Archiv für Oktober 2010

25
Okt
10

Neue Erlösmodelle für die Musikindustrie im Web 2.0 – Zusammenfassung des Musikwirtschafts-Jour-fixe vom 20. Oktober 2010

Am 20.10.2010 fand der erste Musikwirtschafts-Jour-fixe des Wintersemesters 2010/11 am IKM zum Thema „Neue Erlösmodelle für die Musikindustrie im Web 2.0“ statt. Mag. (FH) Robert Trömer hat dabei die Kernthesen seiner Diplomarbeit, die im Rahmen seines Medienmanagement-Studiums an der Fachhochschule St. Pölten entstanden ist, zusammengefasst, die da lauten:

  • Aufmerksamkeit ist mittlerweile das wichtigste Zahlungsmittel in der Musikindustrie
  • Über eine starke Fanbindung können Ertragspotenziale besser ausgeschöpft werden
  • Majors sind verstärkt dazu übergangen mit 360°-Modellen alle Ertragsbereiche abzudecken
  • Musik-Streaming-Angebote können Filesharing eindämmen helfen
  • Die Einführung einer Kulturflatrate ist unumgänglich, um neue Ertragsquellen für die Musikindustrie zu erschließen.

Diese Thesen hat der Robert Trömer mit Hilfe von Experteninterviews in seiner Arbeit abgetest. Die Präsentation kann heruntergeladen und eine Zusammenfassung des Autors kann in der Folge nachgelesen werden. Weiterlesen ‘Neue Erlösmodelle für die Musikindustrie im Web 2.0 – Zusammenfassung des Musikwirtschafts-Jour-fixe vom 20. Oktober 2010′

22
Okt
10

Musikwirtschaft Australien – Neue Geschäftsmodelle in der Musikindustrie: Guvera

Von den vielen in letzter Zeit entstandenen Gratis-Vertriebsmodellen für Musik im Internet sticht das in Australien 2008 gegründete Service namens „Guvera“ (www.guvera.com) hervor. Auch wenn der rote Stern als Firmenlogo und der Name „Guvera“ eher Assoziationen an linksrevolutionäre Gruppierungen in Südamerika auslösen, handelt es sich um ein sehr kapitalistisch orientiertes Musikangebot, das es sich zum Ziel gesetzt hat, Musikkonsument/innen Gratis-Musikdownloads anzubieten, die von werbetreibenden Firmen finanziert werden. Vom Konzept her hat „Guvera“ also durchaus revolutionäres Potenzial, wenn auch nicht in marxistisch-leninistischer Hinsicht. Wie „Guvera“ genau funktioniert und welche wirtschaftlichen Implikationen es hat, kann in der Folge hier nachgelesen werden. Weiterlesen ‘Musikwirtschaft Australien – Neue Geschäftsmodelle in der Musikindustrie: Guvera’

19
Okt
10

3. Infoconony-Symposium: Piraterie auf Informationsmärkten

Am 29. Oktober 2010 findet an der Fachhochschule Köln, Claudiusstraße 1 (Raum Rotunde) ein sehr interessantes Symposium des Instituts für Informationswissenschaft zum kontroversiellen Thema „Piraterie auf Informationsmärkten“ statt. Es wird dabei nicht nur um „Musik-Piraterie“ (Stichwort Musiktauschbörsen) gehen, aber natürlich auch. Es soll der Frage nachgegangen werden, welche möglichen positiven und negativen Effekte “Piraterie“ auf diversen Informationsmärkten haben können und welche Maßnahmen getroffen werden, um damit umzugehen. Neben dem Musikmarkt werden dabei die Vortragenden auch die Video- und TV-Branche sowie die Spielebranche genauer beleuchten und die Auswirkungen auf das Urheberrecht diskutieren.

Der Eintritt zu diesem Symposium ist kostenfrei, allerdings bitten die Veranstalter aufgrund des begrenzten Platzangebots um eine verbindliche Online-Voranmeldung.

Das Programm und alle weiterführenden Informationen können von der Symposiums-Website entnommen werden: http://www.infoconomy.de/Symposium-2010.324.0.html

14
Okt
10

Musikwirtschaft Australien – Die Frühgeschichte der australischen Musikindustrie (Teil 6)

Ross Lairds sehr detailreiches und in manchen Abschnitten vielleicht sogar Detail verliebtes Buch bietet einen guten Einblick in die wirtschaftliche Entwicklung der frühen, australischen Musikindustrie. Von einer solchen kann ohnehin erst ab 1924 die Rede sein, als mit der World Record Company in Melbourne und mit Brunswick Records in Sydney die ersten Plattenpresswerke ihren Betrieb aufgenommen hatten. Davor war Australien ein reiner Exportmarkt für Tonträger gewesen, der von einer kleinen Anzahl von Vertriebsfirmen, die mit den großen europäischen und US-amerikanischen Tonträgerproduzenten kooperierten, kontrolliert wurde.

Die wenigen Zahlen, die für die Periode von 1924 bis 1934 verfügbar sind, stützen jene Aussagen, die vor dem Tariff Board 1927 von einem wirtschaftlichen Abschwung nach 1926 sprechen. Die Rezession am australischen Tonträgermarkt hat also nicht erst mit der Weltwirtschaftskrise, sondern bereits drei Jahre zuvor eingesetzt und es lohnt sich, in diesem abschließenden Teil nach den Ursachen zu forschen. Weiterlesen ‘Musikwirtschaft Australien – Die Frühgeschichte der australischen Musikindustrie (Teil 6)’

13
Okt
10

Musikwirtschaft Australien – Die Frühgeschichte der australischen Musikindustrie (Teil 5)

Nachdem das elektrische Aufnahmeverfahren mit Mikrofonen seinen Siegeszug angetreten hatte, saßen die Tonträgerhersteller weltweit auf mehreren hundert Millionen Schallplatten, die so gut wie unverkäuflich waren, weil sie noch in akustischer Form mit dem Aufnahmetrichter in vergleichsweise schlechter Tonqualität eingespielt worden waren. Sie versuchten daher ihre nunmehr so gut wie wertlosen Lagerbestände zu Niedrigstpreisen über Vertriebskanäle loszuwerden, über die üblicherweise nicht Schallplatten verkauft wurden wie z.B. Kaufhäuser, Textileinzelhändler oder Tankstellen. Vor allem sekundäre Märkte, wie der australische, waren besonders beliebt, um große Mengen an Billig-Schallplatten zu verramschen. Diese Praxis führte in Australien dazu, dass sich der reguläre Tonträgereinzelhandel übergangen fühlte und gegen die Billigimporte aus den USA und Europa bei der zuständigen Zollbehörde eine Beschwerde wegen Preis-Dumping einlegte. Weiterlesen ‘Musikwirtschaft Australien – Die Frühgeschichte der australischen Musikindustrie (Teil 5)’

13
Okt
10

Musikwirtschafts-Jour-fixe am 20. Oktober: Neue Erlösmodelle für die Musikindustrie im Web 2.0

Am 20. Oktober 2010 findet ab 14.30 am IKM (Karlsplatz 2/2. Stock/Tür 9) der nächste Musikwirtschafts-Jour-fixe zum Thema „Neue Erlösmodelle für die Musikindustrie im Web 2.0″ statt. So lautet der Titel einer Diplomarbeit, die Robert Trömer am Fachhochschul-Diplomstudiengang ‘Medienmanagement’ in St. Pölten, vor Kurzem fertig gestellt hat. Darin werden vor dem Hintergrund der sich verändernden Konsumgewohnheiten für Musik neue Erlösmodelle für mobile und Internet-basierende Musikdienste vorgestellt und dabei mit Expertenmeinungen abgeglichen, um sich abzeichnende Trends aufzeigen zu können. Weiterlesen ‘Musikwirtschafts-Jour-fixe am 20. Oktober: Neue Erlösmodelle für die Musikindustrie im Web 2.0′

08
Okt
10

Musikwirtschaft Australien – Die Frühgeschichte der australischen Musikindustrie (Teil 4)

Die beiden Hauptrivalen am weltweiten Tonträgermarkt, die Gramophone Co. und die Columbia Graphophone Co., wurden nur zögerlich am australischen Markt aktiv und es dauerte eine Zeitlang, bis sie Plattenpresswerke dort in Betrieb nahmen. The Gramophone Co. konnte sich zudem niemals dazu durchringen ein Tonstudio einzurichten und Aufnahmen in Australien selbst durchzuführen, wohingegen die Columbia Graphophone von Anfang an auch ein Aufnahmestudio betrieb, in dem wichtige lokale Acts produziert wurden. Die Weltwirtschaftskrise zwang dann die beiden Rivalen 1931 zur Fusion zur EMI, die in der Folge den australischen Markt mangels Konkurrenzunternehmen monopolisierte. Wie es dazu gekommen ist, kann nun hier nachgelesen werden. Weiterlesen ‘Musikwirtschaft Australien – Die Frühgeschichte der australischen Musikindustrie (Teil 4)’

07
Okt
10

Musikwirtschaft Australien – Die Frühgeschichte der australischen Musikindustrie (Teil 3)

In Australien scheiterten nicht nur die Versuche, eine heimische Musikindustrie aufzubauen, sondern auch ausländische Unternehmen hatten nach wirtschaftlichen Anfangserfolgen in den 1920er Jahren bald mit gravierenden finanziellen Problemen zu kämpfen. Vor allem die mittelgroßen Majors wie die Brunswick-Balke-Collender und die Vocalion verfügten nicht über die entsprechenden Ressourcen, um sich nachhaltig am australischen Markt zu behaupten. Sie wurden genauso Opfer der Wirtschaftskrise wie auch die australischen Plattenfirmen und mussten letztendlich der 1931 gegründeten EMI den Markt alleine überlassen. Der Aufstieg und Fall dieser beiden Unternehmen wird nun in der Folge nacherzählt. Weiterlesen ‘Musikwirtschaft Australien – Die Frühgeschichte der australischen Musikindustrie (Teil 3)’




 

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