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Jul
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Das Geschäftsmodell „Michael Jackson“

Der Tod von Michael Jackson hat einen erneuten Run auf seine Musik ausgelöst. Das US-amerikanische Branchen-Magazin Billboard zitiert die SoundScan-Zahlen für die Verkaufswoche nach dem Ableben des „King of Pop“, wonach die Top-8-Plätze von dessen Alben eingenommen wurden. Auch in den iTunes- und Amazon-Download-Charts hielt Jackson in der genannten Woche die Führungsposition inne.

Allerdings spiegeln diese Zahlen keineswegs die Beliebtheit des Künstlers in den letzten Jahren wider. Zwar vergab die Recording Industry Association of America (RIAA) noch im März dieses Jahres die nunmehr 28. Platin-Schallplatte für das Album „Thriller“, aber das war eine der wenigen Auszeichnungen für Jackson im weltweit wichtigsten Musikmarkt seit Jahren. Die letzte Vergabe einer Platin-Schallplatte (mehr als 1 Mio. Stück) in den USA – und zwar für „Number Ones“ reicht schon ins Jahr 2005 zurück. Jacksons Tonträger verkauften sich Anfang des 21. Jahrhundert also schon längst nicht mehr so gut wie in den 1980er und frühen 1990er Jahren, als er den Gipfel seiner Popularität erreicht hatte.

Insbesondere im Jahrzehnt von 1979 bis 1989 gebührt Michael Jackson tatsächlich auch aus wirtschaftlicher Sicht der Titel „King of Pop“. Anhand der Zahlen, die die RIAA auf ihrer Homepage zur Verfügung stellt, lässt sich diese Ausnahmeposition der Pop-Ikone zumindest für den US-Markt rekonstruieren, aber auch die Problematik der Superstar-Strategie, wie sie von den Majors in den frühen 198oer Jahren eingeschlagen wurde, aufzeigen.

Betrachtet man die Daten und Fakten zu den Verkaufserfolgen von Jacksons Musik genauer, so spiegelt sich darin die Strategie der Major-Label wider, mit wenigen aber dafür umso populäreren KünstlerInnen viel Geld zu verdienen. Diese Strategie wurde nach den Markteinbrüchen in den späten 1970er eingeschlagen, und Michael Jackson war einer der ersten einer ganzen Reihe von Superstars, auf die dieses neue Erfolgsrezept angewandt wurde. Es ist auch kein Zufall, dass der damalige Major CBS-Columbia seine ganzen Hoffnungen auf Michael Jackson setzte. Er war noch als Kinderstar der „Jackson 5“ in Erinnerung und hatte soeben erst seine Solokarriere als Erwachsener gestartet, nachdem 1978 der Managementvertrag mit seinem dominanten Vater ausgelaufen war. Das Ergebnis war das von Funk und Disco inspirierte Album „Off the Wall“, von dem bis Ende 1979 gleich einmal 1,5 Mio. Stück abgesetzt werden konnten. 1982 folgte dann „Thriller“, das 1984 schon mit 20fach Platin in den USA ausgezeichnet wurde. Wenn man bedenkt, dass in den Jahren 1982-1984 in den USA ca. 1,4 Mrd. Stück an Longplay-Formaten (LP, MC und CD) verkauft wurden, so erzielte allein „Thriller“ einen Marktanteil von mindestens 1,4% (!). Nichts belegt wohl eindrucksvoller die wirtschaftliche Rolle, die der Superstar-Effekt in den 1980er Jahren für die Musikindustrie gespielt hat.

Michael Jackson ist dabei prototypisch. Im Vergleich zu den Stars der 1960er und 1970er Jahre, produzierte er in zwei Jahrzehnten – klammert man einmal die unzähligen Compilationen aus – „nur“ 7  reguläre Alben, wohingegen die Beatles in 7 Jahren auf 13 Alben kamen, wenn man die Parallel-Releases in Großbritannien und in den USA  nur einmal zählt. Und andere Pop-Ikonen der 1960er Jahre wie Elvis Presley, Johnny Cash oder Bob Dylan schufen in einem Jahrzehnt mehr Musik als Michael Jackson in seiner gesamten Karriere als erwachsener Solo-Musiker. Das soll jetzt keine Kritik an der Schaffenskraft des „King-of-Pop“ sein, sondern soll nur die veränderten Produktionsbedingungen im Superstar-Geschäftsmodell plastischer hervorheben.

Im Vergleich zu den Stars früherer Jahre, verkauften sich die einzelnen Jackson-Alben wesentlich besser. So erreichte „Thriller“ in den USA bis dato 28fach-Platin. Ein Wert, der nur noch von  „California Hotel“ der Eagles getoppt werden konnte (derzeit 29fach-Platin in den USA) „Bad“ verkaufte sich 8 Millionen Mal, „Off the Wall“, „HIstory“ und „Dangerous“ jeweils 7 Millionen Mal und die beiden vermeintlichen „Chart-Flops“ „Invincible“ und „Blood on the Dance Floor“ erreichten immerhin bis heute 2fach Platin- bzw. Platin-Status (mehr als 1 Mio. verkaufte Stück). Und im Grunde genommen gibt es kein Jackson-Album, das nicht mindestens Gold-Status (mehr als 500.000 verkaufte Stück) erzielen konnte (siehe Tab. 1).

Tabelle 1: Der Award-Status für Michael-Jackson-Alben in den USA (1979-2009)

Award-Status für Jackson-Alben

Quelle: RIAA (http://www.riaa.com/goldandplatinum.php).

Insgesamt hat Michael Jackson laut RIAA bis 2008 rund 61,5 Mio. Alben abgesetzt. Damit liegt er zwar „nur“ an der 17. Stelle der ewigen RIAA-Bestenliste, die von den Beatles mit 170 Mio. verkauften Alben angeführt wird (Tab. 2), aber es gibt wohl keinen Künstler, der in einem so kurzen Zeitraum so viele Tonträger verkauft hat.

Tabelle 2: Alben-Bestenliste der RIAA (1959-2009)

RIAA-Alben-Bestenliste

Quelle: RIAA (http://www.riaa.com/goldandplatinumdata.php?table=tblTopArt)

Er befindet sich aber in bester Gesellschaft von Billy Joel, Elton John, Madonna, Mariah Carey, Whitney Houston und Bruce Springsteen, die ebenfalls vom Strategiewechsel der Majors in den frühen 1980er Jahren zum Superstar-Pop enorm profitiert haben. Bei diesen Acts wurde von den Plattenfirmen nicht mehr gekleckert, sondern nur mehr geklotzt. Astronomisch hohe, nicht rückzahlbare Künstler-Vorschüsse, riesige Marketingbudgets inklusive aufwändiger Musikvideoproduktionen (man denke nur an „Thriller“), ein enormer Touraufwand usw. haben die Produktions- und Marketingbudgets in bislang noch nie gekannte Höhen getrieben.

Dieses Geld musste trotz der Verkaufserfolge der Superstars an einer anderen Stelle abgehen. So wurde im Gegenzug weniger ins Artist & Repertoire gesteckt und der Roster von Acts bereinigt, die trotz Chart-Erfolge aus Sicht der Label-Verantwortlichen nicht das Potenzial zu Superstars hatten – man denke nur an Van Morrison oder Don McLean.

Die Entscheidung für das Einschlagen der Superstar-Strategie wurde durch den boomenden Markt der späten 1980er und frühen 1990er Jahre bestätigt und zementiert. Das A&R wurde Majors quasi an die Indies ausgelagert, die, wenn sie Erfolg, hatten, mit exklusiven Vertriebsvereinbarungen gebunden oder überhaupt gleich aufgekauft wurden.

Mit der Zertrümmerung des Marktes durch die digitale Revolution, die, wie in einem früheren Artikel dargelegt, auch darin bestand, dass sich der Alben-Markt wieder in einen Single-Markt verwandelt hat, wurde die Superstar-Strategie zum wirtschaftlichen Boomerang. Um zu verhindern, dass alle ihre Stars nach dem Vorbild von Prince, David Bowie oder George Michael zur Online-Selbstvermarktung schritten, mussten weiterhin exorbitant hohe Vorauszahlungen geleistet werden (siehe z.B. Robbie Williams). Allerdings ist der einbrechende Markt nicht mehr tragfähig genug, um diese Summen jemals wieder zurück zu verdienen. Da man sich aber mit der Vernachlässigung des A&R der eigenen kreativen Wurzeln beraubt hat, besteht auch nicht die Möglichkeit die prosperierende Trackkultur im Internet adäquat zu bedienen. So bleibt lediglich die Vermarktung des Back-Katalogs, der aber durch die Musiktauschbörsen im Grunde genommen gratis angeboten wird.

Es klingt zwar zynisch, aber der Tod von Michael Jackson ist ein Segen für Sony Music Entertainment und spült noch einmal viel Geld in die leeren Kassen. Aber dieser „Todeseffekt“ wird abklingen und dann wird man sich auch dort wieder mit sinkenden Absatz- und Umsatzzahlen beschäftigen müssen. Auf das Geschäftsmodell „Michael Jackson“ wird man dabei nicht mehr zurückgreifen können, denn dieses ist durch die gegenwärtige Umbruchsituation obsolet geworden und bei Sony Music wie auch bei den anderen Majors wird man sich nach Alternativen umsehen müssen, wenn man nicht wie der „King of Pop“ bald Geschichte sein will. 

 


12 Responses to “Das Geschäftsmodell „Michael Jackson“”


  1. 1 lukas
    7. April 2010 um 11:36 am

    hallo leute!!
    ich habe interessiert den artikel und alle anmerkungen gelesen. ich beschäftige mich gerade selbst ein wenig mit diesem Thema des „Superstarprinzips“ und den „Superstarstrategien“ und wäre dankbar wenn ihr mir vl links usw. nennen könntet, wo ich mehr zu diesem Thema erfahren könnte!???!?!?
    lg

  2. 2 ex.terminator
    9. August 2009 um 3:58 am

    Michael Jackson hat seit seinem Tod vor 6 Wochen 60 Millionen Dollar verdient, mehr als der ebenfalls verstorbene Sänger Elvis Presley in einem Jahr verdient, bis zum Jahresende schätzt Forbes, dass Michael Jackson 300 Millionen Dollar weltweit lukriiert:

    http://www.express.co.uk/posts/view/119311/Sales-boom-eases-singer-s-debts

  3. 5. August 2009 um 11:43 am

    Das Geschäftsmodell „Popstar“ hat bestimmt einen Zusammenhang mit dem Aufblühen der Radioformate in den 80er Jahren zu tun.

    Früher, seit der Entstehung der Musikindustrie, wurde vor allem auf dem Werk konzentriert. Einen Song wird oft durch unterschiedliche Künstler interpretiert und aufgenommen. Erst nach dem Aufkommen des Rock ’n‘ Rolls und des Fernsehens wurde die Konzentration langsam vom Werk zum Künstler gewechselt.

    Nach den Payola-Skandalen in den 1960er Jahren versuchten die Radiomacher Musik im Radio durchhörbar zu machen, so dass sie eine spezielle Hörschaft erreichen können. AC, MOR und andere Formate entstehen. Aus dem allerersten Radioformat „Top 40“ wurde CHR.

    Also, wenn im Radio nur mehr wenige aktuelle Musik gespielt werden, soll die Musikindustrie doch auch nur mehr auf wenigen Interpreten konzentrieren?!

  4. 4 Robert
    20. Juli 2009 um 8:52 pm

    MJ: Seit seinem Tod vor 3 Wochen verkaufte 9 Millionen Alben weltweit, allein in den USA letzte Woche 1,1:

    http://www.latimes.com/entertainment/news/la-et-jackson-album-sales16-2009jul16,0,7847156.story

  5. 5 Robert
    11. Juli 2009 um 4:43 pm

    die neuen charts sind da.

    michael jackson schreibt geschichte in den weltweiten charts. beispiele:

    „Mit Michael Jackson in die Geschichte eingehen

    Das wird der 10. Juli 2009. Noch nie zuvor sind so viele Songs eines einzigen Interpreten am selben Tag in die Charts eingestiegen! “

    http://oe3.orf.at/charts/stories/374212/

    12 seiner songs sind in den top40 und sein album „king of pop“ ist wieder auf platz 1.

    in deutschland sind 24 singles in den top 100, seine beiden alben „king of pop“ und „thriller“ verdrängen den DSDS-neuling schumacher.

    in den USA ebenfalls das meistverkaufte album der woche (knapp 400,000 alben) „the essential michael jackson“ und alle 10 positionen in den billboard top pop catalogue charts belegt.

    er verkaufte allein in den USA letzte woche 800,000 alben.

    er verkaufte laut nielsen soundscan letzte woche weltweit 5,6 millionen digitale tracks, ein neuer meilenstein in der geschichte der digitalen musik, noch nie ist das einem künstler davor gelungen.

    in den letzten 2 wochen haben sich laut nielsen soundscan auch jeweils 2 millionen alben von „king of pop“ weltweit verkauft.

    auch im musikvideo download bricht er alle rekorde.

    der ganze bericht ist hier zu lesen:

    http://www.reuters.com/article/musicNews/idUSTRE5677FN20090708

    long live the king!

  6. 6 Peter Tschmuck
    6. Juli 2009 um 10:27 pm

    Liebe Doris, liebe Sandra!

    Wie schon Michael Huber richtig angemerkt hat, liegt es mir fern Michael Jackson den Titel „King of Pop“ aberkennen zu wollen. Den hat er sich allein durch den Zuspruch von Fans, wie es seid, redlich verdient. Für einen Wissenschafter ziemt es sich aber, eine kritische Distanz in der Analyse zu wahren. Es geht mir nämlich gar nicht darum, die Persönlichkeit oder die Privatperson Michael Jackson zu untersuchen – dazu fehlt mir das einschlägige Wissen -, sondern um die wirtschaftlichen Aspekte seines Wirkens darzustellen. Und das besteht vor allem im Superstar-Konzept, das er wie keine/r vor ihm personifiziert hat. Ich möchte in der Analyse auch nicht bei Michael Jackson stehen bleiben, sondern die Mechanismen aufzeigen, die die Musikindustrie ab den 1980er Jahren geprägt haben. Das ist insofern von Bedeutung, weil damit auch die gegenwärtige Umbruchsituation und die damit zusammenhängenden Umsatzeinbrüche besser verständlich gemacht werden können. So halte ich das Abklingen des Superstar-Phänomens und den Wandel eines Alben- zu einem Single-Markt für zwei sich verstärkende Prozesse, die besser in der Lage sind, die so genannte „Krise“ in der Musikindustrie zu erklären, als das Auftreten von Tauschbörsen oder die vermeintliche Konkurrenz von Videospielen bzw. anderen Entertainment-Angeboten. Letztendlich verbirgt sich hinter der Rezession in der Musikindustrie ein Kreativitätsdefizit, das seit den 1980er Jahren von den entscheidenden Playern mit verursacht wurde. Das hat aber mit Michael Jackson als Person und Künstler gar nichts zu tun. Ihm wünsche ich, dass er noch lange im Andenken seiner Fans und der Musikinteressierten weiterleben wird. In diesem Sinn: „The King is Dead – Long Live the King of Pop.“

  7. 7 Doris
    6. Juli 2009 um 9:21 pm

    finds super, dass ich auf diesem blog mal was zu michael jackson lese. allerdings kommt mir vor du gestaltest einige passagen gezielt negativ zu seiner persönlichkeit, damit es nicht den anschein hat du würdest ihn nur verherrlichen. allerdings war, ist und wird er immer der king of pop bleiben. ich war seit ich 5 bin sein fan, noch zu zeiten der jackson 5, michael war damals so süß🙂 später natürlich auch noch😉

  8. 8 J. Branca
    6. Juli 2009 um 12:54 pm

    „astronomisch hohe, nicht rückzahlbare Künstler-Vorschüsse“

    Welche Künstler haben „nicht rückzahlbare Vorschüsse“ erhalten? Belege?

    Zunächst (am Anfang der „Superstar-Strategie“) waren die gezahlten Vorschüsse, die so viel ich weiß, immmer rückzahlbar waren (Tantiemnabzug), nicht „astronomisch hoch“, sondern waren kühl in Bezug auf die erwarteten Verkaufszahlen kalkuliert. Erst später – als die Marketingfachleute das Kommando übernommen hatten – kam es zu so groteskten Verträgen wie der zwischen Warner Bros. Records und R.E.M (1996).

    Selbst Michael Jackson – der laut einem anderen Artikel (vgl. https://musikwirtschaftsforschung.wordpress.com/2009/07/03/michael-jackson-king-of-pop-1958-2009-%e2%80%93-in-memoriam) angeblich rund 900 Millionen Dollar (1991) von Sony Music erhalten haben soll (Belege?) – war schon vier Jahre später gegenüber seinem Label so hoch verschuldet, dass er 50 Prozent von ATV an Sony verkaufen musste.

    „Wenn man bedenkt, dass in den Jahren 1982-1984 in den USA ca. 1,4 Mio. Stück an Longplay-Formaten (LP, MC und CD) verkauft wurden, so erzielte allein „Thriller“ einen Marktanteil von mindestens 1,4% (!).“

    Waren es nicht 1,4 MILLIARDEN Stück an Longplay-Formaten?

    • 9 Peter Tschmuck
      6. Juli 2009 um 1:57 pm

      Liebe/r J. Branca!

      Vielen Dank für den Hinweis auf die 1,4 Mio. Stk. Longplay-Formate. Es waren natürlich 1,4 Mrd. Stk. – sorry!

      Und natürlich hast Du recht, dass „nicht rückzahlbare Vorschüsse“ eigentlich ein Pleonasmus sind, aber das Faktum sollte rhetorisch noch einmal betont werden. Indirekt werden die Vorschüssen schon zurück „bezahlt“ und zwar über die von den Labeln einbehaltene Umsatzbeteiligung der KünstlerInnen; solange eben die Produktionen keinen Gewinn abwerfen.

      Dass die Vorschüsse „kühl kalkuliert“ wurden, ändert nichts an ihrer „astronomischen“ Höhe.

      Und die Frage nach den Belegen für 900 Mio. Dollar für Jackson leite ich gern an den Gastautor des genannten Beitrags weiter.

  9. 10 Sandra
    6. Juli 2009 um 9:24 am

    Wieso soll er in letzter Zeit nicht der King of Pop gewesen sein? Wer war es deiner Meinung nach sonst? Justin timberlake? Usher? Michael Jackson brauchte nur Thriller in 2008 neu auflegen um 3 Millionen CDs zu verkaufen. Thriller 25th anniversary ist eine der meistverkauften CDs von 2008 und stieg weltweit an der Spitze ein, z.b. USA auf Platz 2. Und du hast vergessen zu schreiben dass der Ansturm auf seine Musik nach seinem Tod groesser ist als bei Elvis Tod.

    Seine Konzerte in 1999 waren in Sekunden ausverkauft, 2001 musste zum albumlaunch von invincible der tims Square abgesperrt werden un das Album stieg in 15 laendern gleichzeitig auf Platz 1 ein.

    Und nun in 2009 waren seine 50 Konzerte in 4 Stunden ausverkauft. Noch nie hat das jemand geschafft oder glaubst du im ernst irgendwer kann 50 Konzerte zu je 20,000 Karten in einer einzigen Stadt ausverkaufen außer Michael Jackson der King of Pop?

    Ich finde es schade dass du deinen fundierten Bericht so eine einleitund und Fazit verpasst, seit 1983 lese ich jetzt in Artikeln zu Michael in genau diesem Stil. Gebt dem Mann endlich Ruhe, er hat 1984 bewiesen dass er der King of Pop ist, bis 2009. Wer mir ernsthaft sagen will dass jemand anderer der King of Pop ist…

    Wie auch immer, ruhe in Frieden we loooove u Michael🙂

    • 11 Michael Huber
      6. Juli 2009 um 2:33 pm

      Liebe Sandra,
      wenn ich Peters Beitrag richtig verstanden habe, geht es ihm in keiner Weise darum, den König vom Thron zu stürzen. Wenn irgendjemand den Titel „King of Pop“ verdient, dann Michael Jackson. Gleichzeitig ist eben jenes „wenn“ schon auch ein starkes Argument. Denn wer konnte nach dem Tod von Kurt Cobain noch den Tiutel Superstar für sich beanspruchen? In Europa am ehesten noch Robbie Williams, in den USA vielleicht Eminem. Aber weltweit? Niemand.
      Und das ist eben der Punkt: Solange die Tonträgerindustrie den Marktzugang kontrollieren konnte und ein Major-Plattenvertrag das höchste Ziel für sehr viele Musiker/innen war, konnte der Absatzmarkt in einige Segmente eingeteilt und mit jeweils wenigen Konses-„Superstars“ überschaubar versorgt werden. Seitdem jedoch die Produktionsmittel und Vertriebswege nicht mehr exklusiv in den Händen der Tonträger-Multis sind, kann beinahe jede/r in den Markt eintreten. Folge: Die Aufmerksam des Publikums verteilt sich auf sehr viele Einzelphänomene, von einer Marktdominanz weniger Superstars kann keine Rede mehr sein.


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