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Apr
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Selbstmanagement im digitalen Zeitalter – ein Interview mit Wilfried Brandstötter von Mnozil Brass

Wilfried Brandstötter, Gründungsmitglied und Tubist der Gruppe Mnozil Brass, nimmt in einem ausführlichen Interview zu aktuellen Entwicklungen in der Musikindustrie, zu den Chancen, die das Selbstmanagement bietet und zur Rolle, die das Urheberrecht und die Kulturpolitik dabei spielen, Stellung.

Mnozil Brass feiert, der Band-Website nach zu schließen, nächstes Jahr sein 20jähriges Bestehen. Das reine Bläser-Ensemble (3 Trompeten, 3 Posausen und 1 Tuba) hat sich im Laufe der Jahre ein internationales Publikum in so gut wie allen europäischen Ländern, in Israel, in Japan, in Australien, in den USA usw. erspielt und trat in großen und renommierten Konzerthäusern wie der Royal Albert Hall in London, aber auch regelmäßig im meist ausverkauften Wiener Burgtheater auf.

So gesehen, ist Mnozil Brass mit seinem Cross-over-Programm, bestehend aus Eigenkompositionen und Arrangements von Pop-, Schlager-, Jazz- und Volksmusik-Klassikern, einer der erfolgreichsten österreichischen Musikexporte.

 

Zur Entstehungsgeschichte von Mnozil Brass

Der Name der Band leitet sich vom Gasthaus „Josef Mnozil“ ab, in dem sich viele der Musikstudent/innen der nahen Dependence der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien auf der Wiener Seilerstätte einmal im Monat zum Musikanten-Stammtisch einfanden, um in gemeinsamen Jam-Sessions nicht nur Jazz, sondern auch Klassik und Volksmusik zu spielen. Da alle späteren Band-Mitglieder allesamt einen Blasmusik-Hintergrund hatten, konnte man auf ein gemeinsames Repertoire von Walzern, Märschen und Volksmusik-Standards zurückgreifen, ohne dafür proben zu müssen. So hat es sich ergeben, dass sich 15 bis 20 Musiker zusammen gefunden haben, um in ständig wechselnder Besetzung nicht nur im „Josef Mnozil“, sondern auch in anderen Gasthäusern, aber auch auf Begräbnissen, Hochzeiten, Bauernmärkten, Politikerempfängen usw. aufzuspielen. Ursprünglich wurden die Musikant/innen vor allem in flüssiger und essbarer Form entlohnt. Als sich die Auftrittsmöglichkeiten erweiterten, formierte sich um das Jahr 1994 herum ein harter Kern von 7 Bläsern, die letztendlich die Standardbesetzung von Mnozil Brass – 3 Trompeten, 3 Posaunen und 1 Tuba – bildeten. Ursprünglich war das Repertoire sehr von Volksmusik dominiert, man begann aber auch mit klassischen Stücken, Popmusik und Jazz zu experimentieren.

Es war aber von Vorneherein alles andere als ausgemacht, dass die Band-Mitglieder ihren Lebensunterhalt von ihren Auftritten als Mnozil Brass allein bestreiten können. So waren die Musiker anfänglich in Musikschulen, in allen möglichen anderen Bands, in Sinfonieorchestern oder im Theater tätig. In den Jahren 2002/2003 war man dann aber schon bei 60 bis 70 Auftritten pro Jahr angelangt und es stellte sich nun die Frage, wie es weiter gehen sollte. Wilfried Brandstötter zu diesem Wendepunkt in der Entwicklungsgeschichte von Mnozil Brass: „Da hat sich dann die Frage gestellt, wie wir weiter machen sollen, weil dazu die Kapazitäten nicht mehr gereicht haben. Die Lehrenden haben daraufhin ihre Jobs sehr stark zurückgefahren oder ganz aufgegeben. Die Leute, die im Orchester gespielt haben, haben gekündigt. Wir alle haben dann wirklich einen Bruch gemacht und haben beschlossen, auf das Pferd ‚Mnozil Brass’ zu setzen. Es war damals eigentlich gar keine leichte Entscheidung, weil wir auch nicht gewusst haben, ob es funktionieren würde.“ 

 

Selbstmanagement und Arbeitsteilung in der Band

TSCHMUCK: Wie funktioniert Mnozil Brass organisatorisch?

BRANDSTÖTTER: Bei uns ist es so, dass sich aufgrund des langsamen Wachstums eine sehr gut passende und funktionierende Struktur heraus gebildet hat. Wir haben in der Gruppe die Arbeit recht gut aufgeteilt. So laufen auf meinem Computer die Fäden zusammen. Ich mache das übergeordnete Band-Management und verteile Informationen. Das eigentliche Management liegt also bei uns in der Band. Wir wollen kein Management von außen haben, das uns sagt, wir müssen dies und jenes machen. Wir entscheiden, wo wir Konzerte geben, welche CDs und DVDs wir produzieren usw. Wir haben die absolute Oberhoheit über die Band. Ich würde uns als basisdemokratisch bezeichnen. Bei uns kriegen alle dieselbe Gage. Manche kriegen ein bisschen mehr, wenn sie Zusatzaufgaben übernehmen. Aber im Prinzip ist bei uns alles gleich verteilt. Wir sind eigentlich eine mittelständische Firma, weil wir sieben Musiker plus die Familien davon leben. Es macht zwar jeder noch irgendwas nebenbei – Unterrichten, Komponieren, freie Projekte –, aber wir leben de facto von der Band. Die ist unsere Haupteinnahmequelle.

TSCHMUCK: Wie sieht die Arbeitsteilung innerhalb der Band aber auch mit externen Partnern aus?

BRANDSTÖTTER: Ich bin die Office-E-Mail-Adresse und bei mir kommen die ganzen Anfragen herein, die ich dann verteile. Ein anderer macht die ganzen Reisen, die wir alle selbst buchen. Wir sind zum Teil auch unsere eigenen Booker. Den Verlag machen wir auch selbst, in dem wir unsere Noten herausgeben. Wir haben in der Gruppe 4 oder 5 Leute, die selbst komponieren. Über den Verlag laufen dann die Noten und zum Teil auch die CDs und DVDs. Dafür ist auch eine Person zuständig. Für CDs und DVDs haben wir kein eigenes Label, sondern nur einen Vertrieb: das ist Hoanzl. Wir produzieren die CDs selber auf eigene Kosten und haben unterschiedliche Vertriebspartner. Hoanzl ist unser Generalvertrieb, weil wir nicht mit allen Vertrieben in den verschiedenen Ländern Deals machen können. Die Partner in den jeweiligen Ländern hat entweder Hoanzl oder wir tragen diese an ihn heran und er versorgt sie dann mit unseren Produkten. Sogar die Filme für die DVDs machen wir selbst. Ein Band-Mitglied macht die ganzen Fotos und Videos – was sehr viel Arbeit ist. Und der kümmert sich bei der DVD-Produktion um den ganzen Ablauf. Wir arbeiten dann natürlich schon mit einer Regisseurin. Die bringt dann wieder ihr Kamerateam mit. Das ist ausgelagert. Aber de facto sind wir in diesem Prozess schon sehr stark eingebunden.

TSCHMUCK: Warum macht ihr all das – Büro, Konzert-Booking, Reiseorganisation, CD- und DVD-Produktion, teilweise auch Vertrieb – im Selbstmanagement?

BRANDSTÖTTER: Weil wir damit entscheiden können, was wir tun wollen. Und im Fall von CDs und DVDs kann uns niemand sagen, was wir machen müssen. Wir haben auch keinen eigenen Produzenten, sondern machen alles selbst.

TSCHMUCK: Habt Ihr schon einmal die Zusammenarbeit mit einem Major erwogen?

BRANDSTÖTTER: Es hat schon Angebote von Majors gegeben. Aber die garantieren Dir nicht, dass Du in jedem Land aufliegst. Man kriegt zwar einen Deal bei der Universal, was zwar nett ist, aber die sagt dann: „Ich kann Dir nur Österreich garantieren.“ Und das bringt Dir gar nichts. Du bist dann an eine große Marke gebunden, wirst aber nicht verkauft.

TSCHMUCK: Gibt es noch andere Partner, mit denen Ihr zusammen arbeitet?

BRANDSTÖTTER: Ja, Wir arbeiten mittlerweile in Deutschland mit einer Agentur, der „Südpol-Musik“, zusammen. Mit denen haben wir vor 7-8 Jahren angefangen. Die kommen eigentlich aus dem Pop-Geschäft und haben mit Brass oder Klassik wenig zu tun. Das ist zwar von der Struktur sehr verschieden, aber es ergänzt sich sehr gut. Die machen momentan das Booking für Deutschland, Frankreich, Benelux, England zum Teil, Spanien zum Teil, weil wir von Wien aus nicht alles organisieren können. Trotz dieser Unterstützung sind wir aber eine selbst gemanagte Gruppe. Was die Entscheidungen betrifft auf alle Fälle. Was das Booking betrifft, stets in Absprache mit uns. Die „Südpol“ macht übrigens auch den Digitalvertrieb für uns. Dazu haben sie mehrere Vertriebspartner. Unsere Musik ist jedenfalls auf einigen Plattformen wie iTunes, Amazon usw. erhältlich.

 

 

Vom Geldverdienen

TSCHMUCK: Wie sieht die Einkommensseite aus? Wie viel macht der Live-Bereich aus? Wie viel der CD-Verkauf?

BRANDSTÖTTER: Der Live-Bereich macht natürlich das Gros aus. Das ist aber immer so. Bei den Bands, die ich kenne, deckt der Live-Bereich den größeren Teil ab. Wenn Du dann eine CD oder eine DVD produzierst, dann bist Du ja gleich einmal bei 40.000 bis 60.000 Euro. Das muss man zuerst wieder einmal verdienen. Und Du steckst das Geld gleich wieder in neue Produktionen, weil Du ja präsent sein willst. Und Du musst immer wieder einmal was Neues nachschieben. Es ist schon gut jedes oder zumindest jedes zweites Jahr mit einem neuen Produkt raus zu kommen, damit die Leute merken, dass es die noch gibt. Die digitalen Verkäufe sind hingegen noch nicht sehr relevant. Das Einkommen aus Downloads ist marginal. Es ist zwar am Steigen, aber das bewegt sich in einem ganz geringen Prozentsatz. Wir machen ein bisschen Merchandising, aber nur wenig, weil wir die Kapazitäten beim Reisen nicht haben.

TSCHMUCK: Welche Rolle spielt für Euch die CD?

BRANDSTÖTTER: Wir geben CDs nach wie vor gern raus, auch wenn gesagt wird, der Markt wird schlechter. Wir merken das nicht. Wir verkaufen auch gar nicht so viel bei Konzerten – üblicher Weise sagt man 2/3 bei Konzerten und 1/3 über den Vertrieb. Aber wir spielen in so vielen verschiedenen Ländern, dass wir über die jeweiligen Vertriebe wesentlich mehr verkaufen als bei den Konzerten. Eine CD ist halt immer noch ein schönes, haptisches Erlebnis. Wenn Du eine CD kaufst, die ein schönes Cover und ein schönes Booklet hat, dann ist das etwas für Leute, die unsere Band gerne mögen, und was sie sich auch gerne kaufen.

TSCHMUCK: Verliert Ihr durch das Musik-Filesharing an Einnahmen?

BRANDSTÖTTER: Man verliert sicher was an Einnahmen, aber auf der anderen Seite gewinnt man an Popularität und zwar vor allem in Ländern, wo man noch nicht so bekannt ist. Wir reden natürlich in der Gruppe manchmal auch darüber. Man kann es ohnehin nicht steuern. Stichwort YouTube; für uns ist das schon gut, wenn die Leute dort was reinstellen; auch das ist nicht immer legal. Deswegen haben wir uns selbst da immer heraus gehalten. Aber die Leute schauen sich das an und sagen: „Die Gruppe möchte ich einmal live sehen“, und kommen dann zu uns in die Konzerte. Dadurch haben wir dann schon einen Mehrwert.

TSCHMUCK: Was hat sich eigentlich aus Eurer Sicht in den letzten 20 Jahren am gravierendsten verändert?

BRANDSTÖTTER: Der CD- und DVD-Markt hat sich wirklich stark verändert. Als wir Anfang der 1990er Jahre begonnen haben, da waren Anzeichen einer Krise absehbar. Ich glaube, dass das auch damit zu tun hatte, dass der Markt damals so gesättigt war. Gleichermaßen hat sich auch der Pop-Betrieb umgestellt. Ende der 1980er Jahre hat es geheißen, der Live-Markt bricht total ein, was man jetzt natürlich überhaupt nicht mehr sagen kann. Die Szene ist so bunt geworden. Der Umbruch schlechthin war das Internet, weil das allen Gruppen ermöglicht hat, sich eine Plattform zu schaffen, die früher die Möglichkeit nie gehabt hätten. Als wir begonnen haben, sind die Verträge noch übers Fax gekommen oder man hat einen Brief geschrieben. Anfang der 1990er Jahre hat jeder Zehnte vielleicht ein Handy gehabt. Gruppen wie Mnozil Brass können sich jetzt im Internet präsentieren. Vor zwanzig Jahren hat es die Möglichkeit dazu nicht gegeben. Wenn Du in Österreich gesessen bist und nicht gereist bist, und nicht bekannt genug warst, und keine tolle Agentur gehabt hast, die Dich irgendwo untergebracht hat, dann hattest Du de facto keine Chance irgendwie bekannt zu werden. Heutzutage ist das wesentlich leichter.

 

Urheberrecht, Kulturpolitik und was Mnozil Brass so alles braucht

TSCHMUCK: Hat das Internet die Internationalisierung von Mnozil Brass überhaupt erst möglich gemacht?

BRANDSTÖTTER: Wir sind auf alle Fälle große Profiteure davon. Wir können’s selber größtenteils gestalten; und das haben wir dem Internet zu verdanken.

TSCHMUCK: Auch wenn manche sagen, dass die Musikwirtschaft verloren hat, z.B. wegen des Filesharings?

BRANDSTÖTTER: Ich würde sagen, die Musikwirtschaft insgesamt ist ein Gewinner. Es gibt einzelne Firmen, die Verlierer sind. Wenn man sich die ganzen Diskussionen um die Rechte anschaut, so sind das Gefechte gegen Windmühlen. Es gehört eine Gesamtlösung her. Und nicht, wenn Du illegal irgendetwas ins Internet stellst oder herunter lädst, dann wirst Du als einzelnes Individuum verklagt. Das funktioniert so nicht mehr. Da waren die Majors zu lange zu unflexibel. Natürlich haben sie dann auch gemerkt, dass sie von der Entwicklung überrollt werden, auch wenn sie noch versucht haben, den Dammbruch zu verhindern. Aber das Internet ist ein offenes Medium, und jeder ist gewohnt auf Inhalte zuzugreifen, ohne sich groß Gedanken zu machen, ob das nun rechtlich einwandfrei ist oder nicht. Ich glaub nicht, dass ein 15jähriger darüber nachdenkt: „Ist das illegal, wenn ich mir etwas aus dem Netz ziehe?“

TSCHMUCK: Wie soll ein Urheberrecht aussehen, das dem Rechnung trägt?

BRANDSTÖTTER: Man kann das an verschiedene Sachen koppeln. Man kann es an den Stream koppeln, man kann es an Computerverkäufe koppeln, man kann es an Datenträgerverkäufe koppeln.

TSCHMUCK: Du spielst auf die Kulturflatrate an?

BRANDSTÖTTER: Zum Beispiel – ja. Einfach eine pauschale Lösung. Denn ich glaube, nach genauen Abrechungen funktioniert das nicht.

TSCHMUCK: Das Internet würde ja einige technischen Lösungen …

BRANDSTÖTTER … anbieten, ja, aber das wird ja ohnehin diskutiert. Du darfst ja auf ein Stück von Richard Strauss immer noch nicht zugreifen. Die Erben sind dagegen, weil sie immer noch so viel Geld damit verdienen, dass es für 10 Familien reichen würde. Wenn Du sagst, Du führst die Oper auf und musst zuerst einmal 2.000 bis 3.000 Euro abführen pro Abend, dann ist das nicht mehr rentabel. Natürlich hat er es komponiert und soll auch ein Geld dafür bekommen. Es ist aber die Frage, wie lange man Geld dafür bezahlen soll?

TSCHMUCK: Wie geht Ihr mit der Rechteklärung um?

BRANDSTÖTTER: Wir machen das zum Teil über unseren Vertrieb. Es ist trotzdem sehr schwierig. Wenn Du 25 Titel aufnimmst und 20 musst Du irgendwie klären, dann darfst Du das nicht oder das vielleicht und dann kommt keine Antwort. Man ist da schon sehr auf den Goodwill der Leute angewiesen.

TSCHMUCK: Welche Kosten entstehen dadurch?

BRANDSTÖTTER: Die AUME-Rechte [die Rechte, die die AustroMechana wahrnimmt] sind klar geregelt, aber die Verlagsrechte sind frei verhandelbar, und das ist mühsam. Man weiß dann schon, das geht und das geht nicht.

TSCHMUCK: Führt das auch zu künstlerischen Einschränkungen?

BRANDSTÖTTER: Ja natürlich! Da wäre dann eine pauschale Lösung gescheiter. So und soviel zahlt man pro Minute, dann wäre das klar geregelt.

TSCHMUCK: Was würde sich Mnozil Brass von der Politik wünschen?

BRANDSTÖTTER: Wir brauchen zum Glück keine staatlichen Förderungen. Was ich mir aber in Österreich wünschen würde, wäre eine Vereinheitlichung auf allen Ebenen: auf der Ebene der Förderpolitik, der Künstlersozialversicherung und der Beratung. Ich bräuchte nur eine Telefonnummer, unter der ich anrufen kann und wo man kompetent über Management, Booking, Internet und über alles, was Musiker heutzutage betrifft, beraten wird.

TSCHMUCK: Gibt es innovative Potenziale die aus Eurer Sicht noch ausgeschöpft werden sollten?

BRANDSTÖTTER: Man sollte bei den Unis ansetzen, um den Studierenden dort die sekundären Skills zu vermitteln. Dass die ihr Instrument beherrschen, ist ja klar. Die sekundären Skills sind, zu wissen, welchen Internetauftritt sie brauchen? Wie mache ich einen Vertrag? Wie sieht das steuerrechtlich aus? Wie kann ich als Musiker überleben? Musikmanagement eben, in all seinen Aspekten. Generell ist es nicht so einfach, ein gutes Management zu bekommen. Denn Du weißt ja nicht, was die wirklich können. Vielleicht kann man da eine Plattform schaffen, wo sich Management-Agenturen eintragen lassen, auf die man dann zugreifen kann. Zuerst braucht man eine Homepage, wo sich die Agenturen präsentieren können. Vielleicht zuerst einmal nur mit einem Link. Eine Informationsplattform für Musikmanagement-Agenturen; das fehlt bzw. mir ist nicht bekannt, dass es so etwas gibt. Zudem weiß ich, dass es für einzelne Bundesländer Veranstalterlisten gibt. Ich denke, es wäre schon gut das österreichweit zusammen zu fassen. Eine Informationsplattform also, in der alle Kulturvereine in Österreich vertreten sind. Das kann beim Musikverein in Wien beginnen bis hin zum Kulturverein im Oberen Mühlviertel. Wo sich dann jeder Künstler seine Veranstalter je nach Spezialisierung heraussuchen kann. Wir als Mnozil Brass sind ja in einer anderen Situation. An uns treten ja die Veranstalter heran und haben schon eine gewisse Größe. Daher selektiert sich das von selbst. Wir können in Österreich nicht mehr als 15 Auftritte pro Jahr machen. So gibt es eine relativ lange Warteliste. Und deswegen trifft das auch auf uns nicht so stark zu. Aber 90-95% der Musikschaffenden würden so etwas schon brauchen.

TSCHMUCK: Ich danke für das ausführliche Gespräch.

 


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