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Die US-Musikindustrie vs. die FilesharerInnen – Teil 1: Die RIAA vs. John Doe

Die Musikindustrie geht in ihrem Kampf gegen das Filesharing nicht nur gegen kommerziell orientierte Anbieter von Filesharing- und Filehosting-Software vor, sondern auch gegen individuelle FilesharerInnen, die sich privat und nur zum Spaß Musik aus Tauschbörsen beschafft und im Netz weiter gegeben haben. Allein in den USA hat der hiesige Musikindustrieverband – Recording Industry Association of America (RIAA) – mehr als 35.000 InternetnutzerInnen, die Filesharing betrieben haben, ausforschen lassen, um sie mit Schadenersatzklagen in Millionenhöhe zu bedrohen. Der Großteil dieser Fälle wurde auf außergerichtlichem Weg mit Abschlagszahlungen um die US $3.000 aus der Welt geschafft. Aber zwei Fälle, jene der alleinerziehenden Mutter von vier Kindern, Jammie Thomas-Rasset und jener des Physikstudenten Joel Tenenbaum, landeten vor Gericht und endeten mit Schuldsprüchen, die Schadenersatzzahlungen in der Höhe von US$ 222.000 für 24 geteilte Musikfiles (Thomas-Rasset) und US $675.000 für 30 Musik-MP3s (Tenenbaum) nach sich zogen.

In der Serie „Die US-Musikindustrie vs. die FilesharerInnen“ wird die Klagswelle der RIAA gegen einzelne FilesharerInnen im Allgemeinen sowie die beiden gerichtsanhängigen Verfahren gegen Thomas-Rasset und Tenenbaum im Besonderen analysiert und die Strategie vor allem der Musikkonzerne, die Kontrolle über die Musikdistribution zurück zu erlangen, aufgezeigt.

Im Teil 1 der Serie – „Die RIAA vs. John Doe“ – wird zunächst die vom 8. September 2003 bis 19. Dezember 2008 mehr als fünf Jahre andauernde Klagswelle gegen mehr als 35.000 InternetnutzerInnen genau unter die Lupe genommen.

Die US-Musikindustrie gegen die FilesharerInnen – Teil 1: Die RIAA vs. John Doe

John Doe ist der amerikanische Otto Normalverbraucher. Der Name steht für den Durchschnittsmenschen aus der Masse. Damit werden aber auch Personen bezeichnet, z.B. Leichen, die nicht identifiziert werden können. Ursprünglich wurde aber John Doe in England als Platzhalter für fiktive Personen in einem Prozess verwendet. In diesem Sinn wird der Begriff John Doe heute noch in den USA in Gerichtsverfahren angewandt, wenn Prozessparteien entweder anonym bleiben wollen oder nicht identifiziert werden können.[1] Genau das ist der Fall bei jenen Klagen, die die Recording Industry Association of America (RIAA) von 2003 bis 2008 gegen schätzungsweise 35.000 Personen, über deren Internetverbindungen Filesharing betrieben wurde, angestrengt hatte.[2] Da in den meisten Fällen die Identität dieser Personen erst geklärt werden musste, weil nur die IP-Adresse ihres Internetanschlusses bekannt war, wurden die Klagen gegen John Doe eingeleitet.

Der Auftakt zur massenhaften Verfolgung von Personen, die Filesharing betrieben haben, setzte die RIAA Anfang April 2003. Vier College-Studenten[3] wurde vorgeworfen, dass sie Suchmaschinen entwickelt und bereitgestellt hätten, um in den jeweiligen Intranets ihrer Universitäten den Austausch von Musikdateien zu ermöglichen.[4] In der Klage der RIAA gegen Joseph Nievelt[5] liest sich das so: „Defendant has hijacked an academic computer network and installed on it a marketplace for copyright piracy that is used by others to copy and distribute music illegally. In addition to operating this piracy marketplace that facilitates direct copyright infringement by others, Defendant is committing direct copyright infringement himself by copying and distributing hundreds of sound recordings over his system without the authorization of the copyright owner.“ Daraus wäre den klagenden Musiklabels ein irreparabler Schaden entstanden. Für jede Urheberrechtsverletzung forderten die Kläger den maximalen Schadenersatz (statutory damage) von US $150.000.[6] Bei insgesamt 198 Musiktitel, die Nievelt nachgewiesener Maßen geteilt hatte,[7] beliefen sich die Schadenersatzansprüche auf US $29,7 Mio. Ähnlich gelagert waren die Klagen gegen Daniel Peng[8], Aaron Sherman[9] und Jesse Jordan[10]. Dementsprechend hoch vielen auch die Schadenersatzansprüche gegen Daniel Peng (US $28,8 Mio. für 192 Songs), Aaron Sherman (US $31,2 Mio. für 208 Songs) und Jesse Jordan (US$ 20,85 Mio. für 139 Songs) aus. Angesichts der eindeutigen Rechtslage und der damit verbundenen exorbitant hohen Schadenersatzforderungen, blieb den vier Studierenden nichts anderes übrig als sich mit den klagenden Musikfirmen zu vergleichen. Die Strafzahlungen fielen mit US$ 12.000 bis US $17.500 pro Person aber immer noch empfindlich hoch aus.[11]

Trotz der negativen Schlagzeilen, die die juristischen Maßnahmen gegen die vier Studenten nach sich zogen, legte die RIAA im Sommer 2003 nach. In einer Presseaussendung vom 8. September 2003 kündigte die RIAA „the first wave of what could ultimately be thousands of civil lawsuits against major offenders who have been illegally distributing substantial amounts (…) of copyrighted music on peer-to-peer networks“ an.[12] Die RIAA ließ über spezialisierte Firmen massenhaft IP-Adressen von Filesharing-NutzerInnen und die damit verbundenen Informationen über die geteilten Files sammeln, damit Klagen gegen FilesharerInnen vorbereitet werden konnten.[13] Der Grund für diese nicht gerade populäre Vorgehensweise war zum einen die gerichtliche Niederlage, die die RIAA im April 2003 gegen Grokster und Morpheus (KaZaA-Fall) einstecken hatte müssen. Aufgrund dieses Urteils war es nicht mehr möglich, die Bereitsteller von Filesharing-Software gerichtlich wegen Beihilfe zu Urheberrechtsverletzungen zu belangen.[14] Ein weiterer Grund war, dass die RIAA Anfang Juni 2003 gegen den Internetservice-Provider (ISP) Verizon einen Erfolg vor Gericht verbuchen konnte. Der US-amerikanische Musikindustrieverband hatte im August 2002 Verizon Internet Services aufgefordert,[15] die Identität von NutzerInnen der KaZaA-Filesharing-Plattform preiszugeben.[16] Ein Bezirksgericht im District Columbia hatte die erste strafbewehrte rechtliche Anordnung (Subpoena) am 21. Januar 2003[17] und die zweite von der RIAA eingebrachte Subpoena am 24. April 2003[18] bestätigt. Da die Berufung[19] von Verizon keine aufschiebende Wirkung erlangte, mussten Verizon sowie andere beklagte Internetservice-Provider die Identität ihrer KundInnen, über deren Internetanschlüsse Filesharing-Aktivitäten nachgewiesen werden konnten, preisgeben.[20]

Die RIAA nutzte nun die Gelegenheit und schickte zwischen August und September 1.500 strafbewehrte rechtliche Androhungen an Internetservice-Provider in den gesamten USA aus.[21] Ab 8. September 2003 wurden dann die 261 Klagen gegen FilesharerInnen bei Gericht eingebracht.[22] Dass es dabei auch zu falschen Anschuldigungen kam, weil in Einzelfällen von den ISPs nicht die richtigen Namen zu den ausgeforschten IP-Adressen an den Musikindustrieverband weitergeleitet worden waren, nahm die RIAA in Kauf. Eine RIAA-Sprecherin wurde diesbezüglich in den Medien mit den Worten zitiert: „When you fish with a net, you sometimes are going to catch a few dolphins.“[23] Von einem solchen „Fang“ berichtete die New York Times[24] am 25. September 2003. Eine 66jährige, pensionierte Lehrerin wurde von der RIAA mit einer Millionenklage bedroht, weil sie angeblich tausende Songs, darunter vor allem Hardcore-Rap von Snoop Doogy Dog, über KaZaA geteilt hätte. Da die Beklagte nachweisen konnte, dass auf ihrem Mac, den sie lediglich für E-Mails verwendete, die besagte KaZaA-Software gar nicht installiert war und sie sicherlich kein Fan von Gangsta-Rap wäre, ließ die RIAA die Millionenklage fallen.

Die meisten anderen Fälle gingen weniger glimpflich aus. Eine alleinerziehende Mutter, die in einer Sozialwohnung in New York City lebte, musste in einem außergerichtlichen Vergleich über US $2.000 eine Millionenklage abwenden, weil die 12jährige Tochter über ihren Internetanschluss das Filesharing-Netzwerk KaZaA benutzt hatte.[25]

Die öffentliche Empörung über die Vorgehensweise der RIAA veranlasste die Verantwortlichen im Industrieverband, die Taktik zu ändern. Anstatt gleich Klage gegen die FilesharerInnen einzureichen, wurden ab Oktober 2003 Mahnschreiben ausgesandt, die es den Beschuldigten ermöglichte, sich außergerichtlich zu vergleichen, bevor Klage vonseiten der RIAA erhoben wurde.[26] Im Durchschnitt mussten die ertappten FilesharerInnen US $3.000 an den Musikindustrieverband bezahlen, um eine Klage abzuwenden.[27] Wer sich allerdings nicht vorab vergleichen wollte, wurde von der RIAA weiterhin verklagt.[28]

Die rechtliche Lage änderte sich aber mit dem Spruch des Berufungsgerichts im Fall RIAA gegen Verizon am 19. Dezember 2003. Der Richtersenat kippte die beiden erstinstanzlichen Urteile bezüglich strafbewehrter rechtlicher Anordnung (Subpoena), weil diese nur dann anzuwenden wäre, wenn das urheberrechtlich geschützte Material direkt auf den Servern der ISPs gespeichert worden wäre. Eine Subpoena gegenüber den ISPs ist aber unzulässig, wenn die Urheberrechtsverletzungen durch die InternetnutzerInnen mit ihren eigenen Computern begangen werden. Da Verizon keine Möglichkeit hat, die Urheberrechtsverletzung durch Zugriff auf die privaten Rechner zu verhindern, kann auch die Herausgabe der Identitätsdaten der UrheberrechtsverletzerIn ohne vorhergehenden richterlichen Beschluss nicht erzwungen werden.[29]

Die RIAA ging gegen dieses Urteil sofort in Berufung und rief das US Höchstgericht wegen einer letztgültigen Klärung des Falles an.[30] Der Supreme Court wies aber im Oktober 2004 die RIAA-Berufung ab und bestätigte die Entscheidung des Berufungsgerichts.[31] Damit war dem Aussenden von strafbewährten rechtlichen Anordnungen an ISPs ein Ende gesetzt. Bis dahin hatte die RIAA aber bereits 3.000 Subpoena ausgesandt und mehr als 400 Klagen auf dieser Basis eingebracht.[32]

Die Niederlage vor Gericht zwang die RIAA, abermals ihre Strategie im Kampf gegenüber individuellen FileshareInnen zu ändern. Am 21. Januar 2004 sandte die RIAA erneut 532 Klagen gegen John Doe,[33] also gegen noch unbekannte InternetnutzerInnen aus, deren IP-Adressen aber identifiziert werden konnten. Nach Einbringung der Klage wurden die Gerichte angerufen, strafbewährte rechtliche Anordnungen (Subpoena) gegenüber den ISPs zu autorisieren. Nach Klärung der Identität der InternetnutzerInnen, wurden ihnen dann Mahnschreiben mit einer Klagsdrohung zugestellt. Die meisten Betroffenen ließen es gleich gar nicht auf eine Klage ankommen und verglichen sich mit der RIAA außergerichtlich mit Zahlungen um die US $3.000 aber auch mehr.[34]

Trotz des nunmehr aufwändigeren Verfahrens, die Identität von FilesharerInnen zu klären, stieg die Zahl der Klagen im Jahr 2004 sprunghaft auf mehr als 500 pro Monat an. Ab Juli 2004 wurden dann rund 750 Personen pro Monat von der RIAA mit einem Mahnschreiben bzw. einer Klage bedacht. Es ist zudem bemerkenswert, dass der US-Musikindustrieverband die Klagsflut gegen individuelle FilesharerInnen aufrecht erhielt, obwohl im Juni 2005 der US Supreme Court im Sinn der Rechtsverwerter gegen die KaZaA-Softwareanbieter entschieden und den Weg für Klagen gegen Filesharingplattform-Betreiber freigemacht hatte. Dessen ungeachtet wurden weiterhin Einzelpersonen verklagt. Bis Februar 2006, als die RIAA keine Presseaussendungen über neue Klagseinreichungen mehr ausschickte, hatten insgesamt 17.587 InternetnutzerInnen Klagsdrohungen von der RIAA erhalten.

Abbildung 1: Die Anzahl der monatlichen RIAA-Klagen gegen individuelle FilesharerInnen (09/2003-02/2006)

RIAA vs. John Doe Abb. 1Quelle: Eigene Darstellung nach RIAA Watch (http://sharenomore.blogspot.co.at/, letzter Zugriff am 18.02.2015)

Abbildung 2: Die Anzahl RIAA-Klagen (kumuliert) gegen individuelle FilesharerInnen (09/2003-02/2006)

RIAA vs. John Doe Abb. 2Quelle: RIAA Watch (http://sharenomore.blogspot.co.at/, letzter Zugriff am 18.02.2015)

Dass die RIAA ab Februar 2006 keine Pressemeldungen über ihre Maßnahmen gegenüber FilesharerInnen veröffentlichte, bedeutete allerdings nicht, dass die Kampagne beendet worden wäre. Vor allem Studierende waren Hauptziel der Klagen, weil unter ihnen der größte Anteil an FilesharerInnen vermutet wurde. Im Oktober 2007 wurde in Medienberichten die Zahl von mittlerweile insgesamt 30.000 Klagen gegen NutzerInnen verschiedener Filesharingseiten kolportiert.[35]

Am 19.12.2008 berichtete das Wall Street Journal, dass die RIAA ihre zivilrechtliche Kampagne gegen individuelle FilesharerInnen eingestellt hat. Bis zu diesem Zeitpunkt waren an die 35.000 Internet-UserInnen ins Visier des US-Musikindustrieverbandes geraten. Als Begründung für die Einstellung der Kampagne gab eine Sprecherin der RIAA an, dass mit den ISPs eine Vereinbarung getroffen wurde, wonach sie ausgeforschten FilesharerInnen eine Warnmeldung zukommen lassen sollen, dass sie unautorisiert urheberrechtliches Material hochladen würden und dies in Zukunft unterlassen sollten. Bei weiterem Zuwiderhandeln würden noch zwei weitere Mahnschreiben ausgesendet werden. Wenn auch diese nichts fruchteten, so könnte der ISP die Geschwindigkeit des Internetzugangs drosseln bzw. ganz kappen.[36] Das was wie ein weiterer Strategiewechsel aussah und als Three-Strikes-Modell der abgestuften Abmahnung bezeichnet wurde, war letztendlich eine Kapitulation der RIAA vor einer immer kritischer werdenden Öffentlichkeit. So wurde der Sprecher des Generalstaatsanwalts des Staates New York, der den Deal mit den ISPs eingefädelt hatte, mit den Worten zitiert: „We wanted to end the litigation. (…) It’s not helpful.“[37]

Der Großteil der Internet-NutzerInnen in den USA konnte aufatmen, nicht aber jene beiden FilesharerInnen, die es auf einen Prozess hatten ankommen lassen: die Hausfrau und alleinerziehende Mutter Jammie Thomas-Rasset sowie der Student Joel Tenenbaum, deren Fälle im Teil 2 und Teil 3 der Serie besprochen werden.

Quellenverzeichnis

[1] Zur Begrifflichkeit von John Doe siehe http://www.worldwidewords.org/qa/qa-joh2.htm (letzter Zugriff am 18.02.2015).

[2] Siehe dazu Sarah McBride und Ethan Smith im Wall Street Journal vom 19. Dezember 2008: „Music Industry to Abandon Mass Suits“ (http://www.wsj.com/news/articles/SB122966038836021137?mg=reno64-wsj&url=http%3A%2F%2Fonline.wsj.com%2Farticle%2FSB122966038836021137.html, letzter Zugriff am 18.02.2015).

[3] Joseph Nievelt von der Michigan Technological University, Daniel Peng von der Princeton University, Aaron Sherman und Jesse Jordan, beide vom Rensselaer Polytechnic Institute der Universität in Troy, New York.

[4] Siehe dazu www.zeropad.com vom 3. April 2003: „RIAA sues campus file-swappers from multiple universities“ (http://www.zeropaid.com/forum/thread/riaa-sues-campus-file-swappers-from-multiple-universities.6986/, letzter Zugriff am 18.02.2015).

[5] Klage von Atlantic Recording Association et al. v. Joseph Nievelt vom 3. April 2003, US District Court for the Western District of Michigan, Case No. 2:03 CV0064, S. 1-2: http://news.findlaw.com/legalnews/lit/riaa/ (letzter Zugriff am 18.02.2015).

[6] Ibid.: 12.

[7] Ibid.: 16-21.

[8] Klage von Atlantic Recording Association et al. v. Daniel Peng vom 3. April 2003, US District Court For the District of New Jersey, Case No. 03-1441 (SRC) http://news.findlaw.com/legalnews/lit/riaa/ (letzter Zugriff am 18.02.2015).

[9] Klage von Atlantic Recording Association et al. v. Aaron Sherman vom 3. April 2003, US District Court for the Northern District Court of New York, Case No. 03-CV-0416: http://news.findlaw.com/legalnews/lit/riaa/ (letzter Zugriff am 18.02.2015).

[10] Klage von Atlantic Recording Association et al. v. Jesse Jordan vom 3. April 2003, US District Court for the Northern District of New York, Case No. 03-CV-0417: http://news.findlaw.com/legalnews/lit/riaa/ (letzter Zugriff am 18.02.2015).

[11] Siehe dazu rollingstone.com vom 2. Mai 2003: „RIAA Settles With Students“ (http://www.rollingstone.com/music/news/riaa-settles-with-students-20030502, letzter Zugriff am 18.02.2015).

[12] Siehe dazu RIAA-Presseaussendung vom 8. September 2003: „Recording Industry Begins Suing P2P File Sharers Who Illegally Offer Copyrighted Music Online“ (online nicht mehr verfügbar); zitiert nach Moseley (2010: 315).

[13] Siehe dazu Lisa M. Bowman in CNET vom 25. Juni 2003: „Labels aim big guns at small file swappers“ (http://news.cnet.com/Labels-aim-big-guns-at-small-file-swappers/2100-1027_3-1020876.html, letzter Zugriff am 18.02.2015).

[14] Erst das letztgültige Urteil des US Höchstgerichts (Supreme Court) hat diese Rechtsauffassung im Juni 2005 revidiert.

[15] Die RIAA berief sich dabei auf eine umstrittene Passage (17 U.S.C. § 512(h)) im Digital Copyright Millenium Act (DCMA) wonach ein Rechteinhaber eine strafbewehrte rechtliche Anordnung (Subpoena) gegen einen Serviceprovider verlangen kann, damit dieser die Identität einer mutmaßlichen UrheberrechtsverletzerIn preisgeben muss.

[16] Siehe dazu Declan McCullagh in CNET vom 21. August 2002: „Music body presses antipiracy case“ (http://news.cnet.com/Music-body-presses-antipiracy-case/2100-1027_3-954658.html, Zugriff am 18.02.2015).

[17] Gerichtliche Anordnung vom 21. Januar 2003 in Recording Industry Association of America v. Verizon Internet Service, US District Court of the District of Columbia, Civil Action 02-MS-0323 (JDB), https://w2.eff.org/legal/cases/RIAA_v_Verizon/20030121-riaa-v-verizon-order.pdf (letzter Zugriff am 18.02.2015).

[18] Gerichtliche Anordnung vom 24. April 2003 in Recording Industry Association of America v. Verizon Internet Service, US District Court of the District of Columbia, Civil Action 02-MS-0323 (JDB), https://w2.eff.org/legal/cases/RIAA_v_Verizon/030424_usdc_second_subpoena_ruling.pdf (letzter Zugriff am 18.02.2015).

[19] Berufung von Verizon vom 27. Februar 2003 in Recording Industry Association of America v. Verizon Internet Service, US District Court of the District of Columbia, Civil Action 02-MS-0323 (JDB), https://w2.eff.org/legal/cases/RIAA_v_Verizon/20030303-motion-to-expedite.pdf (letzter Zugriff am 18.02.2015).

[20] Siehe dazu Lisa M. Bowman und Evan Hansen in CNET vom 4. Juni 2003: „Verizon to hand names over to RIAA“ (http://news.cnet.com/Verizon-to-hand-names-over-to-RIAA/2100-1025_3-1013154.html, letzter Zugriff am 18.02.2015).

[21] Siehe dazu Katie Dean in Wired.com vom 17. September 2003: „Senator Takes a Swing at RIAA“ (http://archive.wired.com/politics/law/news/2003/09/60461?currentPage=all, letzter Zugriff am 18.02.2015).

[22] Gleichzeitig mit den ersten 261 Klagen wurde ein Amnestieprogramm – „Clean Slate“ – angekündigt, wonach FilesharerInnen dazu aufgefordert wurden, ihre Identität bekanntzugeben und die unautorisiert herunter geladenen Musikdateien zu löschen. Nach Abgabe einer eidesstattlichen Erklärung nicht mehr weiter Filesharing zu betreiben, sicherte die RIAA zu, von einer Klage abzusehen. „Clean Slate“ war aber ein Misserfolg. Bis zu seiner Einstellung im April 2004 hatten lediglich 1.108 Personen eine eidesstattliche Erklärung abgegeben. Zwei Gründe waren dafür ausschlaggebend: (1) Das Programm bot keine Rechtssicherheit, weil es jedem Label und Verlag weiterhin möglich war, Klagen anhängig zu machen und (2) konnten nur FilesharerInnen, gegen die noch keine Untersuchungen liefen, um Amnestie ansuchen. Siehe dazu Matt Hines in CNET vom 20. April 2004: „RIAA drops amnesty program“ (http://news.cnet.com/RIAA-drops-amnesty-program/2100-1027_3-5195301.html, letzter Zugriff am 18.02.2015).

[23] Siehe dazu Dennis Roddy in post-gazette.com vom 14. September 2003: „The song remains the same“ (http://old.post-gazette.com/columnists/20030914edroddy0914p1.asp, letzter Zugriff am 18.02.2015).

[24] Siehe dazu John Schwartz in der New York Times vom 25. September 2003: „She Says She’s No Music Pirate. No Snoop Fan, Either“ (http://www.nytimes.com/2003/09/25/business/media/25TUNE.html?ex=1098849600&en=6960e362c873ed2e&ei=5070, letzter Zugriff am 18.02.2015).

[25] Siehe dazu Helen Kennedy in New York Daily News vom 11. September 2003: „C-NOTES FOR BRIANNA Outpouring of donations in download suit“ (http://www.nydailynews.com/archives/news/c-notes-brianna-outpouring-donations-download-suit-article-1.515545, letzter Zugriff am 18.02.2015).

[26] Siehe dazu John Borland in CNET vom 17. Oktober 2003: „Record industry warns of new lawsuits“ (http://news.cnet.com/Record-industry-warns-of-new-lawsuits/2100-1027_3-5093078.html, letzter Zugriff am 18.02.2015).

[27] Siehe dazu Paul Roberts in PCWorld vom 21. Januar 2004: „RIAA Sues 532 ‚John Does'“ (http://www.pcworld.com/article/114387/article.html, letzter Zugriff am 18.02.2015).

[28] Siehe dazu John Borland in CNET vom 30. Oktober 2003: „RIAA files 80 new file-swapping suits“ (http://news.cnet.com/RIAA-files-80-new-file-swapping-suits/2100-1027_3-5099738.html, letzter Zugriff am 18.02.2015).

[29] Urteil des Berufungsgerichts vom 19. Dezember 2003 in Recording Industry Association of America v. Verizon Internet Service, US Court for Appeals for the District of Columbia Circuit, Case No. 03-7015 und 03-7053 (https://w2.eff.org/legal/cases/RIAA_v_Verizon/opinion-20031219.pdf, letzter Zugriff am 18.02.2015).

[30] Anrufung des US Supreme Court durch die RIAA bezüglich des Urteils des Berufungsgerichts in Recording Industry Association of America v. Verizon Internet Service, Case No. 03-7015 und 03-7053 (https://w2.eff.org/legal/cases/RIAA_v_Verizon/20040524_Verizon_RIAA_Cert_Petition_Final.pdf, letzter Zugriff 18.02.2015).

[31] Siehe dazu Roy Mark in InternetNews.com vom 12. Oktober 2004: „High Court Bounces Latest RIAA Effort“, (http://www.internetnews.com/bus-news/article.php/3420681, letzter Zugriff am 18.02.2015).

[32] Ibid.

[33] Siehe dazu John Schwartz in der New York Times vom 21. Januar 2004: „Recording Industry Is Accusing 532 People of Music Piracy“ (http://www.nytimes.com/2004/01/21/business/21WIRE-MUSIC.html?ex=1098849600&en=6fbab6ab32a03237&ei=5070&hp, letzter Zugriff am 18.02.2015).

[34] Siehe dazu Paul Robert in PCWorld vom 21. Januar 2004: „RIAA Sues 532 ‚John Does'“ (http://www.pcworld.com/article/114387/article.html, letzter Zugriff am 23.12.2014).

[35] Siehe dazu Jeff Leeds in der New York Times vom 5. Oktober 2007: „Labels Win Suit Against Song Sharer“ (http://www.nytimes.com/2007/10/05/business/media/05music.html?_r=0, letzter Zugriff am 18.02.2015).

[36] Siehe dazu Sarah McBride und Ethan Smith im Wall Street Journal vom 19. Dezember 2008: „Music Industry to Abandon Mass Suits“ (http://www.wsj.com/news/articles/SB122966038836021137?mg=reno64-wsj&url=http%3A%2F%2Fonline.wsj.com%2Farticle%2FSB122966038836021137.html, letzter Zugriff am 23.12.2014).

[37] Ibid.


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