21
Aug
09

Rezension: Making Woodstock

Making Woodstock ist die durchaus gelungene Übersetzung von Adelheit Zöfel und Stefanie Fahrner von Young Men With Unlimited Capital. The Inside Story of the Legendary Woodstock Festival by the Two Who Paid For It, das bereits 1974 erschienen ist. Darin erzählen die beiden für das Woodstock-Festival wirtschaftlich Verantwortlichen Joel Rosenman und John Roberts unterstützt von Robert Pilpel, wie trotz des ganzen organisatorischen und finanziellen Desasters – oder vielleicht gerade deswegen – das Woodstock-Festival als Mythos in die Musikgeschichtsschreibung eingehen konnte. 

Es soll an dieser Stelle nicht die Geschichte des gesamten Woodstock-Festivals, so wie es Rosenman und Roberts erlebt haben, nacherzählt werden – diese ist ohnehin im Beitrag „40 Jahre Woodstock – Wirtschaftsdebakel und Mythos“ nachzulesen –, sondern es soll hier das Erzählte kritisch vor dem Hintergrund anderer Quellen reflektiert werden. Rosenman/Roberts haben, und das legt der englische Originaltitel bereits nahe, ein sehr ambivalentes Verhältnis zum Woodstock-Mythos. Auf der einen Seite sind sie sich bewusst, an welch Epoche machendem Ereignis sie mitgewirkt haben, auf der anderen waren sie aber auch die Leittragenden, über die das ganze Chaos herein gebrochen ist und die letztendlich den aufgehäuften Schuldenberg – nach ihren Angaben US$ 1,6 Mio. (2009 wären das US$ 9,4 Mio.) – abtragen mussten. Joel Rosenman gesteht auch ein, dass er zwei Jahre lang keine positiven Assoziationen mit dem Festival verband und er erst durch den Nachruhm so etwas wie Stolz empfand (S: 279).

Trotz all der Katastrophen wegen mangelhafter Vorbereitung und Organisation aber auch wegen der Wetterkapriolen, mit der die Festivalleitung fertig werden musste, ist das Buch kein Lamento oder Krisenbericht, sondern ein im ironisch bis sarkastisch gehaltenem Ton verfasster Erlebnisbericht, der all die Skurrilitäten in so witziger Art und Weise wieder gibt, dass aus dem Lachen gar nicht heraus kommt. Abwechselnd erzählen Roberts und Rosenman in Tagebuchform von ihren Eindrücken und sparen nicht mit Selbstironie und bissigen Kommentaren gegenüber anderen Protagonisten der „Three Days of Peace and Music“.

Eine gute Kostprobe dafür ist die Beschreibung der ersten Begegnung zwischen den prospektiven Festival-Organisatoren Michael Lang und Artie Kornfeld im gemeinsamen Manhattaner Appartement von John Roberts und Joel Rosenman: „Mike und Artie treten ein. Man begrüßt sich. Joel und John sehen sich an. Ihre Gäste, vor allem Lang sind in der Tat ‚etwas gewöhnungsbedürftig’. (…) John und Joel haben allerdings kaum Zeit, sich groß zu wundern, denn gleich bei der Begrüßung nimmt Kornfeld zuerst Johns Hand zwischen beide Hände, dann Joels Hand, und dazu lächelt er ein Lächeln brüderlicher Anteilnahme, als wären die beiden durch ein schreckliches Geheimnis für immer mit ihm verbunden oder als müssten sie gleich zu einer lebensgefährlichen Mission hinter den feindlichen Linien aufbrechen. Lang hingegen ist heiter und gelassen, akzeptiert alles, spürt Schwingungen nach, die außer ihm keiner bemerkt.“ (S. 17). In dieser Tonart geht es weiter und man kommt schließlich zur zündenden Idee. Eigentlich wollten Kornfeld und Lang ein Tonstudio in Woodstock gründen und es mit einem Konzert einweihen. Kornfeld trägt diese Idee mit großer Verve vor, was Joel Rosenblum zum Vorschlag veranlasst: „’Na ja, statt einem eintägigen Konzert für fünftausend Leute könnte man ein zweitägiges Konzert für, sagen wir mal, fünfzigtausend Leute organisieren. Und das Geld für ein Studio verwenden.’ Joel und John nicken. ‚Na gut – aber das ist ein völlig anderes Projekt’ [Kornfeld, Anm. d. Verf.]. ‚Es wäre groovy’, meldet sich Lang zu Wort. Die anderen drei sehen ihn an. Seine Miene wirkt eher spöttisch, aber der Tonfall ist ernst. ‚Hunderttausend Leute an zwei Tagen. Mann, das ist der Wahnsinn! In Monterey [Monterey Pop Festival im Juni 1967, Anm. d. Verf.] waren es nur halb so viele.’ Joel schaut zu John. ‚Was würde es kosten, so ein Konzert zu organisieren, Michael, mit Stars und allem?’ ‚Hm, das wird teuer. Vielleicht hunderttausend Dollar für die Stars und noch mal hunderttausend für die restlichen Posten.’ Artie rechnet schnell alles zusammen. ‚Bei fünf Dollar pro Kopf und Tag würden dreihunderttausend Dollar Profit übrig bleiben.’ Allgemeines Grinsen im Raum. ‚Klingt interessant’, sagt John.“ (S. 18-19).

Damit, glaubt man Rosenman und Roberts, war das Projekt „Woodstock Music and Art Fair“ am Nachmittag des 6. Februar 1969 gestartet worden. Um nur ja keine Zeit zu verlieren, wurde der Festivaltermin für Mitte August desselben Jahres festgesetzt, womit all das Unheil seinen Anfang nahm. Es ist klar, dass in so kurz bemessener Zeit keine Veranstaltung in diesem Ausmaß auf die Beine gestellt werden kann. Weder stand der Veranstaltungsort noch die auftretenden Acts fest. Es gab kein Sicherheits- und Verkehrskonzept und die Finanzierung des Ganzen war mehr als fraglich. Dazu kommt eine Organisation, die eher an eine Hippie-Kommune, denn an ein professionelles Veranstaltungsbüro erinnert. So wird also auf den ersten 174 Seiten die Vorbereitungsphase geschildert. Jedes Kapitel ist dabei mit ironischen Zwischenüberschriften versehen wie „Projekt-Fortschritt (?): 15. April 1969. Gelände: keines; Mitarbeiter: zwei Sekretärinnen; Einnahmen aus dem Ticketvorverkauf: keine; gebuchte Künstler: keine; Anwälte: einer in New York City, einer in Wallkill; mobile WCs: keine; Ausgaben: 57.000 Dollar.“

Es wird erzählt, wie Michael Lang aus dem gemeinsamen Büro in Manhattan auszieht, weil er es nicht als inspirierend genug empfindet und wie Roberts und Rosenman vermuten, er es seiner Musiker-Klientel nicht zumuten möchte, auf die beiden Kapitalisten und Snobs aus der feinen New Yorker Gesellschaft zu treffen. Es wird aber auch erzählt, wie man eine Festival-Location (in Wallkill) bereits gefunden hatte und von den Einwohnern wieder vertrieben wurde, um letztendlich auf Max Yasgurs Farm in Whitelake zu landen. „Es war Michael, der von einem gewissen Max Yasgur und ungefähr zweihundertvierzig Hektar Weideland im benachbarten Sullivan County berichtete. Wie sich herausstellte, hatte Max die Ereignisse in Wallkill mit wachsendem Unmut verfolgt. Er war ein altmodischer Kerl und hielt es für falsch, Leute nur deswegen zu hassen, weil sie anders waren. Er glaubte, dass selbst Gottes niedrigste Kreaturen (Hippies) die gleichen Rechte zugestanden werden sollten wie all den anderen. Er glaubte an die amerikanische Verfassung und an das Recht auf Versammlungsfreiheit. Er glaubte, dass man uns in Wallkill Unrecht getan hatte. Und er glaubte an Geld. Also hatte er Michael eingeladen, sein Land zu inspizieren. Sollte es unseren Ansprüchen genügen, konnten wir es über das Wochenende vom 15. August für popelige fünfzigtausend Dollar haben – plus fünfundsiebzigtausend Dollar Kaution für eventuelle Schäden.“ Der Festivalleitung blieb aufgrund des Zeitdrucks – ein Monat vor Festivalbeginn – ohnehin nichts anderes übrig als anzunehmen.

Dementsprechend hektisch fielen auch die Vorbereitungsarbeiten vor Ort aus, wobei doch alles so schön geplant war, wie es John Roberts zu Protokoll gibt: „Wäre alles nach Plan gelaufen, hätte den gesamten Festivalbereich ein großer, undurchdringlicher Zaun umschlossen, so tief in der Erde verankert, dass sich niemand drunter durchgraben konnte, und so hoch, dass er alle abgeschreckt hätte bis auf die ambitioniertesten Stabhochspringer. In bestimmten Abständen sollte es Öffnungen geben, mit Drehkreuzen und Ticketkontrolleuren sowie Ticketverkaufshäuschen, die von Pinkerton Wachmännern beschützt wurden. Wir hatten sogar Leute engagiert, die denjenigen, die das Gelände verlassen und während des gleichen Konzerts zurückkehren wollten, Stempel auf den Handrücken drückten. Am Ende jeden Tages sollte das Gelände von unseren Wachmännern geräumt werden. Das war alles schön und gut, bis auf die Tatsache, dass sich am Mittwochabend [2 Tage vor Festivalbeginn; Anm. d. Verf.] bereits fünfzigtausend Leute auf dem Gelände befanden.“ (S. 158).

So wurde spätestens am Samstagmittag aus der kommerziellen Konzertveranstaltung ein freies Konzert, weil die Besucherströme nicht mehr reguliert werden konnten und der provisorische Zaun einfach niedergetrampelt wurde.

Am 15. August begannen trotz Megaverkehrsstaus, in dem auch viele Musiker steckten, die dann per Hubschrauber zum Festivalgelände gebrachten werden mussten, und trotz der schlechten Versorgungslage die Konzerte. Von diesen haben aber Roberts und Rosenman, im Gegensatz zu Lang und Kornfeld, die auf der Hauptbühne die Auftritte koordinierten, in ihrem improvisierten Headquarter im ehemaligen Gebäude der örtlichen Telefongesellschaft nichts mitbekommen. Sie hätten aber ohnehin keine Zeit gehabt, der Bühnenshow zu folgen, weil sie eine sich anbahnende Katastrophe nach der anderen abwenden mussten. So wurde der Hubschrauberlandeplatz in der Nacht einfach dadurch benutzbar gemacht, dass der ihn umgebende Zaun einfach unter Strom gesetzt und mit Glühbirnen bestückt wurde. Eine ganze Armada von Helfern musste abgestellt werden, um die Besucher vom Zaun fernzuhalten. Als dann im Starkregen auch noch diese Beleuchtung ausfiel, wurde eine ganze Mannschaft mit Taschenlampen ausgeschickt, um den Ladeplatz zu markieren. Oder die Geschichte von den durch den Regen frei gelegten Leitungen, die durch das Drüberlaufen der Besucher so abgewetzt wurden, dass die Gefahr von tödlichen Stromschlägen bestand und daher, ohne das Konzert zu unterbrechen, in Windeseile ein zweiter Stromkreis aufgebaut werden musste. Aber die wohl skurrilste Geschichte ist, wie die Manager von The Grateful Dead und The Who am Samstag Abend angesichts der verwaisten Tickethäuschen darauf beharren, die Gage ihrer Schützlinge bar ausbezahlt zu bekommen, weil ansonsten die Bands nicht auftreten würden. Joel Rosenman holt daraufhin den Zweigstellenleiter der Sullivan County National Bank, Charlie Prince, aus dem Bett: „’Charlie? Entschuldige, dass ich um diese Zeit störe, aber wir sitzen wirklich in der Patsche. Du bist unsere letzte Hoffnung’. Ich erläuterte kurz die Lage und betonte, dass die Manager der Bands überhaupt nicht bereit wären, zu verhandeln.“ Der Filialleiter gibt aber zu bedenken, dass übers Wochenende kein Bargeld in der Bank verfügbar ist. „Das ist nicht das Problem, Joel“, entgegnet er auf die immer dringlicheren Bitten Rosenmans. „Ich würde sofort hingehen, wenn ich etwas tun könnte. Aber ich kann nichts tun. Wir schließen freitagnachmittags alles in den Tresorraum ein, und der ist mit einem Zeitschloss gesichert. Selbst wenn man die Kombination kennt, kann man ihn nicht vor Montagfrüh öffnen.“ Die Lage scheint aussichtslos, als Prince doch noch ein Gedankenblitz trifft: „Ich bin mir nicht sicher, aber es könnte sein, dass wir die Barschecks versehentlich draußen gelassen haben.“ Rosenman bekommt einen Schreianfall vor Freude und schickt gleich den Hubschrauber zu dessen Privathaus, von wo aus Prince mit Zwischenstopp bei der Bank zum Festivalgelände geflogen wird. Die Auftritte von The Grateful Dead und The Who sind somit gerettet. (S. 243-244).

Viele weitere solcher Geschichten erzählen Roberts und Rosenman in einem launigen Plauderton, der den Ernst der damaligen Lage ganz vergessen lässt. Aber es sind nicht nur die Anekdoten, die dieses Buch zur empfehlenswerten Lektüre machen, sondern auch die vielen Fakten, die über den ganzen Text verstreut sind und die erst verständlich machen, wie groß das wirtschaftliche Debakel war.

Dieses wurde so richtig am Montagmorgen offenbar, als Jimi Hendrix noch seinen Auftritt in Woodstock in spielte. Zu diesem Zeitpunkt saßen Roberts und Rosenman einer ganzen Horde von Bankiers und Rechtsanwälten gegenüber, die Rechenschaft für die sich anbahnenden Finanzkatastrophe verlangten. Die Situation muss bedrohlich gewirkt haben, wenn man John Roberts folgt: „Wir kamen gleich zur Sache, die im Grunde nur aus einem gigantischen unbesicherten Darlehen bestand. Die Bank wollte wissen, ob wir den Pfandtitel unterschreiben würden. Mein Bruder Billy hatte auf diese Preisfrage eine souveräne Antwort parat und erklärte mit großer Geste, die Familie Roberts habe (a) noch nie etwas mit einem Bankrott zu tun gehabt, (b) sich noch nie aus einer Schuld gestohlen, und (c) nicht vor, diese blütenweiße Bilanz zu beflecken. (…) ‚Das’, sagte der Woodstock-Anwalt, ‚ist vermutlich die edelste Aussage, die ich je gehört habe.’ Sie war außerdem auch eine der teuersten, und die nächste Stunde verbrachten wir damit, ihre Folgen zu prüfen.“ (S. 265).

Der Konkurs über Woodstock Ventures wurde also Dank des Eingreifens der vermögenden Familie Roberts mit der Abtretung der Pfandrechte auf den Familienfonds abgewendet und die beiden Abenteurer Joel Rosenman und John Roberts mit der Kreditrückzahlung in die Pflicht genommen. Es sollte 10 Jahre dauern, bis beide schuldenfrei waren. Geholfen haben dabei die Lizenzerträge aus dem Woodstock-Film, der zum Kassenschlager wurde und die Soundtrack-Album, die später noch herauskamen.

Das Verhältnis zu den beiden anderen Woodstock-Veranstaltern war aber nach Festivalschluss nicht mehr das Beste. Lang und Kornfeld beriefen sich auf eine Klausel im Gesellschaftsvertrag von Woodstock Ventures, wonach sie nicht für die Schulden haftbar zu machen wären und sonnten sich im medialen Nachruhm. Als Lang und Kornfeld nach dem Erhalt von Abschlagszahlungen in der Höhe von je US$ 31.500 sich aus Woodstock Ventures Inc. zurückgezogen hatten und sechs Monate später Rosenman und Roberts auf zehn Millionen Dollar Schadenersatz klagten, dürfte wohl die Stimmung zwischen den ehemaligen Geschäftspartnern am absoluten Tiefpunkt angelangt sein. Es ist eigentlich ein Wunder, dass Roberts, Rosenman und Lang sich 1994 dann doch zusammengetan haben, um gemeinsam das 25-Jahre-Woodstock-Jubiläumskonzert 1994 zu organisieren – das für 2009 von Rosenman und Lang geplante Konzert zum 40-Jahr-Jubiläum wurde aber mangels Sponsoren abgesagt.

Making Woodstock ist zusammenfassend gesagt, ein satirisch geschriebenes und amüsant zu lesendes Buch. Darin liegt aber auch die Gefahr. Im Plauderton und versteckt in vielen Anekdoten erfährt der Leser zwar sehr viel über die Hintergründe der Veranstaltungsorganisation und die handelnden Personen, aber mit den Fakten nehmen es Roberts und Rosenman nicht immer genau. So gibt es zwischen deren Version vom ersten Aufeinandertreffen mit Michael Lang und Artie Kornfeld und jener von Michael Lang in seinem jüngst erschienen Rückblick „The Road to Woodstock“ erhebliche Abweichungen. Folgt man Roberts und Rosenman, so wäre bereits beim ersten Treffen das gesamte Festival-Projekt ausgemachte Sache gewesen. Viel wahrscheinlicher ist hingegen Langs Version, dass es beim ersten Gespräch vor allem um das geplante Tonstudio ging und die Festivalfrage mangels Informationen vertagt werden musste. Erst in weiteren Gesprächen wurden dann das Festival-Konzept, der Zeitplan und die Finanzierung thematisiert. Dass die Firmengründung von „Woodstock Ventures Inc.“ dann erst am 28. Februar 1969 erfolgte, ist ein weiteres Indiz, das gegen die Geschichte von Roberts und Rosenman spricht. Aber letztendlich sind das alles nur Details, die am Gesamtbild nichts ändern. Man sollte aber nicht jede Aussage in diesem Buch für bare Münze nehmen, weil es den Autoren nicht um eine detaillierte historische Aufarbeitung des Woodstock-Festivals ging, sondern um eine Abrechung mit sich selbst und anderen Beteiligten, die natürlich sehr persönlich gefärbt ist.

Und eine Warnung sei noch ganz zum Schluss ausgesprochen: Wer von diesem Buch Informationen über die in Woodstock auftretenden Künstler erwartet, wird bitter enttäuscht sein. Von den 279 Seiten handeln lediglich 80 von den „Three Days of Peace & Music“ und dabei vor allem vom organisatorischen Chaos. Wenn von den Künstlern überhaupt die Rede ist, dann nur, wenn mit ihnen irgendwelche Probleme verbunden waren. Aussagen über deren Auftritte sucht man aber vergeblich. Das ist aber auch wenig überraschend, denn wie sollen in einem Erlebnisbericht der beiden Organisatoren Eindrücke vom Konzert enthalten sein, wenn sie dieses nicht sehen konnten, wenn sie in ihrem Headquarter weitab von der Hauptbühne im alten Telefongebäude mit der Abwendung von Katastrophen alle Hände voll zu tun hatten.

Aber darüber zu lesen ist ebenso spannend wie über die legendären Konzertauftritte, für die man aber andere Bücher konsultieren sollte. Bevor man diese aber zur Hand nimmt, sollte man Making Woodstock von John Roberts, Joel Rosenman und Robert Pilpel gelesen haben. Die deutsche Übersetzung (2009 erschienen bei orange press) ist im Vergleich zum Original („Young Men With Unlimited Capital“) durchaus gut gelungen. Aber wer die Möglichkeit hat, sollte dann doch auf die vergriffene, englische Ur-Fassung aus dem Jahr 1974 zurückgreifen, weil so die ironischen Anspielungen und Sarkasmen unmittelbar ihre Wirkung entfalten können.

Making Woodstock - Cover  orange press, 2009, ISBN-10: 3936086427, EUR 20.-

Quellen

Lang, Michael und Holly George-Warren, 2009, The Road to Woodstock. From the Man Behind the Legendary Festival. New York: Ecco Press.

Rosenman, Joel, John Roberts und Robert Pilpel, 1974, Young Men With Unlimited Capital. The Inside Story of the Legendary Woodstock Festival by the Two Who Paid For It. New York: Harcourt Brace Jovanovich.

Rosenman, Joel, John Roberts und Robert Pilpel, 2009, Making Woodstock. Das legendäre Festival und seine Geschichte (erzählt von denen, die es bezahlt haben). Freiburg: orange press.


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


August 2009
M D M D F S S
« Jul   Sep »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  

Archive

Facebook

Twitter

Kategorien

Blog Stats

  • 307,293 hits

%d Bloggern gefällt das: