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Mrz
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Die Musiknutzung britischer Jugendlicher – aktuelle Studie

Dennis Collopy und David Bahanovich von der University of Hertfordshire/UK haben bereits zum dritten Mal eine Studie über das Musiknutzungsverhalten britischer Jugendlicher gemacht. Die Ergebnisse basieren auf einer repräsentativen Internetbefragung von 1.888 Personen im Alter von 14-24 Jahren in allen Regionen des Vereinigten Königreichs im Jahr 2011. Nachdem erste vorläufige Ergebnisse bereits in den 3. Vienna Music Business Research Days von den beiden Studienautoren präsentiert wurden, liegt nunmehr die Endversion der Studie vor, die – und das ist eine Weltpremiere – erstmals in diesem Blog präsentiert wird.

Die zentralen Erkenntnisse der aktuellen Studie sind:

  • Der Computer ist nicht mehr die zentrale Unterhaltungshardware und wurde vom MP3-Player verdrängt.
  • Die digitale Musiksammlung ist weiterhin sehr groß und liegt im Durchschnitt bei über 4.000 Musiktracks.
  • Die Hälfte der Musiksammlungen besteht dabei aus gratis erworbenen Musiktiteln (z.B. über Filesharing)
  • Der Besitz von digitaler Musik bleibt weiterhin ein wichtiger Wunsch der Befragten.
  • Es besteht weiterhin eine große Lücke zwischen dem hohen Wert, der Musik von den Jugendlichen immer noch beigemessen wird und der Zahlungsbereitschaft dafür.
  • Der Anteil der Filesharer unter den Jugendlichen ist von 61% im Jahr 2009 auf 40% im Jahr 2011 gesunken.
  • Es gibt eine Zahlungsbereitschaft für ein unlimitiertes All-you-can-eat-MP3-Subskriptionsmodell, das aber von der Musikindustrie noch nicht in dieser Form angeboten wird.
  • Hingegen ist die Zahlungsbereitschaft für Musik-Streamingdienste noch schwach ausgeprägt.
  • Der digitale Musikkonsum ist sehr vielschichtig und kontextabhängig.
  • Das Unrechtsbewusstsein bei Filesharing ist stark ausgeprägt, aber hält nur eine Minderheit davon ab, Musiktauschbörsen zu nutzen.

 

Die Ergebnisse der Studie im Detail:

 

Hardwarenutzung für Musik

Der MP3-Player (wie z.B. der iPod) ist das wichtigste Abspielgeräte für Musik – 65% der Befragten nutzen ihn täglich. Gefolgt vom Computer, der von 56% zum Musikdownload aber nur von 36% zum Musikstreaming benutzt wird. Das Radio nutzen pro Tag 47%, um Musik zu hören, Fernsehen lediglich 34%. Hingegen wird über Social Networks (Bebo, YouTube, Facebook) von 43% der Befragten Musik täglich konsumiert. Das Mobiltelefon wird als Musikabspielgerät immer wichtiger. 34% benutzen es täglich. Hingegen spielt der CD-Player eine immer unwichtigere Rolle für die Befragten, der lediglich von 18% pro Tag genutzt wird.

 

Umfang der digitalen Musiksammlung

Die durchschnittliche Zahl von digitalen Musiktracks, die auf den diversen Geräten gespeichert sind, liegt pro Kopf bei 3.802, In etwa die Hälfte der Tracks wurde dabei gratis (z.B. über Filesharing-Netzwerke) erworben.

Der MP3-Player hat als Speichergerät für Musik im Vergleich zu den voran gegangenen Studien an Bedeutung gewonnen. Während 2008 und 2009 rund 1.800 Musiktracks auf einem durchschnittlichen MP3-Player gespeichert waren, so stieg diese Zahl 2011 um ein Drittel auf rund 2.800 Tracks.

Im Durchschnitt besteht die Musiksammlung der Jugendlichen aus 100 Original-CDs. 20% gaben an, mehr als 100 Original-CDs zu besitzen – 4% sogar mehr als 500 CDs. Es gaben aber auch 9% der befragten Jugendlichen an, überhaupt keine Original-CD zu besitzen. Interessant ist dabei der Vergleich zu gebrannten CDs. Lediglich 4% der Befragten haben mehr als 100 Exemplare von kopierten CDs zu Hause, während 18% der Jugendlichen sogar angaben, überhaupt keine gebrannte CD zu besitzen. Daraus kann abgelesen werden, dass die befragten Jugendlichen Original-CDs gegenüber gebrannten CDs vorziehen und sich das CD-Brennen unter Jugendlichen keiner großen Beliebtheit mehr erfreut.

Die Kopierfähigkeit von Musik ist den Jugendlichen weiterhin ein großes Anliegen. Genauso wie 2009 gaben zwei Jahre später 87% an, dass es sehr wichtig für sie ist, Musiktracks auf verschiedenen Abspielgeräten zu speichern. Eine Abgabe für die Möglichkeit, Musik privat zu kopieren, die den Künstlern zugute kommen soll, wie sie z.B. in Österreich und in Deutschland in Form der Leermedienabgabe besteht, befürwortet eine Minderheit von 32% der Befragten.

 

Internetzugang und die Nutzung von Entertainment-Inhalten

85% der Jugendlichen geben an, dass sie von zu Hause aus den Internetzugang nutzen und nur selten an der Universität bzw. in der Schule. Mobiltelefone spielen ebenfalls (noch) eine untergeordnete Rolle beim Internetzugang. Für den Großteil der Befragten (61%) ist der Zugang gratis, weil die Eltern dafür bezahlen. 28% müssen allerdings selbst die Kosten für den Internetzugang tragen.

88% würden den Internetzugang auf einer einsamen Insel vermissen, 2009 waren es lediglich 61%. Die Möglichkeit Musik zu hören, würden 81% vermissen – 2009 waren es noch 92%. Und immer wichtiger wird das Mobiltelefon, das 49% vermissen würden (2009: 31%).

Die höchsten monatlichen Ausgaben verursachen die Kosten für das Mobiltelefon, die für 32% der Ausgaben der Jugendlichen verantwortlich sind. Die Ausgaben für Entertainment-Inhalte verteilen sich ziemlich gleichmäßig über Film (14%), Games (13%), Musikkauf (12%), Ausgaben für Livemusik-Entertainment (12%) sowie Bücher und Zeitschriften (10%). Livemusik und Musik aus der Konserve zeichnen allerdings für 74% der Ausgaben für die drei wichtigsten Dinge dieser Altersgruppe verantwortlich.

Musik wird im Vergleich zu anderen Entertainment-Inhalten der höchste persönliche Wert beigemessen. So gaben 81% an, dass für sie Musik sehr wichtig ist. Allerdings sind nur 24% der Befragten bereits, für Musik Geld auszugeben. Film ist hingegen nur für 24% von hoher Relevanz, und die Zahlungsbereitschaft ist mit 14% geringer, aber die „Wertlücke“ ist im Vergleich zu Musik geringer.

Unverändert zu 2009 ist das Bild bei der Ausgabenneigung für Livemusik und Kaufmusik, die bei 50:50 liegt. Allerdings gibt es einen klaren Unterschied zwischen den Altergruppen. Während die 18-25jährigen zu 71% eine Priorität für Live-Musik haben, d.h. mehr Geld dafür ausgeben denn für Musik aus der Konserve, ist es bei den 14-17jährigen umgekehrt. 54% geben mehr für Musikkäufe und nur 29% mehr für Live-Events aus.

 

Die Nutzung von Musiktauschbörsen

Während 2009 noch 61% der Befragten eingeräumt haben, P2P-Filesharing-Netzwerke zu nutzen, waren es 2011 nur mehr 40%. Allerdings wurde Filehosting nicht separat abgefragt. Der Rückgang in der Filesharing-Nutzung spiegelt sich auch in der Nutzungsintensität wider. 2009 haben noch 32% der Befragten täglich oder zumindest einmal wöchentlich P2P-Netzwerke. 2011 waren es nur mehr 13%. Gleichzeitig gaben 60% an, Tauschbörsen überhaupt nicht zu nutzen. Zudem gaben 46% der Befragten an, dass sie ihre Tauschbörsennutzung im Vorjahr stark oder weniger stark eingeschränkt haben. Hingegen gaben 27% an, Filesharing-Netzwerke stärker oder sogar sehr viel stärker als im abgelaufenen Jahr zu nutzen. 26% gaben an, dass sich ihre Tauschbörsennutzung gar nicht verändert hat.

Von denjenigen die Tauschbörsen nutzen, gaben 74% an, es zu tun, weil es gratis ist. Immerhin 61% suchen in Filesharing-Netzwerken Musik, die es nicht zu kaufen gibt. 63% haben Tauschbörsen lediglich einmal ausprobiert und 53% nutzen Tauschbörsen, um neue Musik ausfindig zu machen. Lediglich 24% wollen über P2P-Netzwerke Musik finden, die noch nicht veröffentlicht wurde. Von denjenigen, die Filesharing-Services nicht nutzen, gaben 95% an, Angst vor Viren zu haben. 77% machen es nicht, weil ihnen bewusst ist, dass die Nutzung illegal ist. 52% halten den Musikerwerb aus P2P-Netzwerken für Diebstahl. 49% verzichten auf Filesharing, weil die Künstler nicht remuneriert werden und 47% sagen, dass die Soundqualität von in Filesharing-Netzwerken herunter geladener Musiktracks schlecht ist.

 

Kopierfähigkeit von Musik, Downloadverhalten und Musikstreaming

Der Kopierfähigkeit von Musik wird von den Jugendlichen ein hoher Stellenwert zugemessen. 88% haben schon einmal eine CD gerippt. Bei 56% der Befragten war es sogar eine CD, die sie vorher käuflich erworben haben. 67% haben von Freunden eine kopierte CD geschenkt bekommen. 56% haben schon einmal Musik über E-Mail, Bluetooth oder Skype von anderen bekommen und 54% haben über dieser Wege Musik schon einmal weiter gegeben. 44% haben bereits auch die Musiksammlung von einem fremden Computer herunter geladen (passiver Festplattentausch) und 38% haben ihre Musiksammlung an andere weiter kopiert (aktiver Festplattentausch). 34% haben Musik aus der Cloud bzw. aus Locker-Services bezogen. Und 29% haben auch schon einmal Streamripping betrieben.

Insgesamt gibt es ein großes Interesse der Jugendlichen an einem unlimitierten MP3-Downloadservice, das die einfache Übertragung der Musikfiles ermöglicht. 69% würden gern ein solches nutzen. 2009 waren es aber noch 85%, die ein solches All-you-can-Eat-Modell nutzen würden. Gäbe es bereits ein solches Download-Service, dann hätten 74% der Befragten kein Interesse mehr an Musiktauschbörsen. Lediglich 6% würden mit Sicherheit weiterhin P2P-Netzwerke nutzen wollen. Interessant ist in dem Zusammenhang, dass 59% der Befragten weiterhin Originalalben (als CDs, Schallplatten oder Downloads) kaufen würden, wenn es ein unlimitiertes Musikdownload-Abo-Service gäbe. Der Kauf eines Original-Albums ist zudem bei 60% der Befragten durch die hohe Klangqualität motiviert. 2009 wurde als Hauptgrund noch Artwork und Liner-Notes genannt, was 2011 an die vierte Stelle der Motive zurück gerutscht ist. Wichtig waren 2011 die finanzielle Unterstützung der Musiker (51% der Befragten) und das haptische Erlebnis (48%).

Musikstreaming ist unter den Jugendlichen zwar sehr beliebt und 74% geben sogar an, dass aufgrund der Möglichkeit, Musik zu streamen, sie keine Musiktauschbörsen mehr nutzen, aber 88% gestehen auch ein, dass sie bislang noch nie fürs Musikstreaming bezahlt haben. Von den 12%, die schon einmal Geld dafür ausgegeben haben, hat die große Mehrheit dies für Spotify getan. Musikstreaming wird zudem nicht als Ersatz für den Musikdownload gesehen. Auf die Frage: „With access to so many streaming services, are you still interested in ‚owning‘ music“ gaben 79% an, weiterhin Musik auch in digitaler Form besitzen zu wollen.

In Ergänzung zu jenen Fragen, die bereits in den Studienwellen 2008 bis 2009 gestellt wurden, sind 2011 neue Fragen hinzu gekommen, deren Auswertung abschließend an dieser Stelle noch kurz dargestellt werden soll.

 

 

Internetanbieter

Obwohl es in Großbritannien mehr als 60 Breitband-Internetanbieter gibt, nutzten 71% der befragten Jugendlichen vier ISPs: Virgin (26%), British Telecom (24%), Sky (12%) und Talk Talk (9%). Alle anderen fünf genannten Anbieter wurden von nicht mehr als 5% der Befragten genutzt.

Auch beim mobilen Internetzugang dominieren vier Anbieter: o2 (23%), Orange (21%), Vodafon (11%) und T Mobile (9%).

 

Neue Musik entdecken

Die wichtigste Quelle für das Entdecken neuer Musik ist für die Jugendlichen der eigene Freundeskreis, gefolgt von YouTube, dem Radio (!), sozialen Netzwerken, MTV und anderen Musiksendern sowie dem Fernsehen allgemein. P2P-Filesharing-Netzwerke rangieren hingegen an vorletzter Stelle, knapp vor den nationalen Zeitungen.

 

Beliebte Musikgenres

Rock- und Popmusik sind mit Abstand die beliebtesten Musikgenres unter den britischen Jugendlichen. Dann folgt Indie-Rock und mit einigem Abstand R’n’B & Urban sowie HipHop & Rap. Metal und Dance Music sind nicht ganz so beliebt wie die anderen genannten Genres. Klassik und Jazz spielen so gut wie keine Rolle bei den Musikpräferenzen der Jugendlichen.

 

Unrechtsbewusstsein

Es herrscht unter britischen Jugendlich durchaus ein sehr großes Unrechtsbewusstsein über den Up- und Download von Musiktracks ohne Zustimmung der RechteinhaberInnen. 92% der Befragten sind sich bewusst, dass damit Gesetzesnormen verletzt werden. Dennoch würden nur 31% der Befragten ihr nicht-rechtskonformes Verhalten ändern und 34% würde es vielleicht ändern. Aber 35% würden sich weiterhin nicht-rechtskonform verhalten wollen. Interessant ist dabei, dass der absolut gleiche Prozentanteil der Befragten abgestufte Mahnverfahren, wie in Großbritannien bereits praktiziert, ablehnen und genau 31% diese befürworten.

 

Einstellung gegenüber Musikdiensten

Bemerkenswert ist, dass 45% der Befragten angeben, dass sie Cloud-basierte Musikservices nutzen wollen. 37% der Befragten haben hingegen kein Interesse daran. 44% würden sogar ihren mobilen Internetprovider wechseln, wenn dieser ein Musikangebot zu einer monatlichen Flatrate anbieten würde. 47% würden aber deswegen den Anbieter nicht wechseln.

Abseits von iTunes und Amazon ist unter britischen Jugendlichen eigentlich nur Spotify wirklich beliebt. Alle anderen Dienste, darunter interessanter Weise auch YouTube, sind mit Abstand nicht so beliebt. Da YouTube aber sehr häufig genutzt wird, wirft das die Frage auf, warum es in der Bewertung so weit hinten rangiert. Die Studienautoren vermuten, dass YouTube in Großbritannien ein Geruch des Illegalen anhaftet und deshalb, die Zustimmungsrate so niedrig ausfällt.

 

Zusammenfassend bringt die Studie zur Musiknutzung britischer Jugendlicher folgende Erkenntnisse:

  • Musik spielt weiterhin eine zentrale Rolle im Leben der befragten Jugendlichen
  • Der Umfang der digitalen Musiksammlung ist im Vergleich zu den Vorjahren kleiner geworden, liegt aber im Durchschnitt immer noch jenseits von 4.000 Tracks.
  • Digitale Musiktracks werden verstärkt auf MP3-Player und Mobiltelefonen gespeichert.
  • Der Computer bleibt aber weiterhin ein wichtiges Instrument der Musiknutzung, wobei sich aber eine Verschiebung vom Download zum Streaming und Hören von Internetradios feststellen lässt.
  • Der Anteil der TauschbörsennutzerInnen ist auf 40% gesunken und deren Hauptmotiv ist, dass das Angebot gratis ist.
  • Die Filesharing-Aktivität ist vor allem wegen der Angst vor Viren zurückgegangen und weniger aufgrund der Gefahr, juristisch dafür belangt zu werden. Nicht ganz die Hälfte der Befragten (49%) sorgt sich darum, dass die Künstler kein Entgelt aus dem Musiktausch beziehen können.
  • Die Bereitschaft, Künstler zu unterstützen, ist im Vergleich zu den Vorgängerstudien gesunken. Aber 32% stimmen zu, dass Gerätehersteller einen finanziellen Beitrag an die Künstler leisten sollten, wenn deren Werke kopiert werden.
  • Als zentrales Motiv für Filesharing wird der Wunsch genannt, Musik jederzeit verfügbar zu haben.
  • Eine klare Mehrheit von 92% der Befragten sind sich bewusst darüber, dass Musikdown- und uploaden in Großbritannien gegen das Gesetz verstößt. Sie lassen sich aber nicht davon abhalten, weiterhin Musik zu tauschen und weiterzugeben.
  • 35% sind klar gegen abgestufte Mahnverfahren, wohingegen zwei Drittel angeben, dass ein solches Verwarnungssystem Auswirkungen auf ihr Onlineverhalten hätte.
  • Trotz der unzähligen Möglichkeiten heutzutage an Musik zu gelangen, bleibt der Wunsch bestehen, Musik auch in digitaler Form (d.h. als Download) zu besitzen.
  • Der Musikbesitz hat dabei weniger mit dem haptischen Erleben zu tun, sondern mit der Einschätzung, dass physische Tonträger eine bessere Tonqualität haben.
  • Auch wenn die durchschnittliche CD-Sammlung mit der digitalen Musiksammlung nicht Schritt halten kann, so ist die Gruppe der CD-Verweigerer verschwindend gering.
  • Der starke Wunsch der Jugendlichen, Musik in digitaler Form über All-you-can-eat-Modelle herunterzuladen und zu besitzen – der sich wie ein roter Faden durch alle drei Studien zieht –, wird immer noch nicht hinreichend von der Musikindustrie befriedigt.
  • Die befragte Altersgruppe wünscht sich neue Musikservice-Modelle und wäre auch bereit, dafür zu bezahlen. So gaben 74% der Musik-Filesharer an, für ein unlimitiertes All-you-can-eat-MP3-Subskriptionsmodell, das die ungehinderte Übertragung der Musik auf verschiedene Endgeräte erlaubt, zu bezahlen.
  • Musikstreaming wird nicht als Substitut für den digitalen Musikbesitz angesehen. 79% der Nutzer von Musikstreaming-Angeboten gaben an, weiterhin Musik in gespeicherter Form verfügbar zu haben.
  • Auch wenn Musikstreaming-Services einen Rückgang im Musik-Filesharing verursacht haben, sind lediglich 12% der Befragten bereit, Geld für ein Premium-Abonnement auszugeben.

So kommen die Autoren zum Schluss: „The continued passionate support for music amongst young people remains undiminished and provides grounds for optimism. However this support cannot be taken for granted and there is evidence of considerable antipathy to the music industry. It must embrace the new paradigm of consumer choice and the need to better meet the expectations of their future customers.“

 

Dennis Collopy und David Bahanovich, Music Experience and Behaviour in Young People. University of Hertfordshire, September 2012.

Dennis Collopy und David Bahanovich, Music Experience and Behaviour in Young People. University of Hertfordshire, 2008 und 2009.

 

 


1 Response to “Die Musiknutzung britischer Jugendlicher – aktuelle Studie”


  1. 15. März 2013 um 8:09 pm

    Eine große Veränderung im Musikkonsum wird sicher durch eine massenhafte Verbreitung des LTE/4G-Konsums hervorgebracht werden. Im Moment ist LTE-Verbindung noch zu teuer und die Netzabdeckung in Europa nicht vollständig. Mit 4G-Smartphones wird Musik an mobilen Geräten “überall verfügbar” sein und so der Wunsch nach dem “Besitz” der Musik wird nicht mehr vorhanden sein.

    Im Moment in Japan und Südkorea haben bereits mehr als 50% der Mobilfunkkonsumenten LTE-Verbindung. Es wäre sehr interessant in diesen Märkten genau zu analysieren.


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