Der Untergang der CD ist nahe, was aber nicht mit dem Weltuntergang verwechselt werden soll. Es wird auch die Musikindustrie nicht untergehen, sondern sie wird nur ihr Gesicht verändern. Das aber radikal und nachhaltig.
Angesichts der jüngst von der IFPI Österreich gestarteten Image-Kampagne für die CD liegt die Vermutung nahe, dass es um dieses Tonträgerformat sehr schlecht bestellt sein muss. Immerhin ist es in den Glanzzeiten rasant wachsender CD-Umsätze in den 1990er Jahren niemandem eingefallen das Image der Silberscheiben verbessern zu wollen. Wozu auch, die Konsumentinnen und Konsumenten wussten ohnehin um deren Vorzüge, die da sind: „…unkomprimierte Qualität, Haptik, Ästhetik und Zusatzfeatures wie Booklets, Songtexte, Fotos der Künstler …“. Warum also gerade jetzt eine solch kostspielige Marketingaktion für eine veraltete Technologie? Geht es wirklich darum, die CD „… als Qualitätsprodukt zu positionieren … [und] als wesentliches Segment eines Musikmarktes, der sich immer mehr diversifiziert“, wie die Branchen-Vertreterinnen und -Vertreter betonen? Wohl kaum, sondern es geht um viel mehr oder besser gesagt um’s Ganze. Weiterlesen ‘Die Scheibe ist eine Welt – die Welt eine Scheibe?’
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