22
Dez
09

Neue Diskussionsreihe: „Musikwirtschaftsdialoge“

Am 10. Februar 2010 startet eine von der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) in Kooperation mit dem Kultursender Ö1 ins Leben gerufene Diskussionsreihe mit dem Titel „Musikwirtschaftsdialoge“. In deren Rahmen sollen alle zwei Monate im ORF Kulturcafé in der Argentinierstraße 30a kontroversielle musikwirtschaftlichen Themen von VertreterInnen unterschiedlicher Standpunkte vor Publikum diskutiert werden. Der Zugang zu den einzelnen Veranstaltungen ist frei. Die Vorab-Anmeldung ist aufgrund der begrenzten Sitzplatzkapazität im Kulturcafé an ausseninstitut@mdw.ac.at oder Tel.: 01/71155-7430 erbeten. Folgende Diskussionstermine sind fixiert:

Mi., 10. Februar 2010, 19.30-21.30 im ORF Kulturcafé

„Pro und Contra Musikflatrate – Wer bezahlt die Rechnung?“ – Es diskutieren: Volker Grassmuck, Universität São Paulo und Stefan Michalk, Geschäftsführer des Bundesverband der Musikindustrie in Deutschland.

Mi., 14. April 2010, 19.30-21.30 im ORF Kulturcafé

„Quo vadis Musik-Verwertungsgesellschaften?“ – Es diskutieren: Ursula Sedlaczek, Direktorin der AustroMechana und Leonhard Leeb, Musiker, Jurist und Lehrender an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

Mi., 9. Juni 2010, 19.30-21.30, Fanny-Hensel-Mendelssohn-Saal an der mdw, Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien

„Wie böse ist das Musik-Filesharing?“ – Es diskutieren: Felix Oberholzer-Gee, Professor an der Harvard Business School und Philip Ginthör, General Manager der Sony Music Entertainment Austria 

 Weitere Informationen zum ersten Termin am 10. Februar 2010 können in der Ankündigung der mdw sowie nachfolgend nachgelesen werden. weiterlesen ‘Neue Diskussionsreihe: „Musikwirtschaftsdialoge“’

22
Dez
09

Aufmerksamkeit als knappe Ressource in der Musikindustrie – Zusammenfassung des Musikwirtschafts-Jour-fixe vom 16. Dezember 2009

Christoph Pausz hat am 16. Dezember im Musikwirtschafts-Jour-fixe unsere Aufmerksamkeit auf eine knappe und daher wichtige Ressource gelenkt: die Aufmerksamkeit. Aufbauend auf das viel diskutierte und einflussreiche Buch von Georg Franck „Die Ökonomie der Aufmerksamkeit“ aus dem Jahr 1998, beleuchtet Pausz die Rolle, die die Aufmerksamkeit in der Musikindustrie spielt. Welche Veränderungen sich durch die neuen Medientechnologien in der musikwirtschaftlichen Verwertung ergeben haben, kann sowohl in der Masterthesis, die im Rahmen des Musikmanagement-Lehrgangs an der Donau-Universität Krems entstanden ist ausführlich und in kompromimierter Form als PowerPoint-Präsentation nachgelesen werden. Im nachfolgenden Gastkommentar fasst Christoph Pausz zudem seine Ausführungen im Jour-fixe  essayistisch zusammen. weiterlesen ‘Aufmerksamkeit als knappe Ressource in der Musikindustrie – Zusammenfassung des Musikwirtschafts-Jour-fixe vom 16. Dezember 2009′

10
Dez
09

Vom Alben- zum Singlemarkt – weitere empirische Belege

In meinem Beitrag „Die Rezession in der Musikindustrie – eine Ursachenanalyse“ habe ich die These vertreten, dass sich seit etwa 2003 der umsatzträchtige Alben- in einen wirtschaftlich weniger tragfähigen Single-Markt verwandelt hat, was nicht unwesentlich zu den starken Ertragsrückgängen bei Kaufmusik in den letzten Jahren beigetragen hat. Nun bestätigt ein im November 2009 an der Harvard Business School publiziertes Working-Paper genau diese These und liefert dazu auch noch stichhaltige, empirische Belege. Die Studienautorin, Prof. Anita Elberse, ging von der Frage aus, ob die so genannte Entbündelung von Entertainment-Produkten dazu führt, dass sich die Ertragslage der Anbieter dadurch verschlechtert. Als Fallbeispiel dient ihr dabei die Musikindustrie, da in ihr die im Internet entstandene Trackkultur ein Musterbeispiel dafür ist, wie Produkte, die früher fast ausnahmslos als „reine“ Bündel (d.h. in Form von Musik-Alben) verfügbar waren, entbündelt werden und am Markt nebeneinander physische Alben, digitale Alben sowie die auf ihnen vertretenden Einzeltracks angeboten werden. Im Fachjargon spricht man in dem Zusammenhang von „gemischten“ Bündeln, bei denen die KonsumentInnen die Wahlfreiheit haben, ob sie das gesamte Bündel oder nur einzelne Elemente (Songs) erwerben wollen. In einer statistisch fundierten Analyse zeigt die Autorin, dass die Entbündelung von Musikprodukten einen starken Einnahmenrückgang verursacht hat, weil die sinkenden Absatzzahlen bei Alben nicht durch die stark gestiegenen Verkäufe von Musik-Einzeltracks kompensiert werden konnten. Wie Prof. Elberse zu diesem Ergebnis kommt, kann in der Folge im Detail nachgelesen werden. weiterlesen ‘Vom Alben- zum Singlemarkt – weitere empirische Belege’

04
Dez
09

Rezension: Das Urheberrecht – von Buchdruck bis Filesharing

Der Titel dieses kürzlich erschienen Buches lässt nicht gleich auf den ersten Blick erkennen, dass Markus Schimana sich sehr ausführlich mit den urheberrechtlichen Implikationen der Musikproduktion, -distribution und -rezeption beschäftigt. Da der Autor aber ein studierter Musikwissenschafter, Jurist und auch Betriebswirt ist, so verwundert es nicht, dass er den Schwerpunkt seiner Betrachtung auf die musikwirtschaftlichen Verwertungszusammenhänge legt und quasi aus multidisziplinärer Perspektive vor allem die gegenwärtige Entwicklung des Urheberrechts und seine Auswirkung im Musikbusiness beleuchtet. weiterlesen ‘Rezension: Das Urheberrecht – von Buchdruck bis Filesharing’

02
Dez
09

Musikwirtschafts-Jour-fixe am 16.12.2009: Aufmerksamkeit als knappe Ressource in der Musikindustrie

Am Mi., 16.12.2009 findet am Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (IKM, Karlsplatz 2/2. Stock/ Tür 9) ab 14.30 der nächste Termin zum Musikwirtschafts-Jour-fixe statt. Dabei wird Christoph Pausz die wichtigsten Erkenntnisse aus seiner Masterthesis mit dem Titel „Aufmerksamkeit als knappe Ressource in der Musikindustrie“, die er im Rahmen seines Studiums an der Donau-Universität Krems verfasst hat und die hier im Blog auch nachzulesen ist, präsentieren. Er stellt dabei folgende Überlegungen an: weiterlesen ‘Musikwirtschafts-Jour-fixe am 16.12.2009: Aufmerksamkeit als knappe Ressource in der Musikindustrie’

02
Dez
09

Die Musiknutzung deutscher Teenager – eine Studie

Bettina Gebhardt hat im Rahmen ihres Studiums an der Hochschule Offenburg eine Studie zum Musik-Downloadverhalten von Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 19 Jahren durchgeführt, die in ihre beim EUL-Verlag publizierte Abschlussarbeit eingeflossen ist. Die Studie versteht sich dabei als Ergänzung jener Online-Befragung zum Musikkonsumverhalten Jugendlicher von Mike Friedrichsen et. al. (2004), die aber die unter 20jährigen ausgeklammert hat. Um eine Vergleichbarkeit sicherzustellen, orientierte sich der Fragebogen der Autorin weitestgehend am genannten Vorbild. Allerdings wurde die Befragung nicht online, sondern direkt mit Hilfe von Lehrpersonal in Schulen der deutschen Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen während des Unterrichts durchgeführt (Erhebungszeitraum 12. Juni bis 31. August 2006). Erfasst wurden dabei 1.562 Fragebögen, von denen 1.529 gültig waren. Was sind nun die wichtigsten Studienergebnisse? weiterlesen ‘Die Musiknutzung deutscher Teenager – eine Studie’

20
Nov
09

Studie zur Online-Musiknutzung in Großbritannien

Die Studie mit dem Titel „Digital Music Survey“ wurde von der französischen Marktforschungsagentur Ipsos Media CT für den britischen Think-Tank Demos erstellt. Publiziert wurden die Ergebnisse im PowerPoint-Format, wodurch es an erklärenden Texten fehlt und Vieles aus den Folien herausgelesen werden muss. Es wurden für die Studie 1.008 Online-Interviews mit britischen Internetnutzern im Alter zwischen 16 und 50 Jahren im Oktober 2009 durchgeführt, womit die Untersuchung repräsentativ für die Internetuser der untersuchten Altergruppe in Großbritannien ist. Abgefragt wurden:

  • das Wissen über und die Nutzung von „offiziellen“ digitalen Musikanbietern
  • das Wissen über, die Nutzung von und die Einstellung gegenüber File-Sharing-Websites
  • die Gründe, warum „illegale“ File-Sharing-Websites nicht genutzt werden
  • das Interesse gegenüber Abonnement-Angeboten für den digitalen Musikkonsum

Wie sehen nun die Ergebnisse im Detail aus? weiterlesen ‘Studie zur Online-Musiknutzung in Großbritannien’

18
Nov
09

Studie: Musiknutzung in Österreich – Zusammenfassung des Musikwirtschafts-Jour-fixe vom 18. November 2009

Am Jour-fixe-Termin vom 18. November 2009 präsentierte Dr. Michael Huber vom Institut für Musiksoziologie zentrale Ergebnisse der ersten repräsentativen Studie zur Musiknutzung in Österreich. Dazu wurden österreichweit 1.042 Personen in Face-to-face-Interviews zu ihrem Nutzungverhalten von Musik befragt. Aus der breit angelegten Untersuchung, die in Kürze unter http://www.musiksoziologie.at/?PageId=1645 nachgelesen werden kann, präsentierte der Projektleiter die zentralen Ergebnisse zur Musiknutzung im Internet, zu den Musikpräferenzen der Österreicherinnen und Österreicher für bestimmte Musikgenres und zu den Ausgaben für Musik.

Die Folien zur Präsentation sind hier verfügbar.

Eine Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse der Untersuchung kann hier herunter geladen werden.

03
Nov
09

Musikwirtschafts-Jour-fixe am 18.11.2009: Musiknutzungs-Studie „Wozu Musik?“

Beim nächsten Musikwirtschafts-Jour-fixe am 18.11.2009 am Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (IKM, Karlplatz/2/2/9) wird Dr. Michael Huber vom Institut für Musiksoziologie der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien die zentralen Ergebnisse der soeben erst fertig gestellten, repräsentativen  Studie zur Musiknutzung in Österreich mit dem Titel „Wozu Musik?“ präsentieren. Auf folgende Fragen wird der Studienautor näher eingehen:

  • Wer hört warum welche Musik?
  • Welche Musikstile haben welches Sozialprestige?
  • Wer kauft wie viele Tonträger, digitale Downloads und Konzertkarten?
  • Welche Rolle spielt das Internet bei der Musikrezeption in Österreich?
26
Okt
09

Rezension: Sound Branding

„Sound Branding. Grundlagen der akustischen Markenführung“ ist als Masterthese, verfasst von Paul Steiner, im Rahmen des Lehrgangs Musikmanagement an der Donau-Universität Krems entstanden und beim Gabler Verlag als Monografie erschienen. Die Arbeit deckt das noch junge Forschungsfeld des Sound bzw. Audio Branding ab, bei dem es darum geht, eine nachhaltig wirkende, akustische Präsenz einer Marke – quasi „die klangliche Übersetzung einer Marke“ (S. 36) – zu erstellen. Dabei geht das Sound Branding weit über den üblichen Einsatz von Sound Logos, Jingles oder Marken-Songs hinaus. Sound Branding ist vielmehr „integraler Bestandteil des Markenmanagements“ (S. 37) und somit Teil eines Corporate Sound, der sich in den letzten Jahren als Teil der Corporate Identity (CI) neben dem Corporate Design, der Corporate Behaviour und der Corporate Communication etablieren konnte. Was Sound Branding nun im Detail ist und welche Aufgaben ihm in der Markenführung zukommen, legt der Autor in seinem interessanten Buch dar. weiterlesen ‘Rezension: Sound Branding’




 

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