Archiv für Juni 2012

28
Jun
12

Dritte Wiener Tage der Musikwirtschaftsforschung zu „New Music Consumption Behavior“, 29.-30. Juni 2012

Die dritten Vienna Music Business Research Days werden an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien am 29. Juni mit dem Young Scholars‘ Workshop um 9 Uhr im Joseph Haydn-Saal eröffnet. In einer geschlossenen Veranstaltung präsentieren neuzehn NachwuchswissenschafterInnen aus sieben verschiedenen Ländern aktuellste Forschungsergebnisse über die Musikwirtschaft. Das  Workshop-Programm and viele der Papers finden sich auf der Konferenz-Homepage.

Am Fr., 29.06. um 19.30 findet dann die Diskussion zur Frage  „Are File Sharers Pirates?“statt, in der der Student und verurteilte Filesharer Joel Tenenbaum (US$ 675.000 Schadenersatz für 30 getauschte Musikfiles) auf Robert Levine, den ehemaligen Herausgeber des Billboard Magazines und Autor des Buches „Free Ride. How Digital Parasites Are Destroying The Culture Business, And How The Culture Business Can Fight Back“ treffen wird. Die Diskussion wird von der Ö1-Journalistin  Sabine Nikolay geleitet.

Der Samstag Vormittag (30. Juni) gehört dann der Präsentation aktueller Studien zum Musikkonsumverhalten in Österreich (von  Michael Huber, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) und Großbritannien (von David Bahanovich und Dennis Collopy, University of Hertfordshire). Daran anschließend wird Carsten Winter (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover) über „Prosumers and Their New On-Demand-Music Culture“ referieren.

Nach der Mittagspause wird Joel Waldfogel (University of Minnesota, USA) in seinem Vortrag die Beziehung zwischen „Copyright Protection, Technological Change and the Quality of New Products“ genauer beleuchten. Das führt uns dann zur Präsentation von  Rose-Marie Hunault, Rechtsschutzbeauftragte der französischen Behörde HADOPI, die Urheberrechtsvergehen wie z.B. unauthorisiertes Filesharing im Internet ahnden soll. In der anschließenden Podiumsdiskussion „Three Strikes and Out!“ wird Frau Hunault die Effizienz des abgestuften Abmahnverfahrens (vulgo ‚Three-strikes“) mit IPR- und Musikindustrieexperten  – Peter Jenner (Musikmanager and WIPO-Konsulent, U.K.), Martin Kretschmer, (Bournemouth University, U.K.) and Harald Hanisch (Musikproduzeent und Österreichischer Komponistenbund) – unter der Leistung des heise online Journalisten  Stefan Krempl diskutieren.
Die Konferenz wird mit der Verleihung des Best Paper Awards für Beiträge im Young Scholars‘ Workshop um 18.00 beendet.

Das Programm kann hier nachgelesen werden:
http://musicbusinessresearch.wordpress.com/vienna-music-business-research-days-2/

Es besteht auch die Möglichkeit die Veranstaltung am Freitag (ab 19.30) und Samstag (ganztags) live zu streamen: MMS://mms.mdw.ac.at/musikwirtschaftsforschung_live

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Vienna Music Business Research Days, 29.-30. June 29-30
„New Music Consumption Behavior“
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Joseph Haydn-Saal
Anton-von-Webern-Platz 1
1030 Wien

Eintritt frei, aber Anmeldung erbeten unter: music.business.research@gmail.com

19
Jun
12

Die Auswirkung von HADOPI auf das (Musik-)Filesharing

HADOPI ist ein Akronym und steht für die französische Behörde “Haute Autorité pour la Diffusion des Œuvres et la Protection des Droits sur Internet”, deren Aufgabe es ist, den Internetverkehr in Frankreich dahin gehend zu überprüfen, ob urheberrechtlich geschütztes Material ohne vorgehende Zustimmung der RechteinhaberInnen verbreitet wird. Die Behörde wurde auf Basis des so genannten ‚HADOPI-Gesetzes‘ aus dem Jahr 2009 ins Leben gerufen und nahm im Oktober 2010 seine operative Tätigkeit auf. Wenn nun eine RechteinhaberIn eine Urheberrechtsverletzung im Internet anzeigt und belegen kann, wird ein abgestuftes Mahnverfahren, das in Anlehnung an die Baseball-Regeln auch „Three Strikes“-Modell genannt wird, in die Wege geleitet: (1) Im ersten Schritt erhält die InhaberIn des Internetanschlusses, über die die Urheberrechtsverletzung mutmaßlich erfolgt ist, eine E-Mail-Mitteilung über die Rechtsverletzung. Der Internet Service Provider (ISP) wird daraufhin aufgefordert den inkriminierten Internetzugang bezüglich Urheberrechtsverletzung zu überwachen. Zusätzlich kann die mutmaßliche UrheberrechtsverletzerIn aufgefordert werden, einen Filter, der den Internettraffic überprüft, zu installieren. (2) Sollten innerhalb von sechs Monaten weitere Urheberrechtsverletzungen über diesen Internetzugang nachgewiesen werden, dann wird die zweite Warnstufe ausgelöst: In einem eingeschriebenen Brief wird die InhaberIn des Internetanschlusses über die Rechtsverletzung in Kenntnis gesetzt und über die entsprechenden Konsequenzen aufgeklärt. Sollte dennoch bis zu einem Jahr nach Versendung des eingeschriebenen Briefes eine weitere Rechtsverletzung nachgewiesen werden, wird die dritte Stufe eingeleitet. In einem vereinfachten Gerichtsverfahren können Sanktionen verhängt werden, die von Geldstrafen bis zur Sperrung des Internetzugangs für einen Zeitraum von zwei Monaten bis maximal einem Jahr reichen können. Die betroffene InternetnutzerIn kommt zudem auf eine „schwarze Liste“, um einen Wechsel zu einem anderen ISP zu verhindern.

Wie effektiv arbeitet nun die neue Behörde? Dazu hat HADOPI, die ihre Tätigkeit am 1. Oktober 2010 aufgenommen hat, im März 2012 einen Bericht mit dem Titel “Hadopi, 11/2 Year After The Launch” vorgelegt, um die Wirkung des abgestuften Abmahnverfahrens zu dokumentieren (hier ist die französische Originalversion des Berichts verfügbar). Im Folgenden möchte ich die zentralen Ergebnisse dieses Berichts aus Sicht der Musiknutzung darstellen. Weiterlesen ‚Die Auswirkung von HADOPI auf das (Musik-)Filesharing‘

15
Jun
12

Die Auswirkungen digitaler ‚Piraterie‘ auf die phonografische Industrie – eine neue Studie

Am 11. Juni 2012 wurde vom Medienboard Berlin-Brandenburg eine beim Berliner Marketing- und Medienforschungsinstitut ‚House of Research‘ in Auftrag gegebene Studie mit dem Titel „Auswirkungen digitaler Piraterie auf die Ökonomie von Medien“ präsentiert, die gemäß Subtitel die „(…) Effekte von Urheberrechtsverletzungen auf die Film-, Musik- und Games-Wirtschaft in Deutschland und der Region Berlin-Brandenburg“ untersucht hat. Dabei wird laut Pressemitteilung vom 11.06.2012 der wirtschaftliche Schaden für die Musikindustrie in Deutschland allein im Jahr 2010 mit EUR 524 Mio. beziffert, wovon EUR 26 Mio. auf die Region Berlin-Brandenburg entfallen. Diese durchaus hohen Werte lassen aufhorchen und es lohnt sich, die Studie genauer zu untersuchen und deren Methodik und Vorgehensweise bei der Schadenserrechnung zu evaluieren. Weiterlesen ‚Die Auswirkungen digitaler ‚Piraterie‘ auf die phonografische Industrie – eine neue Studie‘




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