Repertoires zugunsten internationaler Hits gesunken ist. Daniel Nordgård führt das auf die geänderten NutzerInnen-Gewohnheiten in der Digitalisierung zurück, die sich darin manifestieren, dass Streaming so wie Radio konsumiert wird. Es daher auch wenig überraschend, dass die Streaming-Charts in Norwegen die Radio-Airplay-Charts in etwa widerspiegeln.

Hier kann die Präsensation heruntergeladen werden.

 

Daniel Nordgård: „Determining Factors on Digital Change in the Music Industries“

Daniel Nordgård führte auch aus, wie die Verantwortlichen im Musikbusiness auf Digitalisierung und die Krise der phonografischen Industrie reagiert haben. Dabei konnte er auf die Mitschnitte der Kristiansand-Round-Table-Gespräche zurückgreifen, die er seit 2007 ausgewertet hat. Im informellen Kreis haben sich dabei führende VertreterInnen der phonografischen Industrie, des Musikverlagswesens, der Verwertungsgesellschaften und der Musikmanagement-Agenturen über die aktuellen Entwicklungen durchaus auch (selbst‑)kritisch ausgetauscht. Die Mitschnitte belegen, dass der Pessimismus, der noch Mitte des 2000er-Jahre noch geherrscht hat, langsam einem Optimismus über die Entwicklung des digitalen Musikmarktes und insbesondere des Streamings gewichen ist. Dennoch wurden in den Gesprächen auch Konfliktlinien zwischen den IndustrievertreterInnen selbst aber auch zu eingeladenen Gästen aus dem Telekommunikationsbereich und der Internetindustrie sichtbar. Insbesondere hat sich die kosten- und zeitaufwändige Klärung der jeweiligen Rechte als zentral heraus kristallisiert. Projekte, wie die Global Repertoire Database (GRD) oder da International Music Registry (IMR), wurden während der Round-Table-Gespräche sogar initiiert, aber die Konflikte darüber konnten nicht ausgeräumt werden und haben die Ambitionen, eine globale Clearingstelle für Musikrechte zu schaffen, letztendlich zu Fall gebracht. In seinem Vortrag lieferte Daniel Nordgård Einblick in diese konfliktträchtigen Diskussionen, die bis heute noch nicht abgeschlossen sind.

 

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