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Musikwirtschafts-Jour-fixe am 24. November 2010: Die wirtschaftliche Bedeutung des Schlagers

Am 24. November 2010 findet ab 14.30 am IKM (Karlsplatz 2/2. Stock/Tür 9) der nächste Musikwirtschafts-Jour-fixe zur wirtschaftlichen Bedeutung des Schlagers statt. Zu diesem Thema wird Dr. Martin Lücke, Professor für Medienmanagement, insbesondere Musikmanagement, der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation, Campus München, sein. Er hat 2008 die Ausstellung „Melodien für Millionen. Das Jahrhundert des Schlagers“  im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland kuratiert und in diesem Zusammenhang sich intensiv mit den ästhetischen, sozialen und wirtschaftlichen Grundlagen des Schlagers seit dem späten 19. Jahrhundert beschäftigt.

In seinem Impulsreferat wird Prof. Lücke der Frage nachgehen, welche wirtschaftliche Bedeutung der Schlager historisch für die Musikwirtschaft hatte und welche aktuellen Tendenzen auf dem Tonträger-, Live- und Fernsehmarkt derzeit zu erkennen sind.

In der Folge kann noch eine kurze Einführung in die Thematik des Jour-fixe am 24. November nachgelesen werden:

In der heutigen Zeit ist der Begriff Schlager in all seinen ausdifferenzierten musikalischen Facetten (Pop-Schlager, Ballermann-Schlager, volkstümlicher Schlager) für viele zum Unwort geworden, das eine Musikrichtung ohne musikalische oder inhaltliche Tiefe beschreibt. Dabei wird schnell vergessen, dass bis in die 1960er Jahre hinein die Stars der Branche noch Idole einer ganzen Generation waren – und einen großen Anteil am wirtschaftlichen Aufschwung der Musikindustrie besaßen. Stars wie Caterina Valente, Peter Alexander oder Udo Jürgens sangen sich in die Herzen ihrer Fans. Interpreten und Macher gleichermaßen bestimmten die deutschsprachige Musikindustrie.

Darüber hinaus wird der wirtschaftliche Aspekt dieses Genres häufig unterschätzt, gehören doch Interpreten wie Andrea Berg oder Helene Fischer zu den erfolgreichsten aktuellen deutschsprachigen Acts – von einer breiten Bevölkerung jedoch gar nicht wahrgenommen. Helene Fischer beispielsweise erhielt von EMI erst vor wenigen Wochen insgesamt 14 Goldene- und Platinauszeichnungen verliehen, Andrea Berg hält bis heute einen absoluten Chartsrekord und die Südtiroler Kapelle Kastelruther Spatzen sind mit 13 Auszeichnungen führend in der ECHO-Statistik. Dabei konnte das Genre Schlager, bei gleichzeitig sinkenden Gesamtumsätzen der Musikindustrie, seinen Umsatzanteil signifikant ausbauen.


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