Archiv für März 2009

30
Mrz
09

Rezension: Musikindustrie und Web 2.0

Georg „Guru“ Hübner, der vor nicht allzu langer Zeit den Musikmanagement-Lehrgang an der Donau-Universität Krems absolviert hat, legt nun seine Masterthesis in Buchform vor. Wer keine Zeit hat, die gesamte Rezension zu lesen, dem sei schon jetzt verraten, dass es dem Autor auf 134 Seiten herorragend gelungen ist, die gegenwärtige Umbruchsituation in der Musikindustrie kompakt und dennoch mit viel Kenntnisreichtum zu analysieren und in den Kontext mit den beiden anderen Strukturbrüchen in der Musikindustrie – der Jazz- und der Rock ‘n’ Roll-Revolution zu stellen. 

Georg Hübner

Musikindustrie und Web 2.0. Die Veränderungen der Rezeption und Distribution von Musik durch das Aufkommen von Web 2.0

Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main etc.

134 Seiten,  25,20 EUR

ISBN 978-3-631-58218-3

Hier geht es zur ausführlichen Rezension Weiterlesen ‘Rezension: Musikindustrie und Web 2.0′

27
Mrz
09

Das Web 2.0 und dessen Auswirkung auf die Musikpromotion

Zusammenfassung vom Musikwirtschafts-Jour-fixe am 25. März 2009

Myspace, Sellaband, LastFM oder diverse Musik-Weblogs sind  Erscheinungsformen des Web 2.0, in denen Musik nicht nur passiv konsumiert werden kann, sondern wo sich musikaffine Internetuser auch selbst einbringen können. Allerdings ist der Grad der Beteiligung von Angebot zu Angebot unterschiedlich stark ausgeprägt. Es ist ein Verdienst der Diplomarbeit von Evelyn Hemmer System in den Web 2.0-Dschungel zu bringen. Die von ihr aufgestellte Typologie, die von rein passiver Rezeption bis zu aktiver Partizipation reicht, ermöglicht es, die Veränderungen, die sich in der Musikpromotion ergeben, besser verstehbar zu machen. Sie zeigt auf, dass es in der Musikpromotion nicht mehr reicht, Airplay im Radio und Musik-TV sowie redaktionelle Beiträge in Printmedien zu bekommen, sondern dass die Konsumentinnen und Konsumenten direkt in die Promotion miteinbezogen werden müssen. So ist das Potenzial des direkten Kundenkontakts bzw. der Kundenkommunikation sowie die Möglichkeiten des viralen Marketings zur verstärkten Kundenbindung bei Weitem nicht ausgeschöpft. Insgesamt wird die Stärke des Web 2.0, nämlich die verschiedenen Partizipationsmöglichkeiten, von den Musikvermarktern nicht ausreichend genutzt.

Aber lassen wir doch Evelyn Hemmer in einem Gastbeitrag selbst zu Wort kommen:

Gastbeitrag und PowerPoint-Präsentation

Diplomarbeit: „Die Veränderung der Musikrezeption durch das Web 2.0 und deren Auswirkung auf die Musikpromotion“

25
Mrz
09

Die Scheibe ist eine Welt – die Welt eine Scheibe?

Der Untergang der CD ist nahe, was aber nicht mit dem Weltuntergang verwechselt werden soll. Es wird auch die Musikindustrie nicht untergehen, sondern sie wird nur ihr Gesicht verändern. Das aber radikal und nachhaltig.

Angesichts der jüngst von der IFPI Österreich gestarteten Image-Kampagne für die CD liegt die Vermutung nahe, dass es um dieses Tonträgerformat sehr schlecht bestellt sein muss. Immerhin ist es in den Glanzzeiten rasant wachsender CD-Umsätze in den 1990er Jahren niemandem eingefallen das Image der Silberscheiben verbessern zu wollen. Wozu auch, die Konsumentinnen und Konsumenten wussten ohnehin um deren Vorzüge, die da sind: „…unkomprimierte Qualität, Haptik, Ästhetik und Zusatzfeatures wie Booklets, Songtexte, Fotos der Künstler …“. Warum also gerade jetzt eine solch kostspielige Marketingaktion für eine veraltete Technologie? Geht es wirklich darum, die CD „… als Qualitätsprodukt zu positionieren … [und] als wesentliches Segment eines Musikmarktes, der sich immer mehr diversifiziert“, wie die Branchen-Vertreterinnen und -Vertreter betonen? Wohl kaum, sondern es geht um viel mehr oder besser gesagt um’s Ganze. Weiterlesen ‘Die Scheibe ist eine Welt – die Welt eine Scheibe?’

22
Mrz
09

Der Tonträger ist tot! Es lebe der Musikdownload?

Die Wirtschaftskrise verschärft die jahrelange Rezession in der Musikindustrie. Die Tonträgerumsätze gehen seit Jahren markant zurück. Digitale Musikangebote im Internet und übers Mobiltelefon können die Einbußen nicht ausgleichen. Ein Grund dafür: Eine falsche Lizenzpolitik der Label.

Die Musikindustrie kann sich der allgemeinen Wirtschafts- und Finanzkrise nicht entziehen. So vermelden die nationalen Musikindustrieverbände für 2008 dramatische Umsatzeinbrüche. Aber die Wirtschaftskrise verstärkt nur einen Abschwung am Tonträgermarkt, der bereits in den späten 1990er Jahren eingesetzt hat. So sank der CD-Stückabsatz im Zeitraum von 2000 bis 2008 auf den größten Musikmärkten zwischen 35% (Großbritannien) und 59% (USA). Der österreichische CD-Markt gehört mit einem Rückgang von 57% zu den größten Verlierern. Diese Rezession ist ein Symptom für einen Paradigmenwechsel von Musik als Produkt in Form eines Tonträgers hin zu Musik als Dienstleistung in Form von Online- und Mobile-Music-Angeboten. Weiterlesen ‘Der Tonträger ist tot! Es lebe der Musikdownload?’

20
Mrz
09

Musikwirtschafts-Jour-fixe am 25. März 2009

Am kommenden Mi., 25.3. findet ab 14:30 am Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (Karlsplatz 2/2/9, 1010 Wien) der nächste Musikwirtschafts-Jour-fixe statt. Evelyn Hemmer stellt dabei die Kernaussagen ihrer Diplomarbeit mit dem Titel „Die Veränderung der Musikrezeption durch das Web 2.0  und deren Auswirkung auf die Musikpromotion“ zur Diskussion.

20
Mrz
09

Rezension: Musikrezeption, Musikdistribution und Musikproduktion

Der vor Kurzem erschienene Sammelband „Musikrezeption, Musikdistribution und Musikproduktion. Der Wandel des Wertschöpfungsnetzwerks in der Musikwirtschaft“ stellt sich die Aufgabe, auf höchstem wissenschaftlichen Niveau die gegenwärtigen Wandlungsprozesse in der Musikwirtschaft aus interdisziplinärer Perspektive zu beleuchten und zu erklären. So versammelt dieser Band MusikökonomInnen, MusikwissenschafterInnen, MusiksoziologInnen, MusikpsychologInnen, MedienwissenschafterInnen aber auch PraktikerInnen aus der Musikwirtschaft, um die Wandlungsprozesse in der Musikrezeption, Musikdistribution und Musikproduktion verstehbar zu machen.

Musikrezeption, Musikdistribution und Musikproduktion

Inhaltsverzeichnis und AutorInnen

Gabler Edition Wissenschaft, Wiesbaden, 340 Seiten, EUR 39,90, ISBN: 978-3-8350-0913-4

20
Mrz
09

Buchpräsentation: Musikrezeption, Musikdistribution und Musikproduktion

Am 14. März 2009 wurde an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien der Sammelband „Musikrezeption, Musikdistribution und Musikproduktion. Der Wandel des Wertschöpfungsnetzwerks in der Musikindustrie“ von den HerausgeberInnen Prof. Gerhard Gensch und Dr. Eva Maria Stöckler von der Donau-Universität Krems sowie von Prof. Peter Tschmuck von der Musikuniversität Wien der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Anschluss daran diskutierten die HerausgeberInnen mit dem Musik-Consultant Walter Gröbchen und dem Publikum die aktuellen Entwicklungen in der Musikwirtschaft.

Buchinformation:

 Musikrezeption, Musikdistribution und Musikproduktion

Gabler Edition Wissenschaft, Wiesbaden, 340 Seiten, EUR 39,90, ISBN: 978-3-8350-0913-4

PowerPoint-Präsentation: Musikrezeption, Musikdistribution und Musikproduktion (14.3.2009)

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20
Mrz
09

Der Blog zur Musikwirtschaftsforschung

In diesem Blog werden die aktuellen Entwicklungen in der Musikwirtschaft aus einer wissenschaftlichen Perspektive beleuchtet und kommentiert. Alle Interessierten sind dazu eingeladen einen Beitrag zu leisten.




 

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