Dieses Mal werden gleich drei Artikel genauer betrachtet, die sich alle mit dem Phänomen des Musik-Sampeln, d.h. dem „Probehören“ von Musik-Files, die via Tauschbörsen gewonnen wurden, beschäftigen. Im Gegensatz zum bereits im zweiten Teil der Serie besprochenen Artikel von Liebowitz kommen alle drei Studien zum Schluss, dass Sampling sehr wohl Absatz steigernd für Tonträger bzw. käuflich zu erwerbende Musik wirkt und bei Weitem den Substitutionseffekt ausgleicht.
So zeigen Peitz und Waelbroeck (2006) modellhaft, dass auch die Label über den Sampling-Effekt mit einem Gewinnzuwachs rechnen können, wenn die angebotene Vielfalt der Musiktitel hoch ist.
Bounie, Bourreau und Waelbroeck (2005) untermauern diese Erkenntnisse auch empirisch mit einer Studie über das Musikkonsumverhalten von Studentinnen und Studentin, indem sie aufzeigen, dass es zwei Typen von File-Sharer gibt: „Explorer“ und „Piraten“, wobei erstere wesentlich mehr Einfluss auf den Musikmarkt haben als letztere.
Und schließlich kombinieren Gopal, Bhattacharjee und Sanders (2006) ein von ihnen erstelltes Anreizmodell für Musik-Sampling mit einer Befragung, die zum Schluss kommt, dass Sampling, wenn es mit geringen Kosten verbunden ist, nicht nur zu einem Wohlfahrtszuwachs führt, sondern auch den Superstar-Effekt abschwächt.
Wie die Studien im einzelnen aufgebaut sind und wie die Autoren zu ihren Schlussfolgerungen kommen, kann im Detail hier nachgelesen werden. Weiterlesen ‘Wie böse ist das File-Sharing? – Teil 7′
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